Was bedeutet ‚Zero-Shot Learning‘ – kann KI ohne Training Städte analysieren?

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Stark befahrene Straße im urbanen Zentrum mit modernen Hochhäusern, aufgenommen von Bin White

Kann künstliche Intelligenz wirklich ohne Training komplexe Städte analysieren? Zero-Shot Learning verspricht genau das – und stellt damit nicht weniger als die Spielregeln der urbanen Planung, Analyse und Prognose infrage. Wer glaubt, dass Maschinen erst monatelang mit Daten gefüttert werden müssen, um den urbanen Dschungel zu verstehen, wird von den neuesten Entwicklungen in der KI-Forschung eines Besseren belehrt. Zeit also, den Mythos zu entzaubern – und zu fragen: Was kann Zero-Shot Learning, was bedeutet es für Stadtplaner, und wie realistisch ist der Traum von der trainierungsfreien KI im Stadtraum?

  • Definition und Grundlagen: Was Zero-Shot Learning auszeichnet und wie es sich von klassischen KI-Ansätzen unterscheidet.
  • Anwendungsfelder: Wo und wie Zero-Shot Learning bereits heute in der Stadtanalyse eingesetzt wird – von Bilderkennung bis Mobilitätsprognose.
  • Technische Mechanismen: Wie Zero-Shot Learning funktioniert, welche Modelle führend sind und wie urbane Daten integriert werden.
  • Chancen und Herausforderungen: Welche Potenziale Zero-Shot Learning für nachhaltige Stadtentwicklung und Planung bietet – und wo die Grenzen liegen.
  • Praxisbeispiele: Wie Städte und Forschungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Zero-Shot-Ansätzen experimentieren.
  • Risiken: Warum algorithmische Verzerrungen, mangelnde Nachvollziehbarkeit und Datenqualität eine besondere Rolle spielen.
  • Ausblick: Wie Zero-Shot Learning klassische Planungsinstrumente erweitern könnte – und was es für die künftige Rolle von Planern bedeutet.

Zero-Shot Learning – KI ohne Training: Definition, Hintergründe und Relevanz für die Stadtplanung

Zero-Shot Learning klingt wie ein Versprechen aus der Science-Fiction: Eine künstliche Intelligenz, die komplexe Aufgaben löst, ohne jemals ein Beispiel aus genau diesem Bereich gesehen zu haben. Während klassische maschinelle Lernverfahren auf riesige Mengen annotierter Trainingsdaten angewiesen sind, verlässt sich Zero-Shot Learning auf allgemeines Wissen, semantische Beziehungen und Kontextverständnis. Das Prinzip: Die KI wird mit Grundwissen ausgestattet, etwa über Objekte, Konzepte oder Prozesse, und kann daraus auf völlig neue Fragestellungen schließen – ganz ohne spezifisches Training auf die jeweilige Aufgabe.

Für die urbane Planung und Analyse ist dieser Ansatz revolutionär. Städte sind unglaublich vielgestaltig, ihre Datenbasis oft fragmentiert, heterogen und dynamisch. Kein Wunder, dass klassische KI-Modelle wie Convolutional Neural Networks (CNNs) oder Recurrent Neural Networks (RNNs) schnell an ihre Grenzen stoßen, wenn es darum geht, neue Phänomene zu erkennen, für die keine historischen Trainingsdaten existieren. Zero-Shot Learning verspricht hier Abhilfe: Es erlaubt, beispielsweise aus allgemeinen Beschreibungen von Gebäudetypen, Verkehrsmustern oder Klimazonen auf bislang unbekannte städtische Situationen zu schließen.

Doch was bedeutet das konkret? Im Kern geht es um die Fähigkeit von KI-Modellen, Kontext zu verstehen. Ein Beispiel: Während ein klassischer Algorithmus nur „rote Ampeln“ erkennt, wenn er sie vorher hunderttausendfach gesehen hat, kann ein Zero-Shot-Modell aus der Beschreibung „eine leuchtende Lichtquelle an einer Straßenkreuzung, die Verkehr anhält“ auch in bislang unbekannten Städten rote Ampeln identifizieren – selbst, wenn sie anders aussehen als in den Trainingsdaten. Übertragen auf die Stadtplanung bedeutet das: KI kann etwa neue Gebäudetypologien, innovative Mobilitätslösungen oder untypische Nutzungsmuster erkennen und bewerten, ohne spezifisch darauf trainiert worden zu sein.

Die Relevanz für die Praxis kann kaum überschätzt werden. Zero-Shot Learning senkt die Hürden für den KI-Einsatz dramatisch, weil nicht mehr für jede Aufgabe riesige, oft teure und fehleranfällige Datensätze aufgebaut werden müssen. Gerade für Kommunen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die häufig mit Datenschutzauflagen, knappen Ressourcen und zersplitterten Datenlandschaften kämpfen, eröffnet das völlig neue Möglichkeiten. Statt aufwendiger Trainingsphasen könnten Verfahren direkt eingesetzt werden – agil, flexibel und adaptiv.

