Hamburger Preis für Grüne Bauten 2025- Jetzt bewerben!

Grüne Architektur für eine lebenswerte Zukunft: Dach- und Fassadenbegrünungen im Fokus des Hamburger Preises für Grüne Bauten 2025. Foto: BUKEA IsadoraTast
Grüne Architektur für eine lebenswerte Zukunft: Dach- und Fassadenbegrünungen im Fokus des Hamburger Preises für Grüne Bauten 2025. Foto: BUKEA IsadoraTast

Hamburg sucht seine schönsten und innovativsten grünen Oasen – auf Dächern, an Fassaden und in Innenräumen. Der „Hamburger Preis für Grüne Bauten“ würdigt erneut Projekte, die Architektur mit Natur vereinen und die urbane Lebensqualität revolutionieren.

In Zeiten wachsender Städte und zunehmender Klimabelastungen gewinnt eine alte Idee neue Kraft: die Begrünung von Gebäuden. Ob Dachgärten, vertikale Gärten oder grüne Innenräume – überall, wo Pflanzen auf und an Bauwerken gedeihen, entsteht mehr als bloß ein ästhetischer Mehrwert. Sie schaffen ökologische Rückzugsräume, senken Temperaturen, binden Feinstaub, fördern die Biodiversität – und leisten einen essenziellen Beitrag zur Klimaanpassung urbaner Räume.

Mit dem „Hamburger Preis für Grüne Bauten“ unterstreicht die Freie und Hansestadt Hamburg, wie ernst sie es mit der ökologischen Stadtentwicklung meint. Ausgelobt von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA), würdigt der Wettbewerb visionäre Projekte, die Nachhaltigkeit, Design und Funktionalität harmonisch vereinen.

Nachhaltige Architektur mit Vorbildcharakter

Der Wettbewerb ist nicht nur eine Bühne für Gestalter*innen, Planer*innen und Eigentümer*innen, sondern auch ein politisches Statement. Die Initiative ist Teil der Hamburger Gründachstrategie, die sich zum Ziel gesetzt hat, mindestens 70 Prozent der Neubauten mit flach geneigten Dächern sowie geeignete Flachdachsanierungen zu begrünen. Die Botschaft ist eindeutig: Begrünung ist kein freiwilliges Extra mehr – sie ist Notwendigkeit, Verpflichtung und Chance zugleich.

Grüne Bauten stehen exemplarisch für ein neues Verständnis von Stadt. Sie machen urbane Räume lebenswert, wandelbar und resilient. So verwandeln sich ansonsten ungenutzte Dachflächen in grüne Rückzugsorte, während begrünte Fassaden für bessere Luft, angenehmeres Mikroklima und reduzierte Hitzeinseln sorgen. Auch innenarchitektonisch setzt sich der Trend fort: Innenraumbegrünungen steigern nachweislich das Wohlbefinden, senken den Stresspegel und fördern die Konzentration – besonders relevant für Büro- und Bildungseinrichtungen.

Teilnahmebedingungen und Bewertungskriterien

Der „Hamburger Preis für Grüne Bauten“ richtet sich an alle Eigentümer*innen, Mieter*innen sowie Planer*innen aus Hamburg und den angrenzenden Landkreisen, die an einem Begrünungsprojekt beteiligt sind. Ob private Dachterrasse, Bürogebäude mit Fassadengrün oder ein Atrium voller Pflanzen – zugelassen ist jede Fläche, die sich durch eine durchdachte grüne Gestaltung auszeichnet.

Die Teilnahme ist einfach und kostenfrei. Einzureichen sind:

  • ein ausgefüllter Teilnahmebogen,

  • sowie zwei aussagekräftige Fotos der begrünten Fläche.

Einreichungsfrist ist der 24. August 2025, der Startschuss fällt am 23. Mai. Anschließend bewertet eine interdisziplinäre Expert*innenjury die eingegangenen Projekte. Im Mittelpunkt der Beurteilung stehen:

  • der ökologische Nutzen,

  • die Funktionalität für Nutzer:innen,

  • die wirtschaftliche Tragfähigkeit,

  • sowie die gestalterische Qualität des Projekts.

