Wasser steckt in weit mehr als dem Glas auf dem Tisch: Es verbindet Lebensräume, Gesellschaften und ganze Regionen – und sorgt zugleich für Konflikte. 100 Karten über Wasser vom Katapult Verlag und Viva con Agua versammelt 100 Perspektiven auf die wichtigste Ressource unseres Planeten.
Projektbeschreibung
Titel:100 Karten über Wasser
Herausgeber/Initiator: KATAPULT Verlag, Viva con Agua
Thema: Wasser als Lebensgrundlage und globale Ressource
Konzept: 100 unterschiedliche Blickwinkel auf Wasser
Perspektiven: Wasser als süße und salzige Ressource, Lebensraum, Transportweg, Menschenrecht, Gemeinschaftsort, Konfliktstoff und Zukunftsfrage
Fragestellungen: Wassermangel, Grenzfragen, Geschlechtergerechtigkeit, Wasserkraft, Grundwasser und Wassernotstand
Ansatz: Verbindung von inspirierenden Fakten mit klaren Perspektiven
Organisation: Viva con Agua ist eine Community aus Aktivist und Organisationen, die sich weltweit für den Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt.
Instrumente: Kunst, Musik und Sport sowie sozialunternehmerische Geschäftsmodelle
Vision: „ALL in for Water!“
192 Seiten, Hardcover, 28 Euro (DE)
ISBN 978-3-68972-034-6
erscheint am 9. Oktober 2026 im KATAPULT-Verlag.
Wasser neu betrachten
Schon einmal einen Teebeutel gelutscht, Kaffeebohnen geknabbert oder trocken geduscht? Solche ungewöhnlichen Perspektiven machen deutlich, wie eng Wasser mit unserem Alltag verbunden ist – auch dort, wo es auf den ersten Blick gar nicht vorkommt. 100 Karten über Wasser nimmt diese Alltäglichkeit zum Ausgangspunkt und richtet den Blick auf die vielen Dimensionen der Ressource.
Denn Wasser ist nicht nur Lebensgrundlage. Es kann süß oder salzig sein, Lebensraum und Transportweg zugleich, Menschenrecht und Gemeinschaftsort, Konfliktstoff und Zukunftsfrage. Das Buch versammelt 100 Blickwinkel und verbindet Fakten mit unterschiedlichen Perspektiven auf die wichtigste Ressource des Planeten.
Die Fragen, die 100 Karten über Wasser stellt, reichen weit über den direkten Wasserverbrauch hinaus. Wie kann Wasser Landesgrenzen verteidigen? Warum sind Frauen und Mädchen von Wassermangel besonders betroffen? Wie kommt norwegische Wasserkraft durch die Ostsee? Und wer verdient an unserem Grundwasser, ohne dafür zu bezahlen?
Auch die Frage, wann der Wassernotstand in Deutschland ankommt, gehört zu den Themen. Damit rückt das Buch Wasser nicht nur als natürliche Ressource, sondern auch als gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Frage in den Mittelpunkt.
Wasser als Verbindung
Hinter den 100 Karten steht Viva con Agua, eine Community von Aktivist und Organisationen, die sich weltweit für den Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt. Kunst, Musik und Sport sowie sozialunternehmerische Geschäftsmodelle dienen dabei als Instrumente, um Menschen miteinander zu verbinden und positiven Wandel anzustoßen.
Seit 2005 konnten nach Angaben von Viva con Agua mehr als 10.000 Menschen für ein Engagement rund um das Thema Wasser mobilisiert werden. Gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort wurden zudem mehr als 4,5 Millionen Menschen erreicht.
100 Karten über Wasser macht aus der scheinbar selbstverständlichen Ressource ein Thema mit unzähligen Facetten – und zeigt, dass Wasser längst nicht nur eine Frage des täglichen Verbrauchs ist. Die zentrale Botschaft: Wasser geht alle an.
