Wie Rotterdam mit Wassersquares Stadtgestaltung und Hochwasserschutz verbindet

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Luftansicht einer nachhaltigen Stadtarchitektur am Wasser, fotografiert von Marcus Michaelsen.

Rotterdam, die niederländische Hafenmetropole, steht für innovative Stadtgestaltung, in der Wasser nicht als Feind, sondern als Freund begriffen wird. Wassersquares verbinden Hochwasserschutz und urbane Aufenthaltsqualität wie kaum ein anderes Konzept – und setzen Maßstäbe für die klimaresiliente Stadt von morgen. Was steckt hinter diesen spektakulären Plätzen, und warum schaut die ganze Welt auf Rotterdams blaue Revolution?

  • Wassersquares: Mehr als nur Regenrückhaltebecken – sie sind multifunktionale Stadträume und soziale Treffpunkte.
  • Rotterdams Ansatz vereint Hochwasserschutz, Stadtgestaltung und Partizipation in neuen, inspirierenden Formen.
  • Technische Hintergründe: Wie Wassersquares funktionieren und welche planerischen Prinzipien dahinterstehen.
  • Soziale und kulturelle Bedeutung: Wie diese Räume das Stadtleben bereichern und zur Identität beitragen.
  • Nachhaltigkeit und Anpassungsfähigkeit: Was die Niederlande anregen kann – und warum Mitteleuropa genau hinschauen sollte.
  • Planerische Herausforderungen und Erfolgsfaktoren aus der Praxis – von Regenmanagement bis Bürgerbeteiligung.
  • Konkrete Beispiele: Benthemplein und andere, die Rotterdam zur Vorreiterstadt machen.
  • Übertragbarkeit: Welche Lehren können deutsche, österreichische und Schweizer Städte ziehen?
  • Kritische Reflexion: Chancen, Risiken und Grenzen der blauen Stadtgestaltung.
  • Fazit: Warum Wassersquares die Zukunft der klimaresilienten, attraktiven Stadt sind – und was noch fehlt.

Die Geburt der Wassersquares: Hochwasserschutz trifft urbane Lebenslust

Wasser prägt Rotterdam seit Jahrhunderten, doch nach der verheerenden Nordseeflut von 1953 und im Angesicht des Klimawandels wurde klar: Klassische Deiche und Pumpwerke reichen allein nicht mehr. Statt Wasser lediglich abzuwehren, sollten neue Lösungen her, die Sicherheit und Lebensqualität verbinden. Hier entstand die Idee der Wassersquares, zu Deutsch etwa „Wasserplätze“. Es handelt sich um multifunktionale städtische Plätze, die bei Trockenheit als Sport- und Aufenthaltsfläche dienen, bei Starkregen aber temporär zu Wasserspeichern werden. Der Clou: Diese Plätze sind so gestaltet, dass sie Wasser aufnehmen, zurückhalten und langsam in die Kanalisation abgeben, sobald die Kapazitäten wieder frei sind.

Die Planer von De Urbanisten, einem führenden Rotterdamer Büro für Landschaftsarchitektur, entwickelten das Konzept des Wassersquares zusammen mit Stadtverwaltung, Wasserwirtschaft und lokalen Akteuren. Das erste und bekannteste Projekt, der Benthemplein-Wassersquare, wurde 2013 fertiggestellt und ist ein Paradebeispiel für die Verbindung von klimasensibler Infrastruktur und lebendiger Stadtgestaltung. Hier treffen Basketballplätze, Sitzstufen und eine offene Bühne auf flache Becken, die bei Starkregen mehrere Hundert Kubikmeter Regenwasser speichern. Sobald die Gefahr vorbei ist, läuft das Wasser langsam und kontrolliert ab – und die Fläche steht wieder als urbaner Freiraum zur Verfügung.

Der Gedanke dahinter ist so einfach wie revolutionär: Wasser wird nicht versteckt, sondern sichtbar und erlebbar gemacht. Die Bevölkerung erlebt hautnah, wie die eigene Stadt auf den Klimawandel reagiert – und wird so Teil der Lösung. Gleichzeitig entstehen neue Aufenthaltsorte, die das Stadtbild aufwerten und die Identifikation der Bewohner mit ihrem Quartier stärken. Wassersquares sind daher nicht nur technische Infrastruktur, sondern auch soziale Innovation.

