Gärten des Jahres 2027 – Jetzt mitmachen!

Preisträger 2026: Daniel Berg, Der Garten als ideale Fortsetzung einer Landschaft, Foto: Ferdinand Graf Luckner

Der Callwey Verlag ruft gemeinsam mit seinen namhaften Partnern erneut zur Teilnahme am Wettbewerb „Gärten des Jahres“ auf. Bereits zum zwölften Mal werden die herausragendsten privat gestalteten Gärten im deutschsprachigen Raum gesucht – entworfen von Landschaftsarchitekt*innen sowie Garten- und Landschaftsbauunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Landschaftsarchitekt*innen und Gartenbauprofis können bis zum 17. Juli 2026 ihre Projekte einreichen.

Hochkarätige Partner und Fachjury

Unterstützt wird der Wettbewerb von einer breiten Allianz aus Fachverbänden und Medien, darunter der bdla, BGL, DGGL, ÖGLA, BSLA, GALABAU Österreich, Jardin Suisse, sowie die Messe GaLaBau und Giardina. Die Zeitschriften Garten + Landschaft, Mein schöner Garten, Gartenpraxis, Gärten, zoll+, BSLA-Journal, G’plus und das GaLaBau Journal stellen die Siegerprojekte vor.

Die eingereichten Arbeiten werden von einer unabhängigen Jury bewertet, der unter anderem Thomas Banzhaf (BGL), Prof. Stephan Lenzen (BDLA), Dirk Ebben (Baumschule Ebben) und Daniel Berg, Gewinner der Gärten des Jahres 2026, angehören.

Einreichung und Preisverleihung

Teilnehmer*innen können bis zum 17. Juli 2025 ihre Projekte hier einreichen. Die Einreichgebühr beträgt 390 Euro für das erste Projekt und 195 Euro für jedes weitere. Die feierliche Preisverleihung findet am 25. Februar 2027 in der Baumschule Ebben statt.

50 beste Gärten im Bildband und in der Ausstellung

Die besten 50 Gärten werden im hochwertig gestalteten Callwey-Jahrbuch „Gärten des Jahres 2027“ veröffentlicht und in einer begleitenden Ausstellung präsentiert. Die prämierten Werke erhalten zusätzlich mediale Aufmerksamkeit durch Beiträge in führenden Garten- und Landschaftsmedien.

Zusätzliche Auszeichnungen: Newcomer, Architects’ Choice und Gartenfotografie

Neben dem Hauptpreis werden auch 2027 wieder drei Sonderauszeichnungen vergeben:

  • Newcomer des Jahres: Bereits zum dritten Mal wird ein Preis für junge Büros vergeben, die nicht vor 2023 gegründet wurden.

  • Gärten des Jahres – Architects‘ Choice: „Gärten des Jahres – Architects‘ Choice“ ist die Auszeichnung für Unternehmen, die mit ihren Produkten einen wichtigen Beitrag zu den schönsten Gartenprojekten leisten. Der Sieger unter den eingereichten Produkten wird durch ein Online-Voting auf www.gaerten-des-jahres.com durch die Top 100 Gärten des Jahres Planer*innen bestimmt. Zum Voting-Start wird eine Gebühr für das Medienpaket in Höhe von 3.900,- Euro (zzgl. MwSt.) pro eingereichtem Produkt fällig. Einsendeschluss ist der 5. Oktober 2026.

  • Gartenfotografie des Jahres: Zum achten Mal wird 2027 die Gartenfotografie des Jahres ausgezeichnet: Unter den 50 Gärten im Jahrbuch wird von der Jury eine Fotostrecke ausgewählt, welche sich besonders abhebt. Kriterien dabei sind: Perspektive auf den Garten, allgemeiner Eindruck, Bildsprache, gewählte Bildausschnitte, Repräsentation des Gartens.

Jetzt mitmachen!

Der Wettbewerb Gärten des Jahres ist nicht nur ein Schaufenster für exzellente Gartengestaltung, sondern auch eine einzigartige Plattform zur Vernetzung innerhalb der Branche. Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und Anmeldemöglichkeiten finden Interessierte auf der offiziellen Website hier.

