Angelehnt an die natürlichen Lebensräume von Schimpansen, Sumatra Orang-Utans und westlichen Flachlandgorillas können Besucher im Basler Zoo diesen nahen Verwandten des Menschen seit kurzem auf neue Art begegnen. In einer Manege.

Fünf mit Netzen überzogene Außenräume stehen den Menschenaffen nun zur Verfügung. Nachdem das Affenhaus von 1969 bereits letztes Jahr sanierte, größere Innenanlagen erhalten hatte, eröffnete der Zoo Ende September nach zweijähriger Bauzeit auch die neuen Außengehege der Menschenaffen-Anlage. Für die Gestaltung der Außenanlagen ist das Büro Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten aus Zürich verantwortlich.

Da die drei Primatenarten meist dicht gewachsene Wälder bewohnen, soll eine vielfältige, „urwaldartige“ Bepflanzung Tieren und Besuchern das Gefühl geben, sich im natürlichen Lebensraum der Menschenaffen zu befinden. Großlaubige, tropisch anmutende Bäume, Sträucher und Stauden bilden eine dichte Vegetation. Schling- und Kletterpflanzen werden die äußere Netzkonstruktion mit Grün überziehen. Bei den Schimpansen haben die Freianlagen 9 Meter Höhe, bei den Orang-Utans sind es sogar 12 Meter.

Zusammen mit den stammartigen Stützen der Netzkonstruktion, den sogenannten „Tridigits“, formt das begrünte Netz den Lebensraum der Tiere. Durch gerahmte Fensteröffnungen erleben die Besucher aus unterschiedlichen Perspektiven die „Waldlichtungen“. Aus dem Allschwiler Wald stammende Eichenkronen und etwa 3 000 Meter Seil ermöglichen den Tieren, kletternd Aufenthaltsbereiche wie Hängematten oder Plattformen zu erreichen.

Menschenaffen-Anlage, Zoo Basel

Bauherr: Zoo Basel
Landschaftsarchitekten: Schweingruber Zulauf
Landschaftsarchitekten, Zürich
Architekten: Peter Stiner, Basel
Bauingenieure: Jürg Conzett, Chur und
 WGG Schnetzer Puskas Ingenieure AG,  Basel
Netzingenieur: Pfeifer Ingenieure, Konstanz
Fläche: 11.000 Quadratmeter
Bauzeit: 2011 bis 2012
Kosten: 30 Millionen Schweizer Franken

Fotos: Torben Weber/Zoo Basel

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Wissenschaftsstandort Campus Charlottenburg

Mit dem Campus Charlottenburg, einer Standortgemeinschaft aus Technischer Universität, Universität der Künste und dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, möchte Berlin einen Wissenschaftsstandort von internationaler Ausstrahlung etablieren. Neben den existierenden Universitäten sollen weitere Bildungseinrichtungen hinzukommen. Ein Masterplan für den Campus gibt es bereits. In diesem Zusammenhang ist auch der Wettbewerb „Campus Charlottenburg – verlängerte Hertzallee“ zu sehen, der sich der zentralen Erschließungsachse des Campus widmete.

Das Team von Lavaland und TH Treibhaus überzeugte die Jury mit seiner Idee einer Achse aus Granitplatten, die in eine Basalt-Mosaikpflasterdecke eingelegt ist, die sich wiederum über den gesamten Projektbereich erstreckt. Beides Materialien, die bereits jetzt vor Ort verwendet werden. Das Preisgericht hebt hervor, dass durch diesen klaren und gleichförmigen Bodenbelag der langgestreckte Raum des Campus bis zu den Fassaden geweitet werde, und dass die konsequent durchlaufende lineare Achse mit wenigen Mitteln eine deutlich lesbare Ordnungs- und Orientierungsstruktur innerhalb der heterogenen Umgebung des Campus entstehen lasse.