Die Entstehungsgeschichte der Wassersquares ist eng mit Rotterdams traditioneller Offenheit für Experimente verbunden. Die Stadt sieht sich als urbanes Labor, in dem neue Ideen nicht in der Schublade verschwinden, sondern konsequent pilotiert werden. Der Mut, öffentliche Räume anders zu denken, und der Wille zur Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Planern und Bevölkerung sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Ohne dieses Zusammenspiel hätte das Konzept nie die notwendige Akzeptanz gefunden.

Rotterdam hat mit den Wassersquares einen neuen Standard gesetzt: Die Stadt versteht Wasser nicht mehr als reines Risiko, sondern als Ressource für Mehrwert. Das ist ein Paradigmenwechsel, der weit über die Niederlande hinaus Beachtung findet. Wassersquares sind dabei keine isolierten Projekte, sondern Teil eines umfassenden Programms, die Stadt widerstandsfähig und lebenswert zugleich zu machen.

Technik, Gestaltung und Funktion: Wie Wassersquares die Stadt transformieren

Das Besondere an Wassersquares ist ihr hybrider Charakter. Sie sind weder reine Versickerungsflächen noch klassische Parks, sondern eine Symbiose aus Ingenieurskunst, Design und urbanem Leben. Im Zentrum steht das Prinzip der multifunktionalen Nutzung: Die Flächen sind so modelliert, dass sie bei Trockenheit Sport, Erholung und Begegnung ermöglichen – und sich bei Starkregen in temporäre Retentionsräume verwandeln. Die Gestaltung folgt dabei einer klaren Dramaturgie: Unterschiedlich tiefe Becken, Stufen und Plateaus strukturieren den Raum und machen die Wasserführung sichtbar erlebbar.

Technisch gesehen setzen Wassersquares auf ein Zusammenspiel aus Oberflächenabfluss, Zwischenspeicherung und kontrollierter Ableitung. Das Regenwasser der umliegenden Dächer und Straßen wird gezielt auf die Plätze geleitet, wo es sich in den Becken sammelt. Sensoren und Überlaufmechanismen sorgen dafür, dass die Kapazitäten optimal ausgenutzt und Überschwemmungen vermieden werden. Nach dem Regen wird das Wasser langsam in die Kanalisation abgegeben – ein Prozess, der je nach Wetterlage Stunden oder sogar Tage dauern kann. So werden die Netze entlastet, und die Gefahr von Überflutungen im Quartier sinkt deutlich.

Die Gestaltung der Wassersquares ist integraler Bestandteil ihrer Funktion. Materialien wie Beton, Holz und farbiges Asphaltgranulat schaffen robuste, aber attraktive Flächen. Sitzstufen, Rampen und Sportfelder laden zum Verweilen ein und machen die Plätze zu echten Anziehungspunkten für die Nachbarschaft. Die Wasserbecken sind so dimensioniert, dass sie auch bei Starkregenereignissen ausreichende Rückhaltevolumina bieten, ohne das Stadtbild zu dominieren. Im Gegenteil: Die temporären Wasserflächen sorgen für spektakuläre Szenerien, die die Wahrnehmung der Stadt verändern.

Ein weiterer technischer Aspekt ist die Integration der Wassersquares in das städtische Regenwassermanagement. Sie sind Teil eines dezentralen Systems, das große Mengen Niederschlag punktuell puffert und damit das überlastete Kanalsystem entlastet. In Kombination mit Gründächern, Versickerungsbeeten und offenen Gräben entsteht so eine „blaue Infrastruktur“, die das Stadtklima verbessert und die Biodiversität fördert. Diese ganzheitliche Sichtweise ist ein Schlüssel zum Erfolg, denn sie vermeidet Insellösungen und sorgt für Synergien mit anderen Maßnahmen der Klimaanpassung.

Wassersquares transformieren die Stadt nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch. Sie machen den Umgang mit Wasser sichtbar, schaffen neue Perspektiven und regen zur Auseinandersetzung mit Klimathemen an. Die technische Präzision der Anlagen trifft auf einladendes Design – ein Spagat, der in Rotterdam mit beeindruckender Konsequenz gelungen ist. Für Planer und Kommunen im deutschsprachigen Raum bietet dieses Zusammenspiel von Technik und Gestaltung wertvolle Anregungen für eigene Projekte.