Das könnte Sie auch interessieren
Transfer Learning für urbane Datenmodelle – schneller lernen mit Vorwissen
Make City in Berlin
Leuchtendes Ensemble
Stiller Straßenkampf
Großer Landschaftsgarten: Grundlagen, Geschichte und Bedeutung
Arabeske Landschaften – Ausstellung von Kamel Louafi in Stuttgart
München Olympiapark Jubiläum – 50 Jahre
Kühlquartiere statt Kaltluftleitbahnen – neue stadtklimatische Denkschulen
Photovoltaik auf Parkplatzflächen – rechtliche, planerische und klimatische Perspektiven
Urbane Seilbahn Câble C1 in Paris: Die neue Verbindung überwindet Infrastrukturbarrieren im Großraum Île-de-France und steht exemplarisch für nachhaltige, flächeneffiziente Mobilität im urbanen Raum. Foto: Laurent Grandguillot
Mit der Inbetriebnahme der Câble C1 im Dezember 2025 hat die Metropolregion Paris ein Infrastrukturprojekt realisiert, das die Diskussion um die Zukunft urbaner Mobilität in Europa nachhaltig prägt. Die urbane Seilbahn im Großraum der Île-de-France steht exemplarisch für einen neuen Typus städtischer Infrastruktur: dreidimensional, flächensparend, sozial integrierend und ökologisch anschlussfähig.
In der größten Metropolregion der Europäischen Union wird Mobilität zunehmend zur strategischen Ressource urbaner Entwicklung. Gerade in den suburbanen Räumen zeigt sich, dass klassische Verkehrssysteme an Kapazitäts- und Raumgrenzen stoßen. Die Câble C1 setzt genau hier an und erweitert das bestehende Verkehrsnetz um eine zusätzliche, luftgestützte Ebene.
Urbane Seilbahn als Antwort auf strukturelle Disparitäten
Die Region Île-de-France zählt über 12 Millionen Einwohner und ist durch eine starke funktionale Differenzierung zwischen Zentrum und Peripherie geprägt. Während das Pariser Kerngebiet über ein hochleistungsfähiges ÖPNV-System verfügt, sind viele Vororte nur unzureichend angebunden.
Besonders deutlich wird dies im Département Val-de-Marne, wo Busverbindungen häufig unter Verkehrsüberlastung leiden und keine stabile Reisezeit gewährleisten können. Die urbane Seilbahn Câble C1 verändert diese Situation grundlegend: Sie reduziert Reisezeiten erheblich und schafft eine direkte, zuverlässige Verbindung zwischen suburbanen Räumen und dem Metronetz.
Câble C1: Infrastruktur im Luftraum der Metropole
Die urbane Seilbahn Câble C1 verbindet die Gemeinden Créteil, Limeil-Brévannes, Valenton und Villeneuve-Saint-Georges und verlängert die Metro-Linie 8 in den südlichen suburbanen Raum.
Auf einer Länge von 4,5 Kilometern überspannt sie komplexe urbane Strukturen: eine Regionalstraße, eine TGV-Trasse, ausgedehnte Bahnanlagen, Logistikflächen sowie Energieinfrastruktur. Damit demonstriert sie, wie sich der Luftraum als zusätzliche Verkehrsebene in dicht bebauten Metropolregionen nutzen lässt.
Foto: Île-de-France Mobilités
Effizienz, Kosten und Flächensparsamkeit
Umgesetzt wurde das Projekt durch das Konsortium DoppelFrance unter Leitung von Doppelmayr. Die Gesamtkosten von rund 138 Millionen Euro zeigen die wirtschaftliche Effizienz dieses Verkehrssystems im Vergleich zu unterirdischen Alternativen.
Da kein Tunnelbau erforderlich ist, reduziert sich der Eingriff in bestehende Stadt- und Landschaftsräume erheblich. Die 30 Seilbahnstützen der Anlage wurden punktuell gesetzt und benötigen nur minimale Bodenversiegelung. Ihre zurückhaltende Gestaltung ermöglicht eine unaufdringliche Integration in den Stadtraum.
Landschaftsarchitektur und ökologische Aufwertung
Die urbane Seilbahn Câble C1 ist nicht nur Verkehrsinfrastruktur, sondern auch landschaftsarchitektonisches Projekt. Unter der Trasse wurden rund 500 Bäume mit 65 unterschiedlichen Arten neu gepflanzt, wodurch ein grüner Korridor im urbanen Raum entsteht.
Zusätzlich verfügen die Stationen über begrünte Dächer und teilweise Photovoltaik-Elemente. Diese Kombination reduziert Hitzeeffekte, verbessert das Mikroklima und steigert die ökologische Qualität des Stadtraums.
Der elektrische Betrieb der Anlage sorgt zudem für emissionsfreien und nahezu geräuschlosen Verkehr auf lokaler Ebene.
Barrierefreiheit und soziale Inklusion
Ein zentrales Merkmal der Câble C1 ist ihr konsequent inklusiver Ansatz. Insgesamt 105 Kabinen des Typs OMEGA V, entwickelt von CWA Constructions SA, verkehren im 30-Sekunden-Takt zwischen fünf Stationen.
Die Kapazität liegt bei rund 2.000 Fahrgästen pro Stunde und Richtung, wobei bereits im ersten Betriebsmonat täglich etwa 12.500 Nutzerinnen und Nutzer gezählt wurden.
Die Kabinen sind vollständig barrierefrei konzipiert: ebenerdiger Einstieg, flexible Sitzmodule, großzügige Bewegungsflächen sowie klare Orientierungselemente ermöglichen eine Nutzung ohne Hürden.
Auch die Stationen sind vollständig ebenerdig ausgeführt und gewährleisten einen direkten, treppenlosen Übergang zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln.
Multimodale Integration im urbanen Netz
Die urbane Seilbahn ist integraler Bestandteil eines multimodalen Verkehrssystems. Fahrradabstellanlagen, Busanbindungen und digitale Fahrgastinformationssysteme schaffen nahtlose Übergänge zwischen den Verkehrsträgern.
Echtzeitinformationen zu Abfahrten und Fahrzeiten erhöhen die Transparenz, während Sicherheits- und Notrufsysteme in Kabinen und Stationen den Betrieb absichern. Dadurch wird die Seilbahn nicht als isolierte Lösung verstanden, sondern als funktionaler Bestandteil eines vernetzten ÖPNV-Systems.
Planung, Governance und Umsetzung
Die Realisierung erforderte ein eng abgestimmtes Zusammenspiel aus Technik, Planung und öffentlicher Steuerung. Neben Doppelmayr waren zahlreiche Fachdisziplinen aus Architektur, Tiefbau und Landschaftsplanung beteiligt.
Eine zentrale Rolle spielt Île-de-France Mobilités als koordinierende Verkehrsbehörde der Region. Deren Präsidentin Valérie Pécresse bezeichnete die Câble C1 als zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt für die gesamte Metropolregion.
Doppelmayr als technologischer Treiber urbaner Mobilitätslösungen
Mit der Umsetzung der Câble C1 unterstreicht die Doppelmayr Gruppe einmal mehr ihre internationale Rolle als technologischer Impulsgeber im Bereich urbaner Seilbahninfrastruktur. Als Weltmarktführer im Seilbahnbau verantwortete das Unternehmen im Rahmen des Konsortiums DoppelFrance die vollständige Planung, Lieferung, Montage und bauliche Umsetzung der Anlage sowie die Entwicklung und Integration der Kabinensysteme. Auch im laufenden Betrieb übernimmt Doppelmayr künftig Wartungs- und Serviceleistungen und begleitet das Projekt damit über die reine Realisierung hinaus.
Die Câble C1 steht exemplarisch für den strategischen Ausbau des urbanen Geschäftsbereichs des Unternehmens. Mit mehr als 130 Jahren Erfahrung in Planung, Entwicklung und Bau von Seilbahnsystemen überträgt Doppelmayr seine technische Expertise zunehmend auf innerstädtische Mobilitätskonzepte und positioniert sich damit als zentraler Akteur einer neuen Generation öffentlicher Verkehrsinfrastruktur.
Arno Inauen, Mitglied des Executive Board der Doppelmayr Gruppe, beschreibt die Bedeutung des Projekts als weitreichend: Die Câble C1 besitze bereits heute eine „außergewöhnliche Strahlkraft als innovative urbane Mobilitätslösung“ und werde als Referenzprojekt weit über Europa hinaus wahrgenommen. Tatsächlich gilt die Anlage schon jetzt als Blaupause für weitere urbane Seilbahnprojekte in verdichteten Ballungsräumen weltweit.
