Der Garten als Fluchtort in einer Zeit sozialer Krisen und wirtschaftlicher Unsicherheit? Und doch ist und bleibt er insbesondere für viele Städter*innen ein Wunschtraum. In der Septemberausgabe fragen wir: Wie können Gärten in städtischen Kontexten neu gedacht wer den, um der breiten Bevölkerung Zugang zu grünen Oasen zu bieten? Dabei beleuchten wir nicht nur private, sondern auch öffentliche Garteninitiativen, die gegen soziale Ungleichheiten ankämpfen.
Friedliche Momente
Während sich die globale Landschaft im Jahr 2025 weiterhin durch soziale Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten verändert, bleibt der Garten – sei er privat, öffentlich oder gemeinschaftlich gepflegt – ein Raum der Flucht und Ruhe. Für viele von uns, besonders in urbanen Umgebungen, ist ein Garten mehr als nur ein Ort für Pflanzen: Er wird zu einem Wunschtraum, der uns an gesunde, friedliche und verbindende Momente erinnert. Doch angesichts zunehmender Urbanisierung und Raumknappheit bleibt die Frage: Wie können wir den Garten demokratisieren? Wie können solche Oasen für möglichst viele Menschen zugänglich werden, anstatt nur einigen Privilegierten vorbehalten zu bleiben?
Zwischen Klimaresilienz und Biodiversität
In dieser Ausgabe widmen wir uns deswegen dem Garten als Paradedisziplin der Landschaftsarchitektur und stellen elf außergewöhnliche Gartengestaltungsprojekte vor. Mit dabei ist etwa ein historischer Rosengarten, der zeitgenössisch transformiert und um Staudenpflanzungen ergänzt wurde. Oder ein neu angelegter Privatgarten an einem Bungalow aus den 50er-Jahren. Ebenso wie die Anlagen um – und auf – zwei städtischen Wohngebäuden in Zürich. Die Bandbreite der Projekte ist groß und zeigt, was in Gärten möglich ist – und was sie zu Klimaresilienz, Biodiversität und gesellschaftlicher Teilhabe beitragen können.
Konzept Begegnungsstätten
Darüber hinaus diskutieren wir in dieser Ausgabe innovative Ansätze, Gärten im städtischen Raum zu gestalten und zu teilen. Denn: Eine spannende Bewegung bildet sich hier bereits heraus, angetrieben von städtischen Initiativen, sozialen Projekten und kreativen Raumkonzepten, die gezielt gegen soziale Ungleichheit arbeiten. Gärten werden hierbei nicht nur als grüne Inseln konzipiert, sondern als Begegnungsstätten, die Austausch, Gemeinschaft und Resilienz fördern. Soziologin Christa Müller von der anstiftung berichtet uns hierfür im Interview über die Urban-Gardening-Bewegung in Deutschland – während uns Pflanzplanerin Sonja Schwingesbauer Einblicke in ihren eigenen Garten gibt und über die Rolle und Bedeutung von Pflanzplanung spricht.
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In unserer August-Ausgabe drehte sich alles um das Thema Zukunft Raum. Lesen Sie hier mehr davon.

