Lausitzer Platz Berlin: Nachbarschaftstreffpunkt und Klimaschutz

Wie eine Stadtterrasse sollen die Freiflächen auf dem neu gestalteten Lausitzer Platz mehr Raum für die Nachbarschaft und das Alltagsleben bieten. Copyright: Adrian Calitz
Wie eine Stadtterrasse sollen die Freiflächen auf dem neu gestalteten Lausitzer Platz mehr Raum für die Nachbarschaft und das Alltagsleben bieten. Copyright: Adrian Calitz

Die Gegend rund um den Görlitzer Bahnhof in Berlin ist vor allem für den Drogenhandel, für Müllberge und einen turbulenten Alltag bekannt. Am Lausitzer Platz, wenige Schritte vom Bahnhof entfernt, soll sich dies nun ändern: WES LandschaftsArchitektur hat den 1. Preis in einem landschaftsplanerischen Wettbewerb gewonnen und plant, den Park klimafit zu machen.

Der Lausitzer Platz liegt in der Berliner Luisenstadt, die durch eine gründerzeitliche Blockrandbebauung geprägt ist. Mit der Emmaus-Kirche erhält der Platz seine Nord-Süd-Ausrichtung und Sichtbarkeit. Aktuell ist der Platz weder sicher noch schön: Er dient in Teilen als inoffizielle Müllkippe und wird unter anderem von Junkies frequentiert. Zugleich gibt es aber einen hohen Nutzungsdruck.

WES LandschaftsArchitektur schlägt nun vor, die Parkmitte zu begrünen und neu zu gliedern. Auf Basis der historischen Parkwege und der bestehenden Trampelpfade sowie in Absprache mit den Anwohner*innen sollen neue Treffpunkte entstehen. Außerdem ist ein System zur Regenwasserversickerung geplant, um eine grüne und erfrischende Oase zu schaffen. Auch eine temporäre Wasserfläche, die alternativ als Tanzbühne oder Spielfläche dient, gehört zum Siegerentwurf.

Vielfältige Angebote für den Lausitzer Platz

Ende April 2024 entschied die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen gemeinsam mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg den Wettbewerb zur Freiraumgestaltung des Lausitzer Platzes. Das Ziel des zweiphasigen Wettbewerbs bestand darin, mehr Grün für die Umgebung zu bieten und zugleich die Funktion des Platzes als Treffpunkt, Spielort und schattige Grünfläche wiederherzustellen. Entwürfe sollten vorschlagen, wie sich der Lausitzer Platz für die Folgen der Klimakrise wappnen und zugleich zur Entspannung einladen könnte.

Schon ab 2021 lud die Senatsverwaltung die Öffentlichkeit dazu ein, am Umgestaltungsprozess des Platzes teilzunehmen. So wurden auch die Wettbewerbsideen zwei Mal ausgestellt, um Möglichkeiten zur Diskussion und für Feedback zu geben. Insgesamt gab es 13 Beiträge. Am 24. April 2024 entschied das siebenköpfige Preisgericht die folgende Siegertreppe:

Nun liegt das Ergebnis nach der Bewertung von 13 eingereichten Beiträgen in einer

  • 1. Preis: WES LandschaftsArchitektur PartG mbB, Berlin, 23.000 Euro
  • 2. Preis: bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh, Berlin, 14.500 Euro
  • 3. Preis: bgmr Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin, 8.500 Euro
  • Zusätzlich zwei Anerkennungen in Höhe von jeweils 5.500 Euro

Die Jury lobte den Siegerentwurf dafür, die vielfältigen Ansprüche an den Lausitzer Platz zu berücksichtigen und eine robuste, neue Vision zu bieten. Diese Arbeit könnte die aktuellen Probleme des Platzes lösen und neue Entwicklungschancen eröffnen.

