Wie funktioniert ein Prompt Engineering für urbane Aufgabenstellungen?

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Stadtlandschaft aus der Vogelperspektive: Fotografiert von Markus Spiske mit Canon 5D Mark III und Leica Summicron-R 2.0 / 50mm Objektiv.

Künstliche Intelligenz revolutioniert längst den Berufsalltag – doch wie lässt sich KI gezielt für die urbane Planung nutzen? Prompt Engineering, das gezielte Entwickeln von Texteingaben für KI-Systeme, ist der neue Schlüssel zu smarten, zukunftsfähigen Städten. Wer den Umgang damit beherrscht, eröffnet sich und seinen Projekten ungeahnte Möglichkeiten – von der Szenarienentwicklung bis zur Bürgerbeteiligung. Doch wie funktioniert Prompt Engineering für urbane Aufgabenstellungen wirklich, welche Chancen und Fallstricke lauern, und was bedeutet das für Planer, Verwaltung und Stadtgesellschaft?

  • Definition und Grundlagen des Prompt Engineerings im urbanen Kontext
  • Verbindung von KI, urbaner Planung und Landschaftsarchitektur
  • Praktische Anwendungsbeispiele: Von Verkehrsanalysen bis Bürgerbeteiligung
  • Best Practices: Wie werden Prompts effizient, rechtssicher und nachvollziehbar gestaltet?
  • Risiken und ethische Herausforderungen – von Bias bis Datenschutz
  • Bedeutung für die Planungskultur: Transparenz, Interdisziplinarität und neue Rollenbilder
  • Der Einfluss auf Planungsprozesse, Governance und Beteiligungsformate
  • Aktuelle Entwicklungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Ausblick: Wie wird sich urbane Planung durch Prompt Engineering und KI verändern?

Prompt Engineering: Schlüsselkompetenz für die smarte Stadt

Prompt Engineering, auf Deutsch etwa Eingaben-Gestaltung oder Prompt-Entwicklung, ist zum Herzstück der KI-gestützten Stadtplanung geworden. Wer KI-Modelle wie ChatGPT, DALL·E, Stable Diffusion oder spezialisierte urbane KI-Systeme zielführend einsetzen will, muss sich zwangsläufig mit dem Handwerk des Prompt Engineerings befassen. Ein Prompt ist dabei mehr als eine simple Texteingabe – er ist die Schnittstelle zwischen menschlicher Intention und maschineller Intelligenz, die im Idealfall präzise, kontextbezogene und umsetzbare Antworten liefert. Für Planer, Stadtverwaltungen, Architekten und Landschaftsarchitekten wird dies zu einer neuen Kernkompetenz: Wer versteht, wie Prompts aufgebaut und optimiert werden, kann die KI als echten Partner in der Entscheidungsfindung nutzen.

Im urbanen Kontext geht es beim Prompt Engineering allerdings nicht nur um das Formulieren von Fragen oder Aufgaben. Vielmehr müssen komplexe Zusammenhänge, rechtliche Rahmenbedingungen, räumliche Besonderheiten und gesellschaftliche Zielsetzungen in Prompts übersetzt werden. Dabei ist Präzision gefragt: Unscharfe, zu offene oder missverständliche Prompts führen zu unbrauchbaren oder sogar fehlerhaften Ergebnissen. Die Kunst besteht darin, Planungsvorhaben, Flächenkonflikte, Klimaanforderungen oder Beteiligungsformate so zu beschreiben, dass die KI die Aufgabe versteht – und keine absurden oder gar gefährlichen Vorschläge generiert.

Das erfordert interdisziplinäres Denken und eine neue Planungskultur, in der Datenkompetenz, Sprachsensibilität und Kreativität gefragt sind. Denn die Qualität der KI-Antworten steht und fällt mit der Qualität der Prompts. Wer etwa einen digitalen Stadt-Zwilling mit KI-gestützten Verkehrsprognosen füttert, muss nicht nur die Verkehrsströme, sondern auch Wetterlagen, Veranstaltungsdaten, Baustellen und Mobilitätsverhalten in die Eingabe einbauen. Wer städtebauliche Alternativen generieren lässt, muss den rechtlichen Rahmen, die Typologie des Quartiers, Nachhaltigkeitsziele und soziale Aspekte mitdenken. Prompt Engineering ist damit keine technische Spielerei, sondern ein strategisches Werkzeug für die Stadtentwicklung.