Soziale Resonanz: Wassersquares als Motor für Nachbarschaft und Stadtkultur

Die Wirkung der Wassersquares geht weit über ihre technische Funktion hinaus – sie prägen das soziale und kulturelle Leben der Stadt. Gerade in Rotterdams dicht bebauten Stadtteilen, wo öffentliche Räume rar sind, schaffen sie neue Orte der Begegnung. Menschen spielen Basketball, Jugendliche sitzen auf den Stufen, Familien beobachten das Wasser – der Platz wird zur Bühne für das tägliche Leben. Diese multifunktionale Nutzung ist kein Zufall, sondern Ergebnis gezielter Beteiligung und partizipativer Planung.

Von Anfang an wurden Anwohner, Schulen und lokale Vereine in die Entwicklung der Wassersquares eingebunden. Ihre Wünsche und Ideen flossen in die Gestaltung ein, sodass die Plätze maßgeschneidert auf die Bedürfnisse des Quartiers reagieren. Das stärkt nicht nur die Akzeptanz, sondern sorgt auch für eine hohe Identifikation mit dem neuen Stadtraum. In Rotterdam gilt der Benthemplein heute als Symbol für einen kreativen, offenen Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels – und als Vorbild für andere Quartiere.

Die soziale Resonanz der Wassersquares zeigt sich auch in der Art und Weise, wie sie genutzt werden. Sie sind nicht nur Durchgangsräume, sondern Orte, an denen man sich aufhält, trifft und austauscht. Die temporären Wasserflächen werden von Kindern zum Spielen genutzt, bei Trockenheit dienen sie als Veranstaltungsorte für Konzerte, Märkte oder Sportturniere. Diese Flexibilität macht die Squares zu echten Sozialräumen mit Mehrwert für die Stadtentwicklung.

Ein weiterer Aspekt ist die Rolle der Wassersquares für die Stadtkultur. Sie machen Klimaanpassung sichtbar und erlebbar, fördern das Bewusstsein für Umweltthemen und regen zur Auseinandersetzung mit der eigenen Stadt an. In Workshops, Führungen und Schulprojekten wird das Konzept vermittelt – und so ein Verständnis für die Herausforderungen der Zukunft geschaffen. Die Squares sind damit auch Bildungsorte, die neue Narrative für die Stadtgesellschaft eröffnen.

Die soziale Integration der Wassersquares zeigt, dass technische Innovation und gesellschaftlicher Zusammenhalt Hand in Hand gehen müssen. Nur wenn die Menschen die neuen Räume annehmen und aktiv nutzen, entfalten sie ihre volle Wirkung. Rotterdam hat es verstanden, die Bevölkerung mitzunehmen und so aus einer technischen Notwendigkeit einen kulturellen Mehrwert zu schaffen. Das ist ein Erfolgsrezept, das auch für andere Städte relevant ist.

Übertragbarkeit und Herausforderungen: Was deutsche Städte von Rotterdam lernen können

Die Begeisterung für Rotterdams Wassersquares ist groß, doch die Frage nach der Übertragbarkeit ist komplex. Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Starkregen, steigende Grundwasserstände und die Notwendigkeit, Räume für Begegnung zu schaffen. Doch die Rahmenbedingungen unterscheiden sich – rechtlich, klimatisch und kulturell. Viele Kommunen arbeiten noch mit traditionellen Konzepten der Regenwasserbewirtschaftung und zögern, multifunktionale Lösungen wie die Wassersquares umzusetzen.

Ein zentrales Hindernis ist die Verteilung der Zuständigkeiten. In vielen Städten sind Wasserwirtschaft, Stadtplanung und Grünflächenamt getrennte Welten, die selten zusammenarbeiten. Das Rotterdamer Modell zeigt, wie wichtig integrierte Planungsprozesse und interdisziplinäre Teams sind. Nur wenn alle Akteure an einem Strang ziehen, lassen sich innovative Lösungen realisieren. Hier ist auch die Politik gefragt, die entsprechende Rahmenbedingungen und Förderungen schaffen muss.

Ein weiterer Punkt ist die Anpassung an lokale Gegebenheiten. Nicht jede Stadt hat die gleichen Niederschlagsmengen wie Rotterdam, und die baulichen Strukturen unterscheiden sich erheblich. Dennoch gibt es zahlreiche Orte, an denen Wassersquares sinnvoll sein könnten – etwa in dicht bebauten Innenstädten, auf Schulhöfen oder im Rahmen von Quartierserneuerungen. Wichtig ist, das Konzept flexibel zu interpretieren und an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist ein weiterer Schlüsselfaktor. Wassersquares sind sichtbare Zeichen für einen Paradigmenwechsel im Umgang mit Wasser – und brauchen eine offene, experimentierfreudige Stadtgesellschaft. Beteiligungsprozesse, Informationskampagnen und Pilotprojekte können helfen, Vorbehalte abzubauen und die Vorteile erfahrbar zu machen. Rotterdam hat hier mit Transparenz und Dialog Maßstäbe gesetzt, die als Vorbild dienen können.

Schließlich sind auch technische und finanzielle Aspekte zu beachten. Die Planung und Umsetzung von Wassersquares erfordert Know-how, Ressourcen und einen langen Atem. Förderprogramme auf Landes- und Bundesebene, Austausch mit internationalen Experten und die Entwicklung von Standardlösungen können helfen, die Einstiegshürden zu senken. Der Blick nach Rotterdam zeigt: Mut und Kreativität zahlen sich aus – und eröffnen neue Wege für die klimaresiliente Stadt.

Fazit: Wassersquares – Blaupause für die Stadt der Zukunft?

Rotterdams Wassersquares sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Hochwasserschutz, Stadtgestaltung und soziale Innovation zu einer neuen Qualität urbanen Lebens verschmelzen können. Sie machen Wasser sichtbar, schaffen Räume für Begegnung und bieten Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels. Ihr Erfolg beruht auf technischer Präzision, gestalterischer Kreativität und einem offenen, partizipativen Planungsprozess. Die Resonanz in der Bevölkerung zeigt, dass innovative Infrastrukturprojekte nicht nur funktionieren, sondern auch zur Identität und Lebensqualität einer Stadt beitragen können.

Für Städte im deutschsprachigen Raum bieten Wassersquares wertvolle Impulse. Sie zeigen, dass multifunktionale, flexible und integrative Lösungen möglich sind – wenn Verwaltung, Planung und Zivilgesellschaft an einem Strang ziehen. Die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen: Zuständigkeiten, Finanzierung, Akzeptanz und Anpassung an lokale Bedingungen erfordern neue Wege und Mut zum Experiment. Doch der Wandel ist notwendig, um mit den Folgen des Klimawandels und den Bedürfnissen einer wachsenden Stadtgesellschaft Schritt zu halten.

Wassersquares sind keine Patentlösung, aber eine inspirierende Blaupause. Sie fordern ein Umdenken im Umgang mit Wasser, eröffnen neue Perspektiven für die Gestaltung urbaner Räume und stärken das Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Die Erfahrungen aus Rotterdam zeigen, dass wirksamer Hochwasserschutz und attraktive Stadträume kein Widerspruch sein müssen – im Gegenteil: Sie können sich gegenseitig beflügeln und die Stadt von morgen prägen.

Die Zukunft urbaner Räume liegt in der Verbindung von Technik, Gestaltung und sozialem Leben. Wassersquares machen diese Verbindung sichtbar und erlebbar. Sie sind Einladung und Auftrag zugleich: Die Zeit der Einzellösungen ist vorbei – jetzt gilt es, das Wasser in die Stadt zu holen und daraus neue Lebensqualität zu schaffen. Rotterdam hat vorgemacht, wie es geht. Es liegt an uns, diese Impulse aufzugreifen und weiterzuentwickeln.

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Wassersquares sind mehr als technische Bauwerke. Sie sind Ausdruck einer neuen urbanen Haltung – mutig, offen und zukunftsgewandt. Wer heute den Sprung ins urbane Nass wagt, gestaltet die lebenswerte Stadt von morgen.

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Der Camí de les Guixeres schlängelt sich heute auf 800 Meter durch die Landschaft des katalanischen Igualada. Bis zu seiner Eröffnung 2018 war die umgebende Landschaft jedoch maßgeblich von den Folgen des jahrelangen Gipsabbaus gezeichnet. Die Architekten Batlle i Roig definierten ihr Image neu und tragen durch den Einsatz ausgewählter Materialien zu ihrer schrittweisen Regenerierung bei.

Die Kleinstadt Igualada liegt 60 Kilometer nordöstlich von Barcelona. Landschaftsarchitekten ist sie vor allem wegen des Friedhofs der Architekten Enric Miralles und Carme Pinós bekannt. Mit dem Camí de les Guixeresbesitzt die Stadt nun ein weiteres Kleinod der Freiraumarchitektur. Das Projekt wurde von den Architekten Batlle i Roig entworfen und im November 2018 als „Landscape of the Year“ mit dem Preis des World Architecture Festivals ausgezeichnet.

