Schulhofgestaltung – Bewegte Lernräume mit Wickey PRO

Moderne Schulhofgestaltung mit langlebigen Spielgeräten von Wickey PRO fördert Bewegung, Motorik und kreatives Lernen im Ganztag. Foto: Wickey PRO
Moderne Schulhofgestaltung mit langlebigen Spielgeräten von Wickey PRO fördert Bewegung, Motorik und kreatives Lernen im Ganztag. Foto: Wickey PRO

Die Schulhofgestaltung entwickelt sich zu einem zentralen Baustein moderner Bildungs- und Stadtentwicklung. Mit dem Ausbau des Ganztags entstehen multifunktionale Außenräume, die Lernen, Bewegung und soziale Interaktion fördern. Schulhöfe sind heute mehr als Aufenthaltsflächen – sie werden zu Lern- und Bewegungslandschaften, die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen und öffentliche Räume aufwerten.

Multifunktionale Schulhofgestaltung für den Ganztag

Ganztagsschüler verbringen jährlich bis zu 600 Stunden in Freiräumen ihrer Schule. Diese Zeit prägt soziale Kompetenzen, motorische Entwicklung und das Wohlbefinden. Studien zeigen, dass Bewegung das Lernen unterstützt und die Konzentrationsfähigkeit steigert. Eine moderne Schulhofgestaltung kombiniert daher Bereiche für Aktivität, Ruhe und kreatives Spiel.

Multifunktionale Außenräume bieten pädagogischen Mehrwert: Kletter- und Balancierstrecken fördern die Motorik, naturnahe Bereiche stärken das Umweltbewusstsein, und offene Flächen ermöglichen soziale Begegnungen. Schulhöfe werden so zu Lernorten außerhalb des Klassenzimmers – Orte, an denen Kinder Verantwortung übernehmen und gemeinschaftlich lernen.

Nachhaltigkeit und Klimaanpassung als Planungsfaktoren

Klimawandel und urbane Hitze stellen Städte und Kommunen vor neue Herausforderungen. Schulhöfe können einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung leisten. Grünflächen verbessern das Mikroklima, wasserdurchlässige Materialien reduzieren Oberflächenabfluss, und Beschattungselemente schaffen angenehme Aufenthaltsbereiche.

Die Schulhofgestaltung verbindet ökologische und soziale Ziele. Naturnahe Konzepte fördern die Biodiversität und sensibilisieren Kinder für Umwelt- und Klimaschutz. Gleichzeitig steigern attraktive Außenräume die Aufenthaltsqualität und machen Schulen zu lebendigen Gemeinschaftsorten.

Lösungen von Wickey PRO für moderne Outdoor-Räume

Als Hersteller mit 25 Jahren Erfahrung entwickelt Wickey PRO innovative Produkte für öffentliche Spiel- und Bewegungsräume. Alle Lösungen werden in Deutschland inhouse konzipiert und produziert – von der Produktentwicklung bis zur Logistik. Diese vertikale Integration garantiert Qualität, Transparenz und schnelle Umsetzung kundenspezifischer Anforderungen.

Wickey PRO Parkour-Spielgeräte ermöglichen es Schülern, ihre Grenzen zu testen sowie Koordination und Kraft dynamisch zu trainieren. Modulare Balancierpfade fördern Konzentration und Gleichgewicht und lassen sich flexibel zu individuellen Parkours verbinden – ideal als Verbindung zwischen verschiedenen Schulhofbereichen.
Die Spieltürme der Serien PRO Giant und PRO Magic bieten robuste, pädagogisch wertvolle Spiel- und Bewegungsangebote. PRO Magic kombiniert Kletterelemente, Rutschen und Balancierstrecken zu abwechslungsreichen Spielwelten, die Motorik und soziale Interaktion fördern. PRO Giant eignet sich besonders für größere Anlagen und modular erweiterbare Bewegungslandschaften.

