Ein städtischer Park, im Vordergrund Steine in einer hoch bewachsenen Wiese, dahinter zwei Bänke an einem Weg, ein Spielplatz sowie Hochhäuser im Hintergrund. Der Bayerische Landschaftsarchitektur-Preis 2024 geht an den Oberwiesenfeldpark im Münchner Norden vom Büro mahl gebhard konzepte. Foto: © Laura Loewel
Der Bayerische Landschaftsarchitektur-Preis 2024 geht an den Oberwiesenfeldpark im Münchner Norden vom Büro mahl gebhard konzepte. Foto: © Laura Loewel

Ein Hauptpreis, je eine Auszeichnung in fünf Kategorien und ein Publikumspreis: Ende September zeichnete der bdla Landesverband Bayern die Preisträger*innen des Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preises 2024 aus. Welches Projekt den Ersten Preis erhielt und wer sich über eine Auszeichnung freuen kann, erfahren Sie hier.

Erstmalig Publikumspreis vergeben

Die Preisträger*innen des Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preises 2024 stehen fest. Die Fachjury des Wettbewerbs traf ihre Wahl aus 31 eingereichten Projekten. Davon waren zehn Projekte im Juli in die engere Auswahl für den Preis gekommen. Ende September fand die Preisverleihung auf der Landesgartenschau in Kirchheim Statt. Dort verlieh der bdla Landesverband Bayern den Hauptpreis, je eine Auszeichnung in fünf Kategorien sowie den Publikumspreis an die designierten Preisträger*innen. Der Publikumspreis wurde dieses Jahr zum ersten Mal im Rahmen des Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preises vergeben.

Am 27. September zeichnete der bdla Landesverband Bayern im Rahmen einer Preisverleihung die Gewinner*innen des Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preises 2024 aus. Foto: © Laura Loewel
Am 27. September zeichnete der bdla Landesverband Bayern im Rahmen einer Preisverleihung die Gewinner*innen des Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preises 2024 aus. Foto: © Laura Loewel

Hauptpreis geht nach München

Den Hauptpreis erhielt der Oberwiesenfeldpark in München, ein Projekt von mahl gebhard konzepte aus München. Die öffentliche Grünanlage setzte das Büro von 2012 bis 2021 für die Bauherrin Olympia Wohn Park GmbH & Co. KG um. Auf den rund vier Hektar im Münchner Norden kombinierten die Planer*innen sowohl Erholungs- als auch Freizeitelemente: Bänke, Liegen und Wiesenflächen treffen auf Pumptracks für Biker*innen, Sportplätze und Klettergerüste. Durch die Modellierung des Geländes schirmt ein Lärmschutzwall, auf dem Magerrasen angesät wurde, den Park vom Verkehr ab. Dabei wurden – mitunter kontaminierte – Bodenmassen aus der ganzen Stadt verbaut. In das Projekt wurden artenschutzrechtliche Ausgleichsflächen und Maßnahmen zum Biotopsverbund miteinbezogen. Jurymitglied Thomas E. Hauck schreibt in seiner Laudatio, dass der Oberwiesenfeldpark durch die gelungene Symbiose aus Spiel, Sport und Naturschutz überzeuge. „Die Jury würdigt diese gelungene Verbindung von Naturschutz und urbaner Freizeitgestaltung und erachtet den Park als beispielhaftes Modell für zukünftige Stadtentwicklungsprojekte“, so Hauck in der Laudatio auf den Preisträger des Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preises 2024.

Gewinner Kategorie Landschaftsplanung und Landschaftsentwicklung

In der Kategorie „Landschaftsplanung und Landschaftsentwicklung“ erhielt die Waldnaabkapelle bei Tirschenreuth eine Auszeichnung. Für die Wegekapelle in den Waldnaabauen zeichnen die Büros Brückner & Brückner Architekten GmbH und STADT LAND FANCK Landschaftsarchitektur und Ökologie verantwortlich. Das Projekt war von 2019 bis 2022 umgesetzt worden; Bauherr war der Rotary Club Stiftland, vertreten durch das Rotary Hilfswerk Stiftland e.V. und mit dem Landkreis Tirschenreuth als Projektpartner. Die Landschaft und ihre Geschichte – einst durch die Zisterzienser geprägt; Teiche wurden zur Fischzucht genutzt – können Besucher*innen erkunden. Eine Bahnstrecke durch die Waldnaabauen ist inzwischen stillgelegt und der Bahndamm umgenutzt für Wander*innen und Radfahrer*innen. Für die neu entstandene Waldnaabkapelle kamen lokale Baumaterialien zum Einsatz: Kaolinsand vom Teichgrund als Zuschlagstoff für den Beton sowie Balken aus Nadelholz. Ein Trampelpfad mit Granatsplit ohne Unterbau führt zur Kapelle. Fahrradstellplätze wurden ebenfalls eingerichtet. Laut der Laudatio von Dietmar Straub habe die Jury überzeugt, „wie mit einer einfachen, aber starken architektonische[n] Geste am wohlgewählten Standort eine Balance aus Landschaft und Architektur entsteht, die sich einlässt auf die vorhandenen ästhetischen und ökologischen Qualitäten des Ortes“.

