Garten + Landschaft 12/2012

Beschreibung

La Villette und die Folgen

Manhattan Exports – der Parc de la Villette
Wer einen etablierten Kanon in Frage stellt, muss mit einer Kontroverse rechnen. Die Architekten Rem Koolhaas und Bernard Tschumi verweigerten sich mit ihren Entwürfen für den Pariser Parc de la Villette einer lieblichen Rezeption des Sujets. 30 Jahre später sind ihre Wettbewerbsbeiträge Teil des Entwurfskanons der Landschaftsarchitektur. Von Ulrike Böhm und Cyrus Zahiri

Kein Vorbild moderner Landschaftsarchitektur – ein Zwischenruf
Als die Redaktion von Garten + Landschaft Peter Latz bat, seinen Standpunkt zum Parc de la Villette als „Wendepunkt“ in der Landschaftsarchitektur darzulegen, erhielt sie eine ausführliche E-Mail. Darin stellte Peter Latz klar, dass dem Entwurf wesentliche Aspekte fehlten, um als Vorbild einer neuen Landschaftsarchitektur gelten zu können.

Gehasst, verachtet, imitiert: und am Ende doch ein Volkspark
Trotz anfänglicher Vorbehalte gegen das Konzept hinter dem Parc de la Villette: Die Arbeitsmethodik, thematische, räumliche und formale Schichten zu überlagern,
ist heute noch eine wichtige Referenz in der Landschaftsarchitektur. Von Stefan Tischer

Landschaft als Teil des kulturellen Diskurses
Der Parc de la Villette brachte der Landschaftsarchitektur vor allem eine neue Kommunikationskultur und damit auch eine bis dahin unbekannte Wertschätzung.
Heute gilt es, diese Sprachfähigkeit auszubauen. Von Martin Rein-Cano und Thilo Folkerts

Von Fröschen zu Folies
Die Entwürfe von Bernard Tschumi und Rem Koolhaas beeinflussten auch den Landschaftsarchitekturdiskurs in den USA. Die Ökologie, einst Herzstück der Profession, wurde in den Hintergrund gedrängt. Von Fritz Steiner

Parks in Dänemark – Einflüsse von La Villette
Die Gestaltung des Pariser Parc de la Villette schlug sich nur bedingt in dänischen Landschaftsarchitekturprojekten nieder. Das Ideengerüst begründete dort aber ein Verständnis für einen neuen Umgang mit dem sich im Umbruch befindlichen Leben in modernen Städten. Von Annemarie Lund

125 Jahre DGGL – 12 Jahrzehnte Garten + Landschaft

Die 2000er-Jahre – Antworten auf globale Fragestellungen
Die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) gibt die Zeitschrift Garten + Landschaft heraus, die im 122. Jahrgang erscheint. Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der DGGL nutzen wir die Chance, in den Ausgaben vergangener Jahrzehnte nachzuschlagen.
Thomas Armonat fand in den Heften der 2000er-Jahre die auch heute bestimmenden Themen der Profession, wie ein neues Verständnis von Stadtnatur, schmale öffentliche Budgets, neue Tätigkeitsfelder in interdisziplinären Teams und Strategien für die Folgen des Klimawandels sowie die verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energien.