07.01.2026

Aktuelles Gesellschaft

Klimaneutralität – Die neue G+L im Januar 2026!

Coverfoto: Lachlan Ross via Pexels

Städte auf dem Weg zur Klimaneutralität

Klimaneutral bis 2035. Die Ziele, die einst ehrgeizig klangen, wirken angesichts globaler Hitze-Rekorde und unzureichender Fortschritte mittlerweile wie dringende Notwendigkeiten. Doch der Weg zur Klimaneutralität bleibt steinig und komplex. Unser Jahresauftakt-Heft widmet sich daher den entscheidenden Fragen: Wie können Städte diesen Wandel schaffen? Welche Technologien und Strategien führen tatsächlich zu den nötigen Einsparungen? Und ganz grundsätzlich – ist das Ziel der Klimaneutralität an sich ausreichend oder bedarf es ambitionierterer Visionen?


Klimaneutralität – auch eine Willensfrage

Wir sprechen in dieser Ausgabe mit Expert*innen und werfen einen Blick auf Städte wie Feldheim und Wuppertal sowie Institutionen wie die Universität Göttingen, die bereits beeindruckende Erfolge vorweisen. Ihr Wissen bringt wertvolle Erkenntnisse darüber, wie Klimaneutralität erreicht und vor allem erhalten werden kann. Von innovativen Energiesystemen und kreislauforientierten Bauansätzen bis hin zu neuen Formen der grünen Infrastruktur, die städtische Räume nicht nur klimafreundlicher, sondern auch lebenswerter machen – es zeigt sich, dass die Mittel für den Wandel existieren, wenn der Wille da ist. Dass dieser Wille an manchen Stellen existiert, beweist die Stadt Hamburg: In einem Volksentscheid haben die Hamburger*innen dafür gestimmt, das Ziel der Klimaneutralität von 2045 auf 2040 vorzuziehen und verbindliche jährliche CO₂-Obergrenzen sowie Transparenz und soziale Verträglichkeit im Klimaschutzgesetz festzuschreiben.

Gleichzeitig aber machen politische Entwicklungen wie die Debatte um ein mögliches Kippen des „Verbrenneraus“ deutlich, dass technischer Fortschritt allein nicht genügt – gesellschaftliche und politische Rückschläge können gewonnene Jahre im Klimaschutz schnell wieder kosten.


Bereitschaft der Gesellschaft

Und wie steht es um die gesellschaftliche Bereitschaft, so radikale Veränderungen mitzutragen? Wie steht es um unseren Willen? Was wird von uns allen gefordert, damit der Wandel gelingt? Die Klimaneutralität geht weit über technische Fragen hinaus; sie stellt auch grundsätzliche Anforderungen an unser Verhalten, unsere Prioritäten und unsere Bereitschaft, Komfortzonen zu verlassen. Die Rückwärtsdebatte um den Verbrennungsmotor zeigt, wie fragil die Akzeptanz umfassender Maßnahmen sein kann. Diese Ausgabe hinterfragt daher kritisch, ob und wie die deutschen Städte dieses Ziel in den kommenden Jahren tatsächlich umsetzen können – und welche Rolle Stadtplaner*innen, Landschaftsarchitekt*innen und die Zivilgesellschaft dabei spielen müssen.


Wandel aus Überzeugung

2026 könnte das Jahr sein, in dem wir den entscheidenden Schritt Richtung Klimaneutralität gehen könnten – oder endgültig feststellen, dass ambitionierte Versprechen allein nicht ausreichen. Mögen die nächsten Jahre zeigen, dass Wandel möglich ist, wenn wir ihn nicht nur aus Einsicht, sondern auch aus Überzeugung gestalten.

 

Das Heft gibt es hier im Shop.

In unserer Dezember-Ausgabe drehte sich alles um das Thema Hinterhöfe. Lesen Sie hier mehr davon.

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