<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
	<channel>
		
		<title>Garten + Landschaft RSS</title>
		<link>http://www.garten-landschaft.de/</link>
		<description>Garten + Landschaft RSS Feed</description>
		<language>de</language>
		<image>
			<title>Garten + Landschaft RSS</title>
			<url>http://www.garten-landschaft.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif</url>
			<link>http://www.garten-landschaft.de/</link>
			<width>18</width>
			<height>16</height>
			<description>Garten + Landschaft RSS Feed</description>
		</image>
		<generator>TYPO3 - get.content.right</generator>
		<docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs>
		
		
		
		<lastBuildDate>Tue, 21 Feb 2012 14:34:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Wer wohnt schon gern im Schloss?</title>
			<link>http://www.garten-landschaft.de/blog/wer-wohnt-schon-gern-im-schloss.html</link>
			<description>
In einem Schloss zu wohnen, ist etwas Besonderes. Vor allem seit es Toiletten gibt. Was erzählt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/RTEmagicC_Bellevue.jpg.jpg" alt="Wer wohnt schon gern im Schloss?" width="540" height="375" />
In einem Schloss zu wohnen, ist etwas Besonderes. Vor allem seit es Toiletten gibt. Was erzählt man sich nicht alles über die Zustände in Versailles und an anderen Höfen! Man mied Wasser und rieb sich mit einem Tuch die Hände ab. Auf Christiansborg in Kopenhagen, und wohl nicht nur dort, liefen Hühner und Schweine über den Hof. Bis in die Neuzeit hört man auch von den sprichwörtlichen Schlossgespenstern, von Hui Buh und Konsorten. Ein solches muss wohl auch im schönen Preußenschloss Bellevue am Berliner Tiergarten sein Wesen treiben, denn gleich zwei Bundespräsidenten, die in dem seit 1994 als erstem Amtssitz fungierenden Gebäude residierten, warfen vorzeitig das Handtuch (siehe oben). Köhler wie Wulff waren offensichtlich nicht mit allen Wassern gewaschen, somit nicht dem Amte mit all seinen Fallstricken und so bösen wie ungerufenen Geistern gewachsen. <br />Dabei arbeiten die Präsidenten nur im Schloss und dem angegliederten Präsidialamt, wo auch die ehemaligen, noch lebenden, wie es ausdrücklich heißt, ihr Büro unterhalten. Nur Roman Herzog wohnte auch dort, unerschrocken. Raumfülle und Raumhöhen im Bellevue mögen ihn zu seiner berühmten Ruck-Rede animiert haben: „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen. Wir müssen Abschied nehmen von liebgewordenen Besitzständen. Alle sind angesprochen, alle müssen Opfer bringen, alle müssen mitmachen.“ Damals war Griechenland noch kein Thema, der Herzog sprach zu uns, die wir doch alle von Luftschlössern träumen. Oder doch von echten. In München offeriert sehr zurückhaltend gegenüber der Oper ein Schaukasten Immobilien des gehobenen Marktsegmentes – vom Herrensitz am Starnberger See bis zur 360-Quadratmeter-Dachterrassenwohnung in bester Schwabinger Lage. Preise auf Anfrage. Die Maklerfirma trägt den trügerischen Namen Oberbillig.<br />Angesichts hoher Immobilienpreise ist es doch recht und billig, wenn ein jeder nach günstigen Konditionen Ausschau hält. Christian Wulff nannte als ein Ziel zu Beginn seiner Amtszeit: „Mir ist es wichtig, Verbindungen zu schaffen.“ Da nicht alle Verbindungen aus seiner Ministerpräsidentenzeit clever eingefädelt waren, kommt nun die Präsidentengattin Bettina nicht in den Genuss, wie ihre Vorgängerinnen für eine Baumschule aus Bad Zwischenahn einen neugezüchteten Rhododendron taufen zu dürfen. Joachim Gauck als designierter neue Bundespräsident sollte sich in dieser Sache rechtzeitig engagieren damit wir wissen, welchen Namen die Pflanze dann tragen wird, Schadt oder Gauck oder Schadt-Gauck? <br />Weit wichtiger jedoch ist Gaucks Haltung zum Sozialstaat und man kann da sicher sein, dass er recht bald nach seiner Wahl mit einer eigenen Ruck-Rede das lange Schweigen seines Vorgängers übertönen wird. Hier ein Gauck-Zitat als Vorgeschmack: <br />„Als Gerhard Schröder einst die Frage aufwarf, wie viel Fürsorge sich das Land noch leisten kann, da ist er ein Risiko eingegangen. Solche Versuche mit Mut brauchen wir heute wieder.“ Ob er als gelernter Pfarrer die Mühseligen und Beladenen wenigstens mit Worten zu erquicken gewillt sein wird? Die Sozialdemokraten dürften sich bald die Augen reiben ob ihres und der FDP Wunschkandidaten. Wollen wir hoffen, dass sich wenigstens aus Gaucks Stasi-Akte „Larve“ nichts Garstiges entpuppt.  <br />Das Amt des Bundespräsidenten soll keinen Schaden nehmen. Doch die Ära Köhler-Wulff sowie die mühselige Suche nach einem willigen und fähigen Kandidaten ließ tatsächlich die Frage aufkommen, ob Deutschland überhaupt einen Präsidenten braucht, von einer Präsidentin ganz zu schweigen? Schauen wir nach Australien, das eine Art parlamentarische Monarchie ist mit der greisen Königin Elisabeth II. als fernes Staatsoberhaupt … und überlegen kurz, ob wir, auch aus wirtschaftlichen Überlegungen, sollte der Euro scheitern, einfach eine Union mit Norwegen bilden sollten. Die haben doch viel Fisch, Strom und Öl, viele Kronen und ein sympathisches Königshaus, oder?<br /><br />]]></content:encoded>
			
			<author>r.schaefer@topos.de</author>