Allerdings ist Vorsicht geboten: Zero-Shot Learning ist kein Allheilmittel. Die Modelle sind nur so gut wie ihr Grundverständnis von urbanen Systemen und Konzepten. Wer etwa ein Modell mit unscharfen oder unvollständigen Beschreibungen füttert, riskiert grobe Fehlinterpretationen. Die Kunst besteht darin, Wissen sauber zu kodieren, semantische Beziehungen präzise zu definieren und die Grenzen der Generalisierung zu erkennen. Nur so wird Zero-Shot Learning zu einem Werkzeug, das Planer, Architekten und Entscheider wirklich unterstützt – und nicht in die Irre führt.

Technische Mechanismen: So funktioniert Zero-Shot Learning mit urbanen Daten

Das Herzstück des Zero-Shot Learning sind sogenannte Embeddings und semantische Räume. Mittels Techniken wie Word Embeddings (zum Beispiel Word2Vec, GloVe) oder neueren Modellen wie BERT und GPT werden Begriffe, Beschreibungen und Objekte in hochdimensionale Vektoren übersetzt. Diese Vektoren repräsentieren die semantische Ähnlichkeit zwischen Konzepten – beispielsweise zwischen „Fahrradstraße“, „Shared Space“ und „verkehrsberuhigte Zone“. Der Trick: Auch für bisher unbekannte Begriffe kann das Modell aus dem Kontext und den Beziehungen zu bekannten Begriffen schließen, was gemeint ist.

Im urbanen Kontext bedeutet das, dass eine KI, die nie zuvor einen „Pocket Park“ in einer deutschen Stadt gesehen hat, aus der Beschreibung „eine kleine öffentliche Grünfläche zwischen bestehenden Gebäuden“ erkennen kann, was gemeint ist – und diesen Typus in Luftbildern, Plänen oder Sensordaten identifizieren kann. Für Bild- und Objekterkennung werden dabei oft sogenannte Transformer-Modelle eingesetzt, die Kontextinformationen besonders effektiv verarbeiten können. Ein prominentes Beispiel ist das CLIP-Modell von OpenAI, das Bilder und Textbeschreibungen in einen gemeinsamen semantischen Raum abbildet und so Zero-Shot-Klassifikation ermöglicht.

Ein weiteres technisches Element ist die Nutzung von Ontologien und Wissensgraphen. Hierbei werden Beziehungen zwischen urbanen Objekten, Nutzungen, Prozessen und Akteuren explizit modelliert. Ein Wissensgraph kann etwa beschreiben, dass „Bushaltestellen“ typischerweise an „Straßenkreuzungen“ liegen und mit „Fahrplänen“ assoziiert sind. Wird ein neues, bislang unbekanntes Element entdeckt, kann die KI über die semantische Nachbarschaft erschließen, wie es einzuordnen ist. Das ist besonders wertvoll für die Analyse von Stadtdaten, bei denen klassische Kategorien häufig nicht ausreichen.

Praktisch funktioniert Zero-Shot Learning in der Stadtanalyse zum Beispiel so: Ein Planungsamt möchte wissen, wo in der Stadt informelle Treffpunkte entstehen. Statt monatelang Daten zu annotieren, beschreibt man der KI, was einen solchen Treffpunkt ausmacht – etwa Sitzgelegenheiten, Schatten, Nähe zu Gastronomie, hohe Fußgängerfrequenz. Die KI durchsucht dann verschiedene Datensätze, identifiziert Muster und schlägt potenzielle Orte vor – auch wenn sie diese nie zuvor explizit gesehen hat. Ein ähnliches Vorgehen ist auch bei der Erkennung von Nutzungskonflikten, der Prognose neuer Mobilitätsrouten oder der Identifikation von Mikroklimazonen denkbar.

Die Integration in bestehende urbane Datenplattformen ist technisch anspruchsvoll, aber machbar. Zero-Shot-Modelle können als Analysewerkzeuge in Urban Data Hubs, Geoinformationssysteme oder Digital Twins eingebunden werden. Wichtig ist, dass sie mit gut gepflegten Metadaten, offenen Schnittstellen und klaren semantischen Standards arbeiten. Nur dann entfalten sie ihr volles Potenzial – und werden zu intelligenten, adaptiven Analyseinstrumenten, die auch in heterogenen Datenlandschaften zuverlässige Ergebnisse liefern.

