Wiedergeburt einer Baumikone

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Der Schlossanlage Nymphenburg ist eine der bekanntesten Barockanlagen in Europa. Fotolizenz: Rufus46-CC-BY-SA-3.0

Im Frühjahr richtete Orkan Niklas große Schäden in Deutschland an. Im Schlosspark der Nymphenburg in München fielen etwa 100 Bäume dem Sturm zum Opfer, darunter eine 400 Jahre alte Eiche. Sie stand als Solitär an prominenter Stelle im Park und ist vielen Münchenern ans Herz gewachsen. Nicht nur emotional hat der Baum einen enormen Wert.

Obwohl das genaue Alter des Baums erst durch die Baumringe ermittelt werden muss, stand die Eiche wahrscheinlich schon bevor das Gelände im 17. Jahrhundert zum Geschenk des Kurfürsten Ferdinand Maria an seine Frau und später zur Nymphenburg wurde. In der heute weithin bekannten Barockanlage nahm die Eiche einen großen Stellenwert ein.

Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Stundenkilometern setzten dem Baum ein Ende. Der Stamm mit 1,20 Meter Dicke bot seitdem weiterhin einen stattlichen Anblick. Das wertvolle Holz soll nun für das Schloss wiederverwertet werden. Nach einer Trocknungsphase wird die Eiche dann in den Schloss- und Portaltoren einen neuen Platz in der Nymphenburg finden. Auch in den 48 anderen Schlössern der Bayrischen Schlösserverwaltung ist das Material gefragt, denn es lässt sich universell einsetzen und ist extrem langlebig. Manche Eichenholzfenster der Nymphenburg sind bis heute im Originalzustand.

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