Der Vorschlag für den Lausitzer Platz sieht ein soziales Zentrum mit ruhigeren Platzrändern vor. Copyright WES Landschaftsarchitektur
Der Vorschlag für den Lausitzer Platz sieht ein soziales Zentrum mit ruhigeren Platzrändern vor. Copyright WES Landschaftsarchitektur

100% Versickerung von Regenwasser

Gemeinsam mit Landschaftsarchitekt Hans-Hermann Krafft plant WES LandschaftsArchitektur, einen urbanen Ort im Übergang zur Skalitzer Straße und zum Görlitzer Park zu schaffen. Der neu gestaltete Platz soll mehr Raum für vielseitige und nachhaltige Aktivitäten sowie für Erholung bieten. Dabei stehen die Bedürfnisse der Gemeinschaft und die Herausforderungen der Klimakrise im Zentrum. Um dem hohen Nutzungsdruck gerecht zu werden und die Bedürfnisse der Anwohner*innen zu verstehen, gab es eine temporäre gemeinsame Gestaltung, die bereits zeigt, wie viele verschiedene Menschen den Platz gemeinsam genießen.

Eine großzügige Zonierung soll künftig sowohl Spielbereiche als auch Ruhezonen auf dem Platz schaffen. Durch eine lebendige Lichtung, einen Kreuzungspunkt der Verbindungswege sowie in Kombination mit dem Angebot der Emmauskirche wird der Charakter als soziales Zentrum weiter gestärkt. Die Platzränder sollen ruhiger sein und somit die dichte Wohnbebauung vor Lärmbelästigung schützen. WES schlägt auch einen neuen Ballfangzaun für den Fußballplatz und neue Freizeitangebote wie Tischtennis und Parkour vor. Neue Bänke und Tische bieten Platz für konsumfreie Treffen.

Besonders Augenmerk legten die Landschaftsarchitekt*innen auf nachhaltige Gestaltungselemente für den Lausitzer Platz. Dazu gehört die Integration vorhandener Grünflächen und Bäume. Aber auch die Nutzung umweltfreundlicher Materialien sowie Maßnahmen zur 100-%igen Versickerung von Regenwasser zeichnen den Entwurf aus, von Sickerflächen bis hin zu überschwemmungstoleranten Pflanzen, Schotterschichten und durchlässige Natursteinpflaster. Ein grüner Rahmen soll die lebhafte Mitte des Platzes umfassen. Dank niedriger, etwa 120 cm hohen Strauchpflanzungen sollen die Wiesenflächen bei Regen vor dem Überlaufen geschützt werden. Die Auswahl der Pflanzen berücksichtigt Futter- und Nistangebote für Vögel und Insekten. Und ein kühlender Nebelbrunnen vor dem Eingang zur Kirche mit einer flachen, hellen Betonfläche dient als Bühne und Ort der Erfrischung.

Vor der Kirche soll eine Fläche mit Nebelbrunnen entstehen, die sowohl als Bühne als auch als Spielplatz dient und zusätzlich Erfrischung bietet. Copyright: Adrian Calitz
Vor der Kirche soll eine Fläche mit Nebelbrunnen entstehen, die sowohl als Bühne als auch als Spielplatz dient und zusätzlich Erfrischung bietet. Copyright: Adrian Calitz

Treffpunkt für die Nachbarschaft oder für Besuchende?

Die Debatte um das Projekt im Herzen von Berlin-Kreuzberg zog sich über mehrere Jahre hin. Nun steht die Simulation des Siegerentwurfs, in den auch viele Anmerkungen aus dem Prozess der Bürgerbeteiligung einflossen. Dennoch gab es Kritik aus der Nachbarschaft, unter anderem an dem Preisschild des Projektes von mehreren Millionen – und das in einer Gegend, wo nur wenige Meter entfernt unter der U-Bahn-Trasse Obdachlosigkeit herrscht und wo im Görlitzer Park nach wie vor der Drogenhandel floriert.

Laut WES LandschaftsArchitekten bietet der Lausitzer Platz bereits vielfältige Möglichkeiten. Der Entwurf stärkt diese nachhaltig und macht die Umgebung fit für die Zukunft. Derzeit ist der Lausitzer Platz hoch versiegelt und vegetativ kaputt, also kaum zukunftstauglich. Ein großer Anteil der Investition fließt in die Klimaresilienz, die letztendlich der Nachbarschaft zugutekommen wird. Um der Kritik gerecht zu werden, die sich teils auch an die hohe Anzahl an Tourist*innen richtet, war die Bürgerbeteiligung für dieses Projekt besonders wichtig. Der Entwurf geht auf die nachvollziehbaren Wünsche der Anwohner*innen ein, um einen Platz für die ganze Nachbarschaft zu schaffen.

Die Umsetzung ist ab dem Jahr 2025 geplant. Bis dahin können sich noch Details in dem Entwurf ändern. Nennenswert ist insbesondere der innovative Ansatz zur Regenwasserversickerung, der den Lausitzer Platz klimafest machen wird.

Weiterlesen: Unter dem U-Bahn-Viadukt der Berliner U1 soll eine Radbahn entstehen, die auch durch Kreuzberg führen wird.

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Mit Okulus einen Überblick über das Gudbrandsdal gewinnen. Foto: Rintala Eggertsson Architects, Photo: Martin Vinje
Mit Okulus einen Überblick über das Gudbrandsdal gewinnen. Fotos: Rintala Eggertsson Architects, Martin Vinje

Okulus ist eine Landschaftsinstallation von Rintala Eggertsson Architects für die Harpefoss Kunstarena. Hier schlängeln sich Holzstege und -bauten durch einen abgelegenen Wald in Norwegen. Ein Wanderweg durch die kraftvolle Natur Skandinaviens wäre bereits szenisch eindrucksvoll genug, doch Okulus bietet weitaus mehr. Vergangenheit wird lebendig-, Natur erlebbar gemacht und es wird mit unserer Wahrnehmung gespielt. Mehr zu dieser spannenden Installation erfahren Sie hier. 

In die Natur eintauchen. Foto: Rintala Eggertsson Architects, Foto: Martin Vinje
In die Natur eintauchen. Foto: Rintala Eggertsson Architects, Foto: Martin Vinje

Okulus als ganzheitliches Waldobservatorium

Die Landschaftsinstallation Okulus liegt nahe des Dorfes Harpefoss im Gudbrandsdal-Tal am Nordufer des Gudbrandsdalslågen. Auf der einen Seite wird das Projekt von der Harpefoss-Schlucht gerahmt, auf der anderen von der wichtigsten Nord-Süd-Eisenbahnlinie Norwegens. Der Spazierweg befindet sich in einem abgeschiedenen Wald in der Nähe des Harpefoss-Hotels. Erreichen kann man ihn nur zu Fuß. Die Installation ist aber auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nutzbar.

Rintala Eggertsson Architects bietet mit Okulus die Möglichkeit, sich durch den Wald zu bewegen, ohne diesen anzutasten. Auch schafft die Installation Raum für temporäre Kunstwerke. Laut den Architekt*innen ist Okulus demnach ein „ganzheitliches Waldobservatorium“. Dem Architekturbüro war es wichtig, nicht die lokale Natur zu verändern. Die Installation ist demnach hundert Prozent rückbaubar. Der Pfad und die Gebäude fließen um die Bäume und Felsformationen, anstatt mit ihnen zu kollidieren. Der Wald bestimmte also maßgeblich das Aussehen und den Verlauf des Projekts. Okulus geht mit der Natur in einen Dialog. 

Erhöhte Wege für Perspektivwechsel

Der erhöhte Fußweg als Typologie ist keine neue Erfindung. Archäolog*innen fanden Überreste solcher Errichtungen, die bis in das Jahr 3 807 v. Chr. zurückdatieren. Damals wählte man die Art von Wegen, um leichter Moor- und Feuchtgebiete zu durchqueren. Heutzutage nutzt man erhöhte Wege in verschiedenen Kontexten. Dabei ist der gemeinsame Nenner das Kreieren einer erhöhten Situation im physischen und mentalen Sinne. Nutzende werden demnach aus dem lokalen Kontext und „primitiven“ Zustand der Natur herausgehoben. Dafür schafft man eine „reinere“, vom Menschen geschaffene, Erfahrung der Umgebung. Früher sah man Natur als was unkontrollierbares und dämonisches an. Der Mensch dagegen schuf göttliche Ordnung. Mit dem heutigen Wissen sollte man diese Einstellung wohl eher umkehren. Denn ist das Reine nicht in der Natur zu finden, während der Mensch mehr für Chaos sorgt? Okulus positioniert sich zwischen diesen Polen.

Erhöhte Holzstege führen durch den abgelegenen Wald. Foto: Rintala Eggertsson Architects, Photo: Martin Vinje
Erhöhte Holzstege führen durch den abgelegenen Wald. Foto: Rintala Eggertsson Architects, Photo: Martin Vinje

Dualität des „Auge des Betrachters“

Dieser Wanderweg hat also einen dualen Wert. Auf architektonischer Ebene zeigt er auf, wie unterschiedliche Positionen und Bewegungen die Perspektive der Nutzenden auf die Natur und ausgestellte Kunst verändern. Die Wegeführung an sich erlaubt es, mühelos über den Boden zu gleiten und somit die Umgebung aufmerksamer zu erfassen. Besuchende können subjektiv entscheiden, wie sehr sie die Natur erleben. Objektiv gesehen schafft der Wegetyp bereits eine gemeinsame Richtungswahl und Plattform für Erfahrung. Es liegt also im „Auge des Betrachters“ —  daher der Name der Installation.

Oculus bedeutet Auge auf Latein und ein Okular ist eine Linse, die Dinge vergrößert. Okulus bezieht sich demnach auf den Akt des Schauens und Beobachtens. In diesem Fall liegt der Fokus auf der Natur, der durch das Waldobservatorium geschaffen wird. Die Idee von Rintala Eggertsson Architects war es, eine Arena zu schaffen, in der Mensch und Natur co-existieren. Der Weg bildet hierbei den Rahmen und die Kunst das Mittel der Beobachtung. Die Grundidee existiert aber nicht nur in der Theorie, sondern ist auch visuell greifbar. Denn in der Draufsicht erkennt man, dass die Installation um einen kleinen Teich führt. Der Wasserspiegel wird dabei zur Pupille, die vom Boden in den Himmel blickt.

In der Draufsicht lässt sich das Auge erkennen. Foto: Rintala Eggertsson Architects, Foto: Martin Vinje
In der Draufsicht lässt sich das Auge erkennen. Foto: Rintala Eggertsson Architects, Foto: Martin Vinje

Ein Spiel mit Heterotopien

Rintala Eggertsson Architects haben also nicht nur eine Fortbewegungsmöglichkeit für einen Samstagnachmittag Spaziergang geschaffen. Okulus hat auch einen symbolischen Wert: „Das Auge als Denkfigur ist in dem Projekt Okulus auf mehreren Ebenen präsent. Auf architektonischer Ebene betont es, wie verschiedene Positionen und Bewegungen die Perspektive des Betrachters verändern und mit der künstlerischen Wahrnehmung interagieren“, so das Büro. Rintala Eggertsson Architects begründen die Konstruktion von Okulus auf dem Konzept der Heterotopien. Dieser Begriff stammt von dem französischen Philosophen Michel Foucault. Laut Foucault sind Heterotopien Orte, die sich am Rande der produktiven und sozialen Ordnung der Gesellschaft befinden. Anders als Utopien, sogenannte Nicht-Orte, sind Heterotopien konkrete, marginale Orte und Gebäude. Sie sind weder privat noch öffentlich, weder geschlossen noch offen, weder reguliert noch ungeregelt. An solchen Orten kann man also Grenzen als vorübergehend durchlässig erleben. Der philosophische Grundgedanke dieses Projekts kann also nicht nur im Wald existieren, sondern mehreren Raumtypen zugrunde liegen. 

Okulus soll uns die Augen öffnen

Nicht jeder hat eine ausgeprägte Beziehung zur Natur. Vielmehr scheint sie mit den neuen Generationen schwächer zu werden. Diese Landschaftsinstallation hat mehrere Funktionen, da sie ein breites  Publikum ansprechen möchte. Dabei zielt sie darauf ab, ein Verständnis für Kunst, Natur und sensorische Erfahrungen zu schaffen. Rintala Eggertsson Architects erhoffen sich, dass Okulus-Besuchende die Ambivalenz und die Notwendigkeit zur Reflexion über unser modernes Verhältnis zur Natur näher bringt.

Mit Okulus einen Überblick über das Gudbrandsdal gewinnen. Foto: Rintala Eggertsson Architects, Foto: Martin Vinje
Mit Okulus einen Überblick über das Gudbrandsdal gewinnen. Foto: Rintala Eggertsson Architects, Foto: Martin Vinje

Sehen Sie hier ein Video mit dem Architekten Dagur Eggertson vor Ort:

Auch in New York City kann man einen besonderen Spaziergang im Einklang mit der Natur erleben: Alles zum Moynihan Connector lesen Sie hier.

Quatsch mit Skype

Okay, okay, okay, wir geben es zu: Wir, die Garten+Landschaft-Redakteurinnen, wir schauen alle unglaublich gerne in die Häuser und Wohnungen anderer Leute. Aber hey, tut das nicht irgendwie jeder? Es ist einfach zu faszinierend zu sehen, wie andere Menschen wohnen und leben. Die Corona-Krise ist ernst, aber sie und der mit ihr verbundene Homeoffice-Alltag eröffnen uns auch neue Perspektiven auf die Lebenswelten unserer Kolleginnen und Kollegen. Und weil das so viel Spaß macht, haben wir ausgewählte Landschaftsarchitekturbüros und ihre Mitarbeiter in ihren vier Wänden besucht – natürlich virtuell und ganz virenfrei. Heute sind wir zuhause bei: böhm benfer zahiri landschaftsarchitekten.


Foto bbzl
Frische Tulpen erhalten den Teamgeist. (Foto: Ulrike Böhm)

Wann habt ihr gemerkt, dass die Corona-Situation ernst wird?

Schrittweise im Berliner Straßenbild: Kunstpelzmantel mit Do-It-Yourself Masken, viel Blaulicht auf hochtouriger Viren-Jagd und zuletzt wurde der büronahe Supermarkt zum neuen „Berghain“ – der Türsteher lässt die Wartenden einzeln ein. Mittelfristig ist die Situation ernst: berufsständisch und persönlich. Wir würden uns Möglichkeiten wünschen, um erforderliche Maßnahmen zu unterstützen.

Homeoffice – Neuland oder bei euch sowieso Standard?

Wir planen und realisieren Projekte in unterschiedlichen Teilen Deutschlands. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten zusätzlich an Hochschulen, zeitweise auch im Ausland. Entsprechend sind wir geübt im dezentralen Arbeiten und hatten die erforderliche Hard- und Software zur Verfügung. Daran ließ sich gut anknüpfen.

Was hätte beim Übergang ins Homeoffice für euch besser laufen können?

Verteiltes Arbeiten mit großen Datenmengen braucht professionelle Netzverbindungen mit gleicher Up- und Download-Geschwindigkeit. Zudem fehlen vielen professionellen Anwendungen Schnittstellen zur Kollaboration.

Wie erhaltet ihr in diesen Zeiten den Teamgeist?

Frische Tulpen, Quatsch mit Skype, manchmal Geschenke via Kurier …

Habt ihr schon ein Ritual, das ihr beibehaltet, wenn der Büro-Alltag wieder ansteht?

Gemeinsames desinfizieren von Tastaturen, Telefonen und Mäusen zu lauter Musik.

Was macht ihr als erstes, wenn all die Einschränkungen wieder aufgehoben werden?

Wir gehen tanzen und schwimmen. Und reisen ins Ausland.

bbzl – böhm benfer zahiri landschaften städtebau wurde 2003 von Ulrike Böhm, Katja Benfer (Landschaftsarchitektinnen) sowie Cyrus Zahiri (Architekt) in Berlin gegründet. Das Team ist interdisziplinär zusammengesetzt aus Architekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplanern, derzeit mit 8 Mitarbeitern. Ulrike Böhm und Katja Benfer sind als Professorinnen seit 2012 in Lehre und Forschung tätig an der Universität Stuttgart bzw. der Leibniz Universität Hannover.