Lesen Sie hier mehr zu den Gewinner*innen Gärten des Jahres 2026.

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Friedhofsgestaltung: Aktionsplan zur naturnahen Gestaltung

Eine neue Broschüre der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege gibt Hinweise zur naturnahen Friedhofsgestaltung. Friedhof Gräfenberg mit altem Baumbestand. Foto: Barbara Füchtbauer
Friedhof Gräfenberg mit altem Baumbestand. Foto: Barbara Füchtbauer

Friedhöfe können wertvolle Lebensräume sein. Ein Aktionsplan gibt nun Empfehlungen und Tipps für eine naturnahe Friedhofsgestaltung.

Der Aktionsplan zur Friedhofsgestaltung der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege

Die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege hat gemeinsam mit dem kirchlichen Verein „Schöpfung bewahren konkret e.V.“ einen Aktionsplan zur Friedhofsgestaltung veröffentlicht. In diesem Plan tragen die beiden Organisationen ihre Erfahrungen für Insektenschutz und mehr Artenvielfalt auf dem Friedhof zusammen.

„Friedhöfe sind nicht nur Orte der Stille und der Trauer. Sie sind auch Orte des Lebens. Wenn Wiesen und Gehölze ökologisch gepflegt und alte Mauern erhalten werden, finden viele Tiere Nahrung, Nistplätze oder Unterschlupf. In naturnahen Lebensräumen gibt es auch optimale Standortbedingungen für viele, darunter sogar seltene Pflanzen.

„Die Besonderheit von Friedhöfen ist ihre große Strukturvielfalt. Auf kleinstem Raum liegen halboffene Flächen, Kleinststandorte mit unterschiedlichen Nutzungsarten und naturnahe Restbiotope direkt nebeneinander. Alte Grabmauern und historische Gebäude sind Ersatzbiotope für Felslandschaften. Dadurch werden viele ökologische Nischen geschaffen, wo zahlreiche Pflanzen und Tiere das finden, was sie zum Leben brauchen. Vor allem in Städten und Dörfern können naturnahe Friedhöfe wichtige Rückzugsräume für viele Arten sein,“ schreibt die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege.

Der Aktionsplan zur Friedhofsgestaltung ist online verfügbar. Er enthält zahlreiche Empfehlungen und Tipps für eine naturnahe Gestaltung dieses Lebensraums.

Wildblumen können dekorative Aspekte bilden, wie im Dietenhofener Friedhof. Foto: Barbara Füchtbauer
Wildblumen können dekorative Aspekte bilden, wie im Dietenhofener Friedhof. Foto: Barbara Füchtbauer

Mehr Biodiversität auf Friedhöfen

Die Broschüre namens „Oasen für Pflanzen und Tiere – Friedhöfe. Aktionsplan für Insektenschutz und mehr Artenvielfalt“ hat 34 Seiten. Sie ist als kostenloses PDF verfügbar. Darin finden sich konkrete Handlungsempfehlungen zur ökologischen Aufwertung von Friedhöfen. Auch praktische Tipps, etwa zur Pflege von Bäumen, Hecken, Sträuchern und Wiesen, gehören dazu. Denn nur eine gezielte Instandhaltung von Friedhöfen kann ihren ökologischen Wert maximieren.

Das Projekt zur Friedhofsgestaltung ist Teil der Bayerischen Biodiversitätsstrategie. Die Projektgruppe NaturVielfaltBayern hat ebenfalls an dem Projekt mitgewirkt. Neben der Broschüre gibt es fünf Merkblätter zu ökologischen Pflegemaßnahmen. Das Team hat über 20 Friedhöfe vor Ort betreut und Maßnahmen für Biodiversität umgesetzt.

Die folgenden Aktivitäten helfen dabei, den Friedhof naturnah zu gestalten und so wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen:

  • Umwandlung von Rasen in Wiesen,
  • Erhaltung alter Laubbäume,
  • Gestaltung von Blühgräbern mit heimischen, regionalen Samenmischungen,
  • Zulassung der spontanen Besiedelung durch Wildkräuter in aufgelassenen Gräbern, sowie
  • Schutz von Öffnungen, Spalten und Nischen für Tiere wie Eidechsen.

