Dublin kombiniert KI mit Real-Time-Mapping im Stadtverkehr

Die belebte Tempelbar in Dublin mit historischen Gebäuden und lebendigem Stadtleben.
Wie KI und Real-Time-Mapping den Verkehr in Dublins Kulturviertel verbessern. Foto von Matheus Camara auf Unsplash.

Künstliche Intelligenz trifft Live-Daten: Wie Dublin mit digitaler Präzision und Echtzeit-Karten den Stadtverkehr revolutioniert – und warum das für die urbane Planung im deutschsprachigen Raum ein Weckruf sein sollte. Wer heute nicht mit Daten plant, steuert morgen im Blindflug. Willkommen in der Ära der lernenden Städte!

  • Dublin setzt auf die Verbindung von Künstlicher Intelligenz (KI) und Echtzeit-Mapping, um den Stadtverkehr effizienter, nachhaltiger und reaktionsschneller zu steuern.
  • Die technologische Basis bilden ein Urban Digital Twin, Sensorik, KI-gestützte Analysen und offene Datenplattformen, die Verkehrsflüsse und Infrastrukturen permanent abbilden und optimieren.
  • Durch die Vernetzung von Verkehrsdaten, Umweltsensoren und städtischen Informationssystemen entsteht ein dynamisches, lernendes Abbild der Stadt – mit beeindruckender Präzision.
  • Die Vorteile reichen von smarter Verkehrslenkung über die Echtzeitreaktion auf Störungen bis hin zur Planung klimaresilienter Mobilitätsräume.
  • Dublins Ansatz fördert Transparenz und Bürgerbeteiligung, stellt aber auch hohe Anforderungen an Datenschutz und Governance.
  • Im Vergleich dazu stehen deutsche Städte noch am Anfang: Technische, rechtliche und kulturelle Hürden bremsen die breite Einführung solcher Systeme.
  • Die Integration von KI und Digital Twins verschiebt das Verständnis von Stadtplanung – vom statischen Entwurf zur kontinuierlichen, datenbasierten Prozesssteuerung.
  • Herausforderungen bestehen in der Standardisierung, Interoperabilität und im Umgang mit algorithmischen Verzerrungen.
  • Das Potenzial: Effizientere Flächennutzung, resiliente Infrastrukturen, bessere Klimaanpassung und ein Quantensprung bei der Verkehrsplanung.

Die Datenmaschine Dublin: Wie KI und Echtzeit-Mapping den Verkehr neu erfinden

Wer in Dublin im morgendlichen Berufsverkehr unterwegs ist, erlebt keine klassische Rushhour mehr, sondern eine fein orchestrierte Choreografie, die auf Algorithmen und Echtzeitdaten basiert. Was nach urbaner Science-Fiction klingt, ist Alltag in Irlands Hauptstadt – und macht Dublin zu einem der spannendsten Vorbilder für intelligente Mobilitätsplanung weltweit. Die Stadt setzt auf ein Ökosystem aus Sensoren, Kameras, GPS-Daten und offenen Schnittstellen, die alle Verkehrsbewegungen in Echtzeit erfassen. Diese Datenströme fließen in einen Urban Digital Twin, ein digitales Abbild der Stadt, welches nicht nur statische Infrastruktur, sondern auch dynamische Prozesse abbildet.

Herzstück dieses Systems ist die Integration von Künstlicher Intelligenz. KI-Algorithmen analysieren kontinuierlich die Verkehrsflüsse, erkennen Muster, prognostizieren Staus und empfehlen adaptive Steuerungsmaßnahmen. Die Steuerung von Ampelphasen erfolgt nicht mehr nach starren Zeitplänen, sondern wird situationsabhängig durch KI optimiert. So werden etwa bei Großveranstaltungen, Unfällen oder plötzlichen Wetterumschwüngen die Verkehrsströme innerhalb von Sekundenbruchteilen neu organisiert.