Ein weiterer Aspekt ist die Nachvollziehbarkeit: Prompts und die damit generierten KI-Antworten müssen dokumentiert und überprüfbar sein. Nur so lassen sich die Entscheidungswege und die Qualitätssicherung sicherstellen, die in der Planungspraxis unerlässlich sind. Fehlerhafte, intransparente oder nicht reproduzierbare Prompts sind nicht nur ein technisches, sondern ein governance-relevantes Problem. Wer professionell mit KI in der Stadtplanung arbeitet, muss daher Prozesse zur Prompt-Verwaltung, Versionierung und Ergebnisvalidierung etablieren. Das ist aufwändig, aber unverzichtbar – denn nur so kann die KI ihr Potenzial als Werkzeug für bessere, schnellere und inklusivere Entscheidungsprozesse entfalten.

Auch die ethische Dimension spielt eine entscheidende Rolle. Prompt Engineering ist nie neutral: Die Auswahl der Daten, die Formulierung der Aufgabe, die Definition der Ziele – all das prägt das Ergebnis. Wer zum Beispiel bei der Verkehrsplanung nur auf die Effizienz schaut, blendet soziale Gerechtigkeit aus. Wer Klimaanforderungen nicht explizit einfordert, erhält eine „optimierte“ Lösung, die das Klima ignoriert. Prompt Engineering ist damit immer auch eine Frage der Verantwortung – und verlangt nach Reflexion, Sensibilität und einem klaren Wertekompass.

Insgesamt ist Prompt Engineering für urbane Aufgaben damit weit mehr als ein technischer Nebenkriegsschauplatz. Es ist der strategische Hebel, mit dem KI ihr transformatives Potenzial für die Stadt der Zukunft entfalten kann. Wer das Handwerk beherrscht, hat die Chance, Planung schneller, inklusiver und resilienter zu machen – und bleibt dabei immer der Souverän im Dialog mit der Maschine.

Praktische Anwendungsfelder: Von der Szenarienentwicklung bis zur Bürgerbeteiligung

Prompt Engineering entfaltet sein volles Potenzial dort, wo es gelingt, die komplexen Anforderungen urbaner Planung mit den Möglichkeiten moderner KI zu verschmelzen. Die Bandbreite der Anwendungsfelder ist dabei enorm – und reicht von der datengetriebenen Szenarienentwicklung über die Optimierung von Verkehrsflüssen bis zur partizipativen Gestaltung von Freiräumen. Entscheidend ist: Jeder Anwendungsfall verlangt nach spezifischen, sorgfältig konstruierten Prompts, die die Eigenheiten des urbanen Systems berücksichtigen.

Ein Paradebeispiel ist die Entwicklung von Stadtklima-Szenarien. Hier können KI-Systeme, gefüttert mit passenden Prompts, verschiedene Bebauungsoptionen simulieren und ihre Auswirkungen auf Temperatur, Luftaustausch, Verschattung oder Hitzestress bewerten. Voraussetzung ist, dass der Prompt nicht nur die baulich-räumlichen Parameter, sondern auch meteorologische Daten, Vorgaben zum Klimaschutz und die Anforderungen der Bevölkerung integriert. Auf diese Weise erhalten Planer belastbare Entscheidungsgrundlagen, die weit über klassische Tabellen oder Karten hinausgehen.

Im Bereich Verkehrsanalyse eröffnet Prompt Engineering neue Möglichkeiten der Prognose und Optimierung. Beispielsweise können KI-Modelle auf Basis von Echtzeitdaten, Baustelleninformationen, Großveranstaltungen und Wetterprognosen Verkehrsflüsse simulieren und Engpässe antizipieren. Der Schlüssel zu brauchbaren Ergebnissen sind dabei Prompts, die alle relevanten Faktoren in Beziehung setzen und die KI gezielt auf das gewünschte Szenario ausrichten. Nur so entstehen nicht nur schöne Visualisierungen, sondern wirklich nutzbare Entscheidungshilfen für Verkehrsmanagement und Stadtentwicklung.