Gewinner Kategorie Pflanzverwendung und Biodiversität

Der Nordpark III in Plattling erhielt beim Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preis 2024 die Auszeichnung in der Kategorie „Pflanzverwendung und Biodiversität“. Von 2017 bis 2023 setzte das Büro BEM Burkhardt | Engelmayer | Mendel Landschaftsarchitekten Stadtplaner diesen dritten Abschnitt des Nordparks um. Bauherr für das Projekt auf dem Areal eines ehemaligen Güterbahnhofs war die Stadt Plattling. An einen campusartigen Abschnitt im Norden schließt sich südlich ein extensiver, landschaftlicher Bereich an. Ein langgezogener Eidechsenwall nahe der Bahnflächen bietet den geschützten Reptilien einen Lebensraum. Für den Wall kam unter anderem vorhandener Bauschutt zum Einsatz. Im Nordpark III wurden 124 Bäume und über 300 Sträucher gepflanzt. Über den von BEM Landschaftsarchitekten gestalteten Parkabschnitt schreibt Katja Aufermann in der Laudatio: „Mit seiner ruhigen Gestaltung mit ausgedehnten artenreichen Wiesen und Gehölzen wird er so zum Geschenk nicht nur für Menschen, sondern auch für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.“

Gewinner Kategorie Bauen im Bestand und Kreislaufwirtschaft und Publikumspreis

Für „Bauen im Bestand und Kreislaufwirtschaft“ erhielt die Sanierung der Anette-Kolb-Anlage in Nürnberg die Auszeichnung im Rahmen des Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preises 2024. Das Büro adlerolesch überarbeitete hier im Zeitraum von 2020 bis 2023 die bestehende Grünanlage. Diese hatte ursprünglich das Büro Thiele 1992 gestaltet. In einem Aktivband mit leuchtend blauen Akzenten finden sich sowohl Sitzmöglichkeiten als auch eine BMX-Bahn, ein Sportbereich sowie eine Spielanlage. Die Planer*innen entwickelten einen bestehenden Trockengraben zum extensiven Ruhebereich weiter und legten ein neues, netzartiges Wegesystem an. Ein offener Wiesenbereich wurde nur leicht angepasst; der Baumbestand wurde erhalten und ergänzt. Theresa Ramischs Laudatio zufolge überzeuge die Parksanierung von adlerolesch „mit beeindruckendem Understatement, das seinesgleichen sucht“. Der Publikumspreis, über den vom 8. Juli bis 23. August öffentlich abgestimmt werden konnte, ging ebenfalls an das Projekt von adlerolesch in Nürnberg.

Gewinner Kategorie Freiräume für Menschen

Der von Atelier Loidl umgesetzte Bürgerpark in Lindau erhielt die Auszeichnung in der Kategorie „Freiräume für Menschen“ beim Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preis 2024. Das Projekt entstand im Kontext einer Gartenschau 2021 in Lindau; Bauherr war die Stadt Lindau, vertreten durch die Natur in Lindau 2021 GmbH. Auf der westlichen Seite der Insel im Bodensee, „hinter“ dem Inselbahnhof, liegt als Teil eines grünen Rings um die Insel der Bürgerpark. Hier ermöglicht nun eine neue Stufenanlage den Zugang zum See. Die Planer*innen integrierten Vorhandenes, wie den Baumbestand, Wege und Sichtachsen. Dazu wurde Neues hinzugefügt, wie Sitzmöglichkeiten, Spielplätze und Sportanlagen. Michel Hinnenthal schreibt in der Laudatio auf das Projekt: „Die historische Identität des Bürgerparks bleibt erhalten, während moderne Elemente harmonisch eingefügt werden.“ Die Verbindung von Alt und Neu schätzt die Jury als gelungen ein. Sie verleihe dem Park seinen einzigartigen Charakter, so Hinnenthal. Die gestalterisch zurückhaltende Planung habe die Jury überzeugt.

