08.04.2026

Aktuelles

Gärten des Jahres 2026 – Gewinner*innen

Der Garten als ideale Fortsetzung einer Landschaft, Foto: Ferdinand Graf Luckner

Zum elften Mal hat der Callwey Verlag den Wettbewerb „Gärten des Jahres“ ausgelobt – eine der wichtigsten Auszeichnungen für private Gartengestaltung im deutschsprachigen Raum. Auch 2026 zeigt sich eindrucksvoll, wie vielfältig, innovativ und gestalterisch anspruchsvoll private Gärten heute sein können. Von naturnahen Rückzugsorten bis hin zu architektonisch geprägten Außenräumen reicht die Bandbreite der prämierten Projekte.

Eine renommierte Jury wählte aus zahlreichen Einreichungen die besten realisierten Privatgärten aus, die von Landschaftsarchitekt*innen, Gartendesigner*innen sowie Garten- und Landschaftsbäuer*innen umgesetzt wurden. Neben dem Hauptpreis wurden vier Anerkennungen, ein Newcomer-Award sowie ein Fotografiepreis vergeben. Ergänzt wird der Wettbewerb durch die Kategorie „Architects’ Choice“, die herausragende Produktinnovationen würdigt.


Garten und Landschaft im Einklang

Der erste Preis geht an die Daniel Berg GmbH für ihr Projekt „Der Garten als ideale Fortsetzung einer Landschaft“ in Weggis im Schweizer Kanton Luzern.

Das Konzept überzeugt durch seine sensible Einbettung in die bestehende Topografie: Der Garten scheint förmlich aus der Landschaft herauszuwachsen. Materialien, Pflanzenwahl und Raumkomposition greifen die Umgebung auf und entwickeln daraus einen harmonischen, fließenden Übergang zwischen gebautem Raum und Natur.

Die Jury würdigte insbesondere die Klarheit der gestalterischen Idee sowie die konsequente Umsetzung bis ins Detail.

Der Garten als ideale Fortsetzung einer Landschaft, Foto: Ferdinand Graf Luckner

Vier Projekte mit starker Handschrift

Vier weitere Projekte wurden mit Anerkennungen ausgezeichnet – jedes mit einer eigenen, unverwechselbaren gestalterischen Haltung:

  • LSLA GmbH („Zuhause angekommen“, Schweiz)
    Ein Garten, der Geborgenheit und Identität schafft – geprägt von ruhigen Strukturen und einer fein abgestimmten Pflanzplanung.
  • CvB Gartendesign Christiane von Burkersroda („Gartenpanorama in Szene gesetzt“, München)
    Hier wird der Garten zur Bühne: Blickachsen, Wasser- und Feuerstellen inszenieren die Landschaft als Erlebnisraum.
  • Stephan Maria Lang Architektengesellschaft („Am Anfang steht der Ort“, München)
    Ein architektonisch geprägter Garten, der aus der Analyse des Ortes heraus entwickelt wurde und Innen- und Außenraum eng miteinander verzahnt.
  • WKM Landschaftsarchitekten GmbH („Stiller Garten mit Waldcharakter“, Niederrhein)
    Ein atmosphärisch dichter Rückzugsort, der mit waldartigen Strukturen und zurückhaltender Gestaltung Ruhe und Natürlichkeit vermittelt.
"Zuhause angekommen" von LSLA GmbH, Foto: Terry Frauenfelder
"Gartenpanorama in Szene gesetzt" von CvB Gartendesign Christiane von Burkersroda, Foto: Ferdinand Graf Luckner
"Am Anfang steht der Ort" von Stephan Maria Lang Architektengesellschaft, Foto: Sebastian Kolb
"Stiller Garten mit Waldcharakter" von WKM Landschaftsarchitekten GmbH, Foto: Edelrot Fotografie & Kommunikationsdesign René Roeterink

Frische Ideen aus Weimar

Mit dem Titel „Newcomer des Jahres“ wurde erneut ein junges Büro ausgezeichnet: die Draußen Daheim GmbH für ihr Projekt „Oase der Lebensfreude“ in Weimar.

Der Entwurf besticht durch seine Leichtigkeit und den spielerischen Umgang mit Raum und Bepflanzung. Gleichzeitig zeigt er, wie zeitgemäße Gartengestaltung Lebensqualität schaffen kann – ein Ansatz, den die Jury gezielt fördern möchte.

"Oase der Lebensfreunde" in Weimar von Draußen Daheim GmbH, Foto: Sylvia Knittel

Wenn Licht zur Sprache wird

Nicht nur die Gärten selbst, sondern auch ihe Inszenierung wurde prämiert. Der Fotografiepreis geht in diesem Jahr an Ferdinand Graf Luckner. Seine Arbeiten prägen seit Jahren die visuelle Wahrnehmung zeitgenössischer Gartengestaltung.

In der Laudatio wurde besonders hervorgehoben, wie es ihm gelingt, Atmosphäre, Lichtstimmungen und räumliche Qualitäten einzufangen – und damit Gärten nicht nur zu dokumentieren, sondern erzählerisch zu interpretieren.

Wenn Licht zur Sprache wird, Foto: Ferdinand Graf Luckner

Innovative Produkte für den Garten

Gartengestaltung endet nicht beim Entwurf – sie lebt von Materialien, Produkten und technischen Innovationen. In der Kategorie „Architects’ Choice“ wurden daher erneut herausragende Lösungen prämiert, die per Online-Voting von Fachplanern gewählt wurden.

Der erste Preis geht an CUBIC OUTDOOR LIVING für die Floating Bar – ein innovatives Konzept im Bereich Outdoor-Küchen und Grillplätze.

Weitere Auszeichnungen erhielten:

  • TANTAN – Josef Hain GmbH & Co. KG für den Pool FARAH
  • KANN GmbH für den Betonpflasterstein ProKlima Zero
  • Schellevis für die Grasbetonplatte Matrix
  • ADEZZ für die Pflanzgefäß-Kollektion Stonecore
  • Garpa für den Armlehnstuhl Fontenay
  • SunSquare für das Dreiecksegel SQK-I
  • Knirps für die Apoll Shell Edition

Diese Produkte zeigen eindrucksvoll, wie stark Innovation und Gestaltung im Gartenbereich miteinander verzahnt sind.


Grüne Publikation

Passend zum Wettbewerb erscheint die begleitende Publikation „Gärten des Jahres 2026“. Auf 336 Seiten präsentiert das Buch die 50 ausgewählten Gärten, ergänzt durch über 400 Farbabbildungen und Gartenpläne. Das Autorinnen-Duo Konstanze Neubauer und Susanne Wiborg stellt die prämierten Projekte detailliert vor und gewährt Einblicke in die moderne Gartengestaltung. Ausführliche Infos zu den 50 schönsten Privatgärten des Jahres 2026 finden Sie hier in der begleitenden Publikation.


Der Garten als erweiterter Lebensraum

Der Wettbewerb 2026 macht deutlich: Der private Garten ist längst mehr als nur Grünfläche. Er wird zum individuell gestalteten Lebensraum, der Architektur, Natur und persönliche Bedürfnisse miteinander verbindet.

Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie wichtig eine klare Idee, ein sensibler Umgang mit dem Ort und die Qualität der Umsetzung sind. Sie liefern Inspiration – nicht nur für Fachleute, sondern für alle, die ihren eigenen Garten neu denken möchten.

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