Dabei ist es wichtig, die Maßnahmen gemeinsam mit den Zuständigen der Friedhöfe zu planen und umzusetzen. Auch die Angehörigen sollten über die Pläne informiert werden.

Ein neues Naturerlebnis auf dem Friedhof

Die naturnahe Friedhofsgestaltung bietet Insekten, Eidechsen, Vögeln und Kleinsäugern neue Rückzugs- und Nistmöglichkeiten. Auch Höhlenbrüter wie Schwarzspechte oder Hohltauben erhalten durch die fachgerechte Behandlung alter Bäume eine neue Heimat. Laut Projektteam können Friedhöfe so eine Anlaufstelle für selten zu sehende Tiere sein. Besucher*innen können ein neues Naturerlebnis erhalten, wenn sie auf dem Friedhof sind.

Um Konzepte zur Förderung der Biodiversität zu entwickeln, hat das Projektteam zunächst zehn verschiedene Anlagen ausgewählt. Diese unterscheiden sich in Bezug auf Größe, Struktur, Lage in der Siedlung und frei verfügbare Flächen. So gelang es, das beispielhafte Potenzial jeder Anlage zu ermitteln und daraus Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt zu entwickeln.

Dabei war es stets wichtig, die jeweilige Kirchengemeinde einzubinden. Auch weitere Kooperationspartner wie Landschaftspflegeverbände, Kreisfachberatungen für Gartenbau und Landespflege sowie ehrenamtliche Fledermausberater*innen waren Teil der Projektarbeit. Auf diese Weise überzeugte das Team die beteiligten Akteure von der Bedeutung von Biodiversität.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit spielte eine Rolle: Friedhofsbesucher*innen sowie interessierte Bürger*innen konnten an Führungen und Schulungen teilnehmen. So gelang es, Informationen über die Arten und ihr Vorkommen in den Anlagen zu verbreiten. Hinzu kommt ein Faltblatt für Interessierte, das Praxisbeispiele zur naturnahen Friedhofsgestaltung zeigt und Pflegeempfehlungen enthält.

Hochwertige, magere Thymianwiese im Friedhof in Kirchensittenbach. Foto: Barbara Füchtbauer
Hochwertige, magere Thymianwiese im Friedhof in Kirchensittenbach. Foto: Barbara Füchtbauer

Übertragung der naturnahen Friedhofsgestaltung auf weitere Konfessionen

Die Tipps und Hinweise zur naturnahen Friedhofsgestaltung richten sich in erster Linie an pflegende Gärtner*innen. Aber auch Kirchengemeinden und Friedhofsbesucher*innen sind Zielgruppe der Broschüre. Zudem hat das Projektteam das Ziel, die Inhalte der Merkblätter und der Broschüre auf Friedhöfe unterschiedlicher Konfessionen zu übertragen.

Dafür sind bewusstseinsbildende Maßnahmen ebenso wichtig wie biodiversitätsfördernde Aktivitäten. Partizipative Aktionen, Pflanz- und Pflegeprojekte mit Schüler*innen sowie ein Kurzfilm sind Teil des Informationsangebots. Erste Projekte wurden bereits auf verschiedenen kommunalen, katholischen und jüdischen Friedhöfen umgesetzt. Dabei zeigte sich, dass eine Beratung durch Fachexpert*innen sehr hilfreich ist.

Übrigens: Mehr zur Kulturgeschichte von Friedhöfen und zu den neuen Ansprüchen an diese Orte lesen Sie hier.

Dessau-Roßlau: LGS 2022?

Dessau arbeitet derzeit an der Bewerbung für die Landesgartenschau 2022. Seit Anfang April diskutiert die Stadt mit den Bürgern über Ideen und Vorschläge. Das Konzept sieht bisher vor, die Landesgartenschau in die Innenstadt zu legen und eine neue Verbindung mit dem Muldeufer zu schaffen. Dessau möchte die Landesgartenschau dazu nutzen, städtebauliche Defizite auszubessern.