Piet Oudolfs Pflanzenskizze für den Vandalorum-Hof 2025: Eine visionäre Gartenlandschaft, die Kunst, Design und Natur in perfekter Harmonie vereint. Credit: Vandalorum
Piet Oudolfs Pflanzenskizze für den Vandalorum-Hof 2025: Eine visionäre Gartenlandschaft, die Kunst, Design und Natur in perfekter Harmonie vereint. Credit: Vandalorum

Das renommierte Kunst- und Designmuseum Vandalorum in Värnamo, Schweden, steht vor einer aufregenden Erweiterung. Der weltbekannte niederländische Gartendesigner Piet Oudolf wird einen neuen Garten für den Innenhof des Museums entwerfen. Die Bauarbeiten für dieses ambitionierte Projekt sollen im Februar 2025 beginnen und voraussichtlich im Mai 2025 abgeschlossen sein.

Piet Oudolf erschafft ein grünes Herz für Vandalorum

Der neue Garten wird das Zentrum des Museums bilden und erstreckt sich über eine Fläche von rund 2.500 Quadratmetern. Piet Oudolf plant, den Innenhof in eine naturnahe, schüsselförmige Pflanzenlandschaft zu verwandeln, die Besuchern ein inspirierendes Erlebnis bietet.

Das Konzept umfasst:

  • Eine 850 Quadratmeter große Staudenwiese
  • Kunstwerke, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen
  • Ruhezonen zum Verweilen und Entspannen
  • Wege zum Flanieren und Entdecken
  • Bereiche für pädagogische Aktivitäten
  • Einen großzügigen Außensitzbereich für Restaurantgäste

Die Kernelemente des Gartens:

  • Eine 850 Quadratmeter große Staudenwiese
  • Kunstwerke, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen
  • Ruhezonen zum Entspannen
  • Wege zum Flanieren und Entdecken
  • Bereiche für Bildungsangebote
  • Ein großzügiger Außensitzbereich für Restaurantbesucher

Laut Piet Oudolf soll der Innenhofgarten in Vandalorum nicht nur eine Erweiterung des Museums, sondern ein Ort sein, an dem Besucher die Pflanzen und die umgebende Kunst intensiv erleben und genießen können.

Das innovative Design des neuen Gartenprojekts bei Vandalorum, das mit der einzigartigen Vision des renommierten Landschaftsarchitekten Piet Oudolf begeistert. Bild: Piet Oudolf Garten, Phase 2, Vandalorum – Konzeptzeichnung von Piet Oudolf / Deltavormgroep
Das innovative Design des neuen Gartenprojekts bei Vandalorum, das mit der einzigartigen Vision des renommierten Landschaftsarchitekten Piet Oudolf begeistert. Bild: Piet Oudolf Garten, Phase 2, Vandalorum – Konzeptzeichnung von Piet Oudolf / Deltavormgroep

Oudolfs Signature-Stil trifft auf nordische Kultur

Als Vorreiter des naturalistischen Pflanzdesigns ist Piet Oudolf für seine innovativen Gartengestaltungen bekannt, die sich durch eine jahreszeitliche Dynamik und nachhaltige Bepflanzung auszeichnen. Der Garten in Vandalorum wird sein erstes Projekt an einer nordischen Kulturinstitution sein und damit eine spannende Symbiose zwischen skandinavischer Landschaft und Oudolfs unverwechselbarem Stil darstellen.

Von New York nach Värnamo: Oudolfs weltweite Projekte

Piet Oudolf hat sich durch seine innovativen Gartendesigns weltweit einen Namen gemacht. Zu seinen bekanntesten Projekten zählen:

  • Die Gärten der High Line in New York
  • Die Grünanlagen des Vitra Campus in Weil am Rhein
  • Der Garten des renommierten Restaurants Noma in Kopenhagen

Diese Projekte zeigen Oudolfs Fähigkeit, urbane Räume in lebendige, naturnahe Oasen zu verwandeln. Mit dem Vandalorum-Projekt bringt er nun seine Expertise in einen neuen kulturellen Kontext ein.