			<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 14:34:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Topos sucht Volontär/in</title>
			<link>http://www.garten-landschaft.de/blog/topos-sucht-volontaerin.html</link>
			<description>Die Zeitschrift Topos – The International Review of Landscape Architecture and Urban Design mit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Zeitschrift <em><link http://www.toposmagazine.com>Topos</link></em><link http://www.toposmagazine.com> – The International Review of Landscape Architecture and Urban Design</link> mit Sitz in München sucht zum 1. April eine/n Volontär/in. <link fileadmin/user_upload/garten/Volontariat_Topos_2012.pdf>Stellenausschreibung als pdf.<br /></link>
<link http://www.toposmagazine.com/><img src="uploads/RTEmagicC_Topos-Cover_Volontariat.jpg.jpg" alt="" width="540" height="167" /></link><br /><br /><strong>Das Aufgabengebiet: </strong><br />• Recherchieren und Verfassen von Texten sowie Redigieren externer Beiträge<br />• Mitarbeit bei der Themenfindung und Konzeption für das Online- und Printangebot (Topos quarterly, Blog, Facebook, Newsletter, Applications)<br />• Unterstützung bei Marketingaktionen<br />• Vollzeitstelle 37,5 Stunden pro Woche<br /><br /><strong>Das sollten Sie mitbringen:</strong><br />• Hochschulabschluss in Landschaftsarchitektur oder vergleichbarer    Disziplin<br />• Sie organisieren gerne <br />• Sie schreiben perfekt und fehlerfrei englisch, Englisch als Muttersprache bevorzugt<br />• Kommunikationsfähiges Deutsch<br /> <br />Das Volontariat kann am 1. April 2012 beginnen, ist auf 18 Monate befristet und wird mit 1.000 Euro monatlich vergütet.<br /><br /><strong>Weitere Informationen:</strong> Peter Zöch <link p.zoech@topos.de>p.zoech@topos.de </link><br /><br />Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf, bevorzugt per E-Mail.<br /><br /><br />Georg D.W. Callwey GmbH & Co. KG<br />Streitfeldstraße 35 <br />81673 München<br /><link http://www.callwey.de>www.callwey.de</link>]]></content:encoded>
			
			<author>p.zoech@topos.de</author>
			<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 11:21:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gesellschaft und Tod</title>
			<link>http://www.garten-landschaft.de/blog/gesellschaft-und-tod.html</link>
			<description>Die individuelle Freiheit währt bis zum Tode. Wir können selbst entscheiden, wo und wie wir...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die individuelle Freiheit währt bis zum Tode. Wir können selbst entscheiden, <br />wo und wie wir bestattet werden wollen. Wir sollten aber auch nachdenken, <br />wie wir die zeitgemäßen Orte der Erinnerung gestalten können.
Der Tod ist unvermeidlich. Dennoch verdrängen wir Gedanken an das   Ableben – sogar dann noch, wenn die Sonntagsspaziergänge immer häufiger   auf den Friedhof führen. Verschwunden sind die Trauerprozessionen mit   dem pferdebespannten Leichenwagen, ebenso die nicht selten zu einem   Gelage ausartenden Trauerfeiern im Gasthof. Die Autos der   Beerdigungsunternehmen sind grau oder silbern, bloß nicht schwarz, und   wer als Berufswunsch Bestatter angibt, wird schräg angesehen. Aber die   Todesanzeigen werden in der Regionalzeitung immer noch als erstes   durchgesehen, man nimmt Anteil am Tod von Menschen die man selbst   kannte, zumindest deren Namen.
<img src="uploads/RTEmagicC_Tod_Gedenken_3.jpg.jpg" alt="" width="540" height="168" />
<p class="box-background">Anders als die Friedhöfe der Vergangenheit   werden neue Begräbnisstätten  vielen gesellschaftlichen Anforderungen   genügen müssen. Historischer  Friedhof in Rye/Großbritannien, Foto:   Zanthia/flickr.com</p>
Die städtische Gesellschaft, in deren Wirklichkeit wir uns zunehmend   bewegen, veränderte viele Lebensumstände. Dem kulturellen Umfeld, wie  es  sich im 20. Jahrhundert entwickelte, haben wir viel zu verdanken.   Zunächst Eigenverantwortung, wie die Kulturwissenschaftlerin Ina Schmidt   beschreibt: „Religion, Tradition, Familie, all das wird zu einer   individuellen Lebensentscheidung und bietet keinen universalen Rahmen   mehr ... Das ist einerseits ein Riesengeschenk an unsere persönliche   Freiheit, überfordert uns aber häufig genug – geistig wie körperlich.   Dieser Geworfenheit in die Freiheit (Jean-Paul Sartre) müssen wir eine   ‚Entworfenheit’, also unseren eigenen Entwurf entgegensetzen, der neue   Zusammenhänge herstellt, in denen wir uns sicher fühlen.“<br /><br /><strong>Nur in der Stadt kann man allein sein</strong><br /><br />Diese   Sicherheit haben wir dem städtischen Leben zu verdanken, meint der   Soziologe Armin Nassehi: „Nur in Städten kann man wirklich allein sein –   weil so viele andere da sind. Nur in Städten bleibt man unbeobachtet –   weil der andere eben ein Fremder ist.“ Das führt aber auch dazu, dass   man echte Freunde gewinnen kann, die man sich aussucht und nicht von   einer engen Gemeinschaft zwangsläufig zugeordnet bekommt. Nassehi   bezeichnet die Urbanität als Garant für individuelle Entwicklung. Dieses   „bürgerliche Privileg“ sei in Gefahr, wenn Ordnung die Anonymität   einschränke. „Urbanität lebt von der Begrenzung der Gemeinschaft und der   Abwesenheit äußerer Kontrolle.“ Der Lackmustest sei, wie viel   Pluralität die städtische Gesellschaft gewähre.
