Die GaLaBau 2026 bringt vom 15. bis 18. September erneut Akteure aus Landschaftsbau, Freiraumplanung und urbaner Entwicklung nach Nürnberg. Neben Produkten und Innovationen stehen neue Austauschformate, Digitalisierung und Zukunftsthemen der grünen Branche im Mittelpunkt. 

GaLaBau 2026: Messe für Urbanes Grün und Freiräume setzt auf Zukunftsthemen

Messesteckbrief

  • Projekt: Internationale Fachmesse GaLaBau 2026
  • Ort: Messe Nürnberg
  • Termin: 15. bis 18. September 2026
  • Schwerpunkt: Planung, Bau und Pflege von Urban-, Grün- und Freiflächen sowie Sport-, Spiel- und Golfanlagen
  • Zielgruppe: Fachleute aus Garten- und Landschaftsbau, Landschaftsarchitektur, Stadtplanung, Kommunen und grüner Branche
  • Aussteller: Rund 1.100 Unternehmen in 14 Messehallen
  • Themenschwerpunkte: Urbanes Grün, Freiraumgestaltung, Klimaanpassung, Digitalisierung, Maschinen, Pflanzen, Baustoffe und Pflegekonzepte
  • Neue Formate: ZUKUNFTSRAUM, women@GaLaBau und startups@GaLaBau
  • Rahmenprogramm: Fachvorträge, Guided Tours, Aktionsflächen, Landscape Talks, Experten-Forum und Innovationsauszeichnungen

Die GaLaBau 2026 positioniert sich erneut als zentrale Plattform für die Gestaltung und Entwicklung urbaner Freiräume. Vom 15. bis 18. September treffen sich in Nürnberg Akteure aus Planung, Bau und Pflege von Grün- und Freianlagen. Die Messe bildet dabei das gesamte Spektrum der Branche ab – von Pflanzen und Baustoffen über Maschinen und technische Lösungen bis hin zu Konzepten für urbane Räume, Spiel- und Sportflächen. 

Für Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten sowie Stadtplanerinnen und Stadtplaner bietet die Messe vor allem einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Werkzeuge für die Umsetzung klimaangepasster Freiräume. Neben Produktpräsentationen rücken Austausch, Wissenstransfer und praxisnahe Anwendungen stärker in den Fokus. 

Klimaanpassung und Digitalisierung im Fokus

Ein Schwerpunkt der GaLaBau 2026 liegt auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Klimaanpassung und neuen Arbeitsprozessen. Der neue ZUKUNFTSRAUM widmet sich digitalen Anwendungen im Garten- und Landschaftsbau – von KI-gestützten Planungstools über papierlose Prozesse bis hin zu Strategien zur Fachkräftegewinnung. Das Format versteht sich als interaktive Plattform für den Austausch über technologische Entwicklungen der Branche. 

Auch der GRÜN-BLAUE PFAD greift aktuelle Herausforderungen der Freiraumplanung auf und macht Themen wie E-Mobilität und Klimaanpassung räumlich erlebbar. Ergänzt wird das Programm durch Aktionsflächen, auf denen Maschinen und technische Lösungen im praktischen Einsatz gezeigt werden. 

Neue Plattformen für Austausch und Vernetzung

Neben Fachinformationen setzt die Messe 2026 verstärkt auf neue Netzwerke. Mit women@GaLaBau startet ein Format, das Frauen aus der grünen Branche zusammenbringen und ihre Sichtbarkeit erhöhen möchte. Die Veranstaltung findet am 16. September erstmals im Rahmen der Messe statt. 

Auch junge Unternehmen erhalten mit startups@GaLaBau eine eigene Plattform. Der Gemeinschaftsstand bietet Start-ups die Möglichkeit, neue Produkte und Ideen einem Fachpublikum aus der internationalen grünen Branche vorzustellen. 

Fachprogramm zwischen Innovation und Praxis

Das Rahmenprogramm der GaLaBau 2026 ergänzt die Ausstellung mit Vorträgen, Diskussionen und Fachformaten. Dazu gehören unter anderem die Landscape Talks, das GaLaBau Experten-Forum, das Forum by asecos academy, der Landschaftsgärtner-Cup sowie verschiedene Führungsformate. Preisverleihungen wie die GaLaBau-Innovationsmedaille oder weitere Branchenpreise sollen Orientierung bei neuen Entwicklungen geben. 

Mit ihrem breiten Spektrum an Ausstellern und Formaten bleibt die GaLaBau ein wichtiger Treffpunkt für alle, die sich mit der Zukunft urbaner Freiräume beschäftigen. Für Planende bietet die Messe vor allem Einblicke in neue Technologien, Materialien und Strategien für die Transformation von Städten und Landschaften. 

Mehr Informationen finden Sie hier.

Der Ticketshop für Besucher*innen und Medienvertreter*innen kann hier aufgerufen werden.

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Zwei unterschiedliche, durch eine Bundesstraße voneinander getrennte Areale verbinden, und einen großen See schaffen – die Herausforderungen der Landesgartenschau in Lahr meisterte das Büro club L94 ohne große Hindernisse. Burkhard Wegener führt uns vor Ort durchs Gelände.

Herr Wegener, was war Ihre Motivation, 2011 am Wettbewerb zur Landesgartenschau in Lahr teilzunehmen?
Es war die Auslobung mit der Aufgabe, einen existierenden Park zu überarbeiten und Ackerflächen eine neue Identität zu geben, sie zu einem Park zu entwickeln. Und darüber hinaus: beide Teilbereiche über zwei Bundesstraßen hinweg mit einer Brücke zu verbinden – alles in allem eine komplexe Aufgabe. Zudem hat es in unseren Kalender gepasst …

Haben Sie die Vorgaben im Planungsprogramm als einengend empfunden – etwa den Wunsch nach einem See, neuen Kleingärten und einem Landschaftspark, in den ein bestehendes Pappelwäldchen mit Krähenhabitat integriert werden sollte?
Eigentlich nicht, eher als Herausforderung. Zumal wir viel Freiraum bei der Ideenfindung hatten und angehalten wurden, Neues zu entwickeln, das sich mit Vorhandenem verbinden sollte.

Woran hatten Sie am meisten zu knabbern? Was hat Ihnen die größten Probleme beim Planen und Bauen gemacht?
Das war der See. Er sollte mehrere Hektar groß werden, aber wir konnten ihn nicht – wie anfangs gedacht – durch den Aushub von Boden realisieren. Es stellte sich schnell heraus, dass es Probleme mit dem Grund­wasser gegeben hätte. So kamen wir auf die Idee, den See auf das bestehende Gelände aufzusetzen. Als Landschaftssee konzipiert, ist er nun rund 2,7 Hektar groß, aber nur zwei bis drei Meter tief. Insgesamt haben wir rund 100 000 Kubikmeter Füllboden im Gelände verarbeitet.

Der See wird diagonal von einem Steg gequert, dadurch scheint er zweigeteilt. Hat das eine tiefere Bedeutung?
Ja. Offziell ist der See ein Badesee und braucht dazu eine entsprechend hohe Wasserqualität. Das erreichen wir, indem wir das Wasser umwälzen, über eine Pflanzenkläranlage filtern und fehlendes Wasser über Pumpen aus dem Grundwasser zuführen. Der Steg über den See sitzt wiederum auf einer Mauer auf, die den Badesee vom Landschaftssee trennt und ihn aus einer anderen Perspektive als von den Ufern aus erlebbar macht. Die Ufer sind bewusst unterschiedlich gestaltet: im Badebereich mit einer harten, urbanen Kante samt Badestrand, im Landschaftsteil mit weichen Übergängen, die sich aus der Bepflanzung der Uferbereiche mit Röhricht und Wasserpflanzen ergeben.

Gab es noch andere Themen, die Ihnen beim Entwurf der Landesgartenschau besonders wichtig waren?
Zum Beispiel, dass auf der langen Seite des Sees eine Promenade entstehen sollte. Diese haben wir mit einer einreihigen Allee aus Trauerweiden bepflanzt, deren hängende Zweige wir lieben.

Alle Fotos: Karl H.C. Ludwig.

Sie haben noch nicht das Krähennest angesprochen, das ja auch eine Besonderheit darstellt …
Genau, das war uns auch von Anfang an wichtig. Zwar in etwas anderer Form als es nach dem dafür ausgelobten Wett­bewerb geworden ist, aber wir finden es dennoch gut. Es steht vor dem Pappel­wäldchen, in dem zahlreiche Krähennester zu finden sind, die den Anstoß zur Idee gegeben haben. Konkret liegt es in dem neuen Auenwäldchen, in dem sich Lichtungen, Pfade aus Rindenmulch und Farninseln finden, die die Basis für ökologische Vielfalt und Lebensräume für Pflanzen und Tiere darstellen und zeigen.

Was waren die Maximen und Ziele für die Überarbeitung des Bürgerparks? Der kam in unserer Unterhaltung bislang etwas zu kurz …
Der Bürgerpark liegt direkt am Schul­quartier und wurde von uns konzeptionell als Teil der Stadt interpretiert. Im Gegensatz zum landschaftlichen Seepark ist der Spiel-­ und Sportpark urban gestaltet. Die Konzeptionen für die neuen Gebäude dort – Kita, römisches Streifen­haus und Sporthalle – entwickelten wir in der städtebaulichen Findungsphase zusammen mit dem Architekturbüro Aldinger. Die neue Kita mit der tonnen­förmigen Dachstruktur, die ich mitsamt den Spielbereichen für sehr gelungen halte, markiert den Parkzugang im Osten. Zu einem besonderen gestalterischen Element wurde auch die „via ceramica“, die sich – obwohl sprachlich nicht ganz korrekt – auf die keramischen Funde der Römer in Lahr bezieht.