Piet Oudolf im Garten des Vandalorum im September 2023: Der berühmte Landschaftsarchitekt genießt die harmonische Atmosphäre seines neuesten Gartenprojekts inmitten der einzigartigen Pflanzenlandschaft.Foto: Magdalena Johansson
Piet Oudolf im Garten des Vandalorum im September 2023: Der berühmte Landschaftsarchitekt genießt die harmonische Atmosphäre seines neuesten Gartenprojekts inmitten der einzigartigen Pflanzenlandschaft.Foto: Magdalena Johansson

Ein Meilenstein für Vandalorum

Elna Svenle, Direktorin von Vandalorum, berichtet, dass Piet Oudolf bereits 2022 einen Masterplan für das gesamte 8,4 Hektar große Gelände vorgelegt habe. 2023 wurde die erste Phase umgesetzt, und dank Oudolfs Vision sowie der Unterstützung der Partner könne nun die zweite Phase verwirklicht werden – der Innenhof, der das Herzstück des Museums bilde.

Diese Entwicklung zeigt das Engagement des Museums für nachhaltige, naturnahe Architektur und Design.

Vandalorum: Ein Ort der Kunst und des Designs

Vandalorum, gelegen inmitten der Felder am Stadtrand von Värnamo in Schweden, ist mehr als nur ein Museum. Es ist ein Ort, der die einflussreichste Kunst und das beste Design der Gegenwart präsentiert.

Die Gebäude des Museums, die an die monumentalen Scheunen erinnern, die einst das Gelände dominierten, wurden nach einem originellen Konzept des preisgekrönten italienischen Architekten Renzo Piano errichtet. Eine der vier Scheunen beherbergt das Smålands Konstarkiv, dessen Ausstellungen sich hauptsächlich auf Künstler konzentrieren, die mit Småland verbunden sind.

Ein neues Kapitel für Vandalorum

Mit der Erweiterung durch Piet Oudolfs Garten schlägt Vandalorum ein neues Kapitel in seiner Geschichte auf. Der Garten wird nicht nur die ästhetische Attraktivität des Museums erhöhen, sondern auch neue Möglichkeiten für Ausstellungen, Veranstaltungen und Bildungsangebote im Freien schaffen.

Die Verbindung von Kunst, Design und Natur, die durch dieses Projekt entsteht, verspricht ein einzigartiges Erlebnis für Besucher. Es ist zu erwarten, dass der neue Garten Vandalorum zu einem noch attraktiveren Ziel für Kunstliebhaber, Designenthusiasten und Naturfreunde machen wird.

Die Eröffnung des Gartens im Mai 2025 wird mit Spannung erwartet und dürfte ein Highlight im kulturellen Kalender Schwedens und darüber hinaus sein. Es bleibt abzuwarten, wie Piet Oudolfs visionäres Design die Landschaft von Vandalorum transformieren und neue Perspektiven auf die Interaktion zwischen Kunst, Design und Natur eröffnen wird.

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Meile in Böblingen
Nachhaltigkeit und Innovation bei WE-EF Leuchten
Dubai Stadtansicht mit Burj Khalifa als Symbol für Urban AI und Energieflusssteuerung.
Dubai implementiert Urban AI zur Energieflusssteuerung
ein-malerischer-blick-auf-eine-stadt-und-berge-unter-einem-bewolkten-blauen-himmel--pkkHPwxTLQ
Wie GIS-Systeme die grüne Infrastruktur sichtbar machen
grune-wiese-und-stadt-treffen-auf-schneebedeckte-berge-cw1Vzm-m9jU
Digitales Nachhaltigkeits-Scoring für Quartiere
Die IGA 2027 findet im Ruhrgebiet statt. Bildquelle: IGA 2027
IGA Metropole Ruhr 2027
Kraft der Pflanzen
„Ich bin eigentlich nie zufrieden und das ist wichtig.“
News aus der Planung im Mai
Begrünte, klimaangepasste Stadtinfrastruktur zum Thema Flächenversickerung
Flächenversickerung: Grundlagen, Nutzen und Praxis
So könnte es aussehen, wenn der Fluxjet die Landschaft durchquert.
So könnte es aussehen, wenn der Fluxjet die Landschaft durchquert. Visualisierung: © Transpod 2022

Das kanadische Startup TransPod entwickelt mit dem sogenannten Fluxjet eine Mischung aus Flugzeug und Zug. Mittels eines Hyperloop-Systems soll der Fluxjet Passagiere und Güter mit einer Geschwindigkeit von über 1 000 Kilometern pro Stunde durch die westkanadische Provinz Alberta transportieren.