Gewinner Kategorie Experimentelle Landschaftsarchitektur und Bauen im Detail

Die Auszeichnung in der Kategorie „Experimentelle Landschaftsarchitektur und Bauen im Detail“ des Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preises 2024 ging an ein Projekt von LATZ+PARTNER LandschaftsArchitektur Stadtplanung. Von 2016 bis 2019 realisierte das Büro die Freianlagen der Karoline-Goldhofer-Kintertageseinrichtung in Memmingen. Bei dem Umbau des Gebäudes durch heilergeider architekten und stadtplaner BDA sowie der Gestaltung des Kita-Gartens spielten der Bestand – sowohl von Gebäude als auch von Vegetation und Topografie – und die Wiederverwendung von Materialien eine wesentliche Rolle. Der Garten bietet den Kindern verschiedene Erlebnisräume, mit Bewegungsfeldern, Sand- und Matschflächen und mehr. Auch in den Freiräumen kamen wiederverwendete Materialien zum Einsatz, beispielsweise die Dachziegel der alten Villa und das Holz gefällter Bäume. Kindern wird in der nach Reggio-Pädagogik arbeitenden Kita der Umgang mit Recyceltem und Gebrauchtem nahegebracht. Gebäude und Garten stehen mit dem im Einklang. Wie Daniel Oden in seiner Laudatio schreibt, möchte man da gerne selbst wieder Kind sein. Große und wichtige Fragen zum Umgang mit Ressourcen und Gebrauchtem würden hier spielerisch beantwortet. Die Jury würdigt die Freianlagen der Kita mit einer Auszeichnung im Rahmen des Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preises 2024.

Nächste Ausgabe des Preises in zwei Jahren

Mit dem Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preis möchte der bdla Projekte und Planungen in Bayern würdigen, die sich durch innovative, nachhaltige und klimagerechte Außen- und Landschaftsräume auszeichnen. Dabei werden sowohl neu angelegte Projekte als solche im Bestand miteinbezogen. Der bdla vergab den Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preis dieses Jahr zum dritten Mal. Neben dem Hauptpreis vergab die Jury Auszeichnungen in fünf Kategorien. In einer sechsten Kategorie, „Grüne und Blaue Infrastruktur“, wurde keine Auszeichnung vergeben. Als Kooperationspartner beteiligen sich am Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preis 2024 die Bayerische Architektenkammer sowie der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern an dem Preis. Die Schirmherrschaft übernahm in diesem Jahr der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter.

Für den Preis waren Projekte zugelassen, die in den vergangenen fünf Jahren in Bayern fertiggestellt worden waren. Eine international besetzte Fachjury unter der Leitung von bdla-Vorstandsmitglied Doris Grabner vergab den Hauptpreis und die Auszeichnungen unter 31 Einreichungen. Auf eine Vorauswahl folgte, nach Besichtigung der Projekte durch eine Fachjournalistin, eine zweite Sichtungsrunde. In dieser entschied die Jury über die Preisträger*innen. Für den Publikumspreis wurde ein Onlinevoting abgehalten. Der Wettbewerb zum Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preis findet alle zwei Jahre statt. Die nächste Auslobung ist für 2026 vorgesehen.

Überblick über die Preisträger*innen

Erster Preis
Oberwiesenfeldpark, München
mahl gebhard konzepte, München

Auszeichnungen
Landschaftsplanung und Landschaftsentwicklung
Waldnaabkapelle, Waldnaabaue
Brückner & Brückner Architekten GmbH, Tirschenreuth/Würzburg, und STADT LAND FANCK Landschaftsarchitektur und Ökologie, Tirschenreuth

Pflanzenverwendung und Biodiversität
Nordpark III Plattling
BEM Burkhardt | Engelmayer | Mendel Landschaftsarchitekten Stadtplaner, München

Bauen im Bestand und Kreislaufwirtschaft
Sanierung Anette Kolb Anlage, Nürnberg
adlerolesch GmbH, Nürnberg/München

Freiräume für Menschen
Bürgerpark Lindau
Atelier Loidl Landschaftsarchitekten Berlin GmbH, Berlin

Experimentelle Landschaftsarchitektur und Bauen im Detail
Karoline-Goldhofer-Kindertageseinrichtung, Memmingen
LATZ+PARTNER LandschaftsArchitektur Stadtplanung, Kranzberg

Publikumspreis
Sanierung Anette Kolb Anlage, Nürnberg
adlerolesch GmbH, Nürnberg/München

Welche Projekte für den Bayerischen Landschaftsarchitektur-Preis 2024 nominiert waren, erfahren Sie hier.

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Protest gegen Lokrichthallen-Abriss in Trier. Das noch bis vor kurzem denkmalgeschützte Bahnausbesserungswerk in Trier-West soll abgebrochen werden. In einem offenen Brief protestieren Architekt*innen und Institutionen gegen die Abrisspläne der Stadt.

Görlitz – strukturschwach, aber oho. Von Januar 2019 bis März 2020 konnten 60 Kreativschaffende in Görlitz zur Probe wohnen und arbeiten. Nun zogen die Initiator*innen im virtuellen Pressegespräch vergangene Woche positive Bilanz und luden zur nächsten Runde ein. Hier stellen wir das Projekt vor.

