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Auch dieses Jahr zeichnete der Callwey-Verlag im Wettbewerb „Gärten des Jahres“ wieder Privatgärten aus. Die Preisträger*innen stehen nun fest. Welche Projekte die Jury auswählte und welche Produkte als „Lösungen des Jahres“ gewürdigt werden, erfahren Sie hier. 

Sechs aus 50 Projekten ausgezeichnet

Zum neunten Mal lobte der Callwey Verlag im vergangenen Jahr den Wettbewerb „Gärten des Jahres“ aus. Nun stehen die Gewinner*innen fest: Die Preisverleihung fand am Abend des 20. Februars statt.

In dem jährlich stattfindenden Wettbewerb werden die schönsten von Landschaftsarchitekt*innen, Garten- und Landschaftsbauer*innen gestalteten Privatgärten im deutschsprachigen Raum gesucht. Dafür konnten Planer*innen bis Juli vergangenen Jahres über ein Onlinetool private Gartenprojekte einreichen, die nicht älter als drei Jahre waren.

Die Jury des Wettbewerbs wählte 50 Gartenprojekte aus, aus denen sie anschließend einen Preisträger benannte und fünf der Projekte je eine Anerkennung verlieh. Wichtig waren der Jury dabei ganzheitliche Konzepte, die einen Garten individuell zum erweiterten Wohn- und Genussraum machen, sowie eine starke Idee. Der erste Preis ist mit 5 000 Euro dotiert.


„Eine ästhetisch anspruchsvolle Gartenanlage“

Den ersten Preis erhielt das Büro Naturwohnraum für das Projekt „Stege an den Feuchtwiesen“ im nordrhein-westfälischen Velen im Münsterland. Den naturnahen Garten gestaltete Landschaftsarchitektin Christina Schnelting für sich und ihre Familie. Das Grundstück mit Wohnhaus – ein Bau von 1911 – und Nebengebäuden liegt nahe dem Fluss Bocholter Aa und grenzt an Feuchtwiesen. Die Aspekte Wasser und Feuchtwiesen seien in das Konzept integriert worden, so die Landschaftsarchitektin in der Publikation zum Wettbewerb Gärten des Jahres. Lineare Elemente wie ein 45 Meter langer Steg, Wege und Beete liegen zwischen üppigen Stauden und Gräsern. Auch alte Baumbestände wurden in die Gestaltung des Gartens integriert, darunter eine circa 120 Jahre alte Blutbuche. Nahe der Scheune auf dem Grundstück findet sich ein altes, zum Sandkasten umfunktioniertes Holzboot; Rasenstufen aus Cortenstahl überbrücken hier Höhenunterschiede. Laut Landschaftsarchitektin und Jurymitglied Irene Burkhardt habe das verwilderte Grundstück ein großes naturräumliches und geschichtliches Potenzial geboten. In ihrer Laudatio auf das ausgezeichnete Gartenprojekt schreibt sie weiter: „Dieses [Potenzial] wurde mit Einfühlungsvermögen, zurückhaltend und gestalterisch sicher, in eine atmosphärisch dichte, naturnahe und ästhetisch anspruchsvolle Gartenanlage umgesetzt.“


Projekt mit Upcycling unter den ausgezeichneten Projekten

Neben dem ersten Preis vergab die Jury im Rahmen von Gärten des Jahres 2024 Anerkennungen an fünf Projekt. Davon ging eine an HORTVS – Peter Janke Gartenkonzepte für das Projekt „Elegante Ökologie in der Stadt“, einen Hausgarten in der Innenstadt Kölns. Jurymitglied Jens Spanjer beschreibt diesen in seiner Laudation als „ein herausragendes Beispiel für einen zeitgemäßen und an das sich wandelnde Stadtklima angepassten Garten.“

Ebenfalls mit einer Anerkennung geehrt wird „Upcycling Landhausgarten“, ein Projekt von Paus Gartendesign in Schermbeck, Nordrhein-Westfalen. Der Garten eines sanierten Bauernhofs inklusive Backhaus gestaltete und realisierte Gartendesigner Daniel Paus hauptsächlich mit wiederverwendeten Materialien.


Auch unter den Auszeichnungen: Der Freiraum eines Winzerhofs

Die Hariyo Freiraumgestaltung GmbH erhält im Wettbewerb Gärten des Jahres 2024 eine Anerkennung für ihr Projekt „Gartenlandschaft in Bewegung“ in Jenins im Schweizer Kanton Graubünden. Hier wurden zwei Bereiche des Freiraums eines Winzerhofs gestaltet – ein Aufenthaltsbereich für Gäste und Mitarbeitende sowie ein privater Teil der Winzerfamilie. Die Gestaltung nimmt Bezug auf die umliegende (Berg-)Landschaft.