Ein weiteres Schlüsselelement ist das Real-Time-Mapping. Die Stadt nutzt Geoinformationssysteme, die permanent aktualisiert werden und so ein stets aktuelles Lagebild liefern. Diese digitalen Karten sind nicht nur Arbeitswerkzeug für die Verwaltung, sondern werden über offene Plattformen auch der Öffentlichkeit, Mobilitätsdienstleistern und Forschungseinrichtungen zugänglich gemacht. Der Clou: Die Karten zeigen nicht nur Straßen und Gebäude, sondern machen auch Verkehrsaufkommen, Baustellen, Umleitungen und verfügbare Mobilitätsangebote auf einen Blick sichtbar.

Die Verbindung von KI und Real-Time-Mapping hat dabei weitreichende Auswirkungen: Anstatt auf historische Daten und Erfahrungswerte zu setzen, kann die Verkehrsplanung in Dublin auf aktuelle Realitäten reagieren. Verkehrslenkung, Baustellenmanagement, Öffentlicher Nahverkehr und sogar Fußgängerströme werden so synchronisiert, dass Staus, Emissionen und Wartezeiten minimiert werden. Die Stadt gewinnt damit nicht nur an Effizienz, sondern auch an Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Resilienz.

Bemerkenswert ist, wie konsequent Dublin auf offene Daten setzt: Die städtische Datenplattform stellt Rohdaten, Analysen und Simulationen transparent zur Verfügung. Das fördert Innovation, ermöglicht neue Mobilitätsdienste und stärkt das Vertrauen der Bürger. Gleichzeitig werden Datenschutz und ethische Leitlinien großgeschrieben – denn ohne Akzeptanz und klare Regeln würde die datengetriebene Stadt schnell zur Black Box.

Technologische Infrastruktur: Bausteine einer lernenden Stadt

Der Erfolg von Dublins digitalem Verkehrssystem beruht auf einer robusten technologischen Infrastruktur, die weit über klassische Verkehrsmanagementsysteme hinausgeht. Fundament sind tausende Sensoren, Kameras und IoT-Geräte, die Verkehrsdaten, Umwelteinflüsse und Infrastrukturauslastungen erfassen. Diese Sensorik ist flächendeckend im gesamten Stadtgebiet verteilt, von vielbefahrenen Kreuzungen über Bushaltestellen bis hin zu Parkhäusern und Fahrradwegen. Sie speist ein urbanes Daten-Backbone, das als Nervensystem der Stadt täglich Terabytes an Informationen verarbeitet.

Herz und Hirn des Systems ist der Urban Digital Twin. Anders als herkömmliche 3D-Stadtmodelle bildet er nicht nur Gebäude und Straßen, sondern auch Echtzeitprozesse ab. Das Modell wird kontinuierlich mit aktuellen Daten aktualisiert, sodass ein stets synchrones Abbild der Stadt entsteht. Kombiniert wird der Digital Twin mit einem leistungsfähigen KI-Framework, das Muster erkennt, Szenarien simuliert und Entscheidungsvorschläge generiert. Die KI arbeitet dabei nicht isoliert, sondern in enger Kopplung mit menschlichen Verkehrsplanern, die Vorschläge prüfen, anpassen und freigeben.

Eine Schlüsselrolle spielt die Interoperabilität der Systeme. Dublin setzt auf offene Standards und modulare Plattformen, um die Integration verschiedenster Datenquellen zu gewährleisten. Ob Verkehrsmanagement, Wetterprognosen, Energiemonitoring oder Bürgerfeedback – alle Informationen laufen in einer integrierten Urban Data Platform zusammen. Diese Plattform fungiert als zentrales Cockpit und Schnittstelle zu externen Akteuren, von der Feuerwehr bis zum privaten Mobilitätsanbieter.

Die städtische IT-Architektur ist so konzipiert, dass sie skalierbar, ausfallsicher und datenschutzkonform bleibt. KI-Modelle werden regelmäßig auditiert und nachgeschärft, um Verzerrungen (sogenannte algorithmische Bias) zu vermeiden und eine faire, nachvollziehbare Steuerung zu garantieren. Zudem ermöglicht die Plattform die Entwicklung und Integration neuer Softwarelösungen, etwa für Routenoptimierung, emissionsarmes Routing oder die Simulation klimabedingter Extremereignisse.

Ein besonderes Augenmerk gilt dem Thema Datensouveränität. Dublin verfolgt das Prinzip der „Data Ownership by Design“: Die Stadt bleibt Herrin der Daten, kontrolliert Zugriffsrechte und setzt auf Transparenz in der Datenverarbeitung. So werden Missbrauch und Kommerzialisierung der städtischen Dateninfrastruktur verhindert, während Innovation und neue Dienste gefördert werden.

Stadtplanung in Echtzeit: Paradigmenwechsel und neue Möglichkeiten

Mit der Integration von KI und Real-Time-Mapping vollzieht Dublin einen Paradigmenwechsel in der Stadtplanung. Statt langfristiger, oft überholter Verkehrsmodelle werden Planungsentscheidungen auf Grundlage aktueller Daten getroffen. Das betrifft nicht nur die operative Verkehrssteuerung, sondern auch die strategische Stadtentwicklung. Neubauprojekte, Quartiersentwicklungen und Mobilitätskonzepte werden am digitalen Zwilling getestet, bevor sie in die Realität umgesetzt werden. So lassen sich Auswirkungen auf Verkehrsflüsse, Emissionen, Lärmbelastung oder Mikroklima frühzeitig simulieren und optimieren.

Die Planung wird damit zum iterativen, lernenden Prozess. Neue Erkenntnisse aus dem Echtzeitbetrieb fließen sofort in die Weiterentwicklung von Regelwerken, Szenarien und Leitbildern ein. Das klassische Planungsverständnis – in dem Entwürfe erst nach jahrelangen Studien und Bürgerbeteiligungen realisiert werden – wird durch eine agile, datenbasierte Prozessarchitektur ergänzt. Planer können auf Basis von Simulationen verschiedene Varianten durchspielen und die für die Stadt beste Option auswählen.

Ein weiterer Vorteil: Die Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Planungsentscheidungen steigt erheblich. Simulationen und Datenanalysen werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, sodass Bürger, Politik und Verwaltung auf Augenhöhe diskutieren können. Beteiligungsprozesse werden so fundierter, schneller und nachvollziehbarer. Das stärkt das Vertrauen in die Verwaltung und eröffnet neue Möglichkeiten der Co-Kreation urbaner Räume.

Die Echtzeitplanung wirkt sich auch auf die Resilienz der Stadt aus. Durch die permanente Überwachung und Analyse der Infrastrukturen können Schwachstellen frühzeitig erkannt, Risiken minimiert und Notfallpläne automatisiert ausgelöst werden. Ob Starkregen, Großdemo oder Verkehrsunfall – die Stadt bleibt handlungsfähig und adaptiv. Die Digitalisierung macht Dublin dabei nicht nur smarter, sondern auch sicherer und widerstandsfähiger gegenüber unvorhersehbaren Herausforderungen.

Zuletzt profitiert auch die Nachhaltigkeit: Verkehrsströme werden effizienter gelenkt, Emissionen und Energieverbrauch sinken, der Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel wird durch gezielte Anreize erleichtert. Die Stadtplanung wird so zu einem zentralen Hebel für die Erreichung der Klimaziele. Die Kombination aus KI und Digital Twin macht möglich, was früher als planerische Utopie galt: Eine Stadt, die nicht nur auf Vergangenheit und Gegenwart, sondern auch auf wahrscheinliche Zukünfte vorbereitet ist.

Herausforderungen und Lehren für den deutschsprachigen Raum

So beeindruckend Dublins Ansatz auch ist, so klar werden die Herausforderungen für andere Städte – insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der technologische Vorsprung Dublins basiert auf einer konsequenten Digitalisierungsstrategie, politischem Willen, ausreichender Finanzierung und einer offenen Innovationskultur. In vielen deutschen Kommunen hingegen sind die Voraussetzungen noch fragmentiert: Unterschiedliche Zuständigkeiten, komplexe Datenschutzregeln, mangelnde Interoperabilität und zögerliche Verwaltungsstrukturen bremsen die Einführung vergleichbarer Systeme.

