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COP29: Die Finanz-Klimakonferenz

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Bei der Eröffnungszeremonie der COP29 gaben sich die Staats- und Regierungschefs der Welt die Hand. Credit: President.az, CC BY 4.0 , via Wikimedia Commons
Bei der Eröffnungszeremonie der COP29 gaben sich die Staats- und Regierungschefs der Welt die Hand. Credit: President.az, CC BY 4.0 , via Wikimedia Commons
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Am Sonntag, dem 24. November, ging die diesjährige COP29-Klimakonferenz zu Ende. Die Verhandlungen waren hart, brachten aber zumindest einen kleinen Erfolg: Die Mitgliedsländer einigten sich auf ein 300-Milliarden-Dollar-Abkommen zur Klimafinanzierung.

Um die Klimakrise zu bekämpfen, sind mindestens 1 Billion US-Dollar pro Jahr notwendig. Die COP29, die im November 2024 in Baku, Aserbaidschan, stattfindet, wurde als die Klimakonferenz der Finanzen angekündigt. Sie hatte die sehr schwierige Aufgabe, Mittel aufzubringen. Die meisten Teilnehmerländer waren sich zwar einig, dass mindestens eine Billion Dollar pro Jahr von den reicheren Ländern an die ärmeren fließen muss, aber sie waren nicht bereit, sich freiwillig zu melden. Schließlich kam es zu einem Abkommen, bei der die Regierungen der USA und der EU eine Finanzierung zusagten. Nach Ansicht von Expert*innen ist die versprochene Summe jedoch nicht hoch genug. Auch die Wiederwahl von Donald Trump gab Anlass zur Sorge, denn die USA könnten sich 2025 aus ihrer Verpflichtung zurückziehen.

Proteste und Unzufriedenheit

Nach Gesprächen, bei denen viel auf dem Spiel stand, einigte man sich auf der COP29 darauf, dass ein Klimafinanzierungsabkommen in Höhe von 1,3 Billionen Dollar notwendig ist. Vorerst legten sich die Unterhändler*innen jedoch darauf fest, den Geldfluss zu verdreifachen, um Entwicklungsländer bei der Umstellung auf sauberere Energie und der Bewältigung der Auswirkungen des Klimawandels zu unterstützen. Im Rahmen dieser Vereinbarung werden die wohlhabenden Nationen bis 2035 jährlich 300 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen – gegenüber dem früheren Ziel von 100 Milliarden.

Diese 300 Milliarden Dollar werden größtenteils in Form von Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen bereitgestellt. Wie das Ziel von 1,3 Billionen Dollar erreicht werden soll, ist noch unklar. Private Investor*innen und eine Reihe potenzieller neuer Geldquellen, wie mögliche Steuern auf fossile Brennstoffe und Vielflieger*innen, werden die Lücke füllen. Aber die COP-Mitglieder müssen dafür erst eine Einigung finden.

Entsprechend kochten die Emotionen hoch. Entwicklungsländer haben die Konferenz als eine Katastrophe für ärmere Länder und als Verrat der reichen Länder bezeichnet. Ein weiteres Problem ist die Frage, welche Staaten am bedürftigsten sind. Größere Schwellenländer wie Indien oder Länder wie Russland und China, die in manchen Definitionen noch als Entwicklungsländer eingestuft werden, sind nicht unbedingt die am meisten gefährdeten Nationen.

Zwei Gruppen solch gefährdeter Länder, die Allianz der kleinen Inselstaaten und die Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder, verließen am Samstag aus Protest eine Sitzung. Später kehrten sie zurück, brachten aber dennoch ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck.

Auf dem Weg zu 2,7 Grad Celsius

Die COP29 fand nur wenige Tage nach dem Sieg von Donald Trump bei den US-Wahlen statt. Er beabsichtigt, aus dem Pariser Abkommen auszusteigen, wenn er im Januar sein Amt antritt, und wird wahrscheinlich keine Klimafinanzierung für Entwicklungsländer bereitstellen. Dieser zusätzliche Druck veranlasste die Länder zu der Entscheidung, dass es keine Option war, sich in Baku nicht auf eine Erhöhung der Klimafinanzierung zu einigen. Der Deal bedeutet jedoch keine sofortigen Mittel. Sie könnte auch die Verschuldung von ärmeren Ländern erhöhen.

Das Gastgeberland der COP, Aserbaidschan, wurde für seine Organisation und Moderation der Konferenz stark kritisiert. Das Land ist zu 90 Prozent von Öl und Gas abhängig, und die Lobbyisten der fossilen Brennstoffe waren bei den Gesprächen sehr präsent. Auch Saudi-Arabien spielte eine störende Rolle, unter anderem durch den Versuch, einen wichtigen Text ohne umfassende Konsultation zu ändern. Die beiden größten Volkswirtschaften und Treibhausgasemittenten der Welt, die USA und China, waren hingegen in Baku nur wenig präsent.