Noch ein weiteres ausgezeichnetes Projekt findet sich in Nordrhein-Westfalen: Der Garten „In dubio pro natura“ von Peter Berg Gartendesign in Bonn erhielt einer Anerkennung. In der Neugestaltung des Gartens eines Hauses, das saniert wurde, kombinierte der Gartendesigner alte und neue Gehölze und setzte Naturstein ein.


Auch ein Fotografiepreis vergeben

Das in Jegenstorf im Kanton Bern zu findende Projekt „Abenteuerland Garten“ der Gartenkultur AG erhielt von der Jury ebenfalls eine Anerkennung. In dem schweizerischen Dorf gestalteten die Planer*innen den Garten, in dem auch eine Sauna und ein Hühnerhaus stehen, mit Kiefern und Eichen, einem naturnah geformten Gewässer aus Pool und Teich sowie Felsen.

Der ebenfalls im Rahmen des Wettbewerbs Gärten des Jahres 2024 vergebene Fotografiepreis geht an Sibylle Pietrek. Mit diesem wird ihr Schaffen als Fotografin gewürdigt.


Wer bei den „Lösungen“ gewann

Neben Gartenprojekten wurden auch Produktinnovationen gewürdigt: Dieses Jahr zum sechsten Mal wurden die „Lösungen des Jahres“ ausgezeichnet. Fachredakteur*innen aus dem Bereich Landschaftsarchitektur und Gartengestaltung wählten die sechs Produktinnovationen aus. In einem Onlinevoting wurde über den ersten Preis entschieden. Er geht in diesem Jahr an die Simon Rüegg Landschaftsarchitektur AG für die Brunnenschale M aus der Kategorie Gartenmobiliar. Dasselbe Unternehmen erhielt zudem eine weitere Auszeichnung in der Kategorie Accessoires, für das Pflanzgefäß LUZERN 110/130. In der Kategorie Tinyhouse wurde das Tiny AlpHouse Deluxe der Alpholz by GartenHaus GmbH ausgezeichnet sowie in der Kategorie Pool der Betonpool SALAM des Herstellers tantan Outdoor-Betonmöbel. Zwei Auszeichnungen der Lösungen des Jahres gingen an die FinnTherm by GartenHaus GmbH, beide in der Kategorie Sauna & Wellness: für die Fasssauna ScandiCube Space sowie für die Outdoor und Indoor Sauna Serie Ellipso.

Lösung des Jahres von Simon Rüegg Landschaftsarchitektur AG für die Brunnenschale M, Foto: Simon Rüegg Landschaftsarchitektur AG
Lösung des Jahres von Simon Rüegg Landschaftsarchitektur AG für die Brunnenschale M, Foto: Simon Rüegg Landschaftsarchitektur AG

50 Privatgärten im Porträt

Im Callwey Verlag erscheint die Dokumentation zum Wettbewerb Gärten des Jahres 2024. Die Autor*innen der 296 Seiten umfassenden Publikation sind Nico Wissing und Konstanze Neubauer. Das Buch stellt in Porträts, mit Farbabbildungen und Gartenplänen, 50 Privatgärten vor, darunter auch die Preisträger*innen des Wettbewerbs. Die ausgezeichneten Lösungen des Jahres sind in dem Buch ebenfalls zu finden.

Nico Wissing / Konstanze Neubauer
Gärten des Jahres
Die 50 schönsten Privatgärten 2024
296 Seiten, über 400 farbige Abbildungen und Pläne
23 x 30 cm, gebunden
€ [D] 59,95; € [A] 61,70; sFr. 80,00

ISBN 978-3-7667-2679-7

Hier geht es zum Buch.

Die Dokumentation zum Wettbewerb Gärten des Jahres erscheint im Callwey Verlag. Coverfoto: Ulrike Romeis
Die Dokumentation zum Wettbewerb Gärten des Jahres erscheint im Callwey Verlag. Coverfoto: Ulrike Romeis

Die Ausstellung zu den Gärten des Jahres 2024 wird vom 13. bis 17. März 2024 auf der Messe Giardina sowie vom 5. bis 7. April auf der Messe Blühendes Österreich zu sehen sein.

Auch im vergangenen Jahr zeichnete der Callwey-Verlag die Gärten des Jahres aus. Wer 2023 gewann, können Sie hier nachlesen. 

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