Ein zentrales Hemmnis ist die Standardisierung. Während Dublin auf offene Schnittstellen und modulare Plattformen setzt, herrscht im deutschsprachigen Raum ein Flickenteppich aus proprietären Lösungen, inkompatiblen Datenformaten und Insellösungen. Das erschwert die Integration neuer Technologien und verhindert Skaleneffekte. Um KI und Digital Twins erfolgreich einzusetzen, braucht es gemeinsame Standards, offene Dateninfrastrukturen und übergreifende Governance-Modelle.

Ein weiteres Thema ist der Datenschutz. Die Skepsis gegenüber Datenverarbeitung ist in Deutschland besonders ausgeprägt – und nicht unbegründet. Damit digitale Stadtmodelle akzeptiert werden, müssen Datenschutz und Datensouveränität von Anfang an mitgedacht werden. Das bedeutet: Klare Eigentumsrechte, transparente Verarbeitungsprozesse und partizipative Kontrollmechanismen sind Pflicht. Dublin zeigt, dass Offenheit und Datenschutz kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig stärken können.

Die größte Hürde bleibt jedoch kulturell: Die Umstellung auf datengetriebene Planung erfordert einen Mentalitätswechsel – weg vom statischen Masterplan, hin zum lernenden, agilen Prozess. Das verlangt Mut, Fehlerfreundlichkeit und ein neues Selbstverständnis der Planung als kontinuierliche Steuerungsaufgabe. Verwaltungsgrenzen und Ressortdenken sind dabei genauso zu überwinden wie die Scheu vor technischer Komplexität.

Die Lehre aus Dublin: Nur wer offen experimentiert, Standards schafft und Beteiligung ernst nimmt, kann die Potenziale von KI und Digital Twins für die Stadtentwicklung heben. Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sollten Dublins Beispiel als Impuls begreifen, eine eigene Digitalisierungsstrategie zu entwerfen – maßgeschneidert auf lokale Bedingungen, aber mit Blick auf globale Innovationssprünge.

Fazit: Dublin als Blaupause – und Weckruf für die Zukunft der Stadtplanung

Dublin demonstriert eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Künstliche Intelligenz und Real-Time-Mapping konsequent in den Dienst der Stadtplanung gestellt werden. Die Kombination aus Urban Digital Twin, offener Datenplattform und KI-gestützter Verkehrslenkung schafft eine neue Qualität urbaner Steuerung: Echtzeit statt Routine, Simulation statt Spekulation, Transparenz statt Verwaltungsgrau. Die Stadt verwandelt sich in ein lernendes System, das nicht nur reagiert, sondern proaktiv gestaltet – und dabei die Bedürfnisse von Bürgern, Umwelt und Wirtschaft gleichermaßen berücksichtigt.

Für den deutschsprachigen Raum ist Dublins Ansatz Chance und Herausforderung zugleich. Die technologischen und organisatorischen Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um von den Erfahrungen zu profitieren und eigene Innovationen zu entwickeln. Dazu gehören offene Daten, klare Governance-Strukturen, partizipative Prozesse und eine neue Planungskultur, die Datenkompetenz und Gestaltungskraft vereint. Nur so kann der Sprung von der Pilotstudie zum urbanen Alltag gelingen.

Die Zukunft der Stadtplanung liegt nicht mehr im statischen Entwurf, sondern im permanenten Dialog zwischen Raum, Zeit und Daten. Wer heute die Grundlagen für KI-gestützte Echtzeitplanung legt, gestaltet die Stadt von morgen – resilienter, nachhaltiger und lebenswerter. Dublin liefert die Blaupause, aber der eigentliche Innovationsschub beginnt dort, wo Städte bereit sind, ihre Planung in die Hand des Digitalen Zwillings zu legen – und dabei nie den Menschen aus dem Blick zu verlieren.

