07.04.2026

Aktuelles Gesellschaft

Innenstadtentwicklung – Die neue G+L im April 2026!

Coverfoto: Victor Moragriega via Pexels

Unsere Innenstädte stehen an einem Wendepunkt. Die Zeichen sind unübersehbar: Leerstände häufen sich, der Onlinehandel zieht Kundschaft ab, und steigende Mieten drücken selbst alteingesessene Geschäfte aus den Herzen der Städte. Der Handelsverband Deutschland (HDE) prognostizierte für das Jahr 2025, dass die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte um rund 4 500 Läden sinkt. So schmerzhaft es ist – ist vielleicht jetzt, im Jahr 2026, der Moment gekommen, uns final von der Idee der belebten Einkaufsstraße zu verabschieden und ein zukunftsorientiertes Konzept für unsere Innenstädte zu entwickeln?


Räume zum Atmen und Wachsen

Die Aprilausgabe der G+L widmet sich diesem dringlichen Thema und fragt: Welche Visionen haben wir für die Zukunft der Innenstadt? Die Entwicklung muss pragmatisch, aber auch kreativ und mutig gedacht werden, wenn unsere Städte nicht in eine Spirale der Verödung geraten sollen. Die zentrale Aufgabe besteht darin, urbane Räume zu schaffen, in denen Wohnen, Arbeiten, Kultur, Bildung, Natur und Begegnung wieder selbstverständlich zusammenfinden. Innenstädte können Orte werden, an denen Menschen nicht nur konsumieren, sondern verweilen, sich austauschen, lernen und mitgestalten. Orte, an denen Grünflächen Hitzeinseln mildern, Zwischennutzungen kreative Impulse setzen und soziale Infrastruktur das tägliche Leben trägt. Kurz: Räume, in denen Mensch, Natur und Kultur gemeinsam atmen und wachsen können.


Mut, Motivation und Freude beim Verändern

In dieser Ausgabe stellen wir Projekte vor, die bereits Pionierarbeit leisten und zeigen, wie Innenstädte zu multifunktionalen und klimabewussten Zentren entwickelt werden können. Dazu sprechen wir unter anderem mit Ricarda Pätzold vom Deutschen Institut für Urbanistik, Stefan Müller-Schleipen, Gründer und Geschäftsführer der Initiative „Die Stadtretter“ und Jürgen Hasse, Professor für phänomenologische Raumforschung – Menschen, die alles daran setzen, das Potenzial des urbanen Raums neu zu denken und nachhaltig zu gestalten.

Die Krise der Innenstädte mag bitter sein, doch sie eröffnet auch Chancen. Es wird deutlich: Es geht nicht darum, das Einkaufszentrum der Innenstadt zu retten. Stattdessen können wir uns die Freiheit nehmen, Visionen einer belebten, sozialen und nachhaltigen Stadt zu entwerfen. Was wir brauchen, ist Mut, Motivation und Freude beim Verändern!

Diese G+L ist die erste Ausgabe des diesjährigen Stadt-Spezials. Das machen wir inzwischen seit mehreren Jahren. In drei Ausgaben beschäftigen wir uns mit drei besonders akuten Themen, denen sich unsere Städte aktuell stellen müssen. Dieses Jahr im Fokus: Innenstadtentwicklung im April, Stadtsanierung im Mai und Quartiersentwicklung im Juni. Viel Spaß dabei!

 

Die Aprilausgabe gibt es hier im Shop.

In unserer Märzausgabe drehte sich alles um das Thema Campus. Lesen Sie hier mehr davon.

 

 

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