Dass Doppelmayr zunehmend als Partner komplexer urbaner Infrastrukturvorhaben gefragt ist, zeigt auch der interdisziplinäre Projektansatz in Paris: Unter Führung von Doppelmayr France arbeitete ein breit aufgestelltes Konsortium aus Fachplanern für Infrastruktur, Tiefbau, Landschaftsgestaltung und Architektur an der Realisierung. Damit verdeutlicht das Projekt, dass urbane Seilbahnen längst nicht mehr nur technische Sonderlösungen darstellen, sondern als integraler Bestandteil ganzheitlicher Stadtentwicklungsstrategien verstanden werden.
Urbane Seilbahnen als Baustein der Stadt der Zukunft
Die Câble C1 in Paris zeigt eindrücklich, wie die urbane Seilbahn zu einem integralen Bestandteil moderner Stadtentwicklung werden kann. Sie verbindet nicht nur Orte, sondern auch planerische Ebenen: Mobilität, Landschaftsarchitektur und urbane Infrastruktur verschmelzen zu einem hybriden System.
Für die Fachdebatte um zukunftsfähige Stadtlandschaften – insbesondere im Kontext von „Garten und Landschaft“ – wird deutlich: Infrastruktur entsteht zunehmend nicht mehr ausschließlich am Boden, sondern im dreidimensionalen Stadtraum.
Neuenburg am Rhein richtet im Jahr 2022 die Landesgartenschau aus und hat damit die Chance, die Rheinwiesen neu zu ordnen. Planungsgemeinschaften aus Architekten, Landschaftsarchitekten, Bauingenieuren und wahlweise Stadtplaner sollten im Wettbewerb das zukünftige Gartenschauareal in den Rheinauen mit dem Stadtkern verbinden. Zentrales Bindeglied ist das Areal am Kronenrain, mit Parkhaus und Fuß- und Radwegeüberquerung über die Bundesstraße.
Die Sieger des Wettbewerbs – Planorama Landschaftsarchitektur, MONO Architekten und WTM Engineers – bauen ihre städtebauliche Leitidee auf dem historischen Grundriss auf. Die Fassade des zukünftigen Parkhauses zeichnet die ehemalige Stadtkante entlang des Rheins nach, ähnlich einer Stadtmauer. Der Baukörper integriert sich in den zukünftigen Stadtbalkon und bietet auf seinem Dach Freiflächen für zukünftige öffentliche oder private Nutzungen. In den Rheinwiesen bildet der neue Treppenturm des Fußgängerstegs eine Landmarke – er könnte laut Planer, gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Stadtbalkon ein eindeutiges Wiedererkennungszeichen der Stadt werden.
Danakil-Klimazonenwelt – Wüste und Urwald erleben in Erfurt
Beschränkter Realisierungswettbewerb
Auslober: Erfurter Garten- und Ausstellungs GmbH
Entscheidung: 28. Januar
Erfurt plant eine neue Attraktion, eine Klimazonenwelt im egapark. Benannt nach einer der heißesten Ort der Welt, der äthiopischen Wüste Danakil, soll im Zentrum des Parks ein Komplex entstehen aus Wüstenhaus, Tropenhaus und Wintergarten. Das Leuchtturmprojekt soll den Bekanntheitsgrad des egaparks steigern. Sieger im Wettbewerb der sechs interdisziplinären Teams waren Henchion Reuter Architekten, gemeinsam mit Rehwaldt Landschaftsarchitekten, den Szenografen stories within architecture, den Tragwerksplanern EiSat und den TGA-Fachplanern Obermeyer Planen + Beraten.
Die Planer belassen den denkmalgeschützten Park in seiner Geometrie und Materialität, belegen ihn aber mit neuen Themen. Vor dem neuen Wüsten- und Urwaldhaus entsteht die Klimaringterrasse, deren Ringe nach Klimazonen bepflanzt werden. Ein Kübelgarten zeigt zusätzlich die Exoten der Pflanzensammlung des egaparks. Nördlich des Schauhauses entsteht ein „Klimawald“ als Erlebnisraum, der Klimawandel und -phänomene erfahrbar machen soll. Im Inneren leitet der „Lauf des Wassers“ durch die unterschiedlichen Landschaften.