Urbanisten, Planer und Entscheider sind gut beraten, die Lehren aus Dublin ernst zu nehmen: Nicht als technokratisches Allheilmittel, sondern als Einladung, Stadtplanung neu zu denken. Denn die Stadt von morgen wird nicht gebaut wie gestern – sie wird gemessen, simuliert, getestet und erst dann realisiert. Willkommen in der Echtzeit-Stadt. Wer jetzt handelt, plant nicht nur vorausschauender, sondern gestaltet Zukunft mit Präzision, Transparenz und Intelligenz.

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Lärmschutzschalen für Berliner Mauerpark

„Acoustic Shells“

Die Acoustic Shells sind 5

Die sogenannten „Acoustic Shells“ sollen musikalische Einlagen verbessern und gleichzeitig den Lärmpegel im Berliner Mauerpark reduzieren. Der Verein Freunde des Mauerparks e.V. und das Bezirksamt Pankow stellten die Lärmmuscheln nun vor. Alles zum Konzept lesen Sie hier.

Erste “Acoustic Shell” im Berliner Mauerpark aufgestellt

Sie sieht aus wie eine kleine Konzertmuschel aus Birkenholz und soll den umliegenden Anwohner*innen des Berliner Mauerparks endlich akustische Linderung verschaffen. Seit Jahren nämlich klagen die über die laute Musik der Feiernden, vor allem wenn es nachts oder Sonntag ist.

Die Form der Acoustic Shells nähert sich einem Parabolspiegelausschnitt von 5,75 Metern Breite und drei Metern Höhe. Damit soll diese gleich zwei Dinge bewirken, um die Schallemissionen auf die Nachbarschaft im Mauerpark zu reduzieren. Die Konstruktion kann die nach hinten gerichteten Schallwellen folglich reflektieren und Richtung Publikum bündeln, was den Schalldruck auf die Gebäude hinter der Muschel verringert. Gleichzeitig sollen sich die Musiker durch einen Rebound-Effekt in der Acoustic Shell besser hören können, wodurch diese leiser spielen könnten.

Lärmschutzschalen sollen Akzeptanz erhöhen

 

Die Acoustic Shell entstand auf Initiative des Vereins Freunde des Mauerparks und in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Pankow. Fast 19 000 Euro der Gesamtkosten von 23 000 Euro steuerte die Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr in Form einer Förderung bei. Die Konzertmuschel ist zerlegbar und der Mauerpark testet die Schale künftig “an geeigneten Tagen” und an verschiedenen Stellen auf dem Gelände.

Gegen nächtliche Ruhestörungen werden die Shells so zwar nichts ausrichten können, es ginge laut den Verantwortlichen aber auch vielmehr darum, zunächst unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen und die Akzeptanz der Straßenmusik zu erhöhen. Wie sich die akustischen Auswirkungen der Shells bemerkbar machen, das soll nach Ende der Saison ausgewertet werden. Für das Jahr 2022 ist dann geplant, weitere der mobilen Akustikmuscheln im Mauerpark aufzustellen.

Wenn sich das Konzept bewährt, sei nicht ausgeschlossen, dass auch eine feste Installation im Mauerpark zum Einsatz komme. Und die Idee soll Schule machen. Alexander Puell, der Vorsitzende des Vereins Freunde des Mauerparks e.V. dazu: „Wir zeigen mit den Acoustic Shells wie innovativer Lärmschutz und Kulturförderung in Pankow zusammengeht und hoffen, dass das Konzept nicht nur im Mauerpark erfolgreich ist, sondern dass dieser innovative Ansatz auch in anderen Parks und Städten Schule macht”

Mehr Informationen zu der Acoustic Shell im Berliner Mauerpark finden Sie auf der Webseite des Freunde des Mauerparks e.V.

Noch mehr Neuigkeiten rund um die Hauptstadt und ihre Parks? Der Spreepark in Berlin wird nicht nur gebaut sondern zusammen mit Bürger*innen und Interessent*innen entwickelt. Mehr zu den Beteiligungsprozessen erfahren Sie bei uns.

Gärten des Jahres 2027 – Jetzt mitmachen!