<img src="uploads/RTEmagicC_Tod_Gedenken_1.jpg.jpg" alt="" width="540" height="171" />
<p class="box-background">Cementerio de la Recoleta in Buenos Aires, Foto: Paul Beaudoin<br />Schweizer Gebirgsbach mit Urnenbestattung, Foto: Willi Krummenacher<br />Neptune Memorial Reef, Foto: elkman/wikipedia.org</p>
Jean-Paul Sartre nannte die Freiheit, die eigene Existenz zu   gestalten, eine „große Last“. Die eigene Identität, in der Gesellschaft   zu finden – und nicht gegen sie – ist eine große Aufgabe. Identität   schreibt der Sozialpsychologe Heiner Keupp, entstehe in einem   dialogischen Prozess. Grundlage der Identität sei die Anerkennung der   Person. Ein Identitätsentwurf enthalte immer auch die Position der   anderen.<br />Seit der Antike galt Ordnung, ja Unterordnung als eine   Tugend, die zur Anerkennung in der Gesellschaft führt. Zusammen mit den   Begriffen Fleiß, Treue, Gehorsam, Liebe zum „Vaterland“ und zur Heimat   geriet die Tugendhaftigkeit als Leitlinie der Lebensführung im  Rückblick  auf preußische Zeiten und die nationalsozialistische  Herrschaft mit der  Gleichschaltung aller Lebensbereiche in Verruf.<br />Gewachsene  Ordnungen  werden heute, den 68ern sei Dank, auf den Prüfstand  gestellt, was die  Politiker verunsichert, die womöglich noch in  nationalkulturellen  Konzepten denken, die die gesamte Gesellschaft  umfassen. Der Ruf nach  einer deutschen Leitkultur, der sich Migranten  aussetzen müssten,  entspringt solchen überholten Vorstellungen. Doch  damit wird zugleich  manifestiert, dass die Realität bereits  multikulturell ist, wie Armin  Nassehi feststellt: „Was die moderne  Gesellschaft an Stilen und  Lebensformen, an Milieus und biografischen  Diskontinuitäten erlaubt,  hätte unser Land auch ohne Einwanderer zu  einer multikulturellen  Gesellschaft werden lassen.“<br /><br /><strong>Vielfältige Bestattungsrituale</strong><br /><br /><img style="float: left;" src="uploads/RTEmagicC_Tod_Gedenken_2.jpg.jpg" alt="" width="222" height="700" />Die   Vielfalt der Kulturen, Traditionen, Einstellungen und Religionen wirkt   sich natürlich auf das aus, was wir Friedhofskultur nennen, oder   vornehmer: Sepulkralkultur. Schon lange ist nicht mehr der kommunale   Friedhof mit den christlichen Bestattungsritualen das Maß aller Dinge.   Mag der Tod aus dem Alltag und aus dem Stadtbild verschwunden sein, so   bietet doch die letzte Ruhestätte mannigfaltigen Grund zur näheren   Betrachtung, denn hier wird manifest, was gesellschaftlich relevant ist,   wie dem Buch „Naturbestattung und Totenleite“ von Reiner Sörries, dem   Direktor des Zentralinstituts für Sepulkralkultur in Kassel, zu   entnehmen ist.<br />Es ist der Tod, der als Symbol für die Individualität   des Menschen steht. Generationen von Philosophen von Soren Kierkegaard   über Martin Heidegger bis Georg Simmel haben sich mit diesem Sujet   befasst. Mit dem Verschwinden kollektiver Sinngebung, die man versuchte,   den Abermillionen Toten der Weltkriege unterzuschieben, sterben   tatsächlich Individuen, unverwechselbare Menschen – und diese suchen   zunehmend nach Alternativen für ihr Begräbnis; teilweise auch, um ihre   Integrität noch nach dem Tod zu behalten oder zu beweisen.
<p class="box-background">Der Wald als Freiluftkathedrale, Foto: FriedWald GmbH<br />Friedwald im Sauerland – Holzkreuz, Foto: Andrea Amerland<br />Urnenbestattung im Friedwald, Foto: Thomas Gasparini</p>
Ob   Seebestattung oder die Urne auf dem Kaminsims, solche Formen sind   bekannt und fallen nur insofern aus dem Rahmen, dass sie der   Erdbestattung aus dem Weg gehen. Einen anderen Weg beschreiten   Naturbestattungen jeder Art, insbesondere im Friedwald, der unter vielen   markenrechtlich geschützten Begriffen vermarktet wird. Im Einklang mit   der Natur bestattet zu werden, ist eine naturromantische Vorstellung,   die man als Fortführung des Hobby-Naturschutzes sehen kann, der mit dem   wissenschaftlichen Naturschutz recht wenig zu tun hat. Dafür um so  mehr  mit dem Gedanken „Stirb und Werde“, der sich auf den ewigen  Kreislauf  der Natur bezieht „und eine wie auch immer geartete  Vorstellung von  Wiedergeburt offenlässt“, wie Sörries ausführt. „In der  Tat zeigt sich  hier ein gravierender Unterschied zum  traditionell-abendländischen,  linearen Geschichtsverständnis, wenn nun  in unterschiedlichen  Weltanschauungen eine zyklische Zeitauffassung  dominiert. Dies ist ein  grundlegender Aspekt eines neuen  Todesverständnisses, das seinen  Ausdruck in einem neuen Friedhofsbild  findet“.<br /><br /><strong>Gefährliche Nähe zum Völkischen</strong><br /><br />Unsere   Gesellschaft muss mit Pluralismus umgehen, wenn die individuelle   Freiheit gewährt bleibt und Toleranz gegenüber anderen Gruppen, Ideen   und Einstellungen geübt wird. So ist es verständlich, dass weder   Andersgläubige noch Andersdenkende ausgegrenzt werden dürfen, weder im   Leben, noch nach dem Tod, schon gar nicht auf dem kommunalen Friedhof.   Sörries weist jedoch eine enge Verbindung der heidnischen und   neuheidnischen, naturreligiösen Vorstellungen zu völkisch-rassistischem   Gedankengut nach – von den Ahnenstätten mit den „Sippengräbern“ sowie   Findlingen mit Runenzeichen bis zu den Waldfriedhöfen, die wir gerne in   aller Unschuld als harmonisch gestaltete Landschaften ansehen und die   zugrundeliegenden Verbindungen zu nationalsozialistischen wie   neuheidnischen „Volk und Natur“-Beschwörungen übersehen.<br />Der Landschaftsarchitekt Marcus Cordes widmete sich dem Thema Landschaft und Erinnerung (siehe auch Beitrag auf Seite 6 in <em><link archiv/zeitschrift/garten-landschaft-2-2012.html>Garten + Landschaft</link></em><link archiv/zeitschrift/garten-landschaft-2-2012.html> 2/2012</link>).   Er schreibt: „An keinem anderen Medium als am konkreten Ort lässt sich  …  der bedeutende Kontext ehemaliger Ereignisse anschaulicher  aufzeigen,  die Konstruktion historischer Bezüge transparenter sichtbar  machen, der  Gegenwartsbezug eindringlicher formulieren und nicht  zuletzt die  Strategie des Erinnerns besser darstellen.“<br />Landschaftsarchitekten   dürfen sich aufgefordert sehen, sich der Gestaltung zeitgemäßer   Bestattungsorte zu widmen. Diese müssen individuelle Wünsche wie   gesellschaftliche Anforderungen erfüllen, damit wir den unausweichlichen   Tod in unser Leben wieder bewusst einbeziehen können.]]></content:encoded>
			
			<author>r.schaefer@topos.de</author>
			<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 10:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Drei Konzepte für die Kölner Ringstraßen</title>
			<link>http://www.garten-landschaft.de/blog/drei-konzepte-fuer-die-koelner-ringstrassen.html</link>
			<description>Dass es in Köln einen Masterplan gibt, der sich mit der Weiterentwicklung der Innenstadt befasst,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Dass es in Köln einen <link http://www.masterplan-koeln.de>Masterplan</link> gibt, der sich mit der Weiterentwicklung der Innenstadt befasst, das ist nichts Besonderes. Dass diesen Masterplan aber Kölner Unternehmen initiiert und finanziert haben, schon. Einen der drei sogenannten Interventionsräume innerhalb des Masterplans machen die Kölner Ringstraßen aus. Sie entstanden Ende des 19. Jahrhunderts auf den Flächen ehemaliger Befestigungsanlagen und ziehen sich ohne Brüche und Barrieren durch die Innenstadt. Allerdings hat die städtebauliche Qualität unter der Kriegszerstörung und dem massiven Ausbau der Straßen stark gelitten.
