Adventskalender Tag 12

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Der Garten + Landschaft Adventskalender dreht sich rund um die Landschaftsarchitektur in all ihren Facetten. Bis zum 24. Dezember stellen wir Ihnen täglich ein Rätsel. Machen Sie mit und gewinnen Sie eins von zwölf Büchern aus dem Callwey-Verlag!

12. Dezember

2014 war sie Giftpflanze des Jahres und gehört zu den Spargelgewächsen. Wie lautet der lateinische Name dieser Pflanze?

Gestern war gesucht: Berthold Brecht (1898-1956) zählt zu den bedeutendsten deutschen Dramatikern und Lyrikern. Er ist Begründer des epischen Theaters.

Und so geht’s:

Schicken Sie uns Ihre Antwort in einem Kommentar auf unserer Facebook-Seite. Am Ende jeder Woche verlosen wir unter den Teilnehmern mit den meisten richtigen Antworten jeweils eins von drei Büchern. Jede Woche wartet ein anderes Buch aus dem Bereich Garten und Landschaft auf Sie!

Diese Woche:

Faszination Grüne Gärten
Die schönsten Gestaltungsideen mit ausführlichen Pflanzenporträts
Christa Hasselhorst / Marion Nickig

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und frohe Weihnachten!

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Slow Food Landscape bei Turin

Team 3)

Turin ist die Stadt des Slow Food. Alle zwei Jahre findet hier der Salone del Gusto statt, die weltweite Messe des Slow Food. In der Stadt gibt es zahlreiche Märkte und Läden mit einem Angebot handwerklich veredelter Lebensmittel, von der Schokolade bis zum Reismehl. Der Filialist „Eataly“ zeigt, wie sich auch aus traditionellen Produkten ein großes Geschäft machen lässt, mittlerweile nicht mehr nur in italienischen Großstädten, sondern auch in New York und Tokio.

Der Boom von „slow“ und „local“ ist mit traditionell ländlichen Bildern verbunden. Eine Verbindung zur Landwirtschaft wird jedoch nicht hergestellt. Die agrarisch geprägte Landschaft entlang des Po findet wenig Beachtung. Wie aus dieser diffusen Peripherie in Verbindung mit einer zukunftsfähigen Landwirtschaft ein anerkannter Teil der Stadtlandschaft werden kann, damit hat sich im April 2014 das Erasmus Intensive Programme CITYGREENING auseinandergesetzt. Beteiligt waren neben der organisierenden Politecnico di Torino (Architektur) der Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der RWTH Aachen University (Architektur), die University of Brighton (Architektur), die Istanbul Technical University (Landschaftsarchitektur), die Tschechische technische Universität Prag (Architektur/Landschaftsarchitektur), die Université de Rennes (Geographie/Agronomie) und die UAECG Sofia (Stadtplanung). Sechs international und interdisziplinär gemischte Gruppen haben nach einer Einführung durch internationale Experten und lokale Akteure elf Tage intensiv an Konzepten für die stadtnahe Landwirtschaft im Süden von Turin gearbeitet.

 

Dort überlagert Verkehrsinfrastruktur die Agrarlandschaft im Überschwemmungsgebiet des Po. Kiesabbau und ein Heizkraftwerk haben Teile der großflächigen Landwirtschaft entlang des Flusses verdrängt. Auch historische Landmarken wie Wegetrassen, Wehrhöfe oder ehemalige Viehmarkthallen sind heute kaum noch in der Landschaft ablesbar. Zwar nimmt die Landwirtschaft nach wie vor einen Großteil der Fläche ein, ihre Anliegen finden jedoch die geringste Anerkennung im Wettstreit der sektoralen Planungen.

Um diese Situation zu überwinden, spielten in den Überlegungen der Workshopteilnehmer vor allem die Zugänglichkeit, die Identität, die Wirtschaftlichkeit und die Kommunikation eine Rolle. Viele der beteiligten Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten setzten vor allem auf die Lesbarkeit und Erlebbarkeit der Landschaft. Neue Wegeverbindungen sollen die Entdeckung der Landwirtschaft vor den Toren der Stadt ermöglichen, historische Strukturen als Leitlinien und Attraktionen dienen, auf denen sich eine neue Identität aufbauen lässt.

 

In Zusammenarbeit mit Geographen und Agronomen konnten diese räumlichen Strategien auch ökonomisch hinterlegt werden. Die Entwicklung von Wertschöpfungsketten für die Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle, um Landnutzung am Stadtrand zu stabilisieren. Mehrere Workshopteams entwickelten Modelle, wie Landwirte untereinander und mit stadtgesellschaftlichen Akteuren kooperieren könnten.
Die Konzepte des Workshops wurden an der RWTH Aachen vertieft. 13 Studierende der Lehrstühle für Gebäudelehre und Landschaftsarchitektur entwickelten in ihrer Bachelorarbeit einen Gebäude- und Freiraumentwurf, der die Ziele der Verknüpfung von Stadt und Landwirtschaft unter dem Titel casa / agricoltura aufgreifen sollte.

 

Helena Rafalsky ließ sich für ihre Arbeit „SaftMühle“ von den Produkten der Region Piemont und den privaten und kleingewerblichen Aktivitäten des Anbauens und Veredelns landwirtschaftlicher Produkte am Stadtrand inspirieren. Mit ihrem Gebäude schafft sie einen neuen Ort in der Zwischenstadt, an dem Menschen zusammenkommen können, um ihre Nahrungsmittel gemeinsam zu verarbeiten und zu genießen.

 

Friederike Henne nutzt als Standort für ihre casa agricoltura den bestehenden Parco Le Vallere am Po, dessen extensiv gepflegter Landschaftspark bisher kaum mit den benachbarten Landwirtschaftsflächen in Verbindung steht. In die Baumhecke, die eine verbindende Struktur zwischen Parkeingang am historischen Hof Le Vallere und dem Fluss, aber auch die Trennung zwischen Park und Landwirtschaft darstellt, integriert sie ein offenes Gebäude für die pädagogische Arbeit mit Kindern. Das Gebäude und eine neue Wegeverbindung stellt die Anbindung des Landschaftsparks an Felderlandschaft her.

 

Den auf den freien Feldern vor der Stadt gelegenen Weiler Barauda hat Fabian Klemp für sein Zentrum für Gartentherapie ausgewählt. Psychisch Erkrankte erhalten hier die Gelegenheit, sich im Kontakt mit der Natur und in strukturierten Abläufen den Weg zu einer geregelten Lebensweise zu erarbeiten. Der Aufbau der Wohneinheiten ergibt sich aus den Maßen der Gartenbeete, die den Wohnungen direkt zugeordnet sind.
Alle drei Entwürfe zeigen, wie sich Gebäude sowohl formal als auch funktional aus der Landschaft und ihrer landwirtschaftlichen Nutzung entwickeln lassen. Sie sind damit ein Beispiel, wie sich das Wissen und die Herangehensweisen von Architekten und Landschaftsarchitekten, hier in der Betreuung durch die beiden Lehrstühle der RWTