Der Garten + LandschaftAdventskalender dreht sich rund um die Landschaftsarchitektur in all ihren Facetten. Bis zum 24. Dezember stellen wir Ihnen täglich ein Rätsel. Machen Sie mit und gewinnen Sie eins von zwölf Büchern aus dem Callwey-Verlag!
20. Dezember
Der Franzose erhielt für sein Gesamtwerk den Nobelpreis für Literatur und zählt als einer der bedeutendsten französische Autoren des 20. Jahrhunderts. Von wem stammt dieses Zitat?
Gestern war gesucht: Der Riemer Park in München entstand für die BUGA 2005 und wurde vom Pariser Landschaftsarchitekturbüro Latitude Nord von Gilles Vexlard geplant.
Und so geht’s:
Schicken Sie uns Ihre Antwort in einem Kommentarauf unserer Facebook-Seite. Am Ende jeder Woche verlosen wir unter den Teilnehmern mit den meisten richtigen Antworten jeweils eins von drei Büchern. Jede Woche wartet ein anderes Buch aus dem Bereich Garten und Landschaft auf Sie!
Diese Woche gewonnen haben:
Tobias Haase
Isabelle GlahnAnna Pauline
Gartensituationen Lösungen für jeden Gartenbereich Alain Diebold, Silvia Schaub
Nächste Woche:
Mythos Orchideen Von leidenschaftlichen Sammlern, fernen Ländern und besonderen Sorten Catherine Vadon
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Der Entwurf für den neuen Hopfenmarkt Hamburg. Abbildung: Duplex Architekten und TREIBHAUS Landschaftsarchitektur
Den ersten Platz zur Neugestaltung des Hopfenmarktes in Hamburg gewannen Treibhaus Landschaftsarchitektur sowie Duplex Architekten. Mehr über den Gewinnerentwurf lesen Sie hier.
Der Wettbewerb um den Hopfenmarkt Hamburg
Der Hopfenmarkt ist ein früherer Marktplatz in der Hamburger Altstadt. Er befindet sich direkt vor der Ruine der ehemaligen Hauptkirche St. Nikolai. Vor etwa einem Jahrhundert waren dort beim Markt noch jeweils 900 Stände vertreten. Bis Mitte 2014 fand auf dem Hopfenmarkt Hamburg jeden Donnerstag ein Wochenmarkt statt. Seitdem diente der Platz vor allem zum Parken.
Dementsprechend hat die Stadt Hamburg einen Wettbewerb zur Neugestaltung des Hopfenmarktes ausgerufen. Dabei ging es um die Errichtung eines Archäologischen Fensters zur „Neuen Burg“, die sich früher auf dem Platz befand. Die Fachjury hat den ersten Platz für den Hopfenmarkt an den Entwurf von Duplex Architekten sowie Treibhaus Landschaftsarchitektur vergeben. Den zweiten Platz belegten MONO Architekten Greubel & Schilp & Schmidt mit Planorama – Maik Böhmer.
Anerkennungen erhielten die Entwürfe von kleyer.koblitz.letzel.freivogel architekten mit bbz Landschaftsarchitekten sowie von Summa Femmer Architekt:innen mit Grieger Harzer Landschaftsarchitekten.
Die historische Keimzelle „Neue Burg“ ist bis heute im Stadtgrundriss von Hamburg sichtbar. Der erste Plan sieht vor, die besondere Entstehungsgeschichte besser erlebbar zu machen. Sie soll als Ausgangspunkt für eine attraktive Neugestaltung des Platzes dienen. Die doppelte Wettbewerbsaufgabe mit Neugestaltung des Platzes sowie der Errichtung einer Ausstellungsfläche war besonders anspruchsvoll.
Der Siegerentwurf zeigt die alte Stadtmauer von Hamburg. Abbildung: Duplex Architekten und TREIBHAUS Landschaftsarchitektur
Das Design von Treibhaus Landschaftsarchitektur sowie Duplex Architekten
Die Entwürfe von Duplex Architekten und Treibhaus Landschaftsarchitektur sehen für den Hopfenmarkt Hamburg eine offene sowie fußgängerfreundliche Gestaltung vor. Außerdem sollen die erst vor wenigen Jahren entdeckten Teile des Walls der „Neuen Burg“ zu sehen sein. Dieses etwa 1 000 Jahre alte Bauwerk ist außergewöhnlich gut erhalten. Es wird den Mittelpunkt der neuen Platzfläche des Hopfenmarktes darstellen.
Der Ausstellungspavillon stellt laut Duplex Architekten die Analogie einer überdachten Ausgrabungsstätte dar. Er bedeckt den „Einschnitt in die Unterwelt“. Hier sind künftig die Grundmauern von Hamburgs erster Siedlung zu besichtigen. Die Ausrichtung des Pavillons orientiert sich am Verlauf der unterirdischen Wallanlage. Gleichzeitig soll das Gebäude an die Markthallen des Hopfenmarktes erinnern, die hier früher standen.
Prof. Jórunn Ragnarsdóttir, Freie Architektin und Juryvorsitzende, sagte: „Aus neun hervorragenden Beiträgen ist es gelungen, den Entwurf von Duplex Architekten mit dem ersten Preis auszuzeichnen. Raumübergreifendes Baumdach, attraktive Gestaltung des Stadtbodens und präzise Setzung eines Holzpavillons schaffen einen unverwechselbaren Ort in der Stadt. Der sensible Umgang mit dem denkmalgeschützten Mahnmal St. Nikolai und seine Einbindung in das Gesamtkonzept wird sehr positiv beurteilt. Die Hamburgerinnen und Hamburger können sich auf einen spannenden Platz mit großer Erzählkraft freuen.“
Der Holzpavillon stellt das neue Zentrum des Hopfenmarktes Hamburg dar. Abbildung: Duplex Architekten und TREIBHAUS Landschaftsarchitektur
Das Preisgericht
Das Wettbewerbsverfahren bestand darin, 30 Teams aus Architekt*innen sowie Freiraumplaner*innen einzuladen, um Lösungen für den Hopfenmarkt Hamburg vorzuschlagen. Daraus wählte das Preisgericht neun Beiträge aus. Die Bürger*innen der Stadt konnten das Verfahren dann besichtigen und kommentieren. Die Jury berücksichtigte die Kommentare bei ihrer Entscheidung.