Alle Geräte sind nach EN 1176 entwickelt und geprüft. Eine 10-Jahres-Garantie auf Materialkomponenten unterstreicht die Langlebigkeit und Qualität der Produkte. Kommunen und Bildungsträger erhalten Lösungen, die intensive Nutzung über Jahre hinweg problemlos bewältigen.

Transparenz und Kostenkontrolle

Wickey PRO setzt auf ein transparentes Geschäftsmodell: Kunden bestellen direkt beim Hersteller und profitieren von wettbewerbsfähigen Preisen ohne Zwischenhändler. Es gibt keine versteckten Kosten – Planung, Produktion und Lieferung erfolgen aus einer Hand. Dieses Konzept macht hochwertige Spiel- und Bewegungsräume erschwinglich und planbar.

Mit über 1.000 Produktoptionen bietet Wickey PRO Lösungen für jede Fläche und jedes Budget. Schulhöfe können individuell gestaltet und schrittweise erweitert werden – ideal für den stufenweisen Ganztagsausbau. Kommunen erhalten flexible Konzepte, die sich an pädagogische Entwicklungen und Budgetrahmen anpassen.

Schulhofgestaltung als pädagogisches und gesellschaftliches Projekt

Moderne Schulhöfe sind Lernlandschaften, die Bewegung, Kreativität und soziale Interaktion fördern. Sie unterstützen das pädagogische Konzept des Ganztags und schaffen Räume für selbstgesteuertes Lernen. Kinder entwickeln motorische Fähigkeiten, Teamarbeit und Problemlösungskompetenzen – Fähigkeiten, die für ihre Zukunft entscheidend sind.

Gleichzeitig stärken attraktive Außenräume die Lebensqualität in Städten und Gemeinden. Schulhöfe können auch außerhalb der Unterrichtszeiten genutzt werden und dienen als Treffpunkte für die Nachbarschaft. So entstehen multifunktionale Flächen, die soziale Integration und Stadtentwicklung verbinden.

Zukunftsorientierte Schulhofgestaltung

Die Anforderungen an Bildungs- und Außenräume wachsen. Ganztag, Klimaanpassung und pädagogische Innovation prägen die Planung moderner Schulhöfe. Multifunktionale Außenräume bieten Lösungen für diese Herausforderungen: Sie fördern Bewegung, unterstützen Lernen und schaffen ökologische Mehrwerte.

Mit Produkten von Wickey PRO lassen sich Schulhöfe sicher, nachhaltig und flexibel gestalten. Modularität, Sicherheit und Nachhaltigkeit bilden die Grundlage zukunftsorientierter Lösungen. Schulhofgestaltung wird so zum Motor für Bildung und Stadtentwicklung – für Außenräume, die Kinder begeistern und Gemeinden lebenswerter machen.

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Blick auf Athen mit langen Schatten der Gebäude als Symbol für urbane Hitzeschutzstrategien und geplante Stadtschatten.
Athen plant den Schatten: Urbane Strategien gegen Hitze. Foto von Dimitris Kiriakakis auf Unsplash.

Wer Schatten spendet, spendet Leben – zumindest in Städten wie Athen, wo sich die sommerliche Hitze mit aller Macht in den Asphalt frisst. Doch anstatt sich auf spontane Baumpflanzungen oder archaische Sonnensegel zu verlassen, setzt die griechische Hauptstadt auf systematische, datenbasierte Schattenspender. Warum die Planung von Stadtschatten in Athen als Vorbild für den urbanen Hitzeschutz gilt, welche Werkzeuge und Strategien zum Einsatz kommen und was deutsche Städte lernen können, zeigt dieser Beitrag: ein Streifzug durch urbane Überlebenskunst – und eine Einladung, Schatten neu zu denken.