Preisträger 2026: Daniel Berg, Der Garten als ideale Fortsetzung einer Landschaft, Foto: Ferdinand Graf Luckner

Der Callwey Verlag ruft gemeinsam mit seinen namhaften Partnern erneut zur Teilnahme am Wettbewerb „Gärten des Jahres“ auf. Bereits zum zwölften Mal werden die herausragendsten privat gestalteten Gärten im deutschsprachigen Raum gesucht – entworfen von Landschaftsarchitekt*innen sowie Garten- und Landschaftsbauunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Landschaftsarchitekt*innen und Gartenbauprofis können bis zum 17. Juli 2026 ihre Projekte einreichen.

Hochkarätige Partner und Fachjury

Unterstützt wird der Wettbewerb von einer breiten Allianz aus Fachverbänden und Medien, darunter der bdla, BGL, DGGL, ÖGLA, BSLA, GALABAU Österreich, Jardin Suisse, sowie die Messe GaLaBau und Giardina. Die Zeitschriften Garten + Landschaft, Mein schöner Garten, Gartenpraxis, Gärten, zoll+, BSLA-Journal, G’plus und das GaLaBau Journal stellen die Siegerprojekte vor.

Die eingereichten Arbeiten werden von einer unabhängigen Jury bewertet, der unter anderem Thomas Banzhaf (BGL), Prof. Stephan Lenzen (BDLA), Dirk Ebben (Baumschule Ebben) und Daniel Berg, Gewinner der Gärten des Jahres 2026, angehören.

Einreichung und Preisverleihung

Teilnehmer*innen können bis zum 17. Juli 2025 ihre Projekte hier einreichen. Die Einreichgebühr beträgt 390 Euro für das erste Projekt und 195 Euro für jedes weitere. Die feierliche Preisverleihung findet am 25. Februar 2027 in der Baumschule Ebben statt.

50 beste Gärten im Bildband und in der Ausstellung

Die besten 50 Gärten werden im hochwertig gestalteten Callwey-Jahrbuch „Gärten des Jahres 2027“ veröffentlicht und in einer begleitenden Ausstellung präsentiert. Die prämierten Werke erhalten zusätzlich mediale Aufmerksamkeit durch Beiträge in führenden Garten- und Landschaftsmedien.

Zusätzliche Auszeichnungen: Newcomer, Architects’ Choice und Gartenfotografie

Neben dem Hauptpreis werden auch 2027 wieder drei Sonderauszeichnungen vergeben:

  • Newcomer des Jahres: Bereits zum dritten Mal wird ein Preis für junge Büros vergeben, die nicht vor 2023 gegründet wurden.

  • Gärten des Jahres – Architects‘ Choice: „Gärten des Jahres – Architects‘ Choice“ ist die Auszeichnung für Unternehmen, die mit ihren Produkten einen wichtigen Beitrag zu den schönsten Gartenprojekten leisten. Der Sieger unter den eingereichten Produkten wird durch ein Online-Voting auf www.gaerten-des-jahres.com durch die Top 100 Gärten des Jahres Planer*innen bestimmt. Zum Voting-Start wird eine Gebühr für das Medienpaket in Höhe von 3.900,- Euro (zzgl. MwSt.) pro eingereichtem Produkt fällig. Einsendeschluss ist der 5. Oktober 2026.

  • Gartenfotografie des Jahres: Zum achten Mal wird 2027 die Gartenfotografie des Jahres ausgezeichnet: Unter den 50 Gärten im Jahrbuch wird von der Jury eine Fotostrecke ausgewählt, welche sich besonders abhebt. Kriterien dabei sind: Perspektive auf den Garten, allgemeiner Eindruck, Bildsprache, gewählte Bildausschnitte, Repräsentation des Gartens.

Jetzt mitmachen!

Der Wettbewerb Gärten des Jahres ist nicht nur ein Schaufenster für exzellente Gartengestaltung, sondern auch eine einzigartige Plattform zur Vernetzung innerhalb der Branche. Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und Anmeldemöglichkeiten finden Interessierte auf der offiziellen Website hier.

Lesen Sie hier mehr zu den Gewinner*innen Gärten des Jahres 2026.