Die Gewinner:innen dürfen sich auf attraktive Geld- und Sachpreise freuen. Darüber hinaus erhalten sie öffentliche Anerkennung: Die prämierten Projekte werden in einer Ausstellung vorgestellt und über Pressekanäle verbreitet – ein wertvoller Multiplikatoreffekt für alle Beteiligten

Warum Grüne Bauten die Stadt der Zukunft prägen

Die Klimakrise zwingt Städte weltweit zum Umdenken – Hamburg nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein. Grüne Architektur ist nicht nur Ausdruck von Umweltbewusstsein, sondern strategischer Teil der Stadtentwicklung. Denn die Folgen des Klimawandels – Hitze, Starkregen, Luftverschmutzung – lassen sich durch intelligente Begrünungskonzepte abmildern.

Besonders in hochverdichteten Vierteln, wo Freiflächen rar sind, liefern begrünte Dächer und Fassaden dringend benötigte Kompensationsflächen. Sie dienen als Wasserspeicher bei Starkregen, reduzieren die Aufheizung im Sommer, und schaffen Lebensraum für Insekten und Vögel – ein Beitrag zur urbanen Biodiversität, der kaum hoch genug bewertet werden kann.

Darüber hinaus eröffnet die Verbindung von Natur und Architektur neue gestalterische Horizonte. Begrünte Gebäude setzen visuelle Akzente, erzeugen emotionale Anziehungskraft und sind ein starkes Symbol für eine nachhaltige Zukunft.

Ein Appell an Stadtgestalter*innen, Eigentümer*innen und Bürger*innen

Der „Hamburger Preis für Grüne Bauten“ ist weit mehr als ein Architekturwettbewerb. Er ist ein Appell an alle, die unsere Städte lebenswerter, gesünder und zukunftsfähiger machen wollen. Die Förderung von Dach- und Fassadenbegrünung ist kein isoliertes Projekt, sondern ein zentraler Baustein auf dem Weg zu einer klimaangepassten Metropole.

Hamburg zeigt mit diesem Wettbewerb, wie ökologische Verantwortung, bürgerliches Engagement und architektonische Kreativität Hand in Hand gehen können. Jeder Quadratmeter zählt – nicht nur fürs Stadtbild, sondern für unser aller Zukunft.

Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und Ausschreibungsunterlagen sind abrufbar unter: www.hamburg.de/go/gruendach

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Am 8. Oktober wird an der Universität EPFL in Lausanne im Rolex Education Centre der diesjährige Topos Landscape Award verliehen. Dies geschieht im Rahmen einer von Archizoom veranstalteten Konferenz zum Thema „The Narrative of Landscape“. Der Schwerpunkt wird auf der Bedeutung des Bodens für die Landschaft liegen, die Betrachtung wird interdisziplinär sein. Zu den eingeladenen Referenten zählen Richard Sennett, Saskia Sassen, Adriaan Geuze und David R. Montgomery. Näheres zum Programm und zur Anmeldung unter http://archizoom-nls.epfl.ch.

Der Topos Landscape Award 2014 geht an die Landschaftsarchitekten von LOLA aus Rotterdam/Niederlande. Das 2006 gegründete Büro beschäftigt sich konzeptionell mit großmaßstäblichen Ökosystemen und entwickelt Ideen zu Raum und Natur, realisiert aber auch Projekte im urbanen und ländlichen Kontext. LOLA begibt sich, nach eigener Darstellung, auf die Suche nach innovativen und sublimen Landschaften (www.lolaweb.nl).
Der Topos Landscape Award wird seit 2002 von der Redaktion der Zeitschrift Topos verliehen. Geehrt wird mit dieser Auszeichnung ein Landschaftsarchitekturbüro, das mit seinen Projekten wesentlich zur qualitätvollen zeitgemäßen Gestaltung von Stadt und Landschaft beiträgt und durch innovative Ideen die Landschaftsarchitektur-Szene bereichert und dessen Werk stellvertretend für die Arbeit zeitgenössischer Landschaftsarchitekten steht. Der Topos Landscape Award will auf die Lebendigkeit und Dynamik sowie auf die Vielschichtigkeit der landschaftsarchitektonischen Aufgaben hinweisen.
Bisher ging die Auszeichnung an Stig L. Anderssons Tegnestue (Kopenhagen), Karres en Brands (Hilversum), Gross.Max. (Edinburgh), McGregor and Coxall (Sydney), Stoss LU (Boston), Antje Stokman (Hamburg), Taktyk (Brüssel/Paris).