Die Landschaft, durch die der Fußweg verläuft, ist geprägt vom einstigen Gipsabbau und der späteren Nutzung als Müllumschlagstelle. Abfließendes Regenwasser und Erdrutsche sorgten für weitere Schäden. Die Regenerierung der Landschaft und der Erhalt von Biodiversität waren daher zwei der wichtigsten Entwurfskriterien.

 

 

Doch was auf den ersten Blick als ein schlichter Weg erscheint, ist gleichzeitig ein Aufenthaltsort und Aussichtspunkt – ein 800 Meter langer Balkon mit Blick über die Stadt. Der Fußweg schlängelt sich um Bäume und Landschaftselemente immer weiter nach oben, wird mal breiter und mal schmäler. An bestimmten Punkten ändert er abrupt die Richtung und schneidet sich in die Landschaft, und nimmt so Bezug auf zu den dramatischen Einschnitten der Felswände, die der Gipsabbau hinterlassen hat. Dennoch spürt man, dass die Architekten sich zurückgehalten haben: Die Materialien und Farben fügen sich nahtlos in die Umgebung ein.

 

Der gesamte Artikel erschien in der G+L 03/2019. Das Heft finden Sie hier.

Sigrid Ehrmann ist freiberufliche Landschaftsarchitektin und Fachübersetzerin. Sie lebt und arbeitet in Barcelona. Zuvor war sie für verschiedene Büros in Melbourne und Berlin tätig.

Bernie-Sanders-Memes: Zwei Handschuhe und ein Klappstuhl

Das Bild das im Januar 2021 um die Welt ging: Bernie Sanders mit Handschuhen und Klappstuhl (Meme: Redaktion Garten + Landschaft).
Das Bild das im Januar 2021 um die Welt ging: Bernie Sanders mit Handschuhen und Klappstuhl (Meme: Redaktion Garten + Landschaft).

Die relevanteste Person an der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden? Ganz klar: Bernie Sanders. Das Bild des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, wie er der Zeremonie in mit seinen gestrickten Handschuhen beiwohnte, ging (und geht immer noch) um die Welt: Ein neues Meme ward geboren. Hier ist unser Round-up der witzigen Bilder und spitzen Pointen, mit mal mehr und mal weniger planungsrelevanten Bernie-Sanders-Memes.

Unsere liebsten Bernie-Sanders-Memes

Die Inauguration von Joe Biden am 20. Januar 2021 wird noch lange in Erinnerung bleiben. Eine ganze Armada von Stars unterstützte den 46. Präsidenten der USA bei seiner Amtseinführung. Wer alles dabei war? Lady Gaga, Jennifer Lopez, Bruce Springsteen – um nur einige zu nennen. Wer am meisten in Erinnerung bleibt? Der ehemalige Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Bernie Sanders, der dank seiner ikonisch-uninteressierten Pose zum viralen Internet-Meme avancierte.

Bereits während der Live-Übertragung der Zeremonie kursierten erste Photoshop-Kunstwerke, die Sanders inklusive Sitzgelegenheit in den absurdesten Situationen zeigten. Von da an war der Stein ins Rollen gebracht, die Bernie-Sanders-Memes entwickelten das Momentum, das für einen viralen Trend vonnöten ist.

Bernie Sanders selbst, der im Vorwahlkampf in die Schlagzeilen geriet, weil sich sein Wahlkampfbudget aus rekordverdächtig vielen, wenn auch kleinen Spenden zusammensetzte – und wodurch man besonders viele Unterstützer hinter ihm wähnte –, sieht die Memes gelassen. Mittlerweile gibt es im Online-Shop der Bernie-Sanders-Kampagne sogar bereits offizielle Merchandise mit dem viralen Foto darauf zu kaufen. Besser gesagt: Es gab sie zu kaufen – die Kleidungsstücke sind bereits restlos ausverkauft.

Und jetzt zu den Bernie-Sanders-Memes: Wir haben unsere Lieblinge für Sie ausgesucht. Manche davon haben mit Planungsthemen zu tun, andere sind zur allgemeinen Belustigung gedacht. Zu lachen kann man schließlich nie genug haben.

Sie wollen mehr zu lachen? Hier geht es zu den Gärten des Grauens.