<img src="uploads/RTEmagicC_KoelnerRingeEntwuerfe.jpg.jpg" alt="" width="540" height="393" />
<p class="box-background">In einer Planungswerkstatt entstanden drei Konzepte für die Weiterentwicklung der Kölner Ringstraßen. <em>Links: Office Regina Poly, Ulla Luther, Kleihues+Kleihues, alle Berlin. Mitte: Ackers Partner Städtebau aus Braunschweig, Kuttner + Kahl  Landschaftsarchitekten und  Spanheimer Bornemann Ingenieure, beide  Hamburg. Rechts: Runge+Küchler, Düsseldorf sowie Pesch Partner – pp a|s aus Stuttgart mit Agence Ter  aus Karlsruhe und Brilon Bondzio Weiser aus Bochum.</em></p>
Eine <link http://www.aedes-arc.de/sixcms/detail.php?template=det_aedes_ausstellung_artikel_2007&id=5069619&aktuell=1&menu_id=1>Ausstellung in der Berliner Galerie Aedes</link> zeigt vom 3. Februar bis 15. März die Ergebnisse einer Planungswerkstatt mit den Konzeptvorschlägen von drei Planerteams. Ergänzend zu den Entwurfsergebnissen informiert die Ausstellung darüber, wie sich die Kölner Ringstraßen seit den 1880er-Jahren verändert haben. Eine Entwicklung, die ein Spiegel des gesellschaftlichen Wandels und damit auch der Rolle und Wertschätzung des öffentlichen Raums ist.
Die Ausstellung eröffnet am 3. Februar um 18.30 Uhr. Bereits ab 16.30 Uhr stellen dort Bjarne Hammer, Bernd Streitberger und Albert Speer anhand von Konzepten und Projekten aus Köln und Kopenhagen kulturelle und städtebauliche Strategien für die Europäische Stadt von morgen vor. Der Fokus liegt auf dem öffentliche Raum, nutzerorientierten Mitwirkung sowie der Gestaltung von Qualität, Mobilität und Orientierung.<br />Ort: <link http://www.aedes-arc.de/sixcms/detail.php?template=aedes_ausstellungsorte&menu_id=11>Aedes Am Pfefferberg</link>, Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin]]></content:encoded>
			
			<author>t.jakob@garten-landschaft.de</author>
			<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Broschüre zum Urban Quality Award ist da</title>
			<link>http://www.garten-landschaft.de/blog/broschuere-zum-urban-quality-award-ist-da.html</link>
			<description>
Am 29. November wurde der von der Eurohypo AG und der Zeitschrift Topos ausgelobte Urban Quality...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img title="Platz der Ghettohelden" src="uploads/RTEmagicC_UQA_2011_blog.jpg.jpg" alt="" width="540" height="286" />
Am 29. November wurde der von der Eurohypo AG und der Zeitschrift <link http://www.toposmagazine.com>Topos</link> ausgelobte <link http://www.urbanqualityaward.com>Urban Quality Award</link> verliehen (Siehe auch Topos 77, Seite 6), nun gibt es die zugehörige <link fileadmin/user_upload/garten/UQA_2011_deutsch.pdf>Dokumentation</link>. Sie stellt ausführlich die ausgezeichneten Projekte vor: das Siegerprojekt, den Platz der Ghettohelden in Kraukau des Büros Projektów Lewicki Latak aus Krakau, die beiden zweitplatzierten Projekte Klagesmarkt/Goseriede in Hannover von jbbug aus Köln und der  Park am Gleisdreieck in Berlin des Berliner Büros Atelier Loidl.
<img src="uploads/RTEmagicC_UQA_2011_Gleisdreieck.jpg.jpg" alt="Park am Gleisdreieck" width="540" height="259" />
<span style="font-size: xx-small;">Einen zweiten Preis erhielt der Park am Gleisdreieck in Berlin des Büros Atelier Loidl. Foto: Julien Lanoo</span>
Eine Anerkennung gab es für das  Lesezeichen Salbke von KARO*  architekten aus Leipzig, eine Open Air-Bibliothek in Magdeburg.
Zudem ist der Festvortrag des früheren Kulturstaatsministers Julian Nida-Rümelin nachzulesen. Darin setzte er sich mit Fragen auseinander, unter welchen  Bedingungen unterschiedliche Lebensformen und Kulturen in der Stadt möglich sind. Ein einführender Beitrag zur ganzheitlichen Stadtplanung des Vorstandssprechers der Eurohypo AG, Thomas Köntgen, und des Chefredakteurs von Garten + Landschaft und Topos, Robert Schäfer, zu städtischer Qualität ergänzen die Dokumentation.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 10:38:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Konversion als Gewinnerthema</title>
			<link>http://www.garten-landschaft.de/blog/konversion-als-gewinnerthema.html</link>
			<description>Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, BImA, die die ehemaligen militärischen Liegenschaften des...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, BImA, die die ehemaligen militärischen Liegenschaften des Bundes verwaltet, hat sich mittlerweile zu einem verlässlichen Partner der Kommunen entwickelt. Vier Beispiele gelungener Konversion in Deutschland<em>.</em>
Als Thomas de Maizière im Oktober 2011 bekanntgab, welche Standorte im Rahmen der Bundeswehrreform aufgegeben werden, war die Erleichterung groß in Potsdam. Ministerpräsident Matthias Platzeck dankte dem Bundesverteidigungsminister, dass in Brandenburg keine Kaserne schließen müsse, und der Städte- und Gemeindebund bemerkte, Brandenburg sei mit einem blauen Auge davongekommen. Über die Parteigrenzen hinweg waren sich in Potsdam alle einig: Keine Chance für die jeweiligen Kommunen wäre eine Schließung von Bundeswehr-standorten, sondern eine Katastrophe. Warum nur?
<p class="box-background"><img style="vertical-align: middle;" src="uploads/RTEmagicC_TuebingenLoretto02_01.jpg.jpg" alt="" width="525" height="350" /><br />Das Tübinger Lorettoareal ist ein Modell für die Entwicklung ehe­maliger   Militärflächen durch die ­öffentliche Hand. Foto: Manfred Grohe</p>
Schließlich ist auch in Potsdam, wo die Bundeswehr mit dem Einsatzführungskommando, der Havellandkaserne und einem Kreiswehrersatzamt vertreten ist, der Wohnraum knapp. Warum nicht die Chance beim Schopf packen und einen Militärstandort einer zivilen Nutzung zuführen? <br />Konversion, das ist für viele Kommunen kein Gewinnerthema. Zunächst einmal bedeutet eine Standortschließung Verlust – Verlust an Arbeitsplätzen, an Kaufkraft, an regionaler Bedeutung. Die Neuentwicklung der Flächen dagegen ist eine Herkulesaufgabe, die oft Jahre dauert – Ausgang ungewiss und ohne Erfolgsgarantie. Umso wichtiger sind die <br />Beispiele gelungener Konversion. <br />Ein Modell für eine erfolgreiche Entwicklung eines ehemaligen Militärstandorts ist noch immer die Tübinger Südstadt. Gleich nach der Wende haben die französischen Streitkräfte die Lorettokaserne verlassen, die Stadt kaufte das 60 Hektar große Areal, das doppelt so groß ist wie die Tübinger Altstadt, vom Bund für 60 Mark pro Qua­dratmeter. Der niedrige Kaufpreis war das eine, die Vision der Tübinger Planer von <br />einer „Stadt mit Eigenschaften“ das andere. Die Gelegenheit war also günstig, auch weil das Tübinger Planungsamt nach der erfolgreichen Sanierung der Altstadt neue Aufgaben suchte – da kam die Umnutzung der Kaserne gerade recht.
<p class="box-background"><img style="vertical-align: middle;" src="uploads/RTEmagicC_LorettoP9020414.jpg.jpg" alt="" width="525" height="394" /><br />Auf dem ehemaligen Standort der Loretto-Kaserne entstand ein lebendiges, vielfältiges Stadtviertel. Foto: Stadt Tübingen</p>
Inzwischen ist Tübingen zum Modell einer Konversion geworden, die nicht auf private Investoren setzt, sondern auf die Entwicklung der Flächen durch die öffentliche Hand. Nach dem Erwerb machte Tübingen das Gelände planungsreif und verkaufte die einzelnen Grundstücke an – heute würde man sagen – Baugruppen. So entstand eine dichte, lebendige und gemischte Stadt, wie sie andere Neubauquartiere vergeblich suchten.
<strong>Tübingen ist nicht überall</strong><br />Auch Jürgen Schmitt hat das Tübinger Modell vor Augen, wenn er an Konversion denkt. Er weiß aber auch, dass die dicken Bretter wie in der 80 000 Einwohner zählenden Universitätsstadt nicht überall zu bohren sind. „Für eine Kleinstadt mit wenigen Mitarbeitern im Planungsamt wäre das eine Nummer zu groß.“ Schmitt arbeitet im Büro „NH ProjektStadt“, die im Auftrag der hessischen Kleinstadt Babenhausen die Konver­sion eines wie in Tübingen 60 Hektar großen Kasernengeländes vorantreibt. Anders als dort haben sich die Babenhausener allerdings nicht für den Kauf der Fläche entschieden, sondern für eine Ausschreibung, die seit Ende November läuft. Ein Großinvestor soll nun in enger Abstimmung mit der Stadt und dem Eigentümer gefunden werden.
<p class="box-background"><img style="vertical-align: middle;" src="uploads/RTEmagicC_Babenhausen_P1030305.jpg.jpg" alt="" width="525" height="394" /><br />Die Kaserne ­Babenhausen soll in ein nachhaltiges Stadtquartier umgewandelt werden. Foto: LSC Babenhausen/Wulf Heintzenberg</p>
Hauptakteur vieler Konversionsprojekte ist inzwischen die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz BImA, die seit ihrer Gründung 2005 alle bundeseigenen Flächen verwaltet. Bei Grundstücksverkäufen, also auch der Veräußerung der 31 Kasernen, die im Rahmen der aktuellen Bundeswehrreform verkauft werden, ist die BImA verpflichtet, den jeweiligen Marktwert zu erzielen. Dennoch hat der bundeseigene Liegenschaftsfonds in Babenhausen eine konstruktive Rolle gespielt, sagt Schmitt. Allerdings habe die BImA auch ein Interesse daran. „Ohne Kommune gibt es kein Planungsrecht, und ohne Planungsrecht keine marktgerechten Verkaufserlöse.“<br />In Babenhausen sieht das Ergebnis der engen Abstimmung so aus: Auf dem ehe­maligen Kasernengelände, das die US-Streit­kräfte 2007 verlassen haben, soll ein Quartier für nachhaltiges Wirtschaften, Arbeiten und Wohnen entstehen. Der Rahmenplan, den NH ProjektStadt in Kooperation mit verschiedenen Büros erarbeitet hat, wurde auf der Expo Real 2011 in München und von der „Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen“ zertifiziert. Für Schmitt ein Grund zur Freude: „Bisher hat noch keine einzige Militärfläche eine solche Auszeichnung als nachhaltiges Stadtquartier erhalten.“
<p class="box-background"><img style="vertical-align: middle;" src="uploads/RTEmagicC_BABE_07_Freiraum.jpg.jpg" alt="" width="525" height="393" /><br />Die Deutsche Gesellschaft für  Nachhaltiges Bauen (DGNB) verlieh für das  Babenhausener Konzept erstmals eine Zertifizierungsurkunde für ein   ehemaliges Militärgelände. Entwurf: metris architekten</p>
Babenhausen – und nicht Tübingen – als Zukunftsmodell? Das ist auch eine Frage des Geldes. „Die meisten Kommunen können es sich nicht leisten, freiwerdende Flächen zu kaufen oder in den kommunalen Zwischenerwerb zu nehmen“, sagt Rüdiger Balduhn. Balduhn ist einer von zwei Mitarbeitern des „Konversionsbüros“ in Kiel, einer Einrichtung des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministeriums, das die Kommunen bei der Entwicklung ehemaliger Militärflächen beraten soll. Immerhin ist Schleswig-Holstein mit acht Schließungen mit am stärksten von der aktuellen Bundeswehrreform betroffen.<br />Für Balduhn gibt es daher kaum Alternativen zu einer gemeinsamen Entwicklung der Flächen mit der BImA. „Die Nachnutzung ist ein ziemlich kompliziertes Verfahren“, sagt er. „Oft befinden sich die Liegenschaften im Außenbereich der Städte, da haben sie es baurechtlich mit einer weißen Fläche zu tun.“ Gleichwohl hat das Kieler Konversionsbüro auch Forderungen an die Politik. „Die BImA sollte nicht nur am Marktwert orientiert sein“, sagt er und verweist auf die Ministerpräsidentenkonferenz, die erst vor kurzem wieder ein Konversionsprogramm des Bundes angemahnt hat sowie die Wieder­einführung so genannter Verbilligungstatbestände beim Verkauf von Bundesliegenschaften. Ein Landeskonversionsprogramm hat Schleswig-Holstein bereits aufgelegt: Betroffene Kommunen können sich beim Wirtschaftsministerium um zusätzliche Fördermittel bemühen. Darüber hinaus fördert das Konversionsbüro auch Entwicklungsgutachten für die Kommunen sowie Machbarkeitsstudien.
<strong>Bahn ist schwieriger Partner</strong><br />Ein einfaches Thema wird die Konversion von Bundeswehrflächen also auch in Zukunft nicht sein. Darin aber nur Katastrophen zu sehen wie in Brandenburg und keine Chancen, das greift sicher zu kurz. Gerade die BImA hat inzwischen bewiesen, dass sie sich der stadtentwicklungs-politischen Verantwortung beim Verkauf der Militärflächen bewusst ist. Ein Lernprozess, den man sich bei anderen Akteuren, wie etwa der Bahn oder den Eigentümern ehemaliger Bahnflächen nur wünschen kann, wie das Beispiel in Leipzig-Plagwitz zeigt.<br />In Plagwitz, einem ehedem industriell geprägten Stadtteil im Leipziger Westen, wird sich rund um den Bahnhof in den kommenden Jahren viel verändern. Im Rahmen des Ausbaus der Strecke Leipzig-Probstzella soll auch der Bahnhof Plagwitz umgebaut werden. Gleichzeitig will die Bahn das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs aufgeben – für die Stadt die Chance, dort den lang geplanten „GleisGrünZug“ zu realisieren. „Doch die Bahn ist ein schwieriger Partner“, sagt Henry Richter vom Amt für Stadtentwicklung und Wohnungsbauförderung. Das betrifft auch den Erwerb der Fläche durch die Stadt – zum Grünpreis und nicht zum Gewerbepreis, wie Richter betont.
<p class="box-background"><img style="vertical-align: middle;" src="uploads/RTEmagicC_Werkstatt-Lageplan_srp.jpg.jpg" alt="" width="525" height="762" /><br />Teile des ehemaligen Güterbahnhofs in Leipzig sollen zum „GleisGrünZug  Bahnhof Plagwitz“ umgebaut werden. Entwurf: Spiel.Raum.Planung</p>
Ähnliche Erfahrungen mit Bahnflächen ­haben zuvor auch andere Städte gemacht. Bei den Planungen zum Park am Gleisdreieck in Berlin wollte die Vivico, der die Bahngrundstücke übertragen wurden, immer wieder einen höheren Anteil an Wohnbebauung durchsetzen als das Bezirksamt Friedrichs­­hain-Kreuzberg als Planungsbehörde. Mit Erfolg. Obwohl im Flächennutzungsplan weitaus kleiner vorgesehen, betrug der Anteil der Baufläche am Gleisdreieckpark bei der Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrags zwischen der Vivico und dem Land Berlin drei Hektar. Wegen der hohen Baudichte mit ­einer GFZ von 2,5 war der Grundstückspreis mit 12 Millionen Euro für die Vivico wohl das entscheidende Argument. Inzwischen hat eine Genossenschaft das Gelände gekauft und will dort das Quartier „Möckernkiez“ realisieren.
<p class="box-background"><img style="vertical-align: middle;" src="uploads/RTEmagicC_Perspektive-Nordkopf_srp.jpg.jpg" alt="" width="525" height="251" /><br /><img style="vertical-align: middle;" src="uploads/RTEmagicC_Perspektive-Balkon_srp.jpg.jpg" alt="" width="525" height="362" /><br /><img style="vertical-align: middle;" src="uploads/RTEmagicC_Perspektive_Boule_srp.jpg.jpg" alt="" width="525" height="394" /><br />Die „Plagwitzer Freiheit“ soll auf den befestigten Flächen der  ehemaligen Laderampen viele Nutzungen ermöglichen. Bilder:  Spiel.Raum.Planung</p>
In Leipzig dagegen steht eine Bebauung nicht zur Debatte. Um diese zu forcieren, setzen Kommune und Anwohner auf öffentlichen Druck. So wurden ein „Gleisfrühstück“ organisiert, eine Planungswerkstatt ins Leben gerufen, die Initiative Bürgerbahnhof Plagwitz informiert die Bewohner. Das Ziel dieses Drucks, zu dem auch eine umfangreiche Bürgerbeteiligung gehört, ist recht einfach: Die bundeseigene Bahn soll beim Verkauf von Konversionsflächen wenigstens jenen Standards folgen, die die bundeseigene BImA inzwischen akzeptiert.