Anwendungsfelder und Praxisbeispiele: Wo Zero-Shot Learning heute schon die Stadtanalyse verändert

Die Liste der potenziellen Anwendungsfelder für Zero-Shot Learning in der Stadtplanung und Stadtforschung ist lang – und wächst rasant. Besonders dynamisch entwickelt sich der Bereich der Bild- und Satellitendatenauswertung. Forscher an der Technischen Universität München experimentieren mit Zero-Shot-Modellen, um aus Luftbildern unterschiedliche Gebäudetypen, Grünflächen oder Verkehrsführungen zu erkennen, ohne dass für jede Kategorie ein eigener Trainingsdatensatz aufgebaut werden muss. Das beschleunigt die Kartierung neuer Stadtteile und erlaubt schnelle Analysen bei Veränderungen durch Bauprojekte oder Katastrophen.

Auch in der Mobilitätsforschung eröffnen sich neue Horizonte. So arbeitet das DLR in Braunschweig an Zero-Shot-Ansätzen, um bislang unbekannte Verkehrsströme in Echtzeit zu analysieren. Die Modelle verstehen semantisch, was etwa eine „Verkehrsberuhigung“ oder ein „Shared-Mobility-Hub“ ist, und können daraus auf neue Mobilitätsmuster schließen. Kommunen in Österreich nutzen ähnliche Verfahren, um ad hoc auf ungewöhnliche Ereignisse wie Großveranstaltungen, Unfälle oder kurzfristige Baustellen zu reagieren – und Verkehrsströme ohne explizites Training neu zu steuern.

Im Bereich des Umweltmonitorings sind Zero-Shot-Technologien besonders wertvoll, wenn es um die Erkennung neuer Phänomene geht. Ein Beispiel: Die Stadt Zürich setzt im Rahmen ihres Smart City Programms auf KI-gestützte Analysen von Hitzeinseln. Zero-Shot-Modelle helfen dabei, neue, bislang unbekannte Mikroklimazonen zu identifizieren und zu bewerten, wie sich kleine Veränderungen – etwa die Anlage von Pocket Parks oder das Aufstellen temporärer Schattenspender – auswirken könnten. Auch für die Detektion von Starkregenereignissen oder Luftverschmutzung in bisher nicht überwachten Stadtbereichen sind solche Ansätze im Pilotbetrieb.

Die Quartiersentwicklung profitiert ebenfalls. In Wien unterstützen Zero-Shot-Algorithmen die Szenarioentwicklung für neue Stadtteile, indem sie aus Beschreibungen innovativer Gebäudetypologien oder Mobilitätskonzepte Prognosen ableiten – ohne dass reale Vergleichsdaten vorliegen. Das beschleunigt die Planung und erlaubt es, Visionen und Experimente frühzeitig auf ihre Machbarkeit und Auswirkungen zu prüfen. Selbst in der Bürgerbeteiligung zeigen sich erste Anwendungen: KI-Systeme, die aus offenen Kommentaren und Vorschlägen semantische Muster erkennen und daraus neue Anforderungen oder Konflikte ableiten, können die Qualität der Partizipation deutlich steigern.

Freilich bleibt vieles noch im experimentellen Stadium. Die meisten deutschen Kommunen stehen erst am Anfang, wenn es um den produktiven Einsatz von Zero-Shot Learning geht. Doch die Zahl der Pilotprojekte steigt – und die Erfahrungen zeigen: Gerade dort, wo klassische Datenlücken klaffen, sind die neuen KI-Verfahren besonders hilfreich. Sie machen die Stadtanalyse adaptiver, schneller und oft auch gerechter, weil sie weniger auf bestehende Vorurteile oder historische Verzerrungen angewiesen sind. Wer jetzt investiert, verschafft sich einen Vorsprung – nicht nur technologisch, sondern auch methodisch und kulturell.

Chancen, Grenzen und Risiken: Was Zero-Shot Learning für die Zukunft der Stadtplanung bedeutet

Die Potenziale von Zero-Shot Learning in der Stadtplanung sind enorm. Die Verfahren ermöglichen es, neue Phänomene zu erkennen, schnelle Analysen bei unvorhergesehenen Ereignissen durchzuführen und auch mit fragmentierten oder unvollständigen Datensätzen zu arbeiten. Gerade für die nachhaltige Stadtentwicklung kann das ein Gamechanger sein: Wer etwa neue Grünflächen, Mobilitätskonzepte oder Nutzungsmischungen schnell und zuverlässig bewerten will, muss nicht mehr jahrelang auf Datenaufbau und Modelltraining warten. Zero-Shot Learning bringt Agilität, Flexibilität und Innovationskraft in die Planungslandschaft.

Doch die Technik hat auch ihre Schattenseiten. Die semantische Generalisierung ist nur so gut wie die zugrunde liegenden Beschreibungen. Wo Begriffe unscharf, missverständlich oder kulturell unterschiedlich geprägt sind, entstehen schnell Fehler und Verzerrungen. Ein scheinbar neutraler Begriff wie „öffentlicher Raum“ kann in München, Zürich und Wien völlig unterschiedlich konnotiert sein. Zero-Shot-Modelle riskieren, solche Unterschiede zu nivellieren – und damit relevante Unterschiede in der Planungspraxis zu übersehen.

