Stadtentwicklung Nürnberg: Ökologisches Leuchtturmprojekt

WGF Nürnberg gewinnen Wettbewerb für ein neues Wohnquartier an der Hainstraße, ein Leuchtturmprojekt in der Stadtentwicklung Nürnberg. Visualisierung © Gräßel ARCHITEKTEN
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WGF Objekt Landschaftsarchitekten GmbH Nürnberg gewinnen Wettbewerb für ein neues Wohnquartier an Baader-, Hain- und Wilhelm-Spät-Straße in Nürnberg.

Zehn Vorschläge für Stadtentwicklung Nürnberg

Am 29. April 2022 wurde der Einladungswettbewerb für ein neues Wohnquartier in Nürnberg entschieden. Die WGF Objekt Landschaftsarchitekten GmbH wurde mit ihrem ökologischen Leuchtturmprojekt darum gebeten, ihren Entwurf als Sieger weiter auszuarbeiten. Der Entwurf soll auf dem zweiten Preis basieren, den die WGF Objekt Landschaftsarchitekten GmbH gemeinsam mit Gräßel ARCHITEKTEN und ARDES Modellbau entgegen nehmen durften. Auch die Blauwerk Architekten GmbH und die grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner partnerschaft mbb erhielten einen zweiten Preis. Der dritte Preis ging an steidle architekten, Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH mit mahl gebhard konzepte.

Insgesamt erhielt der Auslober BPD Immobilienentwicklung GmbH zehn Vorschläge für den Wohnungsbau als Teil der Stadtentwicklung Nürnberg. Sie erwarb das etwa 5 290 Quadratmeter große Areal an der Baaderstraße, Hainstraße und Wilhelm-Späth-Straße mit dem Ziel, hier in den kommenden Jahren ein urbanes, gut erreichbares Stadtquartier mit neuen Wohnungen für unterschiedliche Bedürfnisse zu schaffen. Neben dem Wohnungsbau soll das Vorhaben auch als zukunftsweisendes, ökologisches Leuchtturmprojekt dienen.

© Gräßel ARCHITEKTEN
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Das Areal an der Hainstraße

Die BPD Immobilienentwicklung GmbH erwartete dabei eine Planung, die als Mindeststandard die DGNB-Zertifizierung „Gold“ für das Vorhaben ermöglicht. Der Vorbesitzer des Areals hatte bereits Bauvorbescheide eingeholt und sie den Teilnehmenden des Wettbewerbs zur Verfügung gestellt. Dabei suchte der Auslober nach einem Entwurf, der im Kontext zur Umgebung Baukörper mit sinnvollen Grundrissgestaltungen, wirtschaftlichen Lösungen und einer hochwertigen Freiflächengestaltung ermöglichte. Sowohl der architektonische Anspruch an die Fassadengestaltung als auch der Klimaschutz müssen beachtet werden.

Das Ergebnis des Wettbewerbs soll dabei helfen, nach § 34 BauGB Baurecht zu schaffen. Denn die aktuelle Stadtentwicklung in Nürnberg sieht vor, dass geeignete, qualitativ hochwertige Planung die Baumasse steigern darf. Eigentlich geht die Stadt bei einer Baumasse von etwa 24 000 Quadratmeter Geschossfläche beziehungsweise einer Wohnfläche von circa 18 000 Quadratmeter von der Genehmigungsfähigkeit aus.

Die Nürnberger Stadtentwicklung soll die zusätzliche Baumasse des Projektes genehmigen, die oberhalb der bereits genehmigten 17 500 Quadratmeter Wohnfläche und 22 900 Quadratmeter Geschossfläche liegt. Ein Anteil von 30 Prozent geförderten Wohnungen, soziale Einrichtungen wie eine Kindertagesstätte und soziale, ökologische und ökonomische Ziele waren daher sehr wichtig für den Immobilienentwickler. Insgesamt soll die Wohnfläche des neuen Quartiers rund 20 500 Quadratmeter und die Geschossfläche circa 27 500 Quadratmeter betragen.

 

Der Siegerentwurf von WGF Nürnberg

Aktuell arbeitet WGF Nürnberg daran, seinen Entwurf für das neue Wohnquartier an der Baader-, Hain- und Wilhelm-Späth-Straße in Nürnberg zu konkretisieren. Die Wohnblöcke sollen zudem begrünte Dächer und Fassaden haben. Dabei sind auch Regenwasserspeicher, Klimawäldchen und ein Schwammdach auf der Tiefgarage geplant. Im Zentrum des Areals steht die Freifläche für die neue Kita.

Die WGF Objekt Landschaftsarchitekten GmbH Nürnberg sind bereits seit 40 Jahren in den Bereichen Landschaftsarchitektur, Umweltmanagement und Stadtgestaltung tätig. Es wurde von Prof. Gerd Aufmkolk gegründet und besteht heute aus den Büros WGF Landschaft, WGF Objekt  und WGF Beraten. Neben der Stadtentwicklung in Nürnberg und anderen Städten arbeitet das Büro auch an der Rahmenplanung, an Planungsprozessen und an der Freianlagen- und Objektplanung.