Wohnen am neuen Werftdreieck in Rostock
Beschränkter Realisierungswettbewerb mit obligatorischen Teams aus Architekten und Landschaftsarchitekten
Auslober: WIRO Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH
Entscheidung: 02. März
1. Preis: Albert Wimmer ZT-GmbH, Wien; Martha Schwartz Partners, London
2. Preis Riegler Riewe Architekten ZT-GmbH, Graz; yellow z urbanism architecture, Zürich; lad+landschaftsarchitektur diekmann, Hannover
Anstelle des ursprünglich geplanten „Technologie-Parks für denkende Industrie“ wird aus der ehemaligen Neptun-Werft ein urbanes Wohnquartier. Den städtebaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb gewann das Team des Architekturbüro Albert Wimmer ZT-GmbH und der Landschaftsarchitekten Martha Schwartz Partners. Das Konzept übernimmt die bestehende städtebauliche Matrix in Form von Quartiersblöcken. Die geschlossene Bebauung umschließt den zentral angeordneten Werftpark mit rund 2,5 Hektar Größe. Der Wasserlauf des Kayenmühlengrabens wird renaturiert und künftig wieder oberirdisch verlaufen. Ein weiträumiges und vielfältiges „Beziehungsnetz“ aus Wegen, Plätzen und Sichtbeziehungen verknüpft das Quartier, seine bauliche unerschlossenen Höfe und den Park. Der Freiraum des neuen Quartiers ist für Fuß- und Radfahrer konzipiert. Parkmöglichkeiten bieten zwei Hochgaragen am östlichen und westlichen Quartiersende. Die prägnante Heinkel-Wand, der Rest einer ehemaligen Industriehalle, wird Teil der neuen Stadtloggia, welche die Bewohner als Wintergarten nutzen können.
Neue Pläne am Südschnellweg in Hannover
Einphasiger Ideenwettbewerb
Auslober: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Hannover
Entscheidung: 10. Februar
1. Preis: schneider+schumacher, Frankfurt/Main; lad+ landschaftsarchitektur diekmann, Hannover; BPR Dipl.Ing. Bernd F. Künne & Partner mbB, Hannover
1. Preis Stadt Land Fluss, Büro für Städtebau und Stadtplanung, Berlin; Franz Reschke Landschaftsarchitektur, Berlin; Hoffmann Leichter Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin
2. Preis: Gertz Gutsche Rümenapp Stadtentwicklung und Mobilität GbR, Hamburg; yellow z urbanism architecture, Berlin; bgmr Landschaftsarchitekten, Berlin
Der Südschnellweg in Hannover hat überregionale Bedeutung für den Verkehr. Ein Streckenabschnitt der Bundesstraße B3 muss mitsamt seiner Brückenbauten erneuert werden, was Anlass gibt, die Trassierung und die angrenzenden Flächen städtebaulich und freiraumplanerisch neu zu ordnen. Im Ideenwettbewerb erzielten zwei Planungsteams je einen ersten Preis. Schneider+schumacher mit BPR Dipl.Ing. Bernd F. Künne & Partner sowie lad+ landschaftsarchitektur diekmann planen eine grüne Schneise für Hannovers Innenstadt. Dafür legen sie den Durchgangsverkehr der Bundesstraße entlang des bebauten Bereichs in einen Tunnel. Daran schließt eine zweigliedrige Brücke an, die über den Landschaftsraum der Leineaue führt. Die Brückenlösung verhindert eine Zergliederung des Freiraums und ermöglicht sensible Landschaftsbereiche wieder herzustellen.
Das Planungsteam der Stadtplaner Stadt Land Fluss, der Ingenieurgesellschaft Hoffmann Leichter und Franz Reschke Landschaftsarchitektur versucht, den baulichen Eingriff in den Landschaftsraum zu minimieren. Die Untertunnelung eines langen Straßenabschnitts ermöglicht einen breiten städtischen Grünraum, der sich im östlichen Abschnitt parkartig weitet und am arrondierten Schulareal seinen Abschluss findet.