Ein Flugzeug-Zug-Hybrid zwischen Calgary und Edmonton

Zwischen den Städten Calgary und Edmonton im Westen Kanadas soll die erste Strecke für den Fluxjet installiert werden. Der Flugzeug-Zug-Hybrid des Unternehmens TransPod soll hier schon bald Menschen und Waren transportieren – schneller als ein Jet und sogar drei mal schneller als ein Hochgeschwindigkeitszug. Entsprechend soll der Fluxjet die 300 Kilometer zwischen den kanadischen Städten in nur 45 Minuten zurücklegen.

Bereits 2020 kündigte TransPod den Fluxjet gemeinsam mit der Regierung der westkanadischen Provinz Alberta an. Aufgrund der erfolgreichen Finanzierungsrunde, in der 550 Millionen US-Dollar eingenommen wurden, konnte die Realisierung bereits beginnen. Sowohl eine Umweltverträglichkeitsprüfung als auch vorbereitende Bauarbeiten sind schon im Gange. Insgesamt rechnet das Unternehmen mit Kosten von etwa 18 Milliarden Euro.

Mit elektrischem Antrieb und ohne Widerstände klimafreundlich reisen

Technisch gesehen basiert der Fluxjet auf dem Konzept des Hyperloops. Dies bedeutet, dass sich eine elektrisch angetriebene Magnetschwebebahn in einer Vakuum-Röhre befindet. Auf diese Weise bewegt sich der Fluxjet beinahe ohne Widerstände durch das Röhrensystem. Wenn allerdings langsamere Geschwindigkeiten erforderlich sind, wie etwa in Städten, kann der Fluxjet auch auf Rädern von Station zu Station rollen. Erst am Rande der Stadt tritt die Kapsel in ein Vakuumsystem ein und schwebt mit höchster Geschwindigkeit zur nächsten Stadt.  

Mit einer Länge von 25 Metern bietet eine Kapsel Platz für 54 Personen oder zehn Tonnen Güterlast. Um den Fluxjet zu nutzen, sollen Passagiere 75 kanadische Dollar bezahlen. In Euro umgerechnet sind das etwa 57 Euro. Mit einem solchen Preis kann das neue Transportsystem auch dem Flugzeug Konkurrenz machen. Neben der preislichen Konkurrenzfähigkeit, lohnt sich auch ein Vergleich in ökologischer Hinsicht. Schließlich soll sich der Fluxjet allein auf Basis innovativer Energien fortbewegen und somit anders als Flugzeuge unabhängig von klimaschädlichen fossilen Brennstoffen sein.

So stellt sich Transpod den Bahnhof in Calgary vor. Visualisierung:© Transpod 2022
So stellt sich Transpod den Bahnhof in Calgary vor. Visualisierung:© Transpod 2022

Hyperloop-Systeme auch in Deutschland?

Nicht nur in Kanada wird am Hyperloop-System geforscht. Bereits 2013 veröffentlichte der Tesla und SpaceX Gründer Elon Musk ein für alle zugängliches White Paper zum Konzept des Hyperloops. Als Open Source Dokument dient es mehreren Unternehmen als Grundlage für eine mögliche Umsetzung des Systems. In Deutschland beschäftigt sich beispielsweise die Technische Universität München mit dem Bau einer Teststrecke.

Doch bei aller Euphorie hinsichtlich der neuen Möglichkeit der Fortbewegung melden sich immer wieder kritische Stimmen zu Wort. So schreibt beispielsweise die Zeit, dass die Installierung von Hyperloop-Systemen im dicht besiedelten Europa nur schwierig umzusetzen sei. Der Bau der Trassen sei zudem sowohl unterirdisch als auch oberirdisch kostspielig. Dadurch ist diese Art der Mobilität kaum rentabel.

Das Durchqueren von Wüsten erscheint realistischer als als ein dichtes Hyperloop-Netz in Europa. Visualisierung: © Transpod 2022
Das Durchqueren von Wüsten erscheint realistischer als als ein dichtes Hyperloop-Netz in Europa. Visualisierung: © Transpod 2022

Mit 1 000 km/h die Kurve bekommen

Alles in allem handelt es sich beim Fluxjet um ein technisch hoch anspruchsvolles Pionier-Projekt. Wenngleich Vorstellungen von einem flächendeckenden Hyperloop-Netz utopisch sind, könnten einige hoch frequentierte Strecken auf diese Art verknüpft werden. Vielleicht wird so zumindest ein kleiner Beitrag zur Mobilitätswende geleistet. Mit 1 000 Kilometern pro Stunde ist der Fluxjet aber vermutlich viel zu schnell, um allein die Kurve in Richtung nachhaltiger Mobilität zu bekommen.

Weiterlesen: Das Schweizer Start-up Sun-Ways will Solarmodule auf Bahnschienen installieren und so grünen Strom gewinnen.

Global Traffic Scorecard: London bleibt Stadt mit meisten Staus

In London verlieren Autofahrende pro Jahr durchschnittlich 156 Stunden im Verkehr - das sind 6,5 Tage. Bildquelle: Unsplash
In London verlieren Autofahrende pro Jahr durchschnittlich 156 Stunden im Verkehr - das sind 6,5 Tage. Bildquelle: Unsplash

Die Global Traffic Scorecard von INRIX zeigt, dass London auch im Jahr 2022 die Stadt mit den meisten Staus der Welt war. Das zweite Jahr in Folge befinden sich die fünf am stärksten verstopften Straßen und die höchste durchschnittliche Wartezeit in der britischen Hauptstadt. Lesen Sie mehr über die Traffic Scorecard.

Die Global Traffic Scorecard von INRIX

Der Verkehrsinformationsanbieter INRIX veröffentlicht jährlich die Global Traffic Scorecard, die eine weltweite Rangliste der Verkehrsüberlastung enthält. Sie umfasst 1 000 Städte in 50 Ländern. Dem Bericht zufolge waren dies im Jahr 2022 die am stärksten verstopften Städte der Welt:

  • London: 156 verlorene Stunden durch den Verkehr
  • Chicago: 155 verlorene Stunden durch den Verkehr
  • Paris: 138 verlorene Stunden durch den Verkehr
  • Boston: 134 verlorene Stunden durch den Verkehr
  • New York City: 117 verlorene Stunden durch den Verkehr

Weitere Städte mit hoher Verkehrsbelastung sind Bogotá in Kolumbien, Toronto in Kanada, Miami in den USA, Palermo in Italien und Monterrey in Mexiko. INRIX hat Big Data und Analysen zu Mobilität, Verkehr, Verkehrssignalen, Parkplätzen und Bevölkerungsbewegungen genutzt, um zuverlässige Daten zu erstellen.

Dies ist oft die erste Herausforderung bei der Bewältigung von Verkehrsstaus: Ein Mangel an Daten. Mit der Global Traffic Scorecard will INRIX Stadtplanern und Ingenieuren helfen, datenbasierte Entscheidungen für die Verkehrsplanung zu treffen. Das private Softwareunternehmen mit Sitz in den USA ist darauf ausgerichtet, öffentliche Ausgaben zu unterstützen, um den Nutzen zu maximieren und die Kosten zu senken. Mit den Ergebnissen aus dem Jahr 2022 will das Unternehmen einen quantifizierbaren Maßstab für Regierungen und Städte in aller Welt schaffen. Dies wird dazu beitragen, die Fortschritte bei der städtischen Mobilität zu messen und die Auswirkungen der Ausgaben für Smart-City-Initiativen zu verfolgen.

Datenquellen und Methodik für die Global Traffic Scorecard

Unter www.inrix.com/scorecard stellt das Unternehmen den vollständigen Bericht zur Global Traffic Scorecard 2022 kostenlos zur Verfügung. Er enthält Rankings für das Vereinigte Königreich, die USA und Deutschland. Es sind Daten und Informationen für mehr als 1 000 Städte verfügbar, ebenso wie die vollständige Methodik.

INRIX verwendet anonyme Daten aus verschiedenen Datensätzen, die zu robusten, genauen Erkenntnissen führen. Die Global Traffic Scorecard zeigt für jede Minute des Tages an, ob ein Straßenabschnitt überlastet oder frei von Staus ist. Millionen von Autofahrenden auf der ganzen Welt nutzen die INRIX-Verkehrsdienste und tragen – oft unbewusst – zu dieser Sammlung von Big Data bei. Auch Datensätze von Handys, Lastwagen und Städten tragen zur Scorecard bei.

