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Flut: Langfristige Lösungen zur Risikominimierung

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Flutkatastrophen sind verheerende Naturkastrophen, die nicht mehr wegzudenken sind in unserer Zeit. Credit: Unsplash
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Flutereignisse zählen weltweit zu den verheerendsten Naturkatastrophen. Sie verursachen immense Schäden an Infrastruktur, beeinträchtigen die Wirtschaft und bedrohen das Leben von Millionen Menschen. Mit den zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels wird die Frequenz und Intensität solcher Ereignisse weiter ansteigen, weshalb nachhaltige Lösungen für das Flutrisikomanagement entscheidend sind.

Wie entstehen Flutkatastrophen?

Flutereignisse entstehen durch verschiedene Faktoren, die oft regional unterschiedlich sind. Zu den Hauptursachen zählen:

  1. Starkregen und langanhaltender Regen: Intensive Niederschläge führen zu einem plötzlichen Anstieg des Wasserspiegels, insbesondere in städtischen Gebieten mit versiegelten Flächen.
  2. Schneeschmelze: In Gebirgsregionen kann die plötzliche Schneeschmelze im Frühjahr zu Überschwemmungen führen.
  3. Flusshochwasser: Bei starkem Regen in den Einzugsgebieten großer Flüsse steigen die Pegel bis über die Ufer hinaus.
  4. Küstenerosion und Sturmfluten: Meeresnahe Gebiete sind durch die Kombination von Sturmfluten und Anstieg des Meeresspiegels besonders gefährdet.
  5. Versagen von Schutzinfrastrukturen: Defekte Dämme oder Überlastung von Entwässerungssystemen können Überschwemmungen verstärken.

Regionale Unterschiede bei Flutereignissen

Die Ursachen und die Auswirkungen von Fluten variieren stark zwischen verschiedenen Regionen der Welt:

Europa: Flusshochwasser ist hier besonders häufig, beispielsweise entlang von Rhein, Donau oder Elbe. Starkregenereignisse spielen in Städten wie Köln oder Hamburg eine zunehmende Rolle.

Süd- und Südostasien: Monsunregen und tropische Wirbelstürme verursachen saisonale Überschwemmungen, die Millionen betreffen, z. B. im Ganges-Brahmaputra-Delta.

Afrika: Neben Flusshochwassern, etwa entlang des Niger, sind Dürren gefolgt von Starkregen eine Ursache für plötzliche Überschwemmungen.

Amerika: Hurrikane und Schneeschmelze dominieren das Risiko, insbesondere in den USA und Kanada.

Australien: Starkregen durch tropische Zyklone führt in Kombination mit der Geologie zu regionalen Überschwemmungen.

Der Einfluss des Klimawandels auf Flutereignisse

Der Klimawandel intensiviert Flutereignisse durch:

  • Anstieg des Meeresspiegels: Dies erhöht das Risiko für Küstenregionen.
  • Veränderte Niederschlagsmuster: Zunehmende Starkregenereignisse führen zu häufigeren Überschwemmungen.
  • Erwärmung der Atmosphäre: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, was stärkere Regenfälle zur Folge hat.
  • Verschiebung der Schneeschmelzzyklen: Frühere Schneeschmelzen erhöhen das Risiko von Hochwasser in Flussgebieten.

Innovative und nachhaltige Strategien zur Risikominderung

Die Entwicklung nachhaltiger Lösungen ist der Schlüssel zur Bewältigung der Herausforderungen durch Flutkatastrophen. Zu den wichtigsten Ansätzen gehören:

  1. Hochwasserschutzinfrastruktur

Technische Maßnahmen wie Dämme, Rückhaltebecken und Deiche sind traditionelle Ansätze zur Flutbekämpfung. Innovative Konzepte umfassen:

  • Mobile Schutzsysteme: Flexibel einsetzbare Barrieren, die bei Hochwassergefahr schnell aufgestellt werden können.
  • Automatisierte Dammüberwachung: Sensorbasierte Technologien zur Früherkennung von Schwachstellen in Dämmen und Deichen.
  1. Renaturierung von Flusssystemen

Die Wiederherstellung natürlicher Flussläufe trägt dazu bei, das Flutrisiko zu verringern:

  • Wiederherstellung von Auen: Überschwemmungsflächen dienen als Puffer und reduzieren die Abflussgeschwindigkeit.
  • Rückbau von Begradigungen: Flüsse, die wieder mäandrieren, können mehr Wasser aufnehmen und kontrolliert ableiten.

