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KI bewertet Schattenspender – Allee oder Einzelfeuer?

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Städtisches Leben: Menschen flanieren entlang moderner Hochhäuser – aufgenommen von Marek Lumi.
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KI bewertet Schattenspender – Allee oder Einzelfeuer?


Wer spendet der Stadt den besten Schatten: die standhafte Allee oder doch der Solitärbaum mit hochmoderner KI-Bewertung? In Zeiten der Klimaerhitzung wird diese Frage zur Überlebensfrage im urbanen Raum. Künstliche Intelligenz mischt jetzt kräftig mit und hilft, die klügsten Schattenspender-Strategien zu finden. Was steckt dahinter? Wer profitiert? Und wo liegen Risiken und Chancen für Planer, Städte und Landschaftsarchitekten? Willkommen beim Deep Dive ins digitale Schattenmanagement!

  • Warum Schatten in der Stadtentwicklung heute eine entscheidende Rolle spielt.
  • Wie Künstliche Intelligenz (KI) die Bewertung von Schattenspendern revolutioniert – von der klassischen Allee bis zum einzelnen Stadtbaum.
  • Technische Grundlagen: Datenquellen, Simulationsverfahren und Algorithmen im Überblick.
  • Konzeptionelle und planerische Unterschiede zwischen Allee- und Einzelschattenspendern.
  • Praxisbeispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: Wo KI-gestützte Schattenplanung den Unterschied macht.
  • Rolle von Governance, Partizipation und Datenhoheit beim digitalen Schattenmanagement.
  • Risiken und Limitationen von KI-gestützten Analysen – von Bias bis Black Box.
  • Chancen für nachhaltige, klimaresiliente und lebenswerte Stadträume.
  • Strategische Empfehlungen für die künftige Planung und den professionellen Umgang mit KI im Kontext urbaner Schattenspender.

Warum Schatten heute Stadtentwicklung prägt – und was KI damit zu tun hat

Einmal ehrlich: Wer an den Sommer der Zukunft denkt, denkt nicht an lauschige Brisen, sondern an Hitzewellen, überhitzte Plätze und asphaltierte Glutinseln, denen man mit einem Eiskaffee kaum noch beikommt. Hitzestress in Städten ist längst keine abstrakte Modellrechnung mehr, sondern gelebte Realität – und die Nachfrage nach Schatten steigt exponentiell. Stadtbäume, Alleen, Pergolen und grüne Dächer sind nicht mehr nur hübsche Add-ons, sondern lebenswichtige Infrastruktur. Und dabei ist Schatten nicht gleich Schatten: Die Qualität, Quantität und Tageszeit der Verschattung entscheiden über Aufenthaltsqualität, Gesundheitsschutz und sogar die soziale Nutzung öffentlicher Räume.

Doch wie bewertet man Schatten eigentlich richtig? Klassische Methoden waren lange auf Erfahrungswerte, grobe Skizzen und statische Modelle angewiesen. Die Resultate waren oft unpräzise und aufwendig zu aktualisieren – gerade bei dynamischen Faktoren wie Baumentwicklung, Klimawandel und sich ändernden Nutzungsansprüchen. Hier kommt nun die Künstliche Intelligenz ins Spiel. Sie nimmt sich der Herausforderung an, die komplexen Zusammenhänge von Vegetation, Mikroklima, Sonnenstand und Bebauungsstruktur in Echtzeit zu analysieren und zu simulieren. Die Frage ist nicht mehr, ob Schatten überhaupt erzeugt wird, sondern wie, wo und wann er am wirksamsten ist – und zwar für wen.

KI-gestützte Tools betreiben heute weit mehr als nur Schattensimulationen. Sie werten Satellitendaten, Drohnenaufnahmen, Sensordaten und historische Klimareihen aus, verbinden sie mit urbanen Geodaten und liefern Szenarien, die Planern völlig neue Entscheidungsräume eröffnen. Dabei geht es nicht nur um die reine Fläche, die beschattet wird, sondern um die Aufenthaltsdauer, die Kühlleistung und sogar die Wechselwirkungen mit Biodiversität und sozialer Nutzung. Das alles läuft nicht mehr auf Zuruf mit Lineal und Transparentpapier, sondern als datengetriebener, lernender Prozess, der städtische Lebensqualität messbar und planbar macht.