Realisiert werden soll die Idee schrittweise. Begonnen wird 2015 mit dem Abschnitt zwischen Fasanenstraße und der Wegeverbindung Mensa/TU-Hauptgebäude. Weitere Informationen zum Wettbewerbsverfahren: berlin-city-west.de

 

Campus Charlottenburg – verlängerte Hertzallee, Berlin
Nichtoffener kooperativer freiraumplanerischer Realisierungs- und Ideenwettbewerb
Auslober: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin
Koordination: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Entscheidung: September 2014
Standort: Google Maps

1. Preis: LAVALAND GmbH, Berlin und TH Treibhaus, Berlin
Ein 3. Preis: A24 Landschaftsarchitekten, COBE Architekten, Berlin
Ein 3. Preis: ANNABAU Architektur und Landschaft, Berlin

In der Mai-Ausgabe der Garten+Landschaft dreht sich alles um öffentliche Plätze in der Stadt. Wir diskutieren, was einen guten Platz ausmacht und sprachen mit Landschaftsarchitekten darüber, wie sie an diese großen Projekte herantreten. Wie Maik Böhmer von Planorama im Interview so schön sagte: Die Bürger sind der wahre Spiegel der Arbeit. Wir waren in der Münchner Innenstadt unterwegs und hörten uns um: Was fordern Stadtbewohner vom öffentlichen Raum?


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Weißenburg Platz

“Ich find den Platz sehr schön, besonders die immer neuen Bepflanzungen. Plätze sind insgesamt sehr wichtig, um sich mal auf einer Bank nieder zu lassen oder sich mit Leuten zu treffen.”

“Ich mag den Platz sehr gerne. Ich arbeite hier in der Nähe. Aber es ist nicht immer angenehm sich irgendwo hinzusetzen, weil das Publikum, das hier sitzt, manchmal schwierig ist.”

“Der Platz ist sehr schön. Die Blumen sind mir gleich aufgefallen, deshalb bin ich hergekommen. Ein Platz muss für mich vor allem sonnig sein und Sitzplätze haben.”

“Unser Sohn und unsere Schwiegertochter wohnen hier und die sind begeistert vom Weißenburger Platz – von der ständig neuen Bepflanzung, von der wunderschönen Farbenvielfalt. Die nutzen den Platz schon, insbesondere um mit der Kleinen spazieren zu gehen. Hier ist aber immer reger Betrieb.”

“Der Platz gefällt mir sehr, weil schöne Blumen da sind, weil er offen ist und weil er sternförmig ist. Weil er Weite hat, und Zentrum.”


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Marienhof

“Wichtig ist das ein Platz Aufenthaltsqualität, Sitzgelegenheiten, Stühle, Gastronomie. Diesen Platz hätte man bestimmt schöner gestalten können. Es fehlt etwas, dass zum Verweilen einlädt oder wo Kinder spielen können. Nicht gleich ein Kinderspielplatz. Etwas das integriert ist, wie Klangspiele.”

“Ich finde den Platz schön. Der Platz ist wie eine kleine Ruhezone in der Stadt. Er hat keine hohen Bäume, man sitz also immer in der Sonne.”

“Ich mag den Platz sehr gerne. Man kann das Glockenspiel hören und es ist immer etwas los. Da hinten treffen sich immer die Punks. Das mag ich auch.”

“Plätze in der Stadt sind immer gut, da hat München ja viele. Bäume wären aber gut, gerade im Sommer.”

“Der Platz hier ist für mich überhaupt nicht gestaltet. Er ist langweilig, da könnte man mehr draus machen. Vielleicht mehr Pflanzen oder eine schöne Brunnenanlage. Ein Platz muss Aufenthaltsqualität haben. Es gibt so viele gute historische Plätze, an denen kann man sich orientieren. Man muss den Platz nicht neu erfinden.”


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Odeonsplatz

“Der Platz ist in Ordnung, aber nichts besonderes. Es gibt keine Begrünung und keine Sitzgelegenheiten. Das finde ich beides ganz elementar, um einen Platz lebendig zu machen.”

“Ich mag Plätze mit etwas Grün mehr. Für die Zwecke, für die er genutzt wird, für Konzerte etwas, ist er ok. Aber wenn ich wählen könnte, sollte es mehr Grün, mehr Bäume und Sträucher geben.”

“Der Odeonsplatz gefällt mit, weil er asymmetrisch ist.”

“Ich finde er ist der schönste Platz in München. Ein Stadtplatz muss auch nicht unbedingt Begrünung und Sitzgelegenheiten haben.”

“Hier ist es ziemlich windig. Der Wind pfeift ganz schön durch, es müsste geschützter sein. Und es fehlen Sitzgelegenheiten.”