Dabei steht die Entwicklung nachhaltiger Strategien für Freiräume und Landschaften im Vordergrund. Im Einklang mit der Strategie für Stadtentwicklung in Nürnberg entsteht so ein grünes Leuchtturmprojekt.

Auch in Duisburg entsteht ein neues Wohngebiet: Lesen Sie hier mehr über „6-Seen-Wedau“ und die längste Klimawand der Welt.

© Gräßel ARCHITEKTEN
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Futuristisches Baumhaushotel

Das Treehotel im nordschwedischen Harads hat das Potential Kindheitsträume zu erfüllen: Die Gäste werden in sieben individuellen Baumhäusern untergebracht, welche schwebend zwischen den Nadelbäumen der Taiga angeordnet sind. Wahlweise kann in einem verspiegelten Würfel, einem Vogelnest oder, seit neuestem, in einer Aussichtsplattform für Nordlichter eingecheckt werden.

Ein Film als Inspiration

Lange lief es für die Betreiber, Britta und Kent Lindvall, nicht sehr erfolgreich. Ihr Gasthaus aus den 30er Jahren zog kaum Besucher in die Gegend am Polarkreis. Als 2008 in ihrer kleinen Ortschaft der Film „Trädälskaren“ („Die Baumfreunde“) gedreht wurde, nutzten sie die Möglichkeit ein Baumhaus vom Set des Filmes zu erwerben und ab 2010 als Unterkunft zu vermieten. Die Gäste waren schnell begeistert von dem ungewöhnlichen Hotelzimmer in den Baumwipfeln und die Lindvalls beschlossen ihr Baumhaushotel zu erweitern.

Sieben einzigartige Unterkünfte

Mittlerweile kann das Treehotel sieben verschiedene Unterkünfte anbieten, wobei jedes seinen ganz eigenen Stil vertritt. Die Besucher können dabei unter anderem zwischen einem gänzlich verspiegelten Würfel, einem futuristischem UFO oder einem Vogelnest wählen. Neuester Zuwachs ist „The 7th Room“: Eine Ferienwohnung in 10 Metern Höhe, direkt in den Baumwipfeln der Nadelbäume. Durch große Panoramascheiben in Wänden, Boden und Decke, können die umliegende Taiga sowie auftretende Nordlichter beobachtet werden. Trotz der Lage wurden für die Bauten keine Bäume gefällt. Die Unterkünfte werden mit ökologischem Strom aus Wasserkraft versorgt und verfügen über geruchslose Feuerklosetts, welche die Exkremente zu düngerhaltige Asche verbrennt, ohne dabei Wasser zu benötigen. Das ehemalige Gasthaus wird nun als Spa-Bereich und Restaurant für das Treehotel genutzt.

Bow-Wow in München

Foto: Christoph Knoch

Referenz zur Flößerei

Die Isar in München zieht seit Kurzem ein Objekt vom Atelier Bow-Wow aus Tokyo: Ein Brückenstück, das von der Widenmayer Straße auf die Isar führt. Eine urbane “Folly”, die Ruhe und Achtsamkeit propagiert – aber zugleich höchst instagrammable ist.

 

Brückenstück, Aussichtsplattform, experimenteller Holzbau, Kunstobjekt: Mit ihrer Installation „Bridge Sprout“ beleben die Architekten vom Atelier Bow-Wow aus Tokyo das Münchner Isarufer an einer Stelle, an der man sonst eher achtlos vorbeirauscht.

An der stark befahrenen Widenmayer Straße kragt die schmale Brückenkonstruktion aus gekreuzten Fichtenstämmen weit über die Ufermauer aus – ein halbfertiger Steg, als „Spross“ im Wachsen begriffen, stellt den ideellen Brückenschlag zur kleinen Schwindinsel her, die verwunschen in der Isar liegt. Das urbane „Folly“ bietet neue Perspektiven auf den Fluss und ist ein höchst „instagrammable place“, lädt zugleich aber auch zum Innehalten ein, zu Gedanken über Stadtlärm, Stille, den Fluss als Natur- und Freizeitraum … 

 

Wie bei vielen ihrer Projekte arbeiten Momoyo Kaijima und Yoshiharu Tsukamoto auch hier mit dem Bezug auf Tradition und Kontext und schaffen hier eine vielschichtige, narrative Architektur-Miniatur. Material und Konstruktion verweisen auf die einstige Flößerei auf der Isar. Ähnlich wie früher die Holzstämme zu Flößen verbunden wurden, sind auch hier Rundhölzer nicht überblattet oder ineinandergesteckt; ausgeklügelte, kaum sichtbare Stahlverbindungen sorgen für Standfestigkeit.

Neues Kunstformat “Carte Blanche”

Doch auch Grundideen der Zen-Gärten Japans und die Ruinenarchitektur der Romantik schwingen mit, ebenso wie Assoziationen an Holzbrücken in den Alpen. Im „Bridge Sprout“ interpretieren die Architekten vertraute Motive auf neue Weise, um sie für die Menschen der Stadt neu erlebbar zu machen – bis Ende 2021 hat man dazu Gelegenheit. Das Projekt ist der Auftakt der Reihe „Carte Blanche“, ein neues Format der Kunst im öffentlichen Raum des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.