Die Tragweite dieses Paradigmenwechsels reicht weit über den nächsten schattigen Sitzplatz hinaus. KI-gesteuerte Schattenanalysen wirken auf Stadtklima, Mobilität, Gesundheit und soziale Gerechtigkeit. In Wien etwa sind Schattenkarten mittlerweile Teil der Gesundheitsplanung, in Zürich fließen KI-basierte Verschattungsmodelle in die Gestaltung von Spielplätzen und öffentlichen Plätzen ein. Wer als Planer oder Entscheider an Schattenmanagement denkt, muss heute digital denken – und sollte die KI nicht als Feind, sondern als Partner begreifen.

Das Spannende: Künstliche Intelligenz bringt nicht nur neue Methoden, sondern stellt auch alte Gewissheiten infrage. Ist die klassische Allee wirklich immer das Optimum? Oder sind punktuelle Schattenspender mit maximaler Flexibilität die bessere Wahl? Die Antworten sind alles andere als trivial und verlangen nach einem neuen, datenbasierten Verständnis von Urbanität, Nachhaltigkeit und Lebensqualität. Wer hier nicht mitzieht, plant am Bedarf der Bevölkerung vorbei – und riskiert, dass die Stadt zur heißen Wüste wird.

Am Ende kristallisiert sich heraus: Die Zukunft des Schattens ist digital, dynamisch und maßgeschneidert. Wer jetzt die richtigen Fragen stellt, kann mit Hilfe der KI das Optimum aus jedem Standort, jedem Baum und jeder Allee holen – und aus der Stadt ein echtes Schattenparadies machen, das den Sommer nicht fürchtet, sondern genießt.

KI in der Bewertung von Schattenspendern: Von der Allee zur Einzellösung

Die Künstliche Intelligenz hat das Zeug dazu, das Bild des städtischen Grüns grundlegend zu verändern. Doch wie funktioniert die technologische Revolution im Schattenmanagement konkret? Im Kern geht es darum, große Datenmengen aus unterschiedlichsten Quellen nutzbar zu machen, um möglichst präzise Aussagen über die Wirkung und das Potenzial von Schattenspendern zu treffen. Angefangen bei hochauflösenden Geländemodellen und Baumkatastern über Wetter- und Klimadaten bis zu Echtzeitmessungen zu Temperatur und Luftfeuchte – alles wird eingespeist und von Machine-Learning-Algorithmen verarbeitet, die Muster erkennen und Prognosen erstellen können.

Die klassische Allee – also die streng zeilenförmige Pflanzung von Bäumen entlang von Straßen oder Wegen – galt lange als Königsweg im Schattenmanagement. Sie bietet gleichmäßige Verschattung, einprägsame Raumwirkung und ist in der Pflege relativ effizient. Doch die Realität der Stadt ist oft weniger plan als gedacht. Engstellen, Leitungsführungen, Denkmalschutz oder schlicht Platzmangel machen die Reihung von Bäumen vielerorts unmöglich. Hier kommen Einzelschattenspender ins Spiel: Einzelbäume, Baumgruppen oder mobile Begrünungselemente, die gezielt dort platziert werden, wo der Bedarf am größten ist.

Mit KI-basierten Tools lassen sich heute beide Ansätze systematisch vergleichen. Die Algorithmen simulieren den Schattenverlauf zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten, berücksichtigen das Wachstum der Bäume, deren Vitalität und die Wechselwirkung mit der Umgebung. Ergebnis: Planer erhalten belastbare Aussagen, wie die Verschattung im Jahr 2030, 2040 oder gar 2050 aussehen wird – und können die Planung dynamisch anpassen. Besonders spannend wird es, wenn die KI verschiedene Szenarien durchspielt: Was bringt eine Allee aus Platanen im Vergleich zu punktuellen Solitärbäumen? Wie verändert sich das Mikroklima, wenn bestimmte Arten ausfallen oder nachgepflanzt werden?

Entscheidend ist dabei die Fähigkeit der KI, Zielkonflikte und Synergien zu erkennen, die dem menschlichen Auge leicht entgehen. Ein Beispiel: Eine dichte Allee spendet zwar viel Schatten, kann aber die Durchlüftung beeinträchtigen oder zur Ansiedlung invasiver Arten führen. Einzelbäume wiederum sind flexibler, aber weniger effizient in der Flächenverschattung. KI-Modelle analysieren diese Zusammenhänge auf Basis realer Daten – und unterstützen so die Entwicklung von Lösungen, die optimal auf Standort, Nutzungsdruck und Klimaprognosen zugeschnitten sind.

Ein weiteres Novum: Die KI kann die soziale Dimension des Schattens erfassen, etwa indem sie Bewegungsströme, Aufenthaltszeiten und Nutzerpräferenzen mit einbezieht. So entstehen Verschattungspläne, die nicht nur biologisch und technisch, sondern auch soziokulturell optimiert sind. Die Frage Allee oder Einzelfeuer wird plötzlich zur Frage nach maßgeschneiderter Lebensqualität – und die Stadt zur Bühne eines datenbasierten Schattenspiels, das seinesgleichen sucht.

Was bleibt, ist die Erkenntnis: Die Entscheidung für Allee oder Einzelbaum muss heute nicht mehr aus dem Bauch heraus getroffen werden. Wer Künstliche Intelligenz gezielt einsetzt, kann Schattenwirkung, Klimaresilienz und Aufenthaltsqualität intelligent ausbalancieren – und so die Stadt von morgen schon heute auf Sommerhitze vorbereiten.

Technische Grundlagen und Herausforderungen: Daten, Algorithmen und Governance

Die Magie der KI-basierten Schattenbewertung basiert ganz profan auf Daten – und zwar auf möglichst vielen, möglichst hochwertigen und möglichst aktuellen. Hier beginnt die eigentliche Herausforderung für Städte und Planer: Woher die Daten nehmen, wie sie verarbeiten, und wer hat am Ende die Kontrolle über die Ergebnisse? Die wichtigsten Quellen für die KI sind dabei städtische Baumkataster, hochauflösende Geodaten, Lidar-Scans, Wetterstationen und zunehmend auch Echtzeitsensoren, die Temperatur, Feuchtigkeit und sogar die Photosyntheseleistung einzelner Bäume messen können.

Die Algorithmen, die aus diesen Daten Prognosen und Empfehlungen ableiten, sind oft komplexe Machine-Learning-Modelle, die speziell auf urbane Ökosysteme trainiert wurden. Sie erkennen Muster in der räumlichen Verteilung von Bäumen, simulieren deren Wachstum und Verschattung und beziehen dabei auch Veränderungen durch Klimawandel, Pflegefehler oder Krankheiten ein. Immer häufiger kommen sogenannte Deep-Learning-Verfahren zum Einsatz, die nicht nur lineare Zusammenhänge, sondern auch nicht-offensichtliche, komplexe Interaktionen zwischen Vegetation, Bebauung und Klima erfassen können.

Doch so faszinierend die Technik auch ist: Sie wirft gewichtige Fragen auf. Wer definiert die Zielkriterien, nach denen die KI entscheidet? Welche Daten fließen ein – und welche bleiben außen vor? Und wie transparent sind die Entscheidungswege der Algorithmen wirklich? Gerade im öffentlichen Raum dürfen KI-Systeme keine Black Boxes werden, sondern müssen nachvollziehbar, erklärbar und steuerbar bleiben. Andernfalls droht die Gefahr, dass Planungsentscheidungen von undurchsichtigen Modellen gelenkt werden, die lokale Bedürfnisse und Erfahrungen ignorieren.

Ein weiteres Problemfeld ist die Datenhoheit. Viele Städte verfügen zwar über umfangreiche Baumkataster und Sensordaten, doch oft sind diese Daten nicht kompatibel oder in Silos eingeschlossen. Die Integration in KI-Plattformen erfordert offene Schnittstellen, standardisierte Datenformate und klare Regelungen zur Nutzung und Weitergabe. Ohne eine solide Governance droht der Wildwuchs: Verschiedene Abteilungen, Dienstleister oder gar kommerzielle Plattformen betreiben eigene KI-Modelle – mit unterschiedlichen Annahmen und Ergebnissen. Das sorgt nicht nur für Verwirrung, sondern kann auch die Akzeptanz der Technologien untergraben.

Umso wichtiger ist es, dass die Entwicklung und der Einsatz von KI-basierten Schattenmanagement-Systemen von Anfang an partizipativ gestaltet werden. Planer, Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit müssen gemeinsam definieren, welche Ziele verfolgt werden, wie die Daten erhoben und genutzt werden und wie die Ergebnisse kommuniziert werden. Nur so kann die KI ihr Potenzial für mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität entfalten – und bleibt ein Werkzeug in der Hand der Stadt, nicht umgekehrt.

Fazit dieses Kapitels: Die KI ist kein freischwebender Zauberstab, sondern ein mächtiges Werkzeug – wenn sie richtig eingesetzt, transparent gesteuert und konsequent auf die Bedürfnisse der Stadtgesellschaft ausgerichtet wird. Wer diese Grundlagen ignoriert, riskiert, dass aus dem Schattenmanagement ein Schattenreich der Intransparenz wird.

Praxisbeispiele, Chancen und Risiken: KI-gestützte Schattenplanung im DACH-Raum

Die Theorie ist gut, aber wie sieht es in der Praxis aus? Zahlreiche Städte im deutschsprachigen Raum loten aktuell die Möglichkeiten KI-gestützter Verschattungsplanung aus – mit teils überraschenden Ergebnissen. In München etwa läuft ein Pilotprojekt, bei dem mithilfe von KI und Satellitendaten die Verschattungssituation in Hitzeschwerpunkten analysiert wird. Die Ergebnisse fließen direkt in die Grünflächenplanung und die Nachverdichtung von Quartieren ein. Besonders spannend: Die KI schlägt in einigen Fällen Einzelbäume an strategisch wichtigen Orten vor, wo klassische Alleenstrukturen nicht umsetzbar wären – ein Paradigmenwechsel für die Planungsroutine.

In Zürich werden mit Hilfe von Machine-Learning-Modellen Bewegungsströme und Aufenthaltszeiten auf öffentlichen Plätzen ausgewertet, um gezielt die Verschattung zu optimieren. Die KI empfiehlt dort hybrides Schattenmanagement: eine Kombination aus bestehenden Baumreihen, mobilen Begrünungselementen und gezielten Nachpflanzungen. Die Folge: Mehr Aufenthaltsqualität, weniger Hitzestress und eine deutlich bessere soziale Nutzung der Flächen – nachweisbar durch Temperaturmessungen und Nutzerbefragungen.

Auch in Wien hat die KI Einzug in die Schattenplanung gehalten. Hier werden Verschattungssimulationen in der Bürgerbeteiligung genutzt, um gemeinsam mit der Bevölkerung die besten Standorte für neue Schattenspender zu identifizieren. Die Transparenz der digitalen Werkzeuge sorgt nicht nur für Akzeptanz, sondern auch für kreative Lösungen, die ohne KI oft übersehen worden wären – etwa die Kombination von Schattenbäumen mit kühlenden Wasserelementen oder temporären Schattendächern.

Doch es gibt auch Schattenseiten: KI-Modelle sind nur so gut wie die Daten, mit denen sie gefüttert werden. Fehlende oder fehlerhafte Daten, algorithmische Verzerrungen oder ein Mangel an lokaler Expertise können dazu führen, dass die Empfehlungen der KI an der Realität vorbeigehen. In einigen Fällen wurden beispielsweise Schattenbedarfe in benachteiligten Stadtteilen unterschätzt, weil dort weniger Daten vorlagen oder die Aufenthaltszeiten anders erfasst wurden. Hier zeigt sich: KI ist kein Ersatz für lokale Erfahrung, sondern deren digitale Ergänzung – und braucht die kritische Kontrolle durch Planer und Öffentlichkeit.

Die Chancen überwiegen dennoch: KI-gestützte Schattenplanung kann Städte schneller, flexibler und nachhaltiger machen. Sie eröffnet neue Möglichkeiten für partizipative Planung, fördert die Integration von Klimazielen und unterstützt eine gerechtere Verteilung von Aufenthaltsqualität. Wichtig bleibt, dass Technologie und Mensch im Dialog bleiben – und die KI als Werkzeug verstanden wird, nicht als unfehlbare Entscheidungsinstanz.

Abschließend wird deutlich: Wer KI klug einsetzt, kann aus dem scheinbaren Gegensatz von Allee und Einzelfeuer ein Mosaik intelligenter Schattenspender machen – und so die Stadt klimaresilient und lebenswert gestalten.

Fazit: Weg vom Dogma – hin zum intelligenten Schattenmix

Die Frage Allee oder Einzelfeuer ist längst keine Glaubensfrage mehr, sondern ein datengetriebenes Planungsproblem – und die Künstliche Intelligenz ist der Joker im Spiel. Sie macht sichtbar, was dem menschlichen Auge verborgen bleibt, und schafft die Grundlage für maßgeschneiderte, nachhaltige Schattenspender-Konzepte. Doch sie ist kein Allheilmittel, sondern ein Werkzeug, das Transparenz, Partizipation und kluge Steuerung braucht.

Die besten Ergebnisse entstehen, wenn klassische Planungskompetenz und digitale Intelligenz zusammenarbeiten. Nur so lassen sich die komplexen Zielkonflikte zwischen Verschattung, Klimaresilienz, Biodiversität und Aufenthaltsqualität wirklich lösen. Die Zukunft gehört dem intelligenten Schattenmix: Dort eine Allee, wo sie Sinn ergibt; hier ein Solitärbaum, wo Flexibilität gefragt ist; und überall dort, wo es nötig ist, eine Symbiose aus Natur, Technik und sozialem Wissen.

Für Planer, Städte und Landschaftsarchitekten heißt das: Mut zur Innovation, Mut zur Offenheit – und Mut, die eigenen Routinen zu hinterfragen. Wer jetzt auf KI-gestützte Schattenplanung setzt, kann die Stadt von morgen nicht nur abkühlen, sondern auch lebenswerter machen. Die Werkzeuge liegen bereit, die Daten fließen – jetzt ist der Moment, den Schatten neu zu denken.

Garten und Landschaft bleibt am Puls der Zeit und zeigt: Die Zukunft der Stadt ist nicht grau, sondern ein Schattenspiel der Möglichkeiten – klug orchestriert von Mensch, Baum und Maschine. Wer da noch an alten Dogmen festhält, verpasst die kühlste Revolution des urbanen Raums.


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Wir sind Fachmedium des Jahres!

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Die Garten + Landschaft ist Fachmedium des Jahres 2017. Das verkündete die Jury auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt am 17. Mai 2017.

Wissen vermitteln, den Horizont erweitern, Perspektiven bieten und Emotionen wecken – mit Tiefgang, einem modernen Layout und dem Anspruch auf Aktualität. Das muss eine gute Fachzeitschrift können. Und wir haben es jetzt schwarz auf weiß: so ein Medium ist die Garten + Landschaft. Gestern wurden wir auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt als beste Fachzeitschrift des Jahres (bis 1 Mio. Umsatz) ausgezeichnet.

Für journalistische Qualität ausgezeichnet

Die Jury war sich einig: „Die Garten + Landschaft versteht es, den Fachzeitschriftenleser auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Der Titel besticht durch ein großzügiges und opulentes Layout, ohne an Sachlichkeit zu verlieren. Typo und Bilder werden vorbildlich eingesetzt“. Sehr gut gefallen haben der Jury auch die strukturierte Leserführung, die vielfältigen Stilformen und die Rubrik „Snapshots“.

Die Garten + Landschaft befindet sich in guter Gesellschaft. Auch die anderen Preisträger überzeugten die Jury von ihrer journalistischen Qualität: Ausgezeichnet wurden unter anderem die Deutsche Apotheker Zeitung, Miss & Mister Handwerk, DeviceMed, Si und die Website Hofheld vom Deutschen Landwirtschaftsverlag.

Zur Hauptjury gehörten Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse, Wolfgang Beisler, stellvertretender Sprecher der Deutschen Fachpresse und Geschäftsführer des Carl Hanser Verlags, Jörg Dambacher, geschäftsführender Gesellschafter der RTS Rieger Team Werbeagentur, Prof. Dr. Lutz Frühbrodt, Leiter des Studiengangs „Fachjournalismus mit Schwerpunkt Technik“ an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Stefan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vogel Business Media und Hans Scheider, Mitgesellschafter der diemedia GmbH.

Hier geht’s zum Probeabo der Garten + Landschaft.

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Disney Dorf – tausend Wohneinheiten mit Micky Maus

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das soll bald in den Disney Storyliving Communities möglich sein. (Foto: Capricorn song / Unsplash)
das soll bald in den Disney Storyliving Communities möglich sein. (Foto: Capricorn song / Unsplash)

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Disney für Erwachsene

Zwei Stunden von Los Angeles entfernt möchte der Disney-Konzern ein erstes Dorf mit tausend Wohneinheiten bauen. Das Micky-Maus Dorf soll dabei den typischen Disneycharme versprühen und junge Menschen, Tourist*innen, aber vor allem auch Senior*innen anziehen. Alles zu dem Projekt – das nur das erste von vielen sein soll – lesen Sie hier.

Im Februar 2022 kündigte Disney „Storyliving“ an: Nachbarschaften oder Communities, die es Fans ermöglichen sollen, „nach neuen Wegen zu suchen, um Disney zu einem größeren Teil ihres Lebens zu machen“. Bei diesen neuen Wohngebieten in ganz Amerika handelt es sich um per Masterplan entworfene Communities, die sich durch „einzigartig gestaltete Räume, einzigartige Annehmlichkeiten und Disneys weltberühmten Service“ auszeichnen werden. Der erste Standort des Disney Dorf wird in Rancho Mirage, Kalifornien, sein. Dies ist der Ort, an dem der Firmengründer Walt Disney einst lebte.

Josh D’Amaro, Leiter von Disneys Abteilung für Parks, Erlebnisse und Produkte, sagte, es sei nur logisch, Nachbarschaften im Stil eines Themenparks zu schaffen: „Seit fast hundert Jahren hat Disney mit seinen Geschichten und Figuren die Herzen der Menschen überall berührt“, sagte er. „Während wir uns auf das nächste Jahrhundert unseres Bestehens vorbereiten, wollen wir neue und aufregende Angebote entwickeln, um die Magie von Disney zu den Menschen zu bringen – indem wir Geschichten in echtes Leben verwandeln.“

Das erste Disney Dorf

Erste Renderings der Storyliving Communities zeigen Orte, die sehr idyllisch und urlaubsähnlich aussehen. Die deutsche Zeitung „Der Spiegel“ hat sie als „ewige Kreuzfahrten“ und „echte Märchenwelten“ beschrieben. Den Bewohner*innen werden zahlreiche Aktivitäten wie Yoga- und Kochkurse sowie ein vielfältiges Wellness-Angebot geboten.

Die Zielgruppe für die Storyliving Communities sind erwachsene Disney-Fans, die eine harmonische Disneyland-Atmosphäre suchen. Diejenigen, die 55 Jahre und älter sind, haben eine starke Bindung zu Disney und blicken auf ältere Filme und erste Besuche in den Disneyland-Parks zurück. Der erste Park eröffnete im Juli 1955 in Anaheim, Kalifornien. Im Oktober 1971 folgte Disney World in Bay Lake, Orlando.