Zum Preisgericht gehörten neben Oberbaudirektor Franz-Josef-Höing, Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor Archäologisches Museum Hamburg, Michael Mathe, Leiter des Fachamts Stadt- und Landschaftsplanung im Bezirksamt Hamburg-Mitte, Bernd Netz, Leiter der Abteilung Landschaftsplanung und Stadtgrün der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, Dr. Nils Meyer, stellvertretender Leiter des Denkmalschutzamtes sowie eine Reihe renommierter Architekt*innen, Sachverständige aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
Im nächsten Schritt werden nun beide Preisträgerteams zu einem Verhandlungsverfahren eingeladen.
Franz-Josef-Höing, Oberbaudirektor, sagte: „Der Hopfenmarkt wird wieder zu einem attraktiven Ort in der Innenstadt. Das archäologische Fenster wird ein markantes, schönes, offenes Haus und zugleich erhält der Hopfenmarkt eine hohe Aufenthaltsqualität und bleibt ein baumüberstandener Platz, der zum Verweilen einlädt.“
Zum Hamburger Hopfenmarkt
Der Hopfenmarkt Hamburg war früher der Hauptplatz der mittelalterlichen Neustadt. Dieser ist nicht mit dem heutigen Stadtteil Hamburg-Neustadt zu verwechseln. Vielmehr liegt der Hopfenmarkt in der Altstadt der Hansestadt. Das damalige Rathaus befand sich ebenfalls am Hopfenmarkt. Später erhielt der Markt die Bezeichnung „Neuer Markt“.
Der Name des Marktplatzes stammt aus dem 14. Jahrhundert. Er leitet sich davon ab, dass Bierbrauer hier ihren Bedarf an Hopfen deckten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Hopfenmarkt ein Hamburger Großmarkt für Lebensmittel. Im späten 19. Jahrhundert gab es hier ausschließlich Gemüse zu kaufen.
Heute steht auf dem Platz der Vierländerin-Brunnen. Er erinnert daran, dass die früher gehandelten Waren vor allem aus den Vierlanden stammten. Außerdem gibt es eine kleine Grünfläche mit dem Kunstwerk „Tempel“ von Ulrich Rückriem.
Am 12.Februar 2019 verstarb Prof. Dr. Géza Hajós nach langem Leiden in Wien. Bis zuletzt war er als Kunsthistoriker tätig und widmete sich intensiv seinen gartenhistorischen Forschungen.
Géza Hajós trat bis zuletzt für historische Gärten ein
1942 in Budapest geboren, studierte Hajós in seiner Heimatstadt und in Wien Kunstgeschichte. Bereits seit 1965 im Bundesdenkmalamt tätig, leitete er ab 1986 die damals neu geschaffene Abteilung für historische Gartenanlagen. Géza Hajós gilt als Doyen der Gartendenkmalpflege und der Forschung zur Gartenkunst.
Neben der Tätigkeit am Bundesdenkmalamt widmete sich Géza Hajós seiner wissenschaftlichen Karriere. Nach der Habilitation 1992 lehrte er bis zu seiner Pensionierung an den Universitäten Wien und Graz. Ebenfalls ab 1992 war Hajós Mitglied des wissenschaftlichen Komitees „Kulturlandschaften“ von ICOMOS-IFLA International Council on Monuments and Sites. Er verfasste Gutachten zur Nominierung historischer Gärten als UNESCO Weltkulturerbe und organisierte im Jahr 2007 einen Kongress zum Thema „Das Haus Habsburg und die Gartenkunst“ in Wien.
Hajós war Gründungsmitglied der 1991 ins Leben gerufenen „Österreichischen Gesellschaft für historische Gärten“. Bis 2010 hatte er den Posten als Generalsekretär inne und stiess zahlreiche Aktivitäten der Gesellschaft an: Internationale Fachtagungen, Exkursionen und Reisen, die von ihm begründete Zeitschrift Historische Gärten sowie Fachvorträge haben durch seine Initiative Gestalt angenommen. Ab 2010 war er Ehrenpräsident des Vereins und weiterhin aktives Mitglied im Vorstand.
Im Jahr 2012 wurde Géza Hajós in Anerkennung seines langjährigen, zudem auch international wirksamen, Eintretens für die Belange der Gartendenkmalpflege gewürdigt: Ihm wurde der Friedrich Ludwig von Sckell-Ring an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München verliehen. Im Jahr 2013 honorierte ihn auch Österreich durch die Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 1.Klasse.
Zu Hajós Nachlass gehören zahlreiche Veröffentlichungen zu einerseits Kunstgeschichte, Theorie und Geschichte der Denkmalpflege sowie andererseits Gartengeschichte. Verwiesen werden soll hier nur auf die erste große Buchpublikation zur Geschichte der historischen Gärten Österreichs im Jahr 1993: Historische Gärten in Österreich. Vergessene Gesamtkunstwerke.
Géza Hajós trat trotz seiner zunehmenden gesundheitlichen Probleme zudem bis zuletzt für die Belange der historischen Gärten ein und dafür bewundere ich ihn sehr.