Auch die Bürgerbeteiligung profitiert enorm von KI und Prompt Engineering. Interaktive Dialogsysteme, die auf klug gestalteten Prompts basieren, können Bürgerfragen beantworten, Beteiligungsformate niedrigschwelliger machen oder Meinungsbilder strukturieren. Hier gilt es, die Sprache so zu wählen, dass sie inklusiv, verständlich und einladend ist – und gleichzeitig die Komplexität der Planung abbildet. Prompt Engineering wird damit zum Brückenbauer zwischen Fachwelt und Stadtgesellschaft, der die Debatte demokratisiert und Beteiligung auf neue Beine stellt.

Ein weiteres spannendes Feld ist die Entwurfsoptimierung. Mit Hilfe von KI können auf Basis gezielter Prompts Varianten für Grünräume, Quartiersstrukturen oder Freiraumkonzepte generiert werden, die unterschiedliche Kriterien – von der Biodiversität bis zur sozialen Nutzbarkeit – berücksichtigen. Der Clou: Die Prompts müssen so formuliert sein, dass sie Zielkonflikte klar benennen und priorisieren. Nur dann liefert die KI wirklich hilfreiche, innovative Vorschläge, die auch im Realitätscheck bestehen.

Schließlich eröffnet Prompt Engineering neue Horizonte für das Monitoring und die Evaluierung von Projekten. KI-Systeme können mithilfe klug formulierter Prompts große Mengen an Feedback, Sensordaten oder Beteiligungsbeiträgen auswerten und Muster erkennen, die für die Steuerung und Weiterentwicklung von Stadtentwicklungsmaßnahmen essenziell sind. Prompt Engineering sorgt dabei für die nötige Struktur und Fokussierung – und macht die KI zum zuverlässigen Partner im Controlling, ohne den Planer aus der Verantwortung zu entlassen.

Best Practices: So gelingt Prompt Engineering in der urbanen Planung

Der Erfolg von Prompt Engineering in der Stadtplanung steht und fällt mit der Qualität der angewandten Methoden und Prozesse. Es gibt kein Patentrezept, aber eine Reihe bewährter Vorgehensweisen, die dafür sorgen, dass KI-Systeme wirklich zum Mehrwert für Planung, Verwaltung und Gesellschaft werden. Ganz oben steht dabei die Klarheit der Ziele: Jeder Prompt sollte ein konkretes, überprüfbares Ziel verfolgen – sei es die Identifikation von Hitzeinseln, die Entwicklung von Alternativrouten oder die Moderation einer Beteiligungsdebatte. Schwammige, offene Prompts führen fast immer zu Ergebnissen, die niemandem weiterhelfen.

Ein weiteres Erfolgsgeheimnis ist die iterative Entwicklung. Professionelle Planer testen, verbessern und dokumentieren ihre Prompts in mehreren Schleifen. Dabei werden die Rückmeldungen der KI systematisch ausgewertet und die Eingaben optimiert, bis die Ergebnisse wirklich überzeugen. Dieses Vorgehen ist arbeitsintensiv, aber unverzichtbar, um die Zuverlässigkeit und Belastbarkeit der KI-gestützten Analysen zu gewährleisten.

Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind ebenfalls zentrale Anforderungen. Prompts und KI-Ergebnisse müssen dokumentiert, versioniert und für Dritte überprüfbar sein. Das schafft Vertrauen, ermöglicht Qualitätskontrolle und ist die Voraussetzung für rechtssichere Planungsentscheidungen. In vielen Kommunen und Planungsbüros entstehen deshalb mittlerweile Prompt-Bibliotheken, die den Austausch und die Standardisierung fördern – eine Entwicklung, die das Berufsbild des Prompt Engineers in der Stadtplanung zunehmend professionalisiert.

Bei der Gestaltung der Prompts ist zudem darauf zu achten, dass alle relevanten Datenquellen, Stakeholder-Interessen und rechtlichen Vorgaben einbezogen werden. Wer beispielsweise einen Prompt zur Entwicklung eines Stadtquartiers formuliert, muss soziale, ökologische, ökonomische und rechtliche Aspekte bündeln und strukturieren. Das verlangt nicht nur technisches Know-how, sondern auch kommunikative und strategische Fähigkeiten – und macht Prompt Engineering zu einer echten interdisziplinären Herausforderung.