Ein weiteres Risiko ist die Transparenz. Zero-Shot Learning arbeitet oft mit hochkomplexen, schwer nachvollziehbaren Modellen. Für Planer, Entscheider und die Öffentlichkeit ist es nicht immer ersichtlich, wie eine bestimmte Empfehlung zustande kommt. Das erschwert die Nachvollziehbarkeit und kann das Vertrauen in KI-basierte Planungsinstrumente untergraben. Hier sind klare Dokumentation, nachvollziehbare Entscheidungswege und offene Schnittstellen gefragt – sonst droht die Black Box.

Datenschutz und Datensouveränität bleiben zentrale Herausforderungen. Zero-Shot Learning benötigt zwar weniger spezifische Trainingsdaten, ist aber auf gut strukturierte, sauber annotierte Metadaten angewiesen. In der Praxis sind urbane Daten jedoch oft brüchig, uneinheitlich und verteilt. Wer sicherstellen will, dass Zero-Shot-Modelle wirklich zum Wohle der Stadtgesellschaft arbeiten, muss in Datenqualität, Governance und offene Standards investieren. Sonst besteht die Gefahr, dass KI-Systeme von wenigen Anbietern dominiert und zum Spielball privater Interessen werden.

Schließlich stellt sich die Frage nach der Rolle des Menschen. Zero-Shot Learning ist kein Ersatz für planerische Erfahrung, Kontextwissen und kreatives Denken – sondern ein Werkzeug, das diese Fähigkeiten ergänzen und erweitern kann. Die besten Ergebnisse entstehen dort, wo KI und Mensch im Dialog stehen: Die Maschine liefert Hypothesen, der Planer prüft, interpretiert und entscheidet. Wer KI als Partner auf Augenhöhe begreift, kann von Zero-Shot Learning enorm profitieren – wer sich blind auf Algorithmen verlässt, riskiert böse Überraschungen.

Fazit: Zero-Shot Learning als Werkzeug für die urbane Zukunft – Chancen nutzen, Risiken meistern

Zero-Shot Learning markiert einen Wendepunkt für die urbane Analyse und Planung. Die Fähigkeit, ohne aufwendiges Training neue Phänomene zu erkennen, macht KI flexibler, adaptiver und zugänglicher – gerade für Städte, die mit fragmentierten Daten und knappen Ressourcen arbeiten. Ob in der Verkehrssteuerung, der Quartiersentwicklung, dem Umweltmonitoring oder der Bürgerbeteiligung: Zero-Shot Learning eröffnet neue Horizonte, beschleunigt Prozesse und ermöglicht Innovationen, die mit klassischen Methoden kaum denkbar wären.

Doch wie bei allen technologischen Umbrüchen gilt: Die Chancen sind nur so groß wie die Bereitschaft, Risiken aktiv zu gestalten. Semantische Präzision, Transparenz, Datenqualität und eine enge Verzahnung von KI und menschlicher Expertise sind entscheidend, damit Zero-Shot Learning nicht zur Black Box wird, sondern zum demokratischen Werkzeug für bessere Städte. Die Zukunft gehört denen, die Technologie kritisch, kreativ und mutig einsetzen – und dabei nie vergessen, dass Städte mehr sind als Daten und Modelle. Sie sind Lebensräume, Möglichkeitsräume und Orte des Austauschs. Zero-Shot Learning ist ein mächtiges Werkzeug, um diese Räume zu verstehen und zu gestalten. Doch der beste Algorithmus bleibt am Ende nur so klug wie die Menschen, die ihn verantwortungsvoll nutzen.

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Hochschule auf der Landesgartenschau 2020

Die Hochschule Weihenstephan-Trierdorf wird an der Landesgartenschau in Ingolstadt 2020 einen Themengarten unterhalten. Der Entwurf dazu stammt von Studierenden der landschaftsarchitektonischen Fakultät. 

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf wird 2020 auf der Landesgartenschau in Ingolstadt mit einem Ausstellungsbeitrag vertreten sein. Studierende der Fakultät Landschaftsarchitektur erstellten im Rahmen des Wahlpflichtfachs Design and Construction Entwürfe für die Gestaltung des hochschuleigenen Themengartens.

Die Studierenden stellten ihre Entwürfe am 29. Mai der Jury vor. Die Jury, bestehend aus dem Präsidenten Prof. Dr. Eric Veulliet, den betreuenden Professoren Prof. Ingrid Schegk, Prof. Dr. Thomas Brunsch sowie Prof. Dr. Matthias Drösler als Vertreter der forschungsaktiven Professoren wählten den geeignetsten Entwurf für die Umsetzung aus.