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Blick über den See.

12 Via Ceramika Image club
Via Ceramica.

08 Seeprromenade01
Seepromenade.

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Blick über den See.

12 Via Ceramika Image club
Via Ceramica.

08 Seeprromenade01
Seepromenade.

Das alles klingt nach dem Ergebnis einer guten Zusammenarbeit mit anderen Planern und der Stadt.
Die Zusammenarbeit war – von einzelnen Ausnahmen abgesehen – in der Tat ganz gut. Das gilt sowohl für die Verantwort­lichen der Stadt, als auch für die LGS GmbH und andere Architekten und Planer. Grundsätzlich hätten wir uns gewünscht, dass sich die Ausstellungsbei­träge – vor allem im Seepark – etwas mehr in die Grundkonzeption der Daueranlage eingefügt und einen etwas weniger lauten Auftritt gemacht hätten. Im Kleingartenpark am jetzigen Haupteingang der LGS wurden sie mit dem Landschaftsbau und dessen Gärten deutlich besser in die Grund­struktur der Anlage integriert.

Zum Interviewpartner: Burkhard Wegener ist einer der vier Gründer und Geschäftsführer des Kölner Büros club L94 Landschaftsarchitekten. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Objektplanung und Wettbewerbe. Am FB Architektur der Hochschule Bochum lehrt er als Honorarprofessor.

 

 

Alle Fotos: Karl H.C. Ludwig.

Sie haben noch nicht das Krähennest angesprochen, das ja auch eine Besonderheit darstellt …
Genau, das war uns auch von Anfang an wichtig. Zwar in etwas anderer Form als es nach dem dafür ausgelobten Wett­bewerb geworden ist, aber wir finden es dennoch gut. Es steht vor dem Pappel­wäldchen, in dem zahlreiche Krähennester zu finden sind, die den Anstoß zur Idee gegeben haben. Konkret liegt es in dem neuen Auenwäldchen, in dem sich Lichtungen, Pfade aus Rindenmulch und Farninseln finden, die die Basis für ökologische Vielfalt und Lebensräume für Pflanzen und Tiere darstellen und zeigen.

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05 IMG_8290

Blick über den See.


12 Via Ceramika Image club
Via Ceramica.

08 Seeprromenade01
Seepromenade.

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Blick über den See.

12 Via Ceramika Image club
Via Ceramica.

08 Seeprromenade01
Seepromenade.

Das alles klingt nach dem Ergebnis einer guten Zusammenarbeit mit anderen Planern und der Stadt.
Die Zusammenarbeit war – von einzelnen Ausnahmen abgesehen – in der Tat ganz gut. Das gilt sowohl für die Verantwort­lichen der Stadt, als auch für die LGS GmbH und andere Architekten und Planer. Grundsätzlich hätten wir uns gewünscht, dass sich die Ausstellungsbei­träge – vor allem im Seepark – etwas mehr in die Grundkonzeption der Daueranlage eingefügt und einen etwas weniger lauten Auftritt gemacht hätten. Im Kleingartenpark am jetzigen Haupteingang der LGS wurden sie mit dem Landschaftsbau und dessen Gärten deutlich besser in die Grund­struktur der Anlage integriert.

Zum Interviewpartner: Burkhard Wegener ist einer der vier Gründer und Geschäftsführer des Kölner Büros club L94 Landschaftsarchitekten. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Objektplanung und Wettbewerbe. Am FB Architektur der Hochschule Bochum lehrt er als Honorarprofessor.

Die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung und die Wüstenrot Stiftung schreiben seit fast 40 Jahren den Deutschen Städtebaupreis aus. Alle zwei Jahre zeichnet der Preis nachhaltige und innovative Gestaltungsvorschläge für den öffentlichen Raum aus. Dieses Jahr ist es wieder soweit.

Architekten, Landschaftsarchitekten und Städteplaner können bis zum 15. April Projekte einreichen, die seit dem 1. Januar 2013 in der Bundesrepublik Deutschland realisiert worden sind. Am 27. September 2018 werden die Wettbewerbsgewinner bekannt gegeben. Den Preisträger erwartet ein Preisgeld von 15 000 Euro und wird in einer Wanderausstellung präsentiert.

Der parallel dazu ausgelobte Sonderpreis widmet sich dem Thema ‚Orte der Bildung und Kultur im städtebaulichen Kontext‘. Im Rahmen des ‚European Year of Cultural Heritage 2018‘ werden Projekte ausgezeichnet die städtebauliche Ensembles zwischen 1949 und 1989 behandeln. Der Sonderpreis ist mit 5 000 Euro dotiert.

Weitere Informationen zu dem Deutschen Städtepreis findet ihre hier.