Städte sind, wenn man ehrlich ist, nie fertig. Bestenfalls sind sie Versprechen und Ideen, die sich selbst permanent überholen und dabei erstaunlich oft vergessen, alte Schulden zu begleichen. Während wir uns in den vergangenen Jahren mit bemerkenswerter Hingabe an neue Leitbilder geklammert haben – grüne Inseln hier, ein breiterer Radweg dort –, wächst im Hintergrund eine Aufgabe, die sich nicht mehr charmant umschreiben lässt: die systemische Sanierung unserer urbanen Realität.