2013 wurde, abweichend von den Kriterien, kein junges Büro geehrt, sondern ein erfolgreicher Landschaftsarchitekt mit internationaler Bedeutung: Peter Latz aus Kranzberg bei Freising in Bayern, Deutschland.
Konferenz und Würdigung von LOLA stehen im Kontext zu Lausanne Jardins, deren temporäre Landschaftsinterventionen noch bis 14. Oktober zu besichtigen sind.
http://lausannejardins.ch

Mit freundlicher Unterstützung der Baumschule Lorberg

Bundespreis Koop.Stadt: 5 Fragen

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Mit dem Bundespreis Koop.Stadt schaffen die Träger*innen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden, einen Preis, der herausragende kommunale Beispiele einer Kooperationskultur zwischen Kommune und Zivilgesellschaft ausgezeichnet. Alles was Sie dazu wissen müssen, erfahren Sie im Interview mit den Projektleiter*innen Lisa Schopp und Stephan Willinger.

200 000 Euro Preisgeld für den Bundespreis Koop.Stadt

 

An wen richtet sich der Preis?

Wir suchen Kommunen ab 10 000 Einwohner*innen, die durch ihre Zusammenarbeit mit Stadtmacher*innen zu einer Kooperativen Stadt werden. Planungsbüros, Bürger*innen, Initiativen oder Vereine können Kommunen bei der Bewerbung unterstützen. Die Einreichung der Bewerbung ist jedoch nur durch die Kommune selbst möglich.

Was kann eingereicht werden?

Bewerben können sich die Kommunen mit angestoßenen, laufenden sowie bereits umgesetzten Instrumenten oder Kooperationsprojekten der Stadtentwicklung. Die Auslober*innen suchen konkrete Maßnahmen zur Förderung der Zusammenarbeit und einer aktiven Mitgestaltung durch zivilgesellschaftliche Initiativen, Vereine oder soziokulturelle Akteur*innen. Dazu zählen allgemeine rechtliche, politische und strukturelle Maß­nahmen wie beispielsweise die Einrichtung von runden Tischen, Vermittlerstellen oder Zugang zu Raum für diese Akteur*innen. Aus der Bewerbung soll sich ein Gesamtbild über die Kooperationskultur der Kommune ergeben.

Was ist der Mehrwert der Teilnahme?

Der Preis zeichnet Kommunen für ihre erfolgreiche kooperative Stadtentwicklung aus und trägt auf diese Weise zu Imagegewinn, Motivation und Bindung neuer Kooperationspartner*innen bei. Neben der Auszeichnung selbst und der Einladung zur Preisverleihung im Rahmen des Bundes­kongresses der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, der im Mai 2021 in Köln stattfindet, werden die die Preisträger*innen dabei unterstützt, mehr Menschen zu aktiv Handelnden in der Stadtentwicklung zu machen. Die zehn am höchsten bewerteten Bewerber*innen erhalten insgesamt eine Summe von 200 000 Euro Preisgeld zur Umsetzung weiterer Kooperationsprojekte. Die Auszeichnung ist für fünf Jahre gültig. Die eingereichten Best-Practice-Beispiele werden in einer Publikation gesammelt und aufbereitet.

Fachübergreifende Jury

Wie wird bewertet?

Die Jury prämiert Kommunen, die mit klugen Ideen kooperative Stadtentwicklungsprojekte angeschoben und dadurch etwas Neues geschaffen haben. Die Projekte können aus allen Handlungsfeldern kommen, vom Städtebau bis zur Freiraumgestaltung. Bei der Beurteilung werden rechtliche, politische und strukturelle Bausteine der Kooperation beleuchtet. In die Bewertung fließen angestoßene, laufende sowie bereits umgesetzte Instrumente, Leitbilder oder politisch beschlossene Maßnahmen mit ein. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je mehr an Kooperation mit verschiedenen Akteurs­gruppen nachgewiesen werden kann und je mehr Handlungsfelder abgedeckt werden, desto besser die Bewertung.

Wie erfolgt die Jurierung?

Nach einer ersten Vorprüfung tritt eine fachübergreifend zusammengesetzte Jury zusammen, die die Beiträge bewertet und die Preisträger*innen auswählt. Die Jury des Bundespreises Kooperative Stadt setzt sich aus den Partner*innen der Nationalen Stadt­entwicklungspolitik zusammen: Ver­treter*innen des Deutschen Städtetags, des Deutschen Städte- und Gemeindebunds und der Länder sowie des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Die Bewerbung ist noch bis zum 10. März 2021 unter www.koop-stadt.de möglich.

Lisa Schopp und Stephan Willinger sind Projektleiter*innen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Das Projekt Bundespreis Koop.Stadt wird durchgeführt durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung.