googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649697825425-0'); });

Digitale Bodenrichtwertkarten mit Echtzeitdaten

Building design
hochwinkelfotografie-der-stadt-RvCbIQ0S-Lc
Stadtaufnahme aus der Vogelperspektive mit Fokus auf nachhaltige Stadtentwicklung, fotografiert von Markus Spiske.
googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649688785468-0'); });

Digitale Bodenrichtwertkarten mit Echtzeitdaten revolutionieren die Stadtentwicklung: Präzise, transparent und tagesaktuell liefern sie eine neue, bisher unerreichte Grundlage für Planung, Beteiligung und Investition. Wer die Chancen dieser Technologie nicht nutzt, bleibt in der analogen Vergangenheit stecken – und verpasst die Zukunft der urbanen Flächenbewertung.

  • Definition und Funktionsweise digitaler Bodenrichtwertkarten mit Echtzeitdaten
  • Technologische Grundlagen: Datenquellen, GIS-Systeme und Echtzeit-Updates
  • Bedeutung für Stadtplanung, Flächenentwicklung und Investitionsentscheidungen
  • Praxisbeispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Potenziale für Transparenz, Partizipation und Nachhaltigkeit in der Flächenbewertung
  • Rechtliche und technische Herausforderungen: Datenschutz, Standardisierung, Schnittstellen
  • Risiken der Kommerzialisierung und algorithmischen Verzerrung
  • Zukunftsperspektiven: Vernetzte Stadtmodelle, KI-gestützte Prognosen und offene Plattformen
  • Empfehlungen für Kommunen, Planer und Landschaftsarchitekten

Digitale Bodenrichtwertkarten: Vom statischen Papier zur dynamischen Datenplattform

Wer sich in den letzten Jahren mit Bodenrichtwerten beschäftigt hat, weiß: Die klassische Bodenrichtwertkarte war lange Zeit ein statisches, oft sperriges Dokument. Gedruckt, mit viel Mühe recherchiert, meist zwei Jahre alt – und vor allem: kaum nutzbar für schnelle, datengetriebene Planungsprozesse. Doch das hat sich radikal geändert. Digitale Bodenrichtwertkarten mit Echtzeitdaten sind heute das Rückgrat moderner Stadt- und Flächenentwicklung. Sie bieten weit mehr als nur eine hübsche Visualisierung von Quadratmeterpreisen. Vielmehr sind sie zu interaktiven, hochvernetzten Plattformen geworden, auf denen alle relevanten Akteure – von Stadtplanern über Investoren bis zu Bürgern – auf ein und dieselbe, stets aktuelle Datengrundlage zugreifen können.

Was aber macht diese digitalen Karten so besonders? Zunächst ist es die Integration unterschiedlichster Datenquellen: Auszüge aus Katasterämtern, Informationen aus Kaufpreissammlungen, laufende Bauprojekte, aktuelle Infrastrukturentwicklungen, sogar Umwelteinflüsse finden Eingang in die Bewertung. Mittels moderner Geoinformationssysteme (GIS) werden diese Daten nicht nur aggregiert, sondern intelligent miteinander verknüpft. Das Resultat: Eine dynamische Karte, die sich permanent aktualisiert, sobald neue Datenpunkte verfügbar sind. Die Zeit der Bodenrichtwerte als „amtliche Momentaufnahme“ ist vorbei – heute sprechen wir von Live-Daten, die den Puls der Stadtentwicklung schlagen.

Diese Entwicklung hat direkte Auswirkungen auf das tägliche Arbeiten in der Stadtplanung. Mussten früher Flächenwerte aufwendig manuell recherchiert und interpretiert werden, sind heute komplexe Auswertungen mit wenigen Klicks möglich. Szenarien lassen sich simulieren, Auswirkungen von Infrastrukturmaßnahmen oder Nachverdichtung auf die Bodenpreise werden sichtbar. Auch für die Bürgerbeteiligung ist das ein Quantensprung: Wer verstehen will, warum sein Quartier gerade „heiß“ gehandelt wird, kann die Gründe nun transparent nachvollziehen – und gegebenenfalls hinterfragen.

Die Digitalisierung der Bodenrichtwertkarten ist jedoch kein Selbstzweck. Sie ist vielmehr ein Baustein für die vernetzte, resiliente Stadt der Zukunft. Denn digitale Daten sind die Voraussetzung für alles, was moderne Stadtplanung heute leisten muss: Klimaanpassung, Mobilitätswende, bezahlbares Wohnen, nachhaltige Investitionen. Ohne aktuelle, valide Flächenwerte bleibt jede Strategie im Nebel der Vermutungen stecken. Wer sich darauf verlässt, plant mit angezogener Handbremse.

Und noch ein Aspekt ist entscheidend: Digitale Bodenrichtwertkarten mit Echtzeitdaten sind ein mächtiges Instrument der Demokratisierung. Sie schaffen Transparenz, wo bislang Intransparenz und Insiderwissen regierten. Sie machen Bodenpreise nachvollziehbar – und damit auch die Mechanismen, die hinter Gentrifizierung, Spekulation oder Flächenknappheit stehen. In einer Zeit, in der Boden zum vielleicht wichtigsten Konfliktfeld der Stadtentwicklung geworden ist, ist das ein unschätzbarer Vorteil.

Technologien, Daten und Schnittstellen: Wie Echtzeit-Bodenrichtwerte entstehen

Die technische Basis für digitale Bodenrichtwertkarten mit Echtzeitdaten ist so faszinierend wie komplex. Im Zentrum stehen hochentwickelte Geoinformationssysteme, die eine Vielzahl heterogener Datenquellen zu einem konsistenten, laufend aktualisierten Gesamtbild verschmelzen. Dazu gehören klassische Katasterdaten ebenso wie aktuelle Verkehrsdaten, Ergebnisse aus Bodenanalysen, Daten zu Bebauungsstrukturen, Infrastrukturanschlüsse, Umweltdaten und – immer häufiger – Echtzeitinformationen aus Sensorik und Smart City-Anwendungen.

Wie funktioniert das im Detail? Zunächst müssen die relevanten Datenquellen identifiziert und angebunden werden. Das geschieht zunehmend über offene Schnittstellen (APIs), die einen automatisierten Austausch zwischen Ämtern, Dienstleistern und Plattformbetreibern ermöglichen. Moderne Systeme setzen dabei auf standardisierte Datenformate wie INSPIRE, CityGML oder GeoJSON, was die Interoperabilität erheblich erleichtert. Über Middleware-Lösungen werden die Datenströme gebündelt, validiert und für die Analyse vorbereitet. Erst dadurch wird die Echtzeitfähigkeit überhaupt möglich.

Ein weiteres zentrales Element ist die Integration von Echtzeitdaten. Sensoren im öffentlichen Raum liefern Informationen über aktuelle Bauaktivitäten, Verkehrsaufkommen oder meteorologische Bedingungen. Diese Daten können in die Bewertung von Flächenpreisen einfließen, etwa wenn eine neue Schnellbahntrasse in Betrieb geht oder ein Großereignis das Nachfrageverhalten beeinflusst. Künstliche Intelligenz und Machine Learning kommen zum Einsatz, um Muster zu erkennen, Anomalien aufzuspüren und Prognosen zu erstellen – beispielsweise zur Entwicklung von Bodenpreisen unter bestimmten Szenarien.

Doch ohne Qualitätssicherung bleibt auch der beste Datenstrom wertlos. Deshalb investieren Städte und Plattformanbieter massiv in Plausibilitätsprüfungen, automatische Fehlererkennung und transparente Dokumentation der Bewertungsverfahren. Nur so können Nutzer den Daten vertrauen – und nur so wird die Bodenrichtwertkarte zum belastbaren Fundament für Planung und Beteiligung. Die besten Systeme ermöglichen zudem eine Rückverfolgbarkeit jeder Änderung: Wer hat welche Daten wann eingespielt, und auf welcher Grundlage wurde der Richtwert angepasst?

Schließlich spielt auch die Frage der Visualisierung eine entscheidende Rolle. Was nützt die beste Datenbasis, wenn sie nicht intuitiv nutzbar ist? Moderne Oberflächen setzen auf responsive Karten, Heatmaps, Filteroptionen und Kontexthilfen. Nutzer können Flächen nach Parametern wie Lage, Erschließung, Nutzungspotenzial oder Klimarisiken durchsuchen und vergleichen. Der Innovationsdrang ist hier enorm: Immer häufiger werden Bodenrichtwertkarten mit weiteren Planungstools verknüpft, etwa für Partizipationsprozesse, Szenarioanalysen oder dynamische Quartiersmodelle. Die Grenze zwischen Flächenbewertung und Stadtmodell verschwimmt – zum Vorteil aller, die wissen wollen, wie Stadt heute wirklich funktioniert.

Neue Potenziale für Planung, Beteiligung und nachhaltige Stadtentwicklung

Mit digitalen Bodenrichtwertkarten in Echtzeit eröffnen sich für die Stadt- und Landschaftsplanung Möglichkeiten, von denen Fachleute vor wenigen Jahren nur träumen konnten. Die wohl wichtigste Veränderung: Die Planung wird radikal beschleunigt und zugleich qualitativ aufgewertet. Wer heute ein neues Quartier entwickeln will, kann binnen Minuten die Auswirkungen verschiedener Erschließungsszenarien auf die Flächenpreise simulieren – und zwar auf Basis der aktuellen Marktdaten, nicht nur auf Annahmen aus der Vergangenheit.

Das verändert die Flächenauswahl, die Priorisierung von Entwicklungsgebieten und die Ausgestaltung von Bebauungsplänen. Flächen mit besonderen Risiken – etwa im Hochwasserbereich oder mit schwierigen Altlasten – lassen sich gezielt identifizieren und in der Bewertung berücksichtigen. Städte erhalten so ein Werkzeug, mit dem sie gezielt steuern können: Wo lohnt sich Nachverdichtung, wo braucht es Flächenschutz, wo können neue Mobilitätsinfrastrukturen wirklich Wirkung entfalten? Die Planung wird von der reaktiven zur proaktiven Disziplin.

Ein weiterer großer Vorteil liegt in der Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen. Investoren, Bauträger und Bürger haben erstmals denselben Zugang zu aktuellen Richtwerten. Das beugt Spekulation und Insiderhandel vor, erhöht die Akzeptanz von Planungen und schafft eine neue Form der demokratischen Kontrolle. Beteiligungsprozesse lassen sich auf eine solide, für alle nachvollziehbare Datenbasis stellen. Wer wissen will, warum ein bestimmtes Bauvorhaben genehmigt oder abgelehnt wird, kann die zugrunde liegenden Flächenwerte prüfen und eigene Szenarien durchspielen.

Auch für die nachhaltige Stadtentwicklung sind Echtzeit-Bodenrichtwertkarten ein Gamechanger. Sie ermöglichen es, Klimarisiken, Umweltfaktoren und soziale Indikatoren direkt in die Flächenbewertung einzubeziehen. So lassen sich etwa Grünflächen aufwerten, deren kühlende Wirkung für die Stadt zunehmend unverzichtbar wird. Kommunen können gezielt Anreize für Investitionen in nachhaltige Projekte setzen – oder Flächen mit hohem sozialen Mehrwert vor spekulativer Nutzung schützen. Nachhaltigkeit wird damit messbar und steuerbar.

Die Integration in urbane Digital Twins und smarte Stadtmodelle ist nur der nächste logische Schritt. Bodenrichtwerte werden dann nicht mehr als isolierte Zahlen betrachtet, sondern als Teil eines ganzheitlichen, lernenden Stadtmodells. Wer diese Entwicklung verschläft, wird bei der Flächensteuerung bald von automatisierten, datengetriebenen Prozessen überholt – und läuft Gefahr, den Anschluss an die Spitzenplaner Europas zu verlieren.

Praxisbeispiele, Herausforderungen und Risiken: Wo stehen DACH-Städte wirklich?

Wie weit sind Deutschland, Österreich und die Schweiz auf dem Weg zur Echtzeit-Bodenrichtwertkarte? Die Antwort ist – wie so oft – zwiespältig. Es gibt Leuchtturmprojekte, aber auch viele Hürden. München etwa betreibt eine der fortschrittlichsten digitalen Bodenrichtwertplattformen Europas. Dort werden Kaufpreise, Nutzungsstrukturen und Infrastrukturdaten automatisiert zusammengeführt und tagesaktuell visualisiert. Die Plattform ist offen zugänglich, wird laufend erweitert und dient als Grundlage für zahlreiche Beteiligungsprozesse. Auch Wien und Zürich arbeiten mit hochentwickelten Systemen, die bereits Echtzeitdaten aus Verkehrs- und Umweltsensoren einbeziehen.

Doch vielerorts herrscht noch Flickenteppich. Unterschiedliche Standards, mangelnde Schnittstellen und unklare Zuständigkeiten bremsen die Entwicklung. Besonders in kleineren Kommunen fehlt es oft an Ressourcen, Know-how und Mut, die nötigen Investitionen zu stemmen. Hinzu kommen rechtliche Unsicherheiten, etwa beim Datenschutz oder bei der Veröffentlichung sensibler Flächendaten. Nicht zu unterschätzen sind auch die politischen Widerstände: Wer von Transparenz profitiert – und wer möglicherweise nicht?

Ein weiteres Risiko ist die zunehmende Kommerzialisierung der Flächenbewertung. Private Plattformen und PropTech-Startups wittern ein lukratives Geschäft und bieten eigene, oft proprietäre Bodenrichtwertkarten an. Das kann Innovationen beschleunigen, birgt aber die Gefahr einer „Black Box“-Bewertung, die sich der öffentlichen Kontrolle entzieht. Algorithmische Verzerrungen, gezielte Preismanipulationen und fehlende Nachvollziehbarkeit sind reale Risiken. Wer die Kontrolle über die Bewertungsalgorithmen verliert, verliert auch die Hoheit über die Stadtentwicklung.

Was ist also zu tun? Erstens: Die öffentliche Hand muss die Entwicklung digitaler, offener und interoperabler Bodenrichtwertkarten als zentrale Aufgabe begreifen und in die entsprechenden Infrastrukturen investieren. Zweitens: Standards und rechtliche Rahmenbedingungen gehören dringend weiterentwickelt, damit Daten sicher, nachvollziehbar und datenschutzkonform genutzt werden können. Drittens: Die Ausbildung und Fortbildung von Planern, Landschaftsarchitekten und Verwaltungsmitarbeitern muss die neuen Technologien und Methoden fest verankern. Denn ohne digitale Kompetenz bleibt jede Karte nur ein hübsches Bild – und keine echte Entscheidungsgrundlage.

Dass es anders geht, zeigen zahlreiche Pilotprojekte und Initiativen. In Hamburg etwa kooperieren Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bei der Entwicklung einer offenen Bodenrichtwertplattform, die explizit auf Partizipation und Transparenz setzt. In Zürich werden KI-gestützte Prognosemodelle getestet, die nicht nur den aktuellen Wert, sondern auch die künftige Entwicklung eines Grundstücks abbilden – inklusive aller Unsicherheiten und Szenarien. Diese Projekte machen Mut, zeigen aber auch: Es bleibt viel zu tun, bis Echtzeit-Bodenrichtwertkarten flächendeckend zum Standard werden.

Ausblick: Die Zukunft der Flächenbewertung ist vernetzt, offen und lernfähig

Wohin geht die Reise? Klar ist: Die Entwicklung digitaler Bodenrichtwertkarten mit Echtzeitdaten steht erst am Anfang. In den nächsten Jahren werden wir erleben, wie diese Systeme immer stärker mit anderen urbanen Datenquellen verschmelzen. Die Integration in umfassende Stadtmodelle, Digital Twins und offene Urban Data Platforms wird zur Norm. Künstliche Intelligenz wird nicht nur Prognosen liefern, sondern auch Empfehlungen für nachhaltige, gerechte Flächennutzung aussprechen – und damit Planer, Investoren und Politik gleichermaßen herausfordern.

Auch die Beteiligungskultur wird sich verändern. Echtzeitdaten senken die Einstiegshürde, machen Planungsprozesse verständlicher und laden zur aktiven Mitgestaltung ein. Bürger werden nicht mehr bloß informiert, sondern können eigene Szenarien simulieren, Vorschläge machen und die Auswirkungen direkt auf der Karte sehen. Die Stadt wird zum gemeinsamen Projekt – transparent, nachvollziehbar und partizipativ.