Die Methodik begann vor drei Jahren mit der Identifizierung von Pendlergebieten innerhalb von Städten. Dies ermöglichte es dem INRIX-Team, das einzigartige Mobilitätsprofil jeder Stadt zu erfassen. Inzwischen sind Daten wie Reisezeiten, Reisecharakteristika und die Auswirkungen von Ereignissen auf die Verkehrsüberlastung verfügbar. Dieser vielschichtige Ansatz ermöglicht ein ganzheitliches Verständnis der komplexen Landschaft der Verkehrsüberlastung.

Londoner*innen verbringen die meiste Zeit im Stau, verglichen mit anderen Städten. Aber viel mehr Stau als vor der Pandemie ist es nicht. Bildquelle: Unsplash
Londoner*innen verbringen die meiste Zeit im Stau, verglichen mit anderen Städten. Aber viel mehr Stau als vor der Pandemie ist es nicht. Bildquelle: Unsplash

Londons zweifelhafter Ruf

Trotz zahlreicher Initiativen und Bemühungen ist London nach wie vor die Verliererin, was Staus angeht. Forscher*innen haben festgestellt, dass im Jahr 2022 mehr Zeit durch Staus verloren ging als vor der Pandemie. Demnach verbrachten Autofahrende im Jahr 2022 durchschnittlich 156 Stunden im Londoner Verkehr. Das sind 5 Prozent mehr als vor der Pandemie.

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass die fünf am stärksten verstopften Straßen des Vereinigten Königreichs im Jahr 2022 in London lagen. Die am meisten staubelastete Straße war die A219, die von Fulham nach Morden führt. Auf dieser Schlüsselstrecke aus der britischen Hauptstadt heraus verlieren Autofahrende durchschnittlich 47 Stunden. Ein Grund dafür war die Sperrung der Londoner Hammersmith Bridge für den motorisierten Verkehr. In London gibt es Regelungen wie die City-Maut, mit denen das Verkehrsaufkommen und die Umweltverschmutzung eingedämmt werden sollen. Der Global Traffic Scorecard zufolge gibt es jedoch noch viel zu tun.

Auch andere britische Städte wie Bristol, Manchester, Birmingham und Belfast wiesen ein hohes Maß an Staus auf. Im Durchschnitt verloren die Autofahrende im Vereinigten Königreich im Jahr 2022 80 Stunden durch Verkehrsstaus, das sind 7 Stunden mehr als 2021, aber 35 Stunden weniger als 2019. Gleichzeitig stiegen die jährlichen Kosten für das Tanken im Vereinigten Königreich um mehr als 100 GBP und in London um mehr als 200 GPB.

Bewältigung der Verkehrsüberlastung nach der Pandemie

Der Autor des Berichts, Bob Pishue, sagte: „Es ist schön zu sehen, dass sich das städtische und kommerzielle Leben wieder normalisiert, aber leider sehen wir, dass sich die Verkehrsstaus dem Niveau vor der Pandemie annähern, wenn sie es nicht sogar übersteigen. Wir müssen die Staus in den Griff bekommen und gleichzeitig die Mobilität und Zugänglichkeit in den Städten verbessern, um zu verhindern, dass sie die wirtschaftliche Erholung beeinträchtigen und die Lebensqualität von Pendlern und Einwohnern schmälern.“

Nach der COVID-Pandemie wurden in vielen Städten im Jahr 2022 die Vorschriften gelockert. Laut der Global Traffic Scorecard hat dies zu einer Zunahme des Verkehrsaufkommens und zu Staus in den Städten der Welt geführt. Hier sieht das Bild anders aus: In London hat die Verkehrsüberlastung im Vergleich zum Stand vor der Pandemie nur um 5 Prozent zugenommen. In Chicago war ein Anstieg um 49 Prozent und in Boston um 72 Prozent zu verzeichnen. In New York City hat die Verkehrsüberlastung um 15 Prozent zugenommen.

Überall auf der Welt erwägen Städte Veränderungen wie autofreie Stadtzentren. Es bleibt die Frage, ob die Erfahrungen und Lehren aus der Pandemie ihre Motivation, den Verkehr einzudämmen, weiterhin beeinflussen werden. Die Global Traffic Scorecard ist eine wichtige Erinnerung daran, dass es noch viel zu tun gibt.

Mehr zum Thema Smart City und Stadtverkehr lesen Sie außerdem hier.