Klara Faistauer und Joshua Lenze (Studiengang Landschaftsbau & -Management) überzeugten mit dem Konzept ClimateMove – Applied Sciences for Future.

Leistungsphase 2 Hoai: Bedeutung und Anwendung einfach erklärt

Eine professionelle Planungsszene im Freiraum zum Thema Leistungsphase 2 Hoai
Detailarbeit am Reißbrett: Planung eines Landschaftsprojekts auf Papier. Foto: d_mccullough / Unsplash

Wer ein Gebäude plant, saniert oder betreut, kommt an der Leistungsphase 2 der HOAI nicht vorbei. Sie ist die Phase, in der aus einer Bauaufgabe ein erstes konkretes Konzept wird: Hier entwickeln Landschaftsarchitekten, Architekten und Ingenieure die grundlegenden Lösungsansätze, wägen Varianten ab und legen den inhaltlichen Kurs für das gesamte Projekt fest. Was in der Vorplanung entschieden wird, prägt alle nachfolgenden Phasen bis zur Ausführung.

  • Was die Leistungsphase 2 HOAI inhaltlich umfasst und wie sie sich von benachbarten Phasen abgrenzt
  • Welche Leistungen zur Vorplanung gehören und was als besondere Leistung gilt
  • Welche Rolle die Leistungsphase 2 in der Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung spielt
  • Wie das Honorar für die Vorplanung berechnet wird und welche Bewertungsgrundlagen gelten
  • Welche typischen Fehler und Missverständnisse in der Praxis auftreten
  • Wie die Vorplanung mit anderen Fachplanern und Behörden koordiniert wird
  • Welche Dokumente und Ergebnisse am Ende der Leistungsphase 2 vorliegen müssen
  • Wie die Leistungsphase 2 in den größeren Kontext von Planungsrecht und Projektsteuerung eingebettet ist

Was ist die Leistungsphase 2 HOAI? Definition und Einordnung

Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, kurz HOAI, gliedert die Planungsleistungen für Gebäude, Freianlagen, Ingenieurbauwerke und weitere Objekttypen in neun Leistungsphasen. Die Leistungsphase 2 trägt die Bezeichnung „Vorplanung“ und bildet den Übergang von der konzeptionellen Grundlagenermittlung zur ersten ausgearbeiteten Planungsaussage. Während die Leistungsphase 1, die Grundlagenermittlung, noch der Klärung der Aufgabe und der Zusammenstellung aller relevanten Informationen dient, geht es in der Leistungsphase 2 HOAI darum, auf dieser Basis konkrete Lösungsansätze zu entwickeln, zu vergleichen und zu einem Vorplanungskonzept zu verdichten.

Die HOAI ist in Deutschland eine staatliche Preisrechtsverordnung, die für die dort geregelten Leistungen verbindliche Honorarrahmen vorgibt. Sie gilt für Architekten, Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und verschiedene Ingenieurdisziplinen. Die aktuelle Fassung der HOAI stammt aus dem Jahr 2021 und setzt eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs um, der die zuvor geltenden verbindlichen Mindest- und Höchstsätze als europarechtswidrig eingestuft hatte. Seitdem haben die Honorartafeln der HOAI den Charakter von Orientierungswerten, die als Grundlage für die Honorarvereinbarung dienen, ohne zwingend bindend zu sein. Dennoch bleibt die Struktur der Leistungsphasen und die inhaltliche Beschreibung der Grundleistungen in der HOAI maßgeblich für die Praxis.

Die Leistungsphase 2 HOAI ist für alle Planungsbeteiligten von besonderer strategischer Bedeutung, weil hier die wesentlichen Weichen gestellt werden. Entscheidungen über Erschließung, Materialität, Programmverteilung, Freiraumstruktur oder technische Systeme, die in der Vorplanung getroffen werden, sind in späteren Phasen nur noch mit erheblichem Aufwand zu revidieren. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang vom „Einfrieren“ von Planungsentscheidungen: Je weiter ein Projekt voranschreitet, desto teurer und aufwendiger wird jede grundlegende Änderung.

Grundleistungen der Vorplanung: Was die HOAI konkret fordert

Die HOAI beschreibt für jede Leistungsphase sogenannte Grundleistungen, also den Leistungsumfang, der im Regelfall zum Erreichen des Planungsziels erforderlich ist und dessen Honorar in den Honorartafeln abgebildet wird. Für die Leistungsphase 2 umfassen diese Grundleistungen bei Freianlagen, also dem für Landschaftsarchitekten zentralen Leistungsbild, unter anderem die Analyse der Grundlagen, das Aufstellen eines Planungskonzepts mit zeichnerischer Darstellung, die Klärung der wesentlichen Zusammenhänge, Zumessungen und Abmessungen des Planungsobjekts sowie die Kostenschätzung nach DIN 276.

Die Kostenschätzung nach DIN 276 ist ein zentrales Ergebnis der Leistungsphase 2. Sie liefert eine erste belastbare Aussage über die voraussichtlichen Gesamtkosten des Projekts auf Basis der Vorplanungsunterlagen. Die DIN 276 gliedert Baukosten in Kostengruppen; für Freianlagen sind insbesondere die Kostengruppen 500 (Außenanlagen) und 700 (Baunebenkosten) relevant. Die Kostenschätzung in der Vorplanung hat noch eine vergleichsweise große Bandbreite, weil viele Details noch nicht festgelegt sind. Dennoch ist sie verbindlich genug, um dem Auftraggeber eine Entscheidungsgrundlage zu liefern, ob das Projekt in der geplanten Form wirtschaftlich realisierbar ist.

Zur Vorplanung gehört außerdem die Untersuchung alternativer Lösungsmöglichkeiten. Das ist keine Formalie, sondern ein inhaltlicher Kernauftrag: Der Planer soll dem Auftraggeber zeigen, dass er die Aufgabe von mehreren Seiten durchdacht hat und die gewählte Lösung nicht die einzig denkbare, sondern die fachlich begründet beste ist. In der Landschaftsarchitektur kann das die Gegenüberstellung verschiedener Freiraumtypologien bedeuten, etwa einen naturnahen Wiesencharakter versus eine gestalterisch stärker formalisierte Anlage, oder unterschiedliche Erschließungskonzepte für einen Stadtplatz. Diese Variantenuntersuchung dokumentiert die planerische Sorgfalt und schützt beide Seiten bei späteren Auseinandersetzungen über die Planungsqualität.

Ergänzend sind in der Vorplanung die Ergebnisse mit dem Auftraggeber abzustimmen und dessen Zustimmung einzuholen. Dieser Abstimmungsschritt ist mehr als ein formaler Akt: Er markiert den Übergang von der Konzeptentwicklung zur Planungsvertiefung und schafft die Grundlage für die Beauftragung der Leistungsphase 3, der Entwurfsplanung. Ohne eine dokumentierte Freigabe der Vorplanung durch den Auftraggeber fehlt die vertragliche Basis für die Weiterarbeit.

Leistungsphase 2 in der Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung

Für Landschaftsarchitekten hat die Leistungsphase 2 HOAI eine besondere inhaltliche Qualität, weil Freianlagen in dieser Phase noch am stärksten von konzeptionellen Grundsatzentscheidungen geprägt werden. Ob ein Stadtplatz als durchgrünter Aufenthaltsraum oder als hartes, multifunktionales Stadtparkett entwickelt wird, ob ein Schulhof Bewegungsangebote in der Fläche verteilt oder in Zonen gliedert, ob ein Wohnquartier mit linearen Wegeachsen oder mit einem organischen Wegenetz erschlossen wird: All diese Entscheidungen fallen in der Vorplanung und bestimmen Charakter, Nutzbarkeit und Pflegeaufwand einer Anlage für Jahrzehnte.

In der Freiraumplanung kommt hinzu, dass die Leistungsphase 2 häufig eng mit planungsrechtlichen Verfahren verknüpft ist. Bebauungsplanverfahren, städtebauliche Rahmenpläne oder Wettbewerbsergebnisse liefern oft den Ausgangspunkt für die Vorplanung von Freianlagen. Der Landschaftsarchitekt muss in der Leistungsphase 2 prüfen, welche Vorgaben aus diesen übergeordneten Planungen verbindlich sind und welchen Spielraum sie für die freiraumplanerische Ausgestaltung lassen. Das erfordert eine sichere Kenntnis des Bauplanungsrechts, insbesondere des Baugesetzbuchs und der Baunutzungsverordnung, sowie der einschlägigen Regelwerke der Freiraumplanung.

Vegetationstechnische und ökologische Grundsatzentscheidungen werden ebenfalls in der Vorplanung vorbereitet. Ob eine Baumreihe mit großkronigen Stadtbäumen oder mit kleinkronigen Ziergehölzen geplant wird, ob Staudenpflanzungen als pflegeextensive Gesellschaftspflanzungen oder als aufwendigere Schaubepflanzungen konzipiert werden, ob Regenwasser versickert, gespeichert oder abgeleitet wird: Diese Fragen berühren nicht nur die Gestalt, sondern die Funktionalität, die Klimawirksamkeit und die Folgekosten einer Freianlage. Eine sorgfältige Leistungsphase 2 legt hier die Weichen, ohne bereits in die Detailtiefe der Entwurfsplanung zu gehen.

