29.04.2026

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Nachhaltiger Stadtpark Chakrajeevan Udyan in Ahmedabad

Chakrajeevan Udyan in Ahmedabad: nachhaltiger Stadtpark mit recycelten Materialien, klarer Wegeführung und inklusivem Urban Design für alle Generationen. Foto: Notebook productions Sarthak via v2com
Chakrajeevan Udyan in Ahmedabad: nachhaltiger Stadtpark mit recycelten Materialien, klarer Wegeführung und inklusivem Urban Design für alle Generationen. Foto: Notebook productions Sarthak via v2com

Ein Park aus Beobachtung und Alltag

Der Chakrajeevan Udyan in Ahmedabad, Indien, ist ein aktuelles Beispiel für zukunftsorientiertes Garten- und Landschaftsdesign im urbanen Raum. Der nachhaltige Stadtpark wurde nicht abstrakt entworfen, sondern aus intensiver Beobachtung der täglichen Nutzung entwickelt.

Dabei zeigte sich früh ein zentrales Problem: Viele Nutzergruppen – insbesondere Frauen, Kinder und ältere Menschen – fühlten sich im bestehenden Zustand unsicher und mieden den Park. Das neue Konzept setzt genau hier an und dreht diese Realität bewusst um.


Sicherheit und Orientierung als Gestaltung Grundlage

Das Design des nachhaltigen Stadtparks basiert auf drei klaren Prinzipien: Sicherheit, Lesbarkeit und Zugänglichkeit.

Ein durchgehender, sanft geschwungener Hauptweg bildet das Rückgrat des Parks. Dieser „Spine“ verbindet alle Bereiche miteinander und führt zu klar definierten Aufenthaltszonen.

Kinderbereiche und Zonen für Senioren sind bewusst in Sichtweite angeordnet. Dazwischen liegen regelmäßig platzierte Sitzbereiche für Begleitpersonen und Besucher aller Altersgruppen. So entsteht ein offenes, gut überschaubares Raumgefüge, das Sicherheit durch Sichtbarkeit erzeugt.

Unübersichtliche Ecken oder versteckte Bereiche wurden konsequent vermieden. Der Park bleibt dadurch intuitiv verständlich und sozial kontrollierbar.


Nachhaltiger Stadtpark durch Kreislaufdenken

Ein zentrales Element ist der konsequente Einsatz von wiederverwendeten Materialien. Über 30.000 Quadratfuß Baustoffe – darunter Beton, Stahl, Holz, Ziegel, Fliesen und Reifen – wurden recycelt und neu interpretiert.

Diese Materialien bilden die Grundlage aller Parkelemente:

  • Betonrohre als Spiel- und Kletterstrukturen
  • Stahlstangen als leichte Pergolen
  • Fliesen als robuste Wegeflächen
  • Holz und Reifen als Sitz- und Spielelemente

So wird der nachhaltige Stadtpark selbst zum sichtbaren Kreislauf aus Material, Nutzung und Erneuerung.

Foto: Notebook productions Sarthak via v2com
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Messbare ökologische Wirkung

Die Wiederverwendung reduziert den ökologischen Fußabdruck erheblich. Insgesamt konnten rund 36 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Anschaulich entspricht das etwa:

  • 1.700 Bäumen über zehn Jahre
  • 150.000 km Autofahrten
  • Strom für 25 Haushalte pro Jahr
  • 81 vermiedenen Flügen

Damit wird Nachhaltigkeit nicht nur geplant, sondern konkret nachvollziehbar gemacht.


Soziales Design statt reiner Gestaltung

Der nachhaltige Stadtpark ist nicht nur ein Raum, sondern auch ein soziales System. Die Gestaltung berücksichtigt bewusst menschliches Verhalten und fördert respektvolle Nutzung.

Offene Sichtachsen, klare Wegeführungen und fehlende Verstecke sorgen für Sicherheit. Gleichzeitig bleibt der Park lebendig, spielerisch und einladend.

Auch ergonomische Details wie Sitzhöhen, Schattenzonen, barrierefreie Wege und rutschfeste Oberflächen tragen dazu bei, dass sich alle Generationen gleichermaßen wohlfühlen.


Lokale Identität als Gestaltungskraft

Die Materialwahl bleibt bewusst lokal und ehrlich. Beton, Stahl und Holz werden nicht verkleidet, sondern in ihrer natürlichen Erscheinung belassen. Dadurch entsteht eine authentische Ästhetik, die den Ort widerspiegelt.

Der Park erzählt damit nicht nur eine ökologische, sondern auch eine kulturelle Geschichte.

Der Chakrajeevan Udyan zeigt, wie ein moderner nachhaltiger Stadtpark funktionieren kann: sicher, inklusiv und ressourcenschonend.

Er verbindet Urban Design mit Kreislaufwirtschaft und schafft einen öffentlichen Raum, der soziale Qualität und ökologische Verantwortung miteinander vereint.

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