Doch diese Entwicklung ist nicht ohne Risiken. Wer die Kontrolle über die Daten, Algorithmen und Plattformen aus der Hand gibt, läuft Gefahr, von privaten Akteuren abhängig zu werden. Der Schutz sensibler Daten, die Sicherung der Datenhoheit und ein klarer, demokratischer Rahmen für die Nutzung sind unerlässlich. Auch ethische Fragen werden an Bedeutung gewinnen: Wie gehen wir mit algorithmischer Verzerrung um? Wer entscheidet, welche Daten wie gewichtet werden? Und wie bleibt die Flächenbewertung trotz technischer Komplexität nachvollziehbar?

Für Planer, Landschaftsarchitekten und Stadtentwickler bedeutet das: Die Zukunft liegt in interdisziplinären Teams, digitaler Kompetenz und der Bereitschaft, neue Technologien aktiv mitzugestalten. Wer heute investiert, Standards setzt und offen für Innovation bleibt, wird die Flächenbewertung der nächsten Dekade prägen – und damit die Stadtentwicklung nachhaltig, gerecht und zukunftsfähig machen.

Eine letzte Erkenntnis: Digitale Bodenrichtwertkarten mit Echtzeitdaten sind kein Selbstläufer. Sie sind ein Werkzeug, das nur so gut ist wie die Menschen, die es nutzen. Es braucht Mut, Experimentierfreude und eine Portion Skepsis, um die Potenziale voll auszuschöpfen – und die Risiken im Blick zu behalten. Wer sich darauf einlässt, gestaltet nicht nur Karten, sondern die Stadt von morgen.

Fazit: Echtzeit-Bodenrichtwertkarten – das neue Fundament urbaner Planung

Digitale Bodenrichtwertkarten mit Echtzeitdaten sind weit mehr als ein technisches Update – sie sind das neue Fundament für eine transparente, nachhaltige und demokratische Stadtentwicklung. Ihre Stärken liegen in der Integration heterogener Daten, der Möglichkeit zu dynamischer, datengestützter Steuerung und der Öffnung der Flächenbewertung für alle relevanten Akteure. Wer die Chancen nutzt, kann Planung beschleunigen, Beteiligung stärken und Investitionen gezielt steuern. Doch der Weg dorthin ist gepflastert mit rechtlichen, technischen und kulturellen Herausforderungen. Die Zukunft gehört offenen, interoperablen Plattformen und einem klaren Bekenntnis zur Datenhoheit. Nur so wird die digitale Bodenrichtwertkarte zum echten Gamechanger für Stadtplaner, Landschaftsarchitekten und alle, die die urbane Zukunft mitgestalten wollen. Die analoge Karte war gestern. Die Echtzeitplanung ist heute. Und sie beginnt genau jetzt.

googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649688785468-0'); });
POTREBBE INTERESSARTI ANCHE
googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649697825425-0'); });

Wir sind Fachmedium des Jahres!

Building design
googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649688785468-0'); });

Die Garten + Landschaft ist Fachmedium des Jahres 2017. Das verkündete die Jury auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt am 17. Mai 2017.

Wissen vermitteln, den Horizont erweitern, Perspektiven bieten und Emotionen wecken – mit Tiefgang, einem modernen Layout und dem Anspruch auf Aktualität. Das muss eine gute Fachzeitschrift können. Und wir haben es jetzt schwarz auf weiß: so ein Medium ist die Garten + Landschaft. Gestern wurden wir auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt als beste Fachzeitschrift des Jahres (bis 1 Mio. Umsatz) ausgezeichnet.

Für journalistische Qualität ausgezeichnet

Die Jury war sich einig: „Die Garten + Landschaft versteht es, den Fachzeitschriftenleser auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Der Titel besticht durch ein großzügiges und opulentes Layout, ohne an Sachlichkeit zu verlieren. Typo und Bilder werden vorbildlich eingesetzt“. Sehr gut gefallen haben der Jury auch die strukturierte Leserführung, die vielfältigen Stilformen und die Rubrik „Snapshots“.