Honorar und Bewertung: Wie die Leistungsphase 2 vergütet wird

Das Honorar für die Leistungsphase 2 HOAI ergibt sich aus dem Anteil, den die Vorplanung am Gesamthonorar hat, multipliziert mit dem Honorar, das sich aus den anrechenbaren Kosten und der Honorarzone ergibt. Für das Leistungsbild Freianlagen weist die HOAI der Leistungsphase 2 einen Prozentsatz am Gesamthonorar zu. Dieser Prozentsatz variiert je nach Leistungsbild; für Freianlagen beträgt er nach der aktuellen HOAI 2021 in der Regel sieben Prozent des Gesamthonorars für Grundleistungen.

Die anrechenbaren Kosten sind die Grundlage der Honorarberechnung und entsprechen im Wesentlichen den Herstellungskosten des Planungsobjekts, also den Baukosten der Freianlagen nach DIN 276. Die Honorarzone gibt an, wie anspruchsvoll eine Planungsaufgabe ist: Sie reicht von Zone I (geringe Anforderungen) bis Zone V (sehr hohe Anforderungen) und beeinflusst das Honorar erheblich. Für Freianlagen in städtischen Kontexten mit hohen gestalterischen, ökologischen und nutzungsbezogenen Anforderungen ist häufig eine Einordnung in die Honorarzonen III oder IV angemessen. Die Einordnung in die richtige Honorarzone ist eine fachliche Entscheidung, die gut begründet und mit dem Auftraggeber abgestimmt sein muss.

Besondere Leistungen, also Leistungen, die über die Grundleistungen der HOAI hinausgehen, werden gesondert vereinbart und vergütet. Für die Leistungsphase 2 können das beispielsweise umfangreiche Variantenuntersuchungen über das übliche Maß hinaus, die Erarbeitung von Machbarkeitsstudien, Beteiligungsverfahren mit Nutzern oder Anwohnern, oder die Entwicklung von Pflegekonzepten als eigenständige Leistung sein. Fachleute empfehlen, besondere Leistungen bereits bei Vertragsschluss klar zu benennen und zu vereinbaren, um spätere Honorarstreitigkeiten zu vermeiden.

Koordination, Abstimmung und typische Fehler in der Praxis

Die Leistungsphase 2 HOAI ist keine isolierte Planungsleistung, sondern ein koordinierter Prozess, der die Beiträge verschiedener Fachplaner zusammenführt. In komplexen Projekten arbeiten Landschaftsarchitekten in der Vorplanung mit Architekten, Tragwerksplanern, Ingenieuren für technische Gebäudeausrüstung, Verkehrsplanern, Bodengutachtern und weiteren Spezialisten zusammen. Die Koordination dieser Beiträge ist eine eigenständige Leistung, die in der HOAI dem Objektplaner zugewiesen wird. Für Freianlagen bedeutet das, dass der Landschaftsarchitekt die Schnittstellen zu Tiefbau, Entwässerung, Beleuchtung und Möblierung frühzeitig klären muss.

Ein häufiger Fehler in der Praxis besteht darin, die Leistungsphase 2 zu früh zu verlassen, also in die Entwurfsplanung überzugehen, bevor die Vorplanung wirklich abgeschlossen und freigegeben ist. Das geschieht oft unter Zeitdruck oder weil Auftraggeber schnelle Ergebnisse sehen wollen. Die Folge ist, dass konzeptionelle Grundsatzfragen, die in der Vorplanung hätten geklärt werden sollen, in die Entwurfsplanung verschleppt werden und dort zu erheblichem Mehraufwand führen. Planungsänderungen in der Leistungsphase 3 oder 4, die auf ungeklärten Vorplanungsfragen beruhen, sind nach HOAI grundsätzlich als Änderungsleistungen zu vergüten, was zu Honorarnachforderungen und Konflikten führen kann.

Ein weiteres Missverständnis betrifft den Detaillierungsgrad der Vorplanung. Die Leistungsphase 2 HOAI verlangt keine Ausführungsdetails, keine Bepflanzungspläne und keine Leistungsverzeichnisse. Sie verlangt ein konzeptionell überzeugendes, maßstäblich dargestelltes Planungskonzept, das die wesentlichen Entscheidungen dokumentiert und eine belastbare Kostenschätzung ermöglicht. Wer in der Vorplanung bereits in die Detailtiefe der Ausführungsplanung geht, verschwendet Ressourcen und riskiert, dass diese Detailarbeit durch spätere Planungsänderungen hinfällig wird.

Behördliche Abstimmungen spielen in der Leistungsphase 2 ebenfalls eine wichtige Rolle. Für viele Freiflächenprojekte sind frühzeitige Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem Stadtplanungsamt, der Denkmalschutzbehörde oder dem Tiefbauamt notwendig, um zu klären, welche Anforderungen und Restriktionen für das Projekt gelten. Diese Abstimmungen sind zwar nicht explizit als Grundleistung der Leistungsphase 2 aufgeführt, gehören aber zur professionellen Praxis und können als besondere Leistung vereinbart werden, wenn sie einen erheblichen Aufwand darstellen.