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41,9 Grad und es wird noch heißer. Am 14.2. zeigte die Messstation Göttingen minus 23,8 Grad, eine Woche später 18,1 Grad – mit dem historischen Temperaturanstieg um 41,9 Grad brach die Messstation Göttingen laut dem deutschen Wetterdienst vergangene Woche alle bisherigen Rekorde. Wie jetzt die Klimawende gelingt, lesen Sie hier.

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Bye bye bautec. Die internationale Fachmesse für Bauen und Gebäudetechnik bautec wird aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit eingestellt. Die bautec fand vom 18. bis 21. Februar 2020 das letzte Mal statt und wird in Zukunft nicht fortgeführt, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der Messe Berlin. Damit sagen auch wir von der G+L-Redaktion schweren Herzens „Bye bye“ zu der Vortragsveranstaltung ZukunftStadt@GRÜNBAU Berlin, die wir in den vergangenen Jahren im Zuge der bautec ausrichten durften.

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Alpakas for Architecture

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„Biennale der Landschaft“ im Ruhrgebiet. lala.ruhr ist eine neugegründete Plattform für die nachhaltige und zukunftsfähige Weiterentwicklung der Landschaft im Ruhrgebiet. Am 26. und 27. Februar 2021 veranstaltet lala.ruhr erstmals ein Landschaftsfestival im virtuellen Raum. Warum Sie unbedingt daran teilnehmen sollten, erzählen wir Ihnen hier.

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Landeskongress: Unser Land neu denken!

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Landeskongress: Unser Land neu denken! Am 25.02.21 findet der Architektur-Kongress „ARCHIKON 2021 – Landeskongress für Architektur und Stadtentwicklung: Unser Land neu denken!“ statt. Im Zentrum der Online-Veranstaltung stehen Fragen rund um die zukunftsfähige Gestaltung des ländlichen Raums. Alles dazu bei den Kolleg*innen von „Internet für Architekten“.

Deutscher Architekturpreis 2021

Mit „Aahhh“ und „Oh“ zum DAM Preis 2021. Der DAM Preis 2021 geht an MVRDV und N-V-O NUYKEN VON OEFELE ARCHITEKTEN für WERK 12 in München. Alles zu dem Ausnahmeprojekt hier bei NXT A.

Deutscher Architekturpreis 2021. Gemeinsam haben das BIM und die BAK den Deutschen Architekturpreis 2021 ausgelobt. Der Staatspreis ist die wichtigste Auszeichnung für Architekt*innen in Deutschland und wird dieses Jahr bereits zum sechsten Mal verliehen. Alles zur Auslobung finden Sie hier.

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„Stephansplatz Neu“

Bis zu 80 000 Menschen frequentieren den Wiener Stephansplatz täglich. Nun wurde die 40 Jahre alte Oberfläche von Clemens Kirsch Architektur neu gestaltet und der Platzraum neu strukturiert.

Das Konzept „Stephansplatz Neu“ entstand in Anlehnung an die Fußgängerzone der Wiener City, welche bereits 2009 neu errichtet wurde. Der Baubereich umfasst den kompletten Stephansplatz, inklusive der angrenzenden Einmündungen der Rotenturmstraße, der Brandstätte, der Schulergasse sowie die komplette Churhausgasse von Stephansplatz bis Singerstraße. Das Defizit an Sitzgelegenheiten wurde beseitigt, indem neue Bänke installiert wurden, die Beleuchtung wurde erneuert.

Der vorher ungerichtete Platzraum wurde als römischer Verband mit verschieden-farbigen, gestockten Granitplatten und Schmucksteinen in abstrahierter Kreuzform ausgestaltet. Das Material von etwa 36.400 Platten stammt großteils aus dem Waldviertel.

Der neue Stephansplatz Wien

Öffentlicher Freiraum ist die Bühne für menschliche Aktivitäten, der durch eine subtile, aber robuste Gestaltung den Hintergrund für alle denkbaren Nutzungen bildet“, erklärt das Team von Clemens Kirsch Architektur. „Die Neugestaltung bietet einen erhöhten Gehkomfort, eine verbesserte Ausleuchtung des Platzes und eine Vervierfachung des Angebotes an Sitzplätzen.“

So soll die neugestaltete Fußgängerzone den Stadtraum in Wiens Zentrum für Bewohner und Touristen attraktiver machen. Toni Faber, Dompfarrer des St. Stephan, findet das Projekt gelungen: „Unser Steffl weist im Zentrum der Stadt nach oben. Nun bietet auch der erneuerte Stephansplatz wieder Raum für aufbauende, aufrichtende Begegnungen mit Menschen, die sich den Fragen des Woher, Wohin und Warum stellen.“