Die Garten + Landschaft befindet sich in guter Gesellschaft. Auch die anderen Preisträger überzeugten die Jury von ihrer journalistischen Qualität: Ausgezeichnet wurden unter anderem die Deutsche Apotheker Zeitung, Miss & Mister Handwerk, DeviceMed, Si und die Website Hofheld vom Deutschen Landwirtschaftsverlag.

Zur Hauptjury gehörten Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse, Wolfgang Beisler, stellvertretender Sprecher der Deutschen Fachpresse und Geschäftsführer des Carl Hanser Verlags, Jörg Dambacher, geschäftsführender Gesellschafter der RTS Rieger Team Werbeagentur, Prof. Dr. Lutz Frühbrodt, Leiter des Studiengangs „Fachjournalismus mit Schwerpunkt Technik“ an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vogel Business Media und Hans Scheider, Mitgesellschafter der diemedia GmbH.

Hier geht’s zum Probeabo der Garten + Landschaft.

googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649688785468-0'); });
googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649697825425-0'); });

Disney Dorf – tausend Wohneinheiten mit Micky Maus

Building design
das soll bald in den Disney Storyliving Communities möglich sein. (Foto: Capricorn song / Unsplash)
das soll bald in den Disney Storyliving Communities möglich sein. (Foto: Capricorn song / Unsplash)

googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649688785468-0'); });

Disney für Erwachsene

Zwei Stunden von Los Angeles entfernt möchte der Disney-Konzern ein erstes Dorf mit tausend Wohneinheiten bauen. Das Micky-Maus Dorf soll dabei den typischen Disneycharme versprühen und junge Menschen, Tourist*innen, aber vor allem auch Senior*innen anziehen. Alles zu dem Projekt – das nur das erste von vielen sein soll – lesen Sie hier.

Im Februar 2022 kündigte Disney „Storyliving“ an: Nachbarschaften oder Communities, die es Fans ermöglichen sollen, „nach neuen Wegen zu suchen, um Disney zu einem größeren Teil ihres Lebens zu machen“. Bei diesen neuen Wohngebieten in ganz Amerika handelt es sich um per Masterplan entworfene Communities, die sich durch „einzigartig gestaltete Räume, einzigartige Annehmlichkeiten und Disneys weltberühmten Service“ auszeichnen werden. Der erste Standort des Disney Dorf wird in Rancho Mirage, Kalifornien, sein. Dies ist der Ort, an dem der Firmengründer Walt Disney einst lebte.

Josh D’Amaro, Leiter von Disneys Abteilung für Parks, Erlebnisse und Produkte, sagte, es sei nur logisch, Nachbarschaften im Stil eines Themenparks zu schaffen: „Seit fast hundert Jahren hat Disney mit seinen Geschichten und Figuren die Herzen der Menschen überall berührt“, sagte er. „Während wir uns auf das nächste Jahrhundert unseres Bestehens vorbereiten, wollen wir neue und aufregende Angebote entwickeln, um die Magie von Disney zu den Menschen zu bringen – indem wir Geschichten in echtes Leben verwandeln.“

Das erste Disney Dorf

Erste Renderings der Storyliving Communities zeigen Orte, die sehr idyllisch und urlaubsähnlich aussehen. Die deutsche Zeitung „Der Spiegel“ hat sie als „ewige Kreuzfahrten“ und „echte Märchenwelten“ beschrieben. Den Bewohner*innen werden zahlreiche Aktivitäten wie Yoga- und Kochkurse sowie ein vielfältiges Wellness-Angebot geboten.

Die Zielgruppe für die Storyliving Communities sind erwachsene Disney-Fans, die eine harmonische Disneyland-Atmosphäre suchen. Diejenigen, die 55 Jahre und älter sind, haben eine starke Bindung zu Disney und blicken auf ältere Filme und erste Besuche in den Disneyland-Parks zurück. Der erste Park eröffnete im Juli 1955 in Anaheim, Kalifornien. Im Oktober 1971 folgte Disney World in Bay Lake, Orlando.