Im Jahr 1996 gründete die Walt Disney Company die Stadt Celebration in Florida, eine Nachbarschaft im Osceola County. Celebration zeichnet sich durch begehbare Straßen, zahlreiche Parks in der Nachbarschaft, günstige Einkaufsmöglichkeiten und traditionelle Wohnformen aus. Sie ist ein Beispiel für den „New Urbanism“, der zeigt, wie die Häuser früher aussahen. Die Stadt befindet sich zwar nicht auf dem Disney-Resort selbst, liegt aber in der Nähe des Parks. Die ersten Häuser wurden von Disneyland-Fans bei einer Tombola gewonnen. Heute befinden sich die Grundstücke von Celebration jedoch alle in Privatbesitz.

Erster Spatenstich im April 2022

Disneys erste Storyliving Community in Rancho Mirage wird den Namen Cotino tragen. Der erste Spatenstich fürs Disney Dorf ist für den 26. April 2022 im Rahmen einer privaten Zeremonie geplant. Das Gelände wird derzeit planiert, was bis zu zwölf Monate dauern kann.

Cotino soll eine Wohnsiedlung, eine 24 Hektar große, schwimmfähige Lagune und ein Resort-Hotel umfassen. Die Wohnmöglichkeiten werden voraussichtlich aus Anwesen, Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern bestehen. Sie sind um eine große Oase mit künstlichen Stränden angeordnet. Die Storyliving Community wird als Gemeindeverband organisiert sein, der von Disney-Mitarbeiter*innen geleitet wird. In der Storyliving Community sollen das ganze Jahr über Veranstaltungen und Unterhaltungsprogramme zum Thema Disney stattfinden.

Gabe Codding, Stadtsprecher von Rancho Mirage, sagte, dass es noch keine Baugenehmigung für Cotino gibt. Dies bedeutet, dass der Bau lange dauern könnte. Der Bebauungsplan für das Grundstück ist zwar bereits genehmigt, doch muss die Gemeinde noch ein Antrags- und Genehmigungsverfahren durchlaufen. Dazu gehören Präsentationen vor dem Architectural Review Board der Stadt, der Planungskommission und dem Stadtrat. Dabei müssen sowohl die Meinungen der Öffentlichkeit als auch die von Fachleuten vorgebrachten Überlegungen und Fragen berücksichtigt werden.

Disney kündigt an, überall in den Vereinigten Staaten Storyliving Communities zu errichten. Es wird jedoch noch einige Jahre dauern, bis die ersten Märchendörfer, das erste Disney Dorf bewohnbar ist – Micky Maus muss sich also noch ein wenig gedulden.

Kritische Stimmen

In den Vereinigten Staaten von Amerika wird häufig beklagt, dass Disney „alles besitzt“, von Fernsehsendern über Filmproduktionsfirmen bis hin zu Zeitungen. Sogar GoPro ist teilweise im Besitz des Unternehmens. Mehr als 210 000 Menschen arbeiten bei dem Unternehmen, das sich nicht mehr im Besitz der Disney-Familie befindet. Stattdessen ist der größte Aktionär die Vanguard Group Inc.

Als Titan in der Welt der Vergnügungsparks, des Fernsehens und der Filme ist Disney nun dabei, sich in die Entwicklung von Wohnvierteln zu versuchen. Dies hat in den sozialen Medien viel Kritik hervorgerufen, die Storyliving als „Gated Community für Disney-Erwachsene“ bezeichnet. Die Idee, dass ein Unternehmen eine Stadt besitzt, ist selbst in den Vereinigten Staaten ungewöhnlich.

Gleichzeitig steht Disney in der Kritik, seine Mitarbeiter*innen unterbezahlt zu haben, was Twitter-Nutzer*innen dazu veranlasst hat, Dinge zu tweeten wie „Irgendwie krank, dass Disney Wohnungen für die Reichen baut, während ein guter Prozentsatz seiner Mitarbeiter obdachlos ist und in ihren Autos lebt, aber das ist eben der Maus-Kapitalismus“. Gleichzeitig hat Disney Pläne für den Bau von 1 300 bezahlbaren Wohnungen in der Nähe des Themenparks in Orlando angekündigt.

Zu einem etwas anderen Park in der kalifornischen Großstadt, können Sie hier etwas lesen.

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