  • Systematische Planung von Stadtschatten als Kernelement moderner Stadtentwicklung in Athen
  • Hintergründe: Klimawandel, Hitzestress und die Notwendigkeit ganzjähriger Verschattungskonzepte
  • Werkzeuge: Von digitalen Klimamodellen und GIS-Analysen bis zur Beteiligung der Stadtbewohner
  • Realisierung: Pilotprojekte, Strategien für öffentliche Räume und innovative Baumpflanzungen
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Planern, Landschaftsarchitekten und Forschern
  • Konflikte: Flächenknappheit, Denkmalschutz, Infrastruktur und gesellschaftliche Akzeptanz
  • Lessons learned: Was Athen deutschen, österreichischen und schweizerischen Städten voraus hat
  • Risiken und Grenzen: Von Wartungsproblemen bis zu sozialen Herausforderungen
  • Ausblick: Wie systematisch geplanter Stadtschatten die Zukunft urbaner Resilienz prägt

Warum Athen auf Stadtschatten setzt – und wie der Klimawandel die Stadtplanung aufmischt

Athen, die antike Metropole am Rande des Mittelmeers, ist längst zur urbanen Klimaküche geworden. Während Touristen lieber auf der Akropolis selfieren, kämpfen die Bewohner gegen Temperaturen, die im Sommer regelmäßig jenseits der Vierzig-Grad-Marke liegen. Die städtische Hitze ist kein launischer Wettergott, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Versiegelung, dicht bebauter Quartiere und eines Mangels an Grünflächen. Der Klimawandel wirkt dabei wie ein Brandbeschleuniger: Die Zahl der Hitzetage steigt, die Nächte kühlen kaum noch ab. Die Folgen? Von gesundheitlichen Risiken über Ernteausfälle bis zu einer spürbaren Verschlechterung der Lebensqualität reicht das Repertoire.

Genau deshalb hat die Stadtverwaltung Athens das Thema Stadtschatten zur Chefsache gemacht. Es geht nicht mehr nur darum, an besonders heißen Tagen provisorische Sonnensegel aufzuspannen oder mobile Bäume auf die Plätze zu rollen. Vielmehr ist der Schutz vor Überhitzung ein strategisches Anliegen geworden, das langfristige Planung, Investitionen und den Willen zum Wandel erfordert. Wer Schatten spendet, schützt nicht nur die empfindlichen Einwohner, sondern auch die urbane Infrastruktur: Asphalt, Schienen, Fassaden, Stromleitungen – alles leidet, wenn die Sonne erbarmungslos zuschlägt.

Das Problem ist dabei so alt wie die Stadt selbst, doch die Werkzeuge sind neu. Klassische Methoden wie die Pflanzung von Platanen oder die Begrünung von Innenhöfen genügen nicht mehr, wenn Straßenschluchten, Plätze und Verkehrsachsen aufheizen. Die Stadtverwaltung setzt daher auf eine systematische Analyse von Hitzeinseln, die Kombination von digitalen Klimamodellen und Echtzeitdaten sowie die Integration von Verschattungskonzepten in alle Bereiche der Stadtentwicklung. Die Planung von Stadtschatten ist keine Nebensache, sondern ein zentraler Bestandteil der urbanen Überlebensstrategie.

Doch damit nicht genug: Schatten ist in Athen auch ein sozialer Faktor. Wer kann es sich schon leisten, den ganzen Tag im klimatisierten Büro zu verbringen? Öffentliche Räume, Parks, Spielplätze und Bushaltestellen müssen so gestaltet werden, dass sie allen zugutekommen – unabhängig vom Geldbeutel. Der Zugang zu kühlenden Schatteninseln ist eine Frage der Gerechtigkeit, der öffentlichen Gesundheit und der sozialen Teilhabe. In dieser Hinsicht ist die Planung von Stadtschatten weit mehr als eine technische Disziplin; sie ist eine politische Aufgabe.

Die Herausforderung besteht darin, kurzfristige Maßnahmen mit langfristigen Strategien zu verbinden. Ein paar extra Sonnenschirme aufzustellen, mag im Hochsommer helfen – doch wer die Stadt wirklich resilient machen will, muss weiter denken. Deshalb setzt Athen auf systematische, wissenschaftlich fundierte Verschattungskonzepte, die weit über das hinausgehen, was in vielen mitteleuropäischen Städten bislang Standard ist.

Der Wandel ist dabei spürbar. Die Stadtverwaltung hat den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel in ihre Leitlinien aufgenommen. Stadtschatten ist dort kein Randthema mehr, sondern ein zentraler Baustein einer nachhaltigen, lebenswerten und zukunftsfähigen Stadt. Und das macht Athen zum Labor für urbane Hitzebewältigung – mit einer Strahlkraft, die weit über Griechenland hinausreicht.

Von der Theorie zur Praxis: Digitale Werkzeuge, interdisziplinäre Teams und neue Planungsroutinen

Die systematische Planung von Stadtschatten in Athen beruht auf einer beeindruckenden Mischung aus Hightech-Methoden, bewährten Planungskonzepten und pragmatischer Innovationslust. Am Anfang steht die Datenerhebung: Sensoren, Satellitenbilder und mobile Messstationen liefern ein detailliertes Bild der aktuellen Temperaturverteilung, der Sonneneinstrahlung und der Oberflächentemperaturen in verschiedenen Stadtteilen. Diese Daten werden in Geoinformationssystemen (GIS) gebündelt und mit weiteren Informationen wie Gebäudestrukturen, Verkehrsflüssen und dem Baumbestand verknüpft.

Wesentlich für die Athener Strategie ist die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Disziplinen. Stadtplaner, Landschaftsarchitekten, Klimaforscher, IT-Experten und Vertreter der Verwaltung bilden Teams, die gemeinsam an Verschattungskonzepten arbeiten. Dabei werden die traditionellen Grenzen zwischen Planung und Betrieb, zwischen Forschung und Praxis gezielt aufgehoben. Der Austausch mit internationalen Experten ist ebenfalls Teil des Programms: Athen ist Mitglied diverser europäischer Klimanetzwerke und lässt sich regelmäßig von Best-Practice-Beispielen aus Städten wie Barcelona oder Singapur inspirieren.

Herzstück der Athener Stadtschatten-Offensive sind digitale Simulationsmodelle, die verschiedene Verschattungsoptionen durchspielen. Mithilfe von sogenannten „Urban Digital Twins“ – digitalen Zwillingen der Stadt – werden die Auswirkungen neuer Bäume, Pergolen, Fassadenbegrünungen oder temporärer Schattenspender auf das Mikroklima in Echtzeit berechnet. Die Modelle berücksichtigen dabei nicht nur die aktuelle Vegetation, sondern auch verschiedene Wachstumsstadien der Pflanzen, saisonale Unterschiede und städtebauliche Veränderungen. So lässt sich vorhersagen, wie ein neu gepflanzter Baum in fünf, zehn oder zwanzig Jahren zur Kühlung beiträgt – ein enormer Vorteil in der Planung.

Die Beteiligung der Stadtbevölkerung ist dabei kein Feigenblatt, sondern fester Bestandteil des Prozesses. Über Online-Plattformen, mobile Apps und öffentliche Workshops werden Bewohner eingeladen, Hitze-Hotspots zu melden, Vorschläge für neue Verschattungsmaßnahmen einzubringen oder Pilotprojekte zu bewerten. Die Stadt nutzt diese Rückmeldungen, um Prioritäten zu setzen und Maßnahmen dort umzusetzen, wo sie den größten Nutzen bringen. So entstehen Projekte, die nicht nur am Reißbrett überzeugen, sondern auch im Alltag funktionieren.

Ein weiteres Merkmal der Athener Strategie ist die Integration von Verschattungskonzepten in alle Bereiche der Stadtentwicklung. Ob bei der Umgestaltung von Straßen, der Planung neuer Quartiere oder der Sanierung öffentlicher Plätze – Schatten ist immer mitgedacht. Die Stadtverwaltung arbeitet eng mit privaten Investoren, Architekturbüros und Bauunternehmen zusammen, um Verschattung als Standard zu etablieren. In Förderprogrammen und Ausschreibungen werden klare Vorgaben für Verschattungsquoten, Baumarten und Pflegekonzepte gemacht. Wer bauen will, muss Schatten liefern – und zwar nach Plan.

Damit die Maßnahmen Wirkung zeigen, setzt Athen auf eine kontinuierliche Evaluation. Über mobile Messstationen und digitale Feedbackschleifen werden die Effekte der Verschattung auf Temperatur, Luftqualität und Aufenthaltsqualität regelmäßig überprüft. So lässt sich schnell erkennen, wo nachjustiert werden muss. Die Stadt bleibt dadurch flexibel und kann auf neue Herausforderungen – wie etwa extreme Hitzewellen – rasch reagieren. Die Planung von Stadtschatten wird so zum lernenden, adaptiven Prozess.

Konflikte, Hürden und Aha-Momente: Was Athen deutschen Städten voraushat

Natürlich läuft auch in Athen nicht alles glatt. Die systematische Planung von Stadtschatten stößt immer wieder an ihre Grenzen – sei es durch enge Straßenräume, Denkmalschutzauflagen, konkurrierende Nutzungsansprüche oder schlichte Ressourcenknappheit. Besonders in historischen Vierteln ist die Integration neuer Bäume oder Pergolen eine planerische Gratwanderung: Wie viel Eingriff ins Stadtbild ist erlaubt? Wie lassen sich Wurzelschäden an antiken Bauwerken vermeiden? Und wie bringt man moderne Verschattungssysteme mit jahrhundertealten Gassen in Einklang?

Hinzu kommt das Problem der Flächenknappheit. In dicht bebauten Quartieren ist jeder Quadratmeter heiß umkämpft – im wahrsten Sinne des Wortes. Verkehrsflächen, Versorgungsleitungen, Parkplätze und Freisitze konkurrieren mit dem Wunsch nach mehr Grün und Schatten. Die Lösung liegt oft in kreativen Kompromissen: mobile Bäume, temporäre Schattenspender, multifunktionale Möblierungen und vertikale Begrünungen sind gefragt. Athen zeigt, dass es keine Patentrezepte gibt, sondern dass Flexibilität und Pragmatismus entscheidend sind.

Ein weiteres Thema ist die gesellschaftliche Akzeptanz. Nicht jeder freut sich über neue Bäume vor der Haustür – etwa, weil sie den Blick versperren oder Laub auf Autos rieseln. Die Stadt begegnet solchen Bedenken mit Transparenz, Kommunikation und Bürgerbeteiligung. Informationskampagnen, partizipative Planungsprozesse und die Einbindung lokaler Initiativen helfen, Konflikte frühzeitig zu entschärfen und die Vorteile von Verschattung sichtbar zu machen. Schatten wird dadurch zum Gemeinschaftsprojekt.

Technisch anspruchsvoll ist die Pflege und Wartung der neuen Verschattungsstrukturen. Gerade in einem heißen, trockenen Klima wie in Athen sind Bewässerung, Baumpflege und die Instandhaltung von Pergolen oder Sonnensegeln eine Daueraufgabe. Die Stadt setzt daher auf robuste, pflegeleichte Baumarten, intelligente Bewässerungssysteme und langfristige Wartungsverträge. Auch soziale Aspekte spielen eine Rolle: In benachteiligten Stadtteilen werden gezielt Ausbildungsprogramme für die Pflege urbaner Grünstrukturen aufgelegt, um Arbeitsplätze zu schaffen und das Bewusstsein für den Wert von Stadtschatten zu stärken.

Und doch: Trotz aller Hürden hat Athen einen entscheidenden Vorsprung vor vielen deutschen, österreichischen und schweizerischen Städten. Der Unterschied liegt weniger in der Technik, sondern im Mut zur Strategie. Während in Mitteleuropa Verschattung oft als Zusatzaufgabe behandelt wird – nach dem Motto „Wenn noch Geld übrig ist, pflanzen wir halt ein paar Bäume“ – ist sie in Athen ein zentrales Steuerungsinstrument. Die Stadt denkt Verschattung von Anfang an mit, statt sie im Nachhinein zu reparieren. Das ist der eigentliche Gamechanger – und ein Vorbild für urbane Resilienz.

Der vielleicht größte Aha-Moment für mitteleuropäische Planer: Die systematische Planung von Stadtschatten funktioniert nur, wenn sie als Querschnittsaufgabe verstanden wird. Sie betrifft nicht nur Landschaftsarchitekten, sondern auch Verkehrsplaner, Sozialarbeiter, Energieexperten und die Zivilgesellschaft. Wer Schatten systematisch plant, plant eine bessere Stadt – für alle.

Neue Perspektiven für den deutschsprachigen Raum: Was lernen, was wagen?

Was können Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz von der Athener Schattenstrategie lernen? Erstens: Der Klimawandel ist längst da – und mit ihm die Notwendigkeit, urbane Räume systematisch gegen Hitze zu wappnen. Spontane Einzelmaßnahmen sind gut, aber keine Lösung. Es braucht langfristige, datenbasierte und adaptive Konzepte, die Verschattung als Grundrecht urbanen Lebens begreifen. Wer die Stadt der Zukunft plant, muss Schatten mitdenken – überall.

Zweitens: Die Zeit der Silo-Planung ist vorbei. Interdisziplinäre Teams, digitale Simulationsmodelle und echte Bürgerbeteiligung sind kein Luxus, sondern Voraussetzung. Die Werkzeuge sind vorhanden – von hochauflösenden Klimadaten über Urban Digital Twins bis hin zu partizipativen Apps. Was fehlt, ist manchmal einfach nur der Wille, diese Werkzeuge konsequent einzusetzen und ressortübergreifend zu denken.

Drittens: Mut zur Innovation zahlt sich aus. Städte wie Athen zeigen, dass es möglich ist, auch unter schwierigen Bedingungen urbane Räume lebenswerter, kühler und sozial gerechter zu gestalten. Der Schlüssel liegt im Zusammenspiel aus strategischer Planung, technischer Expertise und gesellschaftlichem Engagement. Wer Verschattung als zentrale Aufgabe der Stadtentwicklung begreift, kann nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch die Aufenthaltsqualität, die soziale Integration und das Image der Stadt stärken.

Viertens: Herausforderungen gibt es genug – von Flächenkonkurrenz über Denkmalschutz bis zu Finanzierungslücken. Doch wer den Weg nicht geht, bleibt im Hitzestau stecken. Die Zukunft gehört den Städten, die bereit sind, Verschattung zum integralen Bestandteil ihrer DNA zu machen. Förderprogramme, Leitlinien und Ausschreibungen müssen Verschattungskonzepte einfordern und belohnen – nicht als Kür, sondern als Pflicht.

Fünftens – und das ist vielleicht das Wichtigste: Die Planung von Stadtschatten ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Beitrag zur urbanen Lebenskunst, zur Klimagerechtigkeit und zur Attraktivität des öffentlichen Raums. Wer Schatten systematisch plant, investiert in Gesundheit, Wohlbefinden und urbane Resilienz. Das sollten sich auch Städte jenseits des Mittelmeers auf die Agenda schreiben.

In der Summe zeigt das Beispiel Athen: Mit Strategie, Daten und Mut lässt sich selbst die größte Hitze bändigen. Die systematische Planung von Stadtschatten ist kein modisches Add-on, sondern die Eintrittskarte in die Stadt der Zukunft.

Fazit: Schatten ist Strategie – und Athen ist das Labor der Zukunft

Die Erfahrung aus Athen beweist: Wer urbane Räume lebenswert halten will, muss Schatten systematisch, datenbasiert und interdisziplinär planen. Der Klimawandel macht keine Pause, und die Städte können es sich nicht leisten, weiter auf zufällige Verschattung zu setzen. Die griechische Hauptstadt zeigt, wie digitale Werkzeuge, engagierte Stadtbewohner und kreative Planung zu einer neuen urbanen Qualität führen. Konflikte und Hürden bleiben nicht aus – doch mit Pragmatismus, Bürgerbeteiligung und dem Mut zur Strategie lassen sie sich meistern. Für Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet das Athener Beispiel eine klare Botschaft: Wer Schatten sät, erntet Zukunft. Und das ist alles andere als ein bloßer Sommertrend, sondern ein Muss für die resiliente, lebenswerte und gerechte Stadt von morgen.

Nach architects4future nun Bürger*innen4future?

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Unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler nahm der „Bürgerrat Klima“ diesen Montag seine Arbeit auf. Wie die insgesamt 160 ausgelosten Bürger*innen die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommen retten könnten, lesen Sie hier.

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Neuer Schwung für die Klimapolitik erhofft

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Die Teilnehmenden stellen sich hier die Frage, wie der Umstieg auf alternative und klimafreundliche Transportkonzepte in der Stadt und auf dem Land gelingen kann. Ihr Ziel ist es, Treibhausgasemissionen aus dem Straßenverkehr zu verringern, gleichzeitig überall in Deutschland Mobilität zu gewährleisten.

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In diesem Handlungsfeld diskutieren die Teilnehmer*innen Wege, durch die der Umbau der deutschen Energieversorgung schneller und sozial verträglich gestaltet werden kann. Der Anteil von ca. 80 Prozent der Energie, der hierzulande aus Kohle, Öl und Gas stammt, soll verringert werden, der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben.

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Mit der Frage, wie die Produktion und der Konsum von Nahrungsmitteln klimaschonender und nachhaltig gestaltet werden kann, beschäftigen sich hier die Teilnehmer*innen. Den größten Anteil am Ausstoß von Treibhausgasen im Bereich der Ernährung hat die Haltung von Tieren. Wegen seiner Zusammenhänge mit Ernährungsgewohnheiten ist dieser Punkt einer der sensibelsten in der gesamten Klimadebatte.

Corona hilft Deutschland, Klimaschutzziele einzuhalten

Bemerkenswert ist: Der Bürgerrat Klima wurde von der Initiative „Scientists for Future“ und dem „BürgerBegehren Klimaschutz e.V.“ über eine online-Petition ins Leben gerufen, in deren Anschluss der Petitionsausschuss des Bundestags dazu verpflichtet war, sich des Themas anzunehmen. Die Bundesregierung musste als sozusagen dazu gezwungen werden, einen Bürger*innenrat zum Thema Klimaschutz anzuhören. Dabei hinkt die deutsche Klimapolitik ihren selbst gesteckten Zielen noch hinterher. Bis zum Jahr 2030 sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland um mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 1990 reduziert werden. Zwar wurden in den letzten Jahren die Treibhausgasemissionen stetig weniger und im Jahr 2020 das Zwischenziel von 40 Prozent sogar knapp übererfüllt, aber an einer besonders gelungenen Klimapolitik scheint das nicht zu liegen. Nach Angaben des Umweltbundesamtes zeigen die Daten nämlich, dass etwa ein Drittel der Reduzierung im Jahr 2020 auf das Konto des pandemiebedingten Lockdowns geht. Höchste Zeit also für neue Ideen und vor allem Taten.

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Die Sitzungstermine von „Bürgerrat Klima“

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Hier geht es zum Youtube-Kanal, auf dem Sie die Sitzungen des Bürgerrats Klima im Livestream verfolgen und Aufzeichnungen vergangener Sitzungen ansehen können.

26.04.2021: Einführung in das Thema Klimawandel und Kennenlernen (zur Aufzeichnung)
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