 3.Polder-Management

Polder sind spezielle Rückhalteflächen, die gezielt geflutet werden können, um Flusspegel zu senken:

  • Steuerbare Polder: Diese Systeme ermöglichen eine flexible Nutzung, sowohl für Hochwasserschutz als auch für landwirtschaftliche Zwecke.
  • Kombination mit Ökosystemdiensten: Polder können auch als Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten dienen.
  1. Resilienzstrategien in urbanen Gebieten

Städte müssen zunehmend resilienter gegen Überschwemmungen werden:

  • Blau-grüne Infrastruktur: Kombination aus natürlichen und technischen Lösungen wie Dachbegrünung, Retentionsbecken und Stadtwäldern.
  • Versickerungsflächen: Wasserdurchlässige Pflastersteine und Regenwassergärten minimieren Oberflächenabfluss.
  • Hochwassersichere Gebäude: Nutzung wasserresistenter Baumaterialien und Bauweise, die das Eindringen von Wasser verhindert.

Die Rolle der blau-grünen Infrastruktur

Blau-grüne Infrastruktur kombiniert ökologische und technische Elemente, um Wasser nachhaltiger zu managen. Beispiele sind:

  • Regenwasserbewirtschaftung: Dachgärten und begrünte Fassaden speichern Regenwasser und verringern den Abfluss.
  • Klimawälder und Stadtgrün: Bäume reduzieren die Temperatur und fördern die Verdunstung, was indirekt das Risiko von Starkregenereignissen mindert.
  • Multifunktionale Flächen: Parks und Sportplätze, die bei Überschwemmungen als Retentionsflächen dienen können.

Fazit

Flutkatastrophen stellen eine zunehmende Bedrohung dar, die durch den Klimawandel verstärkt wird. Langfristige Lösungen erfordern eine Kombination aus technischer Innovation, ökologischen Ansätzen und resilienter Stadtplanung. Nachhaltige Maßnahmen wie blau-grüne Infrastruktur, Renaturierung und Polder-Management können Flutrisiken erheblich verringern und gleichzeitig ökologische Vorteile bieten. Angesichts der wachsenden Herausforderung ist es entscheidend, dass Regierungen, Gemeinden und Wissenschaftler weltweit zusammenarbeiten, um robuste und anpassungsfähige Strategien zu entwickeln.

Mehr zum Thema und unserer Kampagne STOP THE FLOOD hier

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Wir sind Fachmedium des Jahres!

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Die Garten + Landschaft ist Fachmedium des Jahres 2017. Das verkündete die Jury auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt am 17. Mai 2017.

Wissen vermitteln, den Horizont erweitern, Perspektiven bieten und Emotionen wecken – mit Tiefgang, einem modernen Layout und dem Anspruch auf Aktualität. Das muss eine gute Fachzeitschrift können. Und wir haben es jetzt schwarz auf weiß: so ein Medium ist die Garten + Landschaft. Gestern wurden wir auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt als beste Fachzeitschrift des Jahres (bis 1 Mio. Umsatz) ausgezeichnet.

Für journalistische Qualität ausgezeichnet

Die Jury war sich einig: „Die Garten + Landschaft versteht es, den Fachzeitschriftenleser auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Der Titel besticht durch ein großzügiges und opulentes Layout, ohne an Sachlichkeit zu verlieren. Typo und Bilder werden vorbildlich eingesetzt“. Sehr gut gefallen haben der Jury auch die strukturierte Leserführung, die vielfältigen Stilformen und die Rubrik „Snapshots“.