Ergebnisse und Dokumentation am Ende der Vorplanung

Am Ende der Leistungsphase 2 HOAI sollte ein klar strukturiertes Vorplanungspaket vorliegen, das dem Auftraggeber eine fundierte Entscheidungsgrundlage bietet. Zu den typischen Ergebnisdokumenten gehören ein zeichnerisch ausgearbeiteter Vorplanungsplan im geeigneten Maßstab, in der Freiraumplanung häufig im Maßstab 1:500 oder 1:200, eine erläuternde Planungsbeschreibung, die Konzept, Lösungsansätze und Begründungen der wesentlichen Entscheidungen darlegt, sowie die Kostenschätzung nach DIN 276 mit einer Gliederung nach Kostengruppen.

Die Planungsbeschreibung ist dabei mehr als ein begleitender Text: Sie ist das argumentative Rückgrat der Vorplanung und dokumentiert, warum bestimmte Lösungen gewählt und andere verworfen wurden. Eine gut geschriebene Planungsbeschreibung schützt den Planer bei späteren Auseinandersetzungen, weil sie zeigt, dass die Entscheidungen auf einer durchdachten fachlichen Grundlage beruhen. Für Landschaftsarchitekten bietet sie außerdem die Möglichkeit, die ökologischen, klimatischen und sozialen Qualitäten eines Entwurfs zu vermitteln, die sich in einer zeichnerischen Darstellung allein nicht vollständig erschließen.

Die Freigabe der Vorplanung durch den Auftraggeber sollte schriftlich dokumentiert werden. Das kann in Form eines Besprechungsprotokolls, einer E-Mail-Bestätigung oder einer formellen Freigabeerklärung geschehen. Diese Dokumentation ist die Voraussetzung für die Beauftragung der nächsten Leistungsphase und schützt beide Seiten vor Missverständnissen darüber, was vereinbart wurde. In der Praxis wird dieser Schritt häufig vernachlässigt, was später zu Streit darüber führen kann, ob bestimmte Planungsänderungen als Umplanung oder als Weiterentwicklung des freigegebenen Konzepts zu werten sind.

Die Leistungsphase 2 im Kontext des gesamten Planungsprozesses

Die Leistungsphase 2 HOAI ist keine isolierte Planungsstation, sondern ein integraler Bestandteil eines kontinuierlichen Prozesses, der von der ersten Idee bis zur fertiggestellten Anlage reicht. Ihre Bedeutung erschließt sich vollständig erst im Zusammenhang mit den anderen Leistungsphasen: Sie baut auf der Grundlagenermittlung der Leistungsphase 1 auf und schafft die Basis für die Entwurfsplanung der Leistungsphase 3. Was in der Vorplanung nicht geklärt wird, kehrt in späteren Phasen als Problem zurück, häufig in einer Form, die teurer und aufwendiger zu lösen ist.

Für Auftraggeber, insbesondere für öffentliche Bauherren und Projektentwickler, ist die Leistungsphase 2 der Moment, in dem sie zum ersten Mal eine belastbare Vorstellung davon bekommen, was ihr Projekt kosten wird und wie es aussehen soll. Die Kostenschätzung der Vorplanung ist oft die erste Zahl, die in Gremien, Ausschüssen oder Investorenrunden präsentiert wird. Sie hat deshalb eine politische und wirtschaftliche Dimension, die über die rein fachliche Planungsarbeit hinausgeht. Planer, die diese Dimension kennen, bereiten ihre Vorplanungsunterlagen entsprechend kommunikativ auf.

Die wachsende Bedeutung von Klimaanpassung, Biodiversität und blaugrüner Infrastruktur in der Stadtentwicklung hat die inhaltlichen Anforderungen an die Leistungsphase 2 in der Freiraumplanung in den letzten Jahren erheblich erweitert. Konzepte für Schwammstadtprinzipien, also die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung im Freiraum, Hitzeschutzmaßnahmen durch Begrünung und Beschattung sowie Habitatvernetzung für Stadtbiodiversität: All das muss bereits in der Vorplanung konzeptionell verankert werden, wenn es in der Ausführung wirksam sein soll. Die Leistungsphase 2 HOAI ist damit nicht nur ein planungsrechtliches Instrument, sondern ein zentrales Werkzeug für die Qualitätssicherung im Freiraum der wachsenden und sich wandelnden Stadt.

Wer die Vorplanung ernst nimmt, spart in allen nachfolgenden Phasen Zeit, Geld und Nerven. Wer sie als Pflichtübung behandelt, zahlt den Preis später. Das ist keine Übertreibung, sondern die nüchterne Erfahrung jedes erfahrenen Planers, der weiß, wie viel Arbeit in einer schlecht vorbereiteten Entwurfsplanung steckt und wie selten diese Arbeit angemessen vergütet wird.