Dieser Artikel ist auch nachzuelesen in der gerade erschienenen <link archiv/zeitschrift/garten-landschaft-1-2012.html>Garten + Landschaft</link><link archiv/zeitschrift/garten-landschaft-1-2012.html> 1/2012 – Konversion</link>.]]></content:encoded>
			
			<author>rada@taz.de</author>
			<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 10:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bemerkungen über den Rothirsch</title>
			<link>http://www.garten-landschaft.de/blog/bemerkungen-ueber-den-rothirsch.html</link>
			<description>Es weihnachtet sehr. Morgen ist heiliger Abend, an dem man sich friedlich verhält. Erst wenn die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Es weihnachtet sehr. Morgen ist heiliger Abend, an dem man sich friedlich verhält. Erst wenn die Geschenke ausgepackt sind und die Enttäuschungen des Jahres sich allmählich auf den Gesichtern abzeichnen, schlägt oft die Stimmung um.<br />Am 24. Dezember 1971 gab es im Fernsehen eine denkwürdige Sendung die mächtig Wirbel machte. <link http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Stern>Horst Stern</link> machte zur besten Sendezeit „Bemerkungen über den Rothirsch“, der Süddeutsche Rundfunk (SDR) erhielt körbeweise Protestbriefe geifernder Zuschauer, darunter sogar Morddrohungen.<br />Was war geschehen? Der Journalist prangerte den Hirsch als Verantwortlichen für den übermäßigen Wildverbiss in deutschen Wäldern an. Das Rotwild wurde von den Jägern gehegt zum Zwecke der Trophäenjagd. Wildfütterung machte es möglich, dass viel zu viele Tiere auf engem Raum überlebten. Man kann sagen, dass dies eine der ersten Sendungen war, die deinen Aspekt des Umweltschutzes ernsthaft behandelten, lange bevor das Waldsterben zum beherrschenden Thema wurde.<br />Am Heiligabend den Hirsch im deutschen Wald anzuprangern kam Blasphemie gleich. Stand doch in der Stube der festlich geschmückte Tannenbaum, wohl meist eine nadelnde Fichte, als vermeintlicher Zeuge einer langen Tradition. In Wirklichkeit eroberte der Christbaumbrauch als Weihnachtssymbol erst im 19. Jahrhundert von Deutschland ausgehend die Welt. Draußen im Wald, wo der Baum zehn Jahre heranwachsen durfte, lebte ja Bambi – und war das Kitz nicht irgendwie verwandt mit dem großen Hirsch?<br />„Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde“ war ein 1923 erschienenes Buch des österreichischen Autors <link http://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Salten>Felix Salten</link>, das spätestens nach der erfolgreichen Disney-Verfilmung 1942 unser Bild des Wildes bestimmte. So kam es zum Eklat, als der Umweltjournalist Stern ein unromantisches Bild zeichnete. Man wollte es nicht glauben, belegte doch der wohlgewachsene Christbaum neben dem Fernseher, dass es im Walde mit rechten Dingen zugeht.<br />Seit dieser Zeit aber haben die öffentlich-rechtlichen Programmmacher die Hosen voll und trauten sich nie wieder, derart Kritisches an Heiligabend zu zeigen.<br />Frohe Weihnachten.]]></content:encoded>
			
			<author>r.schaefer@topos.de</author>
			<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 11:33:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Sensation: Norweger entdeckt Butterstollen</title>
			<link>http://www.garten-landschaft.de/blog/sensation-norweger-entdeckt-butterstollen.html</link>
			<description>

Ausgerechnet in der Adventszeit wurde in Norwegen die Butter knapp. Ein schlechter Sommer und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<!--  /* Font Definitions */ @font-face 	{font-family:"?? ??"; 	panose-1:0 0 0 0 0 0 0 0 0 0; 	mso-font-charset:128; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-format:other; 	mso-font-pitch:fixed; 	mso-font-signature:1 134676480 16 0 131072 0;} @font-face 	{font-family:"Cambria Math"; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:3 0 0 0 1 0;} @font-face 	{font-family:Cambria; 	panose-1:2 4 5 3 5 4 6 3 2 4; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:3 0 0 0 1 0;}  /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-unhide:no; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:Cambria; 	mso-ascii-font-family:Cambria; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"?? ??"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Cambria; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi;} .MsoChpDefault 	{mso-style-type:export-only; 	mso-default-props:yes; 	font-family:Cambria; 	mso-ascii-font-family:Cambria; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"?? ??"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Cambria; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi;} @page WordSection1 	{size:595.0pt 842.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.WordSection1 	{page:WordSection1;} -->
<p class="MsoNormal"><img src="uploads/RTEmagicC_Stollen.jpg.jpg" alt="Butterstollen" width="540" height="359" /></p>
<p class="MsoNormal">Ausgerechnet in der Adventszeit wurde in Norwegen die Butter knapp. Ein schlechter Sommer und die deutlich gestiegene Nachfrage der Norweger nach fettreichen Milchprodukten hatte bei der marktregulierenden Quasimonopol-Molkereigenossenschaft Tine zu einem drastischen Buttermangel geführt.</p>
<p class="MsoNormal">So kommt es einem Wunder gleich, dass gestern der Geologe Bjørn Einar Smørdalen im Gudbrandsdal einen Butterstollen entdeckte. In dem Gebiet, wo früher bereits Fruchtschiefer, Speckstein und in sehr geringen Mengen Marzipanit abgebaut wurde, suchte der Osloer Smørdalen nach Orexilithen und stieß tatsächlich auf einen in dieser Gegend bislang nicht vermuteten Butterstollen. Wie Smørdalen der Presse mitteilte, bildet der oberflächennah lagernde Rohstoff ein Konglomerat mit Kohlenhydraten und pflanzlichen Einschlüssen. Der hohe Buttergehalt lohne aber in jedem Fall die rasche Förderung und Aufbereitung noch vor Weihnachten, meinte der Experte.</p>
<p class="MsoNormal">Über die Entstehung des Konglomerats wird noch gerätselt. Eventuell flossen hier, anders als im restlichen Norwegen, schon immer Milch und Honig, was zu einer gewissen Sedimentation geführt haben könnte. Björn Einar Smørdalen hat bereits Kontakt zu Fachkollegen der Bergakademie Freiberg bei Dresden aufgenommen.</p>