Und schließlich gilt: Ohne Ethik und Reflexion geht es nicht. Prompt Engineering muss immer auch die Risiken im Blick behalten: Von algorithmischen Verzerrungen über Datenschutzprobleme bis hin zur Gefahr sozialer Ausgrenzung. Wer KI-gestützte Planung verantwortungsvoll gestalten will, braucht klare Leitlinien, regelmäßige Überprüfungen und die Bereitschaft, Fehler offen zu benennen und zu korrigieren. Nur so kann Prompt Engineering zu einem Werkzeug werden, das die Stadtentwicklung nicht nur effizienter, sondern auch gerechter und nachhaltiger macht.

Wer diese Best Practices beherzigt, macht aus KI und Prompt Engineering ein echtes Power-Duo. Die Stadtplanung profitiert von schnelleren Prozessen, fundierteren Analysen und transparenteren Entscheidungswegen – ohne dabei ihre Souveränität zu verlieren. Das ist die Zukunft der urbanen Planung: digital, dialogisch und datenbasiert, aber immer mit klarem Kompass und menschlicher Verantwortung.

Herausforderungen, Fallstricke und die Zukunft des Prompt Engineerings in der Stadtplanung

So groß die Chancen von Prompt Engineering in der urbanen Planung sind, so zahlreich sind auch die Herausforderungen. Ein zentrales Problem ist die Qualität und Integrität der Daten, auf denen die KI-Systeme basieren. Ungenaue, veraltete oder lückenhafte Datensätze führen zu fehlerhaften Analysen und falschen Empfehlungen – unabhängig davon, wie klug der Prompt formuliert ist. In vielen Städten mangelt es nach wie vor an offenen, standardisierten und aktuell gepflegten Datenpools. Wer KI und Prompt Engineering professionell einsetzen will, muss sich daher intensiv mit Fragen der Dateninfrastruktur, -pflege und -sicherheit auseinandersetzen.

Zudem drohen ethische und gesellschaftliche Fallstricke. KI-Systeme sind nicht neutral, sondern spiegeln die Vorurteile und blinden Flecken ihrer Entwickler und Daten wider. Prompt Engineering kann – bewusst oder unbewusst – soziale Ungleichheiten, Diskriminierung oder technokratischen Bias verstärken. Wer etwa bei der Standortwahl für Grünflächen nur auf Effizienz und Kosten schaut, ignoriert die Bedürfnisse benachteiligter Stadtteile. Deshalb braucht es Leitplanken, externe Audits und eine breite Debatte über die Werte, die in die Prompts und damit in die Stadtentwicklung einfließen sollen.

Rechtlich sind viele Fragen ungeklärt. Wer haftet für Fehlentscheidungen, die auf KI-gestützten Analysen basieren? Wie werden geistige Eigentumsrechte an Prompts und KI-generierten Vorschlägen gehandhabt? Und wie lässt sich sicherstellen, dass Beteiligungsprozesse transparent und fair bleiben, wenn sie zunehmend von digitalen Systemen moderiert werden? Hier sind Gesetzgeber, Berufsverbände und die Fachöffentlichkeit gleichermaßen gefordert, verbindliche Standards und Regeln zu entwickeln, die Innovation ermöglichen und Risiken begrenzen.

Auch kulturell steht die Planung vor einem Umbruch. Prompt Engineering erfordert neue Kompetenzen, Rollen und Arbeitsweisen. Klassische Planer müssen sich in digitale Tools, Datenanalyse und KI-Systeme einarbeiten, während Informatiker und Datenwissenschaftler lernen müssen, urbane Zusammenhänge und gesellschaftliche Ziele zu verstehen. Es entsteht eine neue, interdisziplinäre Planungskultur, in der Teamwork, Kommunikation und Reflexion wichtiger werden als je zuvor. Das ist herausfordernd, aber auch eine große Chance für mehr Innovation, Diversität und Partizipation.

Der Blick auf die Praxis zeigt: Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen bei der Integration von Prompt Engineering in die Stadtplanung noch am Anfang – mit einzelnen Leuchtturmprojekten, aber auch viel Nachholbedarf. Während Metropolen wie Kopenhagen, Helsinki oder Barcelona schon heute KI und Prompt Engineering systematisch in die Stadtentwicklung einbinden, herrscht hierzulande oft noch Unsicherheit, Skepsis oder Ressourcennot. Doch der Wandel ist nicht aufzuhalten: Wer jetzt in Kompetenzen, Dateninfrastruktur und Governance investiert, wird die städtischen Herausforderungen von morgen souverän und innovativ meistern – und bleibt international wettbewerbsfähig.

Prompt Engineering ist also kein vorübergehender Hype, sondern ein Grundpfeiler der digitalen Stadtplanung der Zukunft. Es wird die Art und Weise, wie wir Städte denken, gestalten und regieren, tiefgreifend verändern – und verlangt nach Mut, Offenheit und einem klaren Wertekompass. Die Chancen sind enorm, die Risiken real – doch wer sich auf den Weg macht, wird mit besseren, gerechteren und resilienteren Städten belohnt. Willkommen in der neuen Ära der urbanen Planung!

Fazit: Prompt Engineering als Gamechanger für die urbane Zukunft

Prompt Engineering ist weit mehr als ein technischer Trend – es ist die neue Schlüsseldisziplin für alle, die Städte gestalten, steuern und weiterentwickeln wollen. Im Zusammenspiel mit Künstlicher Intelligenz eröffnet es der urbanen Planung völlig neue Horizonte: Von der datenbasierten Szenarienentwicklung über die partizipative Entscheidungsfindung bis zur Echtzeitsteuerung komplexer Infrastrukturen. Wer diese Kompetenz beherrscht, wird zum Architekten der Zukunft – nicht nur im physischen, sondern auch im digitalen und gesellschaftlichen Raum.

Die Qualität von KI-gestützten Planungslösungen steht und fällt mit der Qualität des Prompt Engineerings. Es entscheidet darüber, ob Künstliche Intelligenz zur Black Box oder zum demokratischen Werkzeug wird, ob Städte effizienter, gerechter und nachhaltiger werden – oder ob sie in neue Abhängigkeiten und Intransparenz geraten. Die Herausforderungen sind groß: Von der Datenlage über ethische Standards bis zu neuen Rollenbildern und rechtlichen Fragen.

Doch die Chancen sind mindestens ebenso bedeutend. Prompt Engineering macht aus Planern, Architekten, Verwaltungen und Bürgern echte Akteure im digitalen Wandel. Es fördert Transparenz, beschleunigt Prozesse, schärft die Qualität der Entscheidungen und öffnet die Tür zu einer inklusiveren, resilienteren Stadtentwicklung. Wer jetzt investiert – in Kompetenzen, Tools, Daten und Governance – wird die Transformation aktiv mitgestalten und zum Vorbild für andere werden.

Garten und Landschaft bleibt am Puls der Zeit und begleitet die Fachwelt bei diesem Wandel: mit Expertise, kritischer Reflexion und dem klaren Blick für das Machbare und das Wünschenswerte. Prompt Engineering ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug für eine bessere Stadt – und für die, die sie gestalten. Legen wir los. Die urbane Zukunft wartet nicht.

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KLIMA_X: Ausstellung zur Klimakommunikation

An der MachBar können Besuchende Intiativen und Aktionen kennenlernen, die es in ihrer Stadt gibt. © Museum für Kommunikation Frankfurt, Foto: Stefanie Kösling
© Museum für Kommunikation Frankfurt, Foto: Stefanie Kösling

Wir wissen um die Bedrohung und Herausforderung durch den Klimawandel. Wir wissen auch, was dagegen zu tun ist. Aber warum tun wir es nicht? Die Ausstellung KLIMA_X beschäftigt sich damit, wie Menschen mit Klimafakten umgehen und wie die Klimakommunikation in den letzten fünf Jahren aussah. Bis 27. August 2023 ist KLIMA_X im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main zu sehen. Im Anschluss wandert die Ausstellung ans Museum für Kommunikation Berlin

Ausstellung zur Klimakommunikation 

Die Klimakrise ist keineswegs ein neues Phänomen. So wurde die Thematik seit Beginn der Fridays for future Demonstrationen zwar vermehrt ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Doch die Erkenntnis darüber, welche Folgen der menschliche Einfluss für das Erdklima des Planeten haben wird, ist schon seit Mitte des letzten Jahrhunderts wohlbekannt. Trotzdem wurde flächendeckend unverändert am Wachstum festgehalten. Und dies sowohl im politischen Gebaren als auch vielfach im individuellen Verhalten. Die neue Ausstellung KLIMA_X geht nun der spannenden Frage nach, woran das liegt. Wenn sich doch die Mehrheit der aufgeklärten Menschheit bewusst darüber ist, dass sich etwas ändern muss, warum ändert sich dann nichts. Oder zumindest nicht in einer Geschwindigkeit und Relevanz, die angesichts der drohenden Katastrophe angemessen wäre. Es sind genau diese Hintergründe, welche die Ausstellung zur Klimakommunikation nun näher beleuchten will.  

Herzlich willkommen zu KLIMA_X! Treppenaufgang in die Ausstellung © Museum für Kommunikation Frankfurt, Foto: Stefanie Kösling
Herzlich willkommen zu KLIMA_X! Treppenaufgang in die Ausstellung © Museum für Kommunikation Frankfurt, Foto: Stefanie Kösling

Warum tun wir nicht, was wir wissen?

Das Museum für Kommunikation in Frankfurt spricht von einer Last der guten Vorsätze. Als Einzelpersonen hegen wir persönliche Ziele, wie etwa eine Reduktion des Fleischkonsums oder der PKW Nutzung. Dies wäre nicht nur gut für uns als Individuen, sondern gleichzeitig auch fürs Klima. Und doch scheint die Umsetzung dieser Vorsätze ungemein schwierig. Und so inkonsequent wir in der persönlichen Lebensführung sind, so sind es auch das politische Gemeinwesen und die Wirtschaft. Die Veränderung der gewohnten Strukturen stellt sich als große Herausforderung dar. Dabei reagiert jedes Individuum und jede Gemeinschaft ganz unterschiedlich auf Wandel. Die Ausstellung zur Klimakommunikation regt die Besucher*innen dazu an, herauszufinden welche Art von „Veränderungs-Typ“ man selbst ist. Denn der Umgang mit den unleugbaren Klimafakten ist eine vielschichtige Problematik. Welche ein konsequenteres Vorgehen gegen die Klimakrise oft hemmt.

 

An der MachBar können Besuchende Intiativen und Aktionen kennenlernen, die es in ihrer Stadt gibt. © Museum für Kommunikation Frankfurt, Foto: Stefanie Kösling
An der MachBar können Besuchende Intiativen und Aktionen kennenlernen, die es in ihrer Stadt gibt. © Museum für Kommunikation Frankfurt, Foto: Stefanie Kösling

Aufbau der Ausstellung

In sieben Ausstellungsbereichen findet sich zwar somit auch ein Bereich zum Stand der naturwissenschaftlichen Forschung. Vielmehr liegt der Fokus jedoch auf den Reaktionen, die durch jene Forschung provoziert werden. Dabei stellen sich Fragen wie etwa, welche Gefühle durch die Fakten ausgelöst werden? Weiterhin, wie kommunizieren Medien, NGOs oder Unternehmen über die Debatte? KLIMA_X schlägt dabei einen Bogen von historischen Erkenntnisschritte über Kommunikationsmethoden. So findet der Bericht des Club of Rome von 1972 ebenso Erwähnung wie diverse IPCC-Reports. Weiterhin geht die Ausstellung aber beispielsweise auch auf Desinformationsstragien von fossilen Industrien ein. Oder zeigt darüberhinaus die Strategie der Fridays for Future Demonstrationen. Neben den historischen und naturwissenschaftlichen Fakten, bestimmt der emotionale Umgang mit der Klimakrise die Ausstellung.

 

Klimakommunikation und Du

Dazu wird den Besucher*innen im Laufe der Ausstellung auf spielerische Art das eigenen Verhältnis zu Veränderung vermittelt. Diese wählen ein „Klimatier“, dem sie sich während des Ausstellungsbesuches am nächsten fühlen. Etwa ein wütender Gorilla, ein verschrecktes Huhn oder eine tüchtige Biene. Die Tiere versinnbildlichen unterschiedliche Emotionen, die im Angesicht der Klimakrise zu Tage treten. Diese variieren von „verärgert“ über „machtlos“ bis „hoffnungsvoll“. Ein interaktives Netzwerkdiagramm hält die Stimmung der Besucher*innen fest. Weitere Stationen der Ausstellung sind das „Ausreden-Glücksrad“ oder weiterhin der „Anruf in die Zukunft“. Dabei geht es zum Beispiel darum, typische Verzögerungsargumente im Klimadiskurs zu entlarven. Oder darüberhinaus eine mögliche Zukunftsvision zu visualisieren. Neben den interaktiven Teilen werden Beispiele gelungener Umwälzungen gezeigt. Dazu erzählen ausgewählte Menschen in Interviews von ihrer Art eines klimafreundlicheren Lebens.

 

Von der Kluft zwischen Wissen und Handeln

Katja Weber, Kuratorin der Ausstellung, hält die Ausstellung für einen Meilenstein. Ihrer Ansicht nach, sei bei vielen Menschen in Deutschland die Erkenntnis darüber, dass ein ernsthaftes Problem anstehe, bereits Konsens. Weiterhin seien viele dieser Personen bereit, ihren Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen zu lasten. Sie betont aber das verbreitete Problem: „Es gibt einen Gap zwischen Wissen und Handeln. Die Ausstellung versucht diese Leerstelle zu erklären.“ Carel Mohn, Chefredakteur der Seite klimafakten.de – welche die Ausstellung mitkuratiert hat – sieht in der Ausstellung in einem der weltweit wichtigsten Museen für Kommunikation einen Hoffnungsschimmer: „Die Frage der Klimakommunikation ist offenbar in der Mitte der Gesellschaft angekommen.“ Dafür spricht auch das breite Kooperationsbündnis, welches hinter der Ausstellung steht. Neben dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, wirkten auch die LandesEnergieAgentur Hessen (LEA) und das Umweltamt Frankfurt mit.

Klimakommunikation in Frankfurt und Berlin

Es wäre wünschenswert, wenn die Ausstellung tatsächlich die besprochene Kluft zwischen Wissen und Handel ein Stück weit schließt. Besucher*innen können sich noch bis 27. August 2023 im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main selbst ein Bild machen. Danach wandert die Ausstellung weiter in die Hauptstadt. Durch das Projekt können Inhalte der Klimakommunikation und ein gesteigerter Veränderungswille eine breite Masse erreichen. Damit wir In Zukunft vielleicht häufiger tun, was wir eigentlich schon wissen.

Mehr zu Wirkmöglichkeiten gegen die Klimakrise lesen Sie im Praxishandbuch für Kommunen des Difu zur Klimaresilienz.

Kramer-Areal Überlingen: Zweiphasiger Realisierungswettbewerb entschieden

Das neue Kramer-Areal in Überlingen am Bodensee soll ein modernes Wohnquartier werden. Bildquelle: studio urbanek + BELT (Architektur) und studio boden (Landschaftsarchitektur)
Das neue Kramer-Areal in Überlingen am Bodensee soll ein modernes Wohnquartier werden. Bildquelle: studio urbanek + BELT (Architektur) und studio boden (Landschaftsarchitektur)

Der städtebauliche Wettbewerb zur Entwicklung des Kramer-Areals in Überlingen ist abgeschlossen. Neun Architekturbüros waren im Rennen – gewinnen konnte der Entwurf eines österreichischen Studios, der den Schwerpunkt auf ein Wohnquartier mit vielfältigen Wohnformen legt. Mehr über den Siegerentwurf hier.

„Ein enormes Raumprogramm“

Am 16. November 2023 tagte das Preisgericht in Überlingen und entschied nach einer intensiven, ganztägig andauernden Diskussion, den Entwurf des Stadtplanungsbüros Studio Urbanek für die Neugestaltung des Kramer-Areals zu wählen. Das Studio aus Wien arbeitet mit BELT (Architektur) und studio boden (Landschaftsarchitektur) nun an der Umsetzung des neuen Kramer-Areals. Die Jury war von der sensiblen Rücksichtnahme des Entwurfs auf viele unterschiedliche Wohnformen sowie Grünflächen überzeugt. Unter dem Titel „Die Kramer-Gärten – von Promenaden und Hofplateaus“ setzte sich der Entwurf gegen acht andere Vorschläge durch. Nun soll der Beitrag in die formelle Bauleitplanung überführt werden.

