04.03.2026

Aktuelles Gesellschaft

Campus – Die neue G+L im März 2026!

Coverfoto: @roeldierckens via Unsplash

Die Rolle von Universitäten wandelt sich weltweit rasant: Sie sind längst nicht mehr nur Orte des Lernens, sondern wachsen zu interdisziplinären Lebensräumen heran. In dieser Ausgabe der G+L richten wir den Blick auf die Zukunft des Campus – jene Orte, an denen die Grenzen zwischen Bildung, Forschung und Leben zunehmend verschwimmen. Angesichts globaler Beispiele, die mit zukunftsweisenden Gestaltungskonzepten auf sich aufmerksam machen, stellt sich die Frage: Kann Deutschland im internationalen Vergleich mithalten, oder droht es, zurückzufallen?


Hybride Landschaften

Während Hochschulen hierzulande unter den immer spürbareren Einschränkungen der Finanzierung leiden, eröffnen Projekte wie der neue MIT Kendall Square Campus in Cambridge, die National University of Singapore oder der Chengdu Future City Campus in China ein neues Verständnis für den Campus als lebendigen Organismus. Diese „Future Campuses“ zeigen, dass zeitgemäße Universitäten ihre Gebäude und Freiflächen so gestalten, dass sie Lernen und Leben, Arbeit und Freizeit nahtlos verknüpfen. Lernlandschaften in und außerhalb von Gebäuden bieten inspirierende Umgebungen für Studierende und Forschende, grüne Außenräume laden zu Erholung und Austausch ein, und hybride Nutzungen fördern die sozialen und interdisziplinären Synergien, die eine lebendige Campus-Kultur prägen.


Kreative Lösungen sind gefragt

In Deutschland hingegen sehen sich viele Hochschulen gezwungen, kreative Lösungen in bestehenden, oft wenig flexiblen Strukturen zu finden. Die finanziellen Kürzungen der letzten Jahre haben Spuren hinterlassen. Viele Universitäten kämpfen darum, wenigstens ihre Lehre und Forschung aufrechtzuerhalten – eine Weiterentwicklung zu neuen Campuskonzepten scheint oft fern. Doch der Bedarf ist dringend: Klimaschutz, soziale Inklusion und die Förderung eines nachhaltigen, resilienten Stadtumfelds verlangen von Universitäten, nicht nur als Ausbildungsstätte, sondern als kulturelles und ökologisches Zentrum zu agieren. Der Campus der Zukunft muss auch Antworten auf die drängenden Fragen der Gesellschaft geben.


In die Zukunft

In diesem Heft zeigen wir exemplarisch auf, wie das Potenzial eines Campus durch strategische Planung, innovative Landschaftsarchitektur und kluge Nutzungskonzepte erschlossen werden kann. Wir präsentieren wegweisende Projekte und überlegen uns, wie Hochschulen in eine zukunftsweisende Transformation gehen können. Ein inspirierender Blick über den nationalen Tellerrand hinweg soll helfen, Möglichkeiten zu erkennen und den deutschen Campus neu zu denken – als einen Ort, der den heutigen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Flexibilität und Gemeinschaft gerecht wird.

 

Das Heft gibt es hier im Shop.

In unserer Februarausgabe drehte sich alles um das Thema 70 Jahre G+L: Vergangenheit und Zukunft der Profession. Lesen Sie hier mehr davon.

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