Die Garten + Landschaft befindet sich in guter Gesellschaft. Auch die anderen Preisträger überzeugten die Jury von ihrer journalistischen Qualität: Ausgezeichnet wurden unter anderem die Deutsche Apotheker Zeitung, Miss & Mister Handwerk, DeviceMed, Si und die Website Hofheld vom Deutschen Landwirtschaftsverlag.

Zur Hauptjury gehörten Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse, Wolfgang Beisler, stellvertretender Sprecher der Deutschen Fachpresse und Geschäftsführer des Carl Hanser Verlags, Jörg Dambacher, geschäftsführender Gesellschafter der RTS Rieger Team Werbeagentur, Prof. Dr. Lutz Frühbrodt, Leiter des Studiengangs „Fachjournalismus mit Schwerpunkt Technik“ an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vogel Business Media und Hans Scheider, Mitgesellschafter der diemedia GmbH.

Hier geht’s zum Probeabo der Garten + Landschaft.

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Disney Dorf – tausend Wohneinheiten mit Micky Maus

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das soll bald in den Disney Storyliving Communities möglich sein. (Foto: Capricorn song / Unsplash)
das soll bald in den Disney Storyliving Communities möglich sein. (Foto: Capricorn song / Unsplash)

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Disney für Erwachsene

Zwei Stunden von Los Angeles entfernt möchte der Disney-Konzern ein erstes Dorf mit tausend Wohneinheiten bauen. Das Micky-Maus Dorf soll dabei den typischen Disneycharme versprühen und junge Menschen, Tourist*innen, aber vor allem auch Senior*innen anziehen. Alles zu dem Projekt – das nur das erste von vielen sein soll – lesen Sie hier.

Im Februar 2022 kündigte Disney „Storyliving“ an: Nachbarschaften oder Communities, die es Fans ermöglichen sollen, „nach neuen Wegen zu suchen, um Disney zu einem größeren Teil ihres Lebens zu machen“. Bei diesen neuen Wohngebieten in ganz Amerika handelt es sich um per Masterplan entworfene Communities, die sich durch „einzigartig gestaltete Räume, einzigartige Annehmlichkeiten und Disneys weltberühmten Service“ auszeichnen werden. Der erste Standort des Disney Dorf wird in Rancho Mirage, Kalifornien, sein. Dies ist der Ort, an dem der Firmengründer Walt Disney einst lebte.

Josh D’Amaro, Leiter von Disneys Abteilung für Parks, Erlebnisse und Produkte, sagte, es sei nur logisch, Nachbarschaften im Stil eines Themenparks zu schaffen: „Seit fast hundert Jahren hat Disney mit seinen Geschichten und Figuren die Herzen der Menschen überall berührt“, sagte er. „Während wir uns auf das nächste Jahrhundert unseres Bestehens vorbereiten, wollen wir neue und aufregende Angebote entwickeln, um die Magie von Disney zu den Menschen zu bringen – indem wir Geschichten in echtes Leben verwandeln.“

Das erste Disney Dorf

Erste Renderings der Storyliving Communities zeigen Orte, die sehr idyllisch und urlaubsähnlich aussehen. Die deutsche Zeitung „Der Spiegel“ hat sie als „ewige Kreuzfahrten“ und „echte Märchenwelten“ beschrieben. Den Bewohner*innen werden zahlreiche Aktivitäten wie Yoga- und Kochkurse sowie ein vielfältiges Wellness-Angebot geboten.

Die Zielgruppe für die Storyliving Communities sind erwachsene Disney-Fans, die eine harmonische Disneyland-Atmosphäre suchen. Diejenigen, die 55 Jahre und älter sind, haben eine starke Bindung zu Disney und blicken auf ältere Filme und erste Besuche in den Disneyland-Parks zurück. Der erste Park eröffnete im Juli 1955 in Anaheim, Kalifornien. Im Oktober 1971 folgte Disney World in Bay Lake, Orlando.

Im Jahr 1996 gründete die Walt Disney Company die Stadt Celebration in Florida, eine Nachbarschaft im Osceola County. Celebration zeichnet sich durch begehbare Straßen, zahlreiche Parks in der Nachbarschaft, günstige Einkaufsmöglichkeiten und traditionelle Wohnformen aus. Sie ist ein Beispiel für den „New Urbanism“, der zeigt, wie die Häuser früher aussahen. Die Stadt befindet sich zwar nicht auf dem Disney-Resort selbst, liegt aber in der Nähe des Parks. Die ersten Häuser wurden von Disneyland-Fans bei einer Tombola gewonnen. Heute befinden sich die Grundstücke von Celebration jedoch alle in Privatbesitz.

Erster Spatenstich im April 2022

Disneys erste Storyliving Community in Rancho Mirage wird den Namen Cotino tragen. Der erste Spatenstich fürs Disney Dorf ist für den 26. April 2022 im Rahmen einer privaten Zeremonie geplant. Das Gelände wird derzeit planiert, was bis zu zwölf Monate dauern kann.

Cotino soll eine Wohnsiedlung, eine 24 Hektar große, schwimmfähige Lagune und ein Resort-Hotel umfassen. Die Wohnmöglichkeiten werden voraussichtlich aus Anwesen, Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern bestehen. Sie sind um eine große Oase mit künstlichen Stränden angeordnet. Die Storyliving Community wird als Gemeindeverband organisiert sein, der von Disney-Mitarbeiter*innen geleitet wird. In der Storyliving Community sollen das ganze Jahr über Veranstaltungen und Unterhaltungsprogramme zum Thema Disney stattfinden.

Gabe Codding, Stadtsprecher von Rancho Mirage, sagte, dass es noch keine Baugenehmigung für Cotino gibt. Dies bedeutet, dass der Bau lange dauern könnte. Der Bebauungsplan für das Grundstück ist zwar bereits genehmigt, doch muss die Gemeinde noch ein Antrags- und Genehmigungsverfahren durchlaufen. Dazu gehören Präsentationen vor dem Architectural Review Board der Stadt, der Planungskommission und dem Stadtrat. Dabei müssen sowohl die Meinungen der Öffentlichkeit als auch die von Fachleuten vorgebrachten Überlegungen und Fragen berücksichtigt werden.

Disney kündigt an, überall in den Vereinigten Staaten Storyliving Communities zu errichten. Es wird jedoch noch einige Jahre dauern, bis die ersten Märchendörfer, das erste Disney Dorf bewohnbar ist – Micky Maus muss sich also noch ein wenig gedulden.

Kritische Stimmen

In den Vereinigten Staaten von Amerika wird häufig beklagt, dass Disney „alles besitzt“, von Fernsehsendern über Filmproduktionsfirmen bis hin zu Zeitungen. Sogar GoPro ist teilweise im Besitz des Unternehmens. Mehr als 210 000 Menschen arbeiten bei dem Unternehmen, das sich nicht mehr im Besitz der Disney-Familie befindet. Stattdessen ist der größte Aktionär die Vanguard Group Inc.

Als Titan in der Welt der Vergnügungsparks, des Fernsehens und der Filme ist Disney nun dabei, sich in die Entwicklung von Wohnvierteln zu versuchen. Dies hat in den sozialen Medien viel Kritik hervorgerufen, die Storyliving als „Gated Community für Disney-Erwachsene“ bezeichnet. Die Idee, dass ein Unternehmen eine Stadt besitzt, ist selbst in den Vereinigten Staaten ungewöhnlich.

Gleichzeitig steht Disney in der Kritik, seine Mitarbeiter*innen unterbezahlt zu haben, was Twitter-Nutzer*innen dazu veranlasst hat, Dinge zu tweeten wie „Irgendwie krank, dass Disney Wohnungen für die Reichen baut, während ein guter Prozentsatz seiner Mitarbeiter obdachlos ist und in ihren Autos lebt, aber das ist eben der Maus-Kapitalismus“. Gleichzeitig hat Disney Pläne für den Bau von 1 300 bezahlbaren Wohnungen in der Nähe des Themenparks in Orlando angekündigt.

Zu einem etwas anderen Park in der kalifornischen Großstadt, können Sie hier etwas lesen.

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