Herzog & de Meuron

Das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron ist international bekannt für berühmte Gebäude wie die Hamburger Elbphilharmonie und das geplante Pariser Triangle. Lesen Sie hier mehr über ihre Philosophie, Partner, Top 10 Projekte und aktuelle Projekte.


Über Herzog & de Meuron

Das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron wurde 1978 in Basel gegründet. Bis heute wird das Büro von den Gründungsmitgliedern Jacques Herzog und Pierre de Meuron geleitet. Das internationale Team von über 500 Mitarbeiter*innen arbeitet dabei an Projekten in ganz Europa, Amerika und Asien. Das Hauptbüro in Basel wird von Studios in Deutschland, Hongkong, Großbritannien und den USA, sowie von Standortbüros in Kopenhagen und Paris unterstützt.

Das Studio hat ein breites Spektrum an Projekten entworfen, von kleinen Privathäusern bis hin zu groß angelegten Stadtentwicklungsprojekten. Viele der Projekte von Herzog & de Meuron sind dabei hoch anerkannte öffentliche Einrichtungen wie Museen, Stadien und Krankenhäuser. Die Architekt*innen haben Auszeichnungen wie zum Beispiel den Pritzker-Architekturpreis 2001, die RIBA Royal Gold Medal 2007 und den Mies Crown Hall Americas Prize 2014 erhalten. Der Europäische Kulturpreis im Jahr 2020 und der UNESCO Asia-Pacific Award 2019 sind weitere Highlights.

Das Büro begann zunächst mit einem reduktivistischen, modernen Stil und konzentriert sich nun auf die Artikulation durch Materialität mit oftmals komplexen, dynamischen Geometrien. Joseph Beuys ist eine wichtige künstlerische Inspiration für Herzog & de Meuron. Die Architekt*innen arbeiten zudem bei jedem Projekt mit verschiedenen Künstler*innen zusammen, um durch den Einsatz innovativer Materialien neue Zusammenhänge aufzuzeigen.


Partner

Die Gründer und Seniorpartner, Jacques Herzog und Pierre de Meuron, wurden beide im Frühjahr 1950 geboren. Ihre beruflichen Werdegänge ähneln sich stark: Sie besuchten beide die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) in Zürich und arbeiten seit 1978 offiziell zusammen. Seit 1994 sind sie außerdem Gastprofessoren an der Harvard University Graduate School of Design und seit 1999 Professoren an der ETH Zürich.

Zu den Seniorpartner*innen des Büros gehören Christine Binswanger, Ascan Mergenthaler, Stefan Marbach, Esther Zumsteg sowie Jason Frantzen. Die beiden Gründer, die fünf Seniorpartner*innen, zehn weitere Partner*innen und 50 Associates arbeiten gemeinsam an Projekten.

Internationale Bekanntheit erlangte das Architekturbüro vor allem mit dem Umbau des Kraftwerks Bankside in London zur Kunstgalerie Tate Modern. Ein weiterer Coup war auch der Entwurf des Stadions für die Olympischen Spiele 2008 in Peking, der in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Künstler und Dissidenten Ai Weiwei entstand.


Top 10 Projekte

  • 1992: Goetz Collection, München: Die Sammlung Goetz ist eine Sammlung zeitgenössischer Kunst in München. Sie hat dafür ein eigenes Museumsgebäude mit wechselnden Ausstellungen, die nur nach vorheriger Anmeldung besucht werden können.
  • 2000: Tate Modern, Bankside, London: Die Tate Gallery of Modern Art ist eines der größten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst. Sie befindet sich im früheren Kraftwerk Bankside Power Station am Ufer der Themse.
  • 2004: Forum Building, Barcelona: Das Forumsgebäude befindet sich auf einem früheren Niemandsland und stellt nun aber Teil der Stadt dar. Der dreieckige, flache Gebäudekörper bietet dort Platz für einen öffentlichen Raum sowie für ein großes Auditorium im Inneren.
  • 2005: Allianz Arena Fußballstadium, München: Die Münchener Allianz Arena ist ein wichtiges Fußballstadion im Norden von München, das über 75 000 Plätze bietet. Hier spielt der FC Bayern München. Auch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, die Fußball-Europameisterschaft 2021 und das Champions-League-Finale 2012 nutzten das Stadium.
  • 2008: Beijing National Stadium, Peking: Das auch als „Vogelnest“ bekannte nationale Sportstadion in Peking wurde als Austragungsort für die Olympischen Sommerspiele 2008 errichtet. Auch bei den Winterspielen 2022 kam es dann für die Eröffnungs- und Schlussfeier zum Einsatz.
  • 2010: Museum der Kulturen, Basel: Dieses Museum ist schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts vorhanden. Herzog & de Meuron erweiterten das klassizistische Gebäude aber, um mehr Platz für die ethnographische Sammlung zu bieten.
  • 2015: Roche-Turm, Zürich: Dieser Turm für den Pharmakonzern Roche sollte ursprünglich an eine Doppelhelix erinnern, stattdessen entschied sich das Unternehmen aber für den Roche-Turm. Er ist 178 Meter hoch und stellt das höchste Hochhaus der Schweiz dar. Derzeit befindet sich auch ein zweiter, 205 Meter hoher Roche-Turm im Bau.
  • 2016: Elbphilharmonie, Hamburg: die Hamburger Elbphilharmonie oder „Elphi“ ist ein Konzerthaus in Hamburg, das ein neues Wahrzeichen und Kulturdenkmal darstellt. Es ist 110 Meter hoch und Teil des neuen Stadtteils HafenCity. Auf den früheren Kaispeicher hat das Architekturbüro einen modernen Aufbau mit Glasfassade gesetzt, das an ein Segel erinnert.
  • 2021: M+, Hong Kong: Das Museum für Visuelle Kultur liegt im West Kowloon Cultural District in Hong Kong. Es hat laut Jacques Herzog das Potenzial, das größte Museum für visuelle Kultur in Asien zu werden.
  • 2022: Sixth & Blanco, Austin: Dieses Projekt in Texas umfasst einen ganzen Block, der zu einer gemischt genutzten Nachbarschaft werden soll. Baumgesäumte Straßen, eine zu Fuß erkundbare Umgebung sowie eine Erneuerung der Gebäude sind geplant.

Aktuelle Projekte

Herzog & de Meuron arbeitet stets an mehreren Projekten gleichzeitig. Dazu gehört derzeit die erste Autobahnkirche der Schweiz, die bei Andeer entstehen soll. Sie wird sich äußerlich an den mittelalterlichen Wegkapellen orientieren und dabei unter dem Boden größere Räume bieten. Dabei handelt es sich um die erste Kirche, die das Büro erstellt.

Neben Neubauten für das Berggruen-Institut in Kalifornien, für das Museum der Moderne in Berlin und für die Bergstation auf dem Titlis ist auch das Triangle in Paris ein wichtiges aktuelles Projekt. Der Wolkenkratzer namens Tour Triangle wird eine Glasfassade in dreieckiger Form haben. Die Planungen für den 180 Meterhohen Turm laufen schon lange. Nun sollen die Bauarbeiten beginnen und vermutlich 2026 abschließen.

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