Neben der Klimafinanzierung befasste sich die COP auch mit der Reduzierung der heimischen Emissionen. Wenn die Staaten ihre derzeitigen Zusagen einhalten, ist die Welt noch weit von dem 2015 in Paris vereinbarten Ziel von 1,5 Grad Celsius entfernt – derzeit liegen wir laut einem UN-Bericht eher auf dem Weg zu 2,7 Grad Celsius. Die COP im vergangenen Jahr hatte Anlass zur Hoffnung gegeben, dass sich dies schneller ändern könnte, als es derzeit aussieht.

Das Gastgeberland der diesjährigen Klimakonferenz, Aserbaidschan, ist zu 90 Prozent von Öl und Gas abhängig. Foto: Teymur Mammadov via unsplash
Das Gastgeberland der diesjährigen Klimakonferenz, Aserbaidschan, ist zu 90 Prozent von Öl und Gas abhängig. Foto: Teymur Mammadov via unsplash

Besser als keine Einigung

Die nächste COP, Nummer 30, findet 2025 in der brasilianischen Stadt Belem statt, und bis dahin haben die Länder noch viel zu tun. Bis Februar 2025 müssen sie aktualisierte Zusagen zur Emissionsreduzierung vorlegen. Die Aufmerksamkeit der Medien wird nicht nachlassen, und mit dem Amtsantritt von Donald Trump wird es viele Fragen darüber geben, wie andere Länder den Schaden ausgleichen, den er anrichten könnte.

Einer der Tage auf der COP29 war den Städten und der städtischen Umwelt gewidmet. Zwei wichtige Erklärungen wurden veröffentlicht: die COP29 Map Declaration for Resilient and Healthy Cities und die COP29 Declaration on Enhanced Climate Action in Tourism. Erstere ruft zur sektorübergreifenden Zusammenarbeit auf, um inklusive, nachhaltige und klimaresistente Städte zu schaffen. Sie unterstreicht die Bedeutung der Handlungsbereiche nachhaltiger städtischer Verkehr, umweltfreundliches Bauen, naturbasierte Lösungen und Klimafinanzierung.

Parallel dazu hat der Global Covenant of Mayors for Climate & Energy ein Paket neuer Partnerschaften und Ressourcen zur Beschleunigung von Klimamaßnahmen auf mehreren Ebenen eingeführt. Diese Initiative unterstützt die städtische Klimafinanzierung, die Datennutzung und die Innovation, damit die Städte Klimapläne umsetzen können. Der Urbanisation Day verdeutlichte die Dringlichkeit, mit der die klimatischen Herausforderungen auf städtischer Ebene angegangen werden müssen.

Stadtverwaltungen, Stadtplaner*innen und viele verwandte Berufsgruppen werden weiter auf die Klimaziele hinarbeiten. Und obwohl die Einigung auf der COP29 enttäuschend war, ist sie immer noch besser als gar kein Deal.

Lesen Sie mehr darüber, wie die Klimafinanzierung von Milliarden auf Billionen erhöht werden kann.

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Die Mitte von Berlin bleibt grün

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Die Perspektive zeigt die geplanten Stufen am Ufer der Spree.

1. Preis an Büro RMP Lenzen: Stufen am Ufer der Spree mit Blick auf Dom (Visualisierung: RMP Lenzen)

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Es geht um eine prominente Fläche in Berlins historischer Mitte: Eingespannt zwischen dem neuen Humboldt-Forum und dem Fernsehturm bekommen das Rathaus- und Marx-Engels-Forum eine neue Gestaltung. Das Büro RMP Stephan Lenzen hat den Wettbewerb für die grüne Mitte von Berlin gewonnen.

Dort wo die Wurzeln der Stadt Berlin liegen, wird demnächst nicht wieder gebaut. Die Freifläche von Rathaus- und Marx-Engels-Forum bleiben Grün. Allerdings erhält das Areal eine neue Gestaltung, die in einer Freitreppe zur angrenzenden Spree mündet. Die Berliner Senatsverwaltung hat im Frühjahr zu einem Wettbewerb eingeladen. Nach einer ersten Phase durften die Bürger*innen mitreden. Daraufhin entwickelten insgesamt 21 Landschaftsarchitekturbüros ihre Ideen in der zweiten Phase des Wettbewerbs weiter. Die Landschaftsarchitek*innen vom Büro RMP Stephan Lenzen überzeugten schließlich die Jury. Sie schlugen ein zentrales Band vor, das denkmalgeschützte Bereiche des Rathausforums mit dem Marx-Engels-Forum verbindet. Dieses grüne Band endet in einer großen Treppe am Ufer der Spree. Gegenüber, auf der anderen Seite des Wasser, strahlt die Ostfassade des neuen Humboldt-Forums.

 

Viel Geschichte inmitten von Berlin

 

Früher hiess die Freifläche inmitten des alten Berlins „Park an der Spree“. Als eine der zentralsten Grünflächen im Ortsteil Mitte geht sie auf den Zweiten Weltkrieg zurück. Der hatte das dortige Heilig-Geist-Viertel beschädigt, was schließlich die DDR-Führung veranlasst hat, es abzureißen. Seitdem ist die Fläche zwischen Karl-Liebknecht-Straße im Norden, dem Park am Fernsehturm im Osten, der Rathausstraße im Süden und der Spree im Westen unbebaut. Mittendrin stand lange ein Denkmalensemble, das jedoch beim Bau der U-Bahn an den nordwestlichen Rand rücken musste. Bereits seit den 1990er-Jahren wird über die Zukunft des Marx-Engels-Forums diskutiert. Die Ideen waren vielfältig. Sie reichten vom Wiederaufbau des Heilig-Geist-Viertels bis zur Gestaltung eines Parks am Marx-Engels-Forum. Letztere hat sich schließlich durchgesetzt. 

Wettbewerbsaufgabe Marx-Engels-Forum

Die Gestaltung eines Parks auf dem Marx-Engels-Forum galt es nun, im Rahmen des Ideen- und Realisierungswettbewerb zu konkretisieren. Die Teilnehmer*innen waren gefragt, sich mit dem Gründungsort Berlins, mit den im Boden verborgenen historischen Schichten und der Umgebung auseinanderzusetzen. Am Ende der langen Debatte um die Zukunft dieses Ortes entstanden Bürgerleitlinien zur künftigen Entwicklung des Rathaus- und des Marx-Engels-Forums. Darin heißt es, dass ein Freiraum zu entwerfen ist, der den Dimensionen und der Bedeutung des Standortes gerecht wird und die Identität des Ortes stärkt. Darüber hinaus soll er die bewegte Geschichte erlebbar machen und gleichzeitig vielfältige und intensive Nutzungen ermöglichen. 

In der ersten Phase fragte der Wettbewerb zunächst nach einer Vision und einer Idee für das gesamte Marx-Engels-Forum. Erst die Teilnehmer*innen der zweiten Phase mussten ihre Vision herleiten. Darüber hinaus skizzierten sie im Ideenteil des Wettbewerbs einen Zwischenzustand für das Jahr 2030. In einem dritten Realisierungsteil war dann die konkrete Umsetzung für 2024 aufzuzeigen. Diese stufenweise Herangehensweise geht auf die angestrebte, schrittweise Realisierung des Projekts zurück. Die wird einen langen Zeitraum in Anspruch nehmen. Entsprechend müssen die Ideen auf einer klaren Haltung basieren und viel Flexibilität für die prozesshafte Umsetzung bieten. 

 

Marx-Engels-Forum: überzeugender Entwurf von RMP Lenzen

 

Die Landschaftsarchitekt*innen vom Büro RMP Lenzen lieferten die überzeugendste Lösung für die neue Gestaltung von Rathaus- und Marx-Engels-Forum. Sie entwarfen einen Freiraum, der von einer markanten Figur geprägt ist. Er sieht vor, das Rathaus- und das Marx-Engels-Forum von Bebauung freizuhalten. Der grüne Raum verspricht eine hohe Aufenthaltsqualität mit Flächen zum Flanieren, zum Ausruhen, zum Genießen von spektakulären Aussichten auf Dom, Humboldt-Forum und Fernsehturm. RMP Lenzen bestückt den neuen Raum mit viel Grün und mit vielen schattenspendenden Bäumen. Aber auch Wasser gehört dazu, das zur Kühlung beiträgt sowie Versickerungsflächen, die zu einem künftigen Regenwassermanagement passen. Insgesamt sieht der Beitrag zum Wettbewerb Marx-Engels-Forum einen modernen, klimaresilienten Stadtraum vor, der vielfältige Nutzungen ermöglicht. 

Gut Ding braucht Weile

Mit der Idee, zunächst einen Grünraum im Herzen des alten Berlin anzulegen, bleiben Chancen für nächste Generationen erhalten. Für die nahe Gegenwart hat das Preisgericht empfohlen, die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit von RMP Lenzen zu realisieren. Damit geht eine kontroverse Debatte zu Ende. Wohl kaum ein Ort in Berlin hat mehr Planungen und Diskussionen erlebt als das Marx-Engels-Forum. Aber für den Bausenator steht fest, dass die Stadt Berlin richtig gehandelt hat. Sie hat hier nach dem Fall der Mauer keine überstürzte Planung realisiert. Nun kann vor dem Hintergrund aktueller Planungen für den Alexanderplatz und den Molkenmarkt und unter dem Vorzeichen von Klimaanpassung und Mobilitätswende in Ruhe gestaltet werden.

Sie möchten mehr über Projekte der Hauptstadt erfahren? Wir haben die nächsten Planungsschritte auf dem ehemaligen Flughafenareal Berlin Tegel für Sie zusammengefasst.

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Wettbewerbsübersicht Dezember 2018 (2/2)

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Bewegung und Begegnung. © KCAP GmbH mit Ramboll Studio Dreiseitl

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Kulturquartier Lagarde-Campus, Bamberg – 1. Preis hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin, mit Sauerzapfe Architekten, Berlin

Interessiert an aktuellen Wettbewerbsergebnissen der Landschaftsarchitektur, aber kaum Zeit sich diese richtig anzuschauen? In der Wettbewerbsübersicht der G+L informiert Heike Vossen über die spannendsten Wettbewerbsergebnisse im Dezember.

Straßenräume in Wiehl – 1. Preis Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten, Bockhorn

Die Konversion der Lagarde-Kaserne soll in Bambergs Osten einen lebendigen, nutzungsgemischten Stadtteil schaffen – mit dem „Kulturquartier Lagarde“ als attraktive Quartiersmitte. Zwei Stadtplätze prägen zukünftig die neue Mitte und sollen mit ihrer frühzeitigen Schaffung einen wichtigen Baustein zur Entwicklung des Quartiers bilden. Der Siegerentwurf sieht zwei Baumhaine vor, welche die beiden Plätze verbinden, aber jedem einzelnen einen eigenen Charakter zugestehen. Der Lagarde-Platz südlich der Reithalle gestaltet sich als grüner Quartiersplatz, der stellvertretend für das gesamte Quartier, seine Transformation, sowie die nachhaltige Neuausrichtung steht. Der Platz ist Endpunkt der Grünverbindung Richtung Ostpark und zugleich urbanes Entrée des Quartiers. Als belebter Gegenpol dazu präsentiert sich der Kulturhof zwischen Reit- und Posthalle: Er ist unprätentiös und flexibel bespielbar, so die Jury. Außerdem bildet der Stadtplatz einen wichtigen Ankerpunkt für die Stadtverbindung zur Innenstadt.

Planungsdialog Hafner in Konstanz – 1. Preis KCAP, Zürich, mit Ramboll Studio Dreiseitl, Überlingen

Ein Transitraum wird zum Aufenthaltsraum, so die Entwurfsintention von Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten für das Zentrum von Wiehl. Ihr Siegerentwurf überwindet die starke Trennung des zergliederten Stadtraums und definiert Rathaus- und Hem-Platz als zentralen Platz am Kreuzungspunkt der Stadtachsen. Zukünftig prägt Naturstein das Zentrum – Farbnuancen und Materialwechsel berücksichtigen dabei die historische Differenzierung von Fahrbahn, Fußgängerbereich und Platzfläche. Der durchgehende Belag ermöglicht es, die angrenzenden Flächen anzubinden. Zusätzlich integriert eine breite winkelförmige Freitreppe die Kirche in den Stadtraum. Ein neuer Weg zwischen Rathaus und Kirche verbindet barrierefrei zur südlich gelegenen Wiehlaue. Um den Blick in die Flussaue zu ermöglichen, stellt der Entwurf die Wiehlbrücke frei. Zusätzliche Treppen und Bastionen vergrößern die Kontaktzone zum Fluss. Die neuen Stadtbäume bilden mit auffälliger Blüte und Herbstfärbung einen spannenden Kontrast zur Aue. Prägende Möblierungselemente wie die Baumbänke entwickeln die Planer in Anlehnung an regionaltypische Gestaltungselemente und Materialien.

In Konstanz soll mit rund 2800 Wohneinheiten der neue Stadtteil Hafner entstehen. Das Planungsteam aus KCAP und Ramboll Studio Dreiseitl überzeugte die Jury mit einer prägnanten Entwurfsidee, dem sogenannten „Hafner-Ring“. Zusätzlich zur großen grünen Mitte bildet das grüne Infrastrukturband eine freiraum- und städtebaulich relevante Struktur für den Stadtteil mit seinen zukünftig rund 8000 Bewohnern. Das grüne Band zieht sich mit robusten und multifunktional nutzbaren Erholungs- und Erlebnisräumen im Bogen durch das neue Stadtquartier und verbindet es mit dem historischen Kern Wollmatingen. Das Siegerteam sieht für das rund 60 Hektar große Areal keine strikte Trennung zwischen Wohnen und Gewerbe vor. Stattdessen mischen die Planer die Nutzungen. Das Quartier ist weitgehend autofrei konzipiert und stellt die Lebensqualität in den Vordergrund. Die Jury sieht in dem Entwurf das größte Innovationspotential, um den Stadtteil zukunftsfähig zu gestalten, sowie an Veränderungen der nächsten Jahre anzupassen.

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