<p class="MsoNormal">Während die Wissenschaftler noch rätseln, zeigte sich der norwegische Landwirtschaftsminister Lars Pedder Brekk sehr erleichtert, ihm sei „ein Stein vom Herzen gefallen“, da nun der Markt offensichtlich wieder in Butter sei. An der Börse in Oslo war Anfang der Woche sogar zeitweilig der Handel mit Butter- und sonstigen Milchderivaten ausgesetzt worden. Schwarzmarktpreise von mehr als 60 Euro für ein Kilogramm aus Schweden eingeschmuggelter Butter gehören jetzt der Vergangenheit an.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 11:15:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wolfgang Oehme ist tot</title>
			<link>http://www.garten-landschaft.de/blog/wolfgang-oehme-ist-tot.html</link>
			<description>
Der deutschamerikanische Landschaftsarchitekt Wolfgang Oehme ist tot. Er starb am 15. Dezember im...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/RTEmagicC_Oehme-Portrait.jpg.jpg" alt="Wolfgang Oehme" width="540" height="360" />
Der deutschamerikanische Landschaftsarchitekt Wolfgang Oehme ist tot. Er starb am 15. Dezember im Alter von 81 Jahren in Baltimore. Obwohl Oehme bereits 1957 in die USA auswanderte, ließ er die Verbindung nach Deutschland nie abbrechen, und so kamen nicht Wenige in den Genuss, dieses Original eines gärtnernden Planers beziehungsweise planenden Gärtners einmal zu erleben. Seine Vorträge und sonstigen öffentlichen Auftritte gehören zu den Erinnerungen, die niemand je vergessen wird, der ihnen beigewohnt hat. Oehme war immer nur Oehme, er war nie wie …
Nach seiner Emigration in die Neue Welt dauerte es über zwanzig Jahre, bis man auf den eigenwilligen Sachsen aufmerksam wurde. Diese Zeit brauchte es, bis die Vision in Wolfgang Oehme reifen und er dann das Pflanzensortiment verplanen konnte, was er für seine Gärten brauchte. Als er kam, gab es kaum Stauden und Gräser in den USA. Die vermehrte anfangs vor allem Kurt Bluemel, der kurze Zeit nach Oehme eingewandert war. Ende der siebziger Jahre ging Wolfgang Oehme dann eine sich ideal ergänzende Büropartnerschaft mit James van Sweden ein. Keiner der Beiden konnte alleine berühmt werden – zusammen aber sollte es so kommen. Oehme hatte ein schier unglaubliches Pflanzenwissen, ein sicheres Gespür für Materialien und Proportionen. Was ihm fehlte, waren zeichnerisches Können, Kommunikationstalent, Verhandlungsgeschick und der Riecher für Dollars. Diese Lücken füllte James van Sweden, der auch Städtebau studiert hatte und erst durch Oehmes starke Visionen von einem Amerika der Stauden- und Gräsergärten zu dem kam, was er dann mit Oehme zusammen sein Planerleben lang machte: Gärten und Parks entstehen lassen, die einen neuen Gartenstil begründeten: den Neuen Amerikanischen Garten.
Dieser Stil fußte auf Oehmes Gewissheit, dass sich Gärten und Parks in amerikanischen Dimensionen abseits der Rasenmonotonie nur dann pflegen lassen, wenn man die Flächen mit großen Partien weniger robuster Pflanzenarten versah. Diese Arten sollten selbst die ungelernten „Mow-and-Blow“-Gärtner von Unkraut unterscheiden können und ohne Pflanzenschutzmittel klarkommen. So entstanden Bilder von bis dahin ungekannter, beispielloser Kraft. Diese Pflanzenbilder fand man bald nicht nur in Gartenzeitschriften, sondern auch in der Washington Post, der Time, der New York Times. Oehme hatte, ohne es zu wollen, sein Markenzeichen geschaffen: Seengroße Flächen mit Rudbeckia `Goldsturm´, Pennisetum, Miscanthus, Sedum `Herbstfreude´. In Fachkreisen wurde er zum „Gräserpapst“.
<img src="uploads/RTEmagicC_Oehme-Garten-Winter_01.jpg.jpg" alt="Oehmes Privatgarten" width="540" height="355" />
<p class="box-background-border"><em>Privatgarten von Wolfgang Oehme (Fotos: Stefan Leppert (2)</em></p>
Vor einigen Jahren schied Wolfgang Oehme aus dem auf rund 30 Mitarbeiter angewachsenen Büro Oehme van Sweden Associates aus. Die nachgerückte Generation wollte flexibler planen, auch van Sweden war die Beschränkung leid. Oehme machte bis kurz vor seinem Tod mit seiner Lebensgefährtin Carol Oppenheimer weiter und häufig führten sie Aufträge alter Bürokunden fort, die auf Oehme nicht verzichten wollten. Wer mit ihm arbeiten wollte, musste seine knorrige, kompromisslose Natur akzeptieren. Wenn er sich akzeptiert fühlte, gab er alles und viel von seiner Persönlichkeit preis – eine Persönlichkeit, die von Stauden und Gräsern zugewuchert war. Zu ihrem Kern vorzudringen, war den meisten zu anstrengend.
Ein Leben, in dem wie vielleicht in keinem zweiten Mensch und Garten eins wurden, ging nun zu Ende. Zurückbleiben wird, neben leider auch irgendwann sterbenden Erinnerungen an einen Menschen, allemal ein Gartenstil. Und Hunderttausende zäher Gräser und Stauden, die „noch leben werden, wenn ich einmal gestorben bin“, wie er gegen Ende versicherte.
<p class="box-background">Das Buch „Zwischen Gartengräsern. Wolfgang Oehme und seine grandiosen Gärten in der Neuen Welt“ ist nicht mehr im Handel erhältlich. Der Autor versucht, noch vorhandene Exemplare in den USA zurück nach Deutschland zu holen. Anfragen unter <link http://www.stefanleppert.de>www.stefanleppert.de</link><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			
			<author>info@stefanleppert.de</author>
			<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 14:10:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Lösung lautet Vardø!</title>
			<link>http://www.garten-landschaft.de/blog/die-loesung-lautet-vardoe.html</link>
			<description>
Das Bild unseres Preisausschreibens zeigt ein Detail der Gedenkstätte, die die Künstlerin Louise...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/RTEmagicC_Vardoe-Zumthor.jpg.jpg" width="500" height="375" />
Das Bild unseres Preisausschreibens zeigt ein Detail der Gedenkstätte, die die Künstlerin Louise Bourgeois und der Architekt Peter Zumthor im norwegischen Vardø schufen. Das Mahnmal erinnert an 91 Menschen, die im 17. Jahrhundert als Hexen umgebracht wurden. Robert Schäfer berichtete in seinem Blog-Beitrag <link blog/bourgeois-zumthor-und-die-hexen.html>„Bourgeois, Zumthor und die Hexen“</link> über dieses Projekt.
Die glücklichen Gewinner je einer Ausgabe Topos 77 "Making Space" sind: Nadine W., Roland W. und Malte L.
Die Redaktion von Garten + Landschaft gratuliert und bedankt sich für die rege Teilnahme am Gewinnspiel!]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 18:40:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
</rss>