Das Ziel der Stadt Überlingen besteht darin, auf dem ehemaligen Werkareal der Kramer-Werke ein qualitativ hochwertiges Quartier entstehen zu lassen. Die neun finalen Arbeiten wurden bereits im Juli 2023 im Rahmen eines ersten Preisgerichts ausgewählt. Sie würdigen die Überarbeitungshinweise aus erster Runde sowie die Ergebnisse eines Bürgerworkshops. „Das Stadtplanungsbüro Studio Urbanek, Wien hat das gesamte Preisgericht am Ende überzeugt, indem es schafft, auf erstaunlich selbstverständliche Weise ein enormes Raumprogramm auf dem Grundstück zu realisieren.“, so Markus Müller, Vorsitzender des Preisgerichts, Freier Architekt und Stadtplaner sowie Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg aus dem nahe gelegenen Meckenbeuren.

Ansicht der geplanten Gartenpromenade als Teil des Kramer-Areals. Bildquelle: studio urbanek + BELT (Architektur) und studio boden (Landschaftsarchitektur)
Ansicht der geplanten Gartenpromenade als Teil des Kramer-Areals. Bildquelle: studio urbanek + BELT (Architektur) und studio boden (Landschaftsarchitektur)

Bürgerbeteiligung als nächster Schritt

Eigentümerin des Kramer-Areals ist die Wacker Neuson Group, ein international tätiger Unternehmensverbund und Hersteller von Baugeräten und Kompaktmaschinen. Die Gruppe war neben elf Fachpreisrichter*innen und zehn Vertreter*innen der Stadt Überlingen in der Jury vertreten, ebenso wie unabhängige Expert*innen und zwei Vertreter*innen der Bürgerschaft. „Mit dem gestrigen Preisgericht hat ein Realisierungswettbewerb sein Ende gefunden, den wir als Stadt Überlingen in allen Phasen eng begleitet haben. So bin ich nun zuversichtlich und voller Vorfreude, dass wir den geschichtsträchtigen Überlinger Ort „Kramer-Areal“ als eigenständiges, nachhaltiges und qualitativ hochwertiges Quartier schon bald mit neuem Leben füllen werden“, freut sich Oberbürgermeister Jan Zeitler.

Im November und Dezember 2023 wurden die Architekturmodelle aller Finalist*innen im ehemaligen Kramer-Bürogebäude öffentlich ausgestellt. Für das Planungsverfahren sind weitere Anhörungen und Informationsveranstaltungen mit Bürgerbeteiligung geplant.

Um die Identität des Areals zu bewahren, ist eine Bebauung in verschiedenen Maßstäben geplant. Bildquelle: studio urbanek + BELT (Architektur) und studio boden (Landschaftsarchitektur)
Um die Identität des Areals zu bewahren, ist eine Bebauung in verschiedenen Maßstäben geplant. Bildquelle: studio urbanek + BELT (Architektur) und studio boden (Landschaftsarchitektur)

Kramer-Gärten und Gartenpromenade als Verbindungselemente

Das Kramer-Areal in Überlingen ist etwa 5,7 Hektar groß. Seit 1952 gehörte es zum Unternehmen Kramer, das 1925 gegründet wurde. Maschinen wie kleine Motormäher und Traktoren sind die Spezialität von Kramer. Zu ihrer Zeit revolutionierten sie die Landwirtschaft. Heute hat das Unternehmen seinen Sitz in Pfullendorf. Dort gibt es mehr Platz für die Werke.

Seit 2008 ist das Kramer-Areal leer. Das geplante neue Quartier soll Wohnfläche, aber auch Platz für innovative Gewerbe- und Dienstleistungsnutzungen bieten. Es soll Wohnflächen für unterschiedliche Einkommensschichten, Altersgruppen und Haushaltsgrößen bereitstellen und so eine soziale Mischung erreichen.

Das Studio Urbanek plant außerdem die Pflanzung der sogenannten Kramer-Gärten, um die Uferlandschaft des Bodensees mit dem Siedlungsgebiet von Überlingen zu verbinden. Gebäude verschiedener Größen sollen die Identität der Kramer-Werke mit ihrem großen Maßstab erhalten, zugleich aber auch andere Körnungen schaffen und das Areal zur umgebenden Stadtstruktur hin öffnen. Eine neue Gartenpromenade setzt den Fokus auf sanfte Mobilität und stellt das grüne Rückgrat der Kramer-Gärten dar.

Weiterlesen: Im Jahr 2021 fand in Überlingen eine Landesgartenschau statt.