Im Jahr 1996 gründete die Walt Disney Company die Stadt Celebration in Florida, eine Nachbarschaft im Osceola County. Celebration zeichnet sich durch begehbare Straßen, zahlreiche Parks in der Nachbarschaft, günstige Einkaufsmöglichkeiten und traditionelle Wohnformen aus. Sie ist ein Beispiel für den „New Urbanism“, der zeigt, wie die Häuser früher aussahen. Die Stadt befindet sich zwar nicht auf dem Disney-Resort selbst, liegt aber in der Nähe des Parks. Die ersten Häuser wurden von Disneyland-Fans bei einer Tombola gewonnen. Heute befinden sich die Grundstücke von Celebration jedoch alle in Privatbesitz.

Erster Spatenstich im April 2022

Disneys erste Storyliving Community in Rancho Mirage wird den Namen Cotino tragen. Der erste Spatenstich fürs Disney Dorf ist für den 26. April 2022 im Rahmen einer privaten Zeremonie geplant. Das Gelände wird derzeit planiert, was bis zu zwölf Monate dauern kann.

Cotino soll eine Wohnsiedlung, eine 24 Hektar große, schwimmfähige Lagune und ein Resort-Hotel umfassen. Die Wohnmöglichkeiten werden voraussichtlich aus Anwesen, Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern bestehen. Sie sind um eine große Oase mit künstlichen Stränden angeordnet. Die Storyliving Community wird als Gemeindeverband organisiert sein, der von Disney-Mitarbeiter*innen geleitet wird. In der Storyliving Community sollen das ganze Jahr über Veranstaltungen und Unterhaltungsprogramme zum Thema Disney stattfinden.

Gabe Codding, Stadtsprecher von Rancho Mirage, sagte, dass es noch keine Baugenehmigung für Cotino gibt. Dies bedeutet, dass der Bau lange dauern könnte. Der Bebauungsplan für das Grundstück ist zwar bereits genehmigt, doch muss die Gemeinde noch ein Antrags- und Genehmigungsverfahren durchlaufen. Dazu gehören Präsentationen vor dem Architectural Review Board der Stadt, der Planungskommission und dem Stadtrat. Dabei müssen sowohl die Meinungen der Öffentlichkeit als auch die von Fachleuten vorgebrachten Überlegungen und Fragen berücksichtigt werden.

Disney kündigt an, überall in den Vereinigten Staaten Storyliving Communities zu errichten. Es wird jedoch noch einige Jahre dauern, bis die ersten Märchendörfer, das erste Disney Dorf bewohnbar ist – Micky Maus muss sich also noch ein wenig gedulden.

Kritische Stimmen

In den Vereinigten Staaten von Amerika wird häufig beklagt, dass Disney „alles besitzt“, von Fernsehsendern über Filmproduktionsfirmen bis hin zu Zeitungen. Sogar GoPro ist teilweise im Besitz des Unternehmens. Mehr als 210 000 Menschen arbeiten bei dem Unternehmen, das sich nicht mehr im Besitz der Disney-Familie befindet. Stattdessen ist der größte Aktionär die Vanguard Group Inc.

Als Titan in der Welt der Vergnügungsparks, des Fernsehens und der Filme ist Disney nun dabei, sich in die Entwicklung von Wohnvierteln zu versuchen. Dies hat in den sozialen Medien viel Kritik hervorgerufen, die Storyliving als „Gated Community für Disney-Erwachsene“ bezeichnet. Die Idee, dass ein Unternehmen eine Stadt besitzt, ist selbst in den Vereinigten Staaten ungewöhnlich.

Gleichzeitig steht Disney in der Kritik, seine Mitarbeiter*innen unterbezahlt zu haben, was Twitter-Nutzer*innen dazu veranlasst hat, Dinge zu tweeten wie „Irgendwie krank, dass Disney Wohnungen für die Reichen baut, während ein guter Prozentsatz seiner Mitarbeiter obdachlos ist und in ihren Autos lebt, aber das ist eben der Maus-Kapitalismus“. Gleichzeitig hat Disney Pläne für den Bau von 1 300 bezahlbaren Wohnungen in der Nähe des Themenparks in Orlando angekündigt.

Zu einem etwas anderen Park in der kalifornischen Großstadt, können Sie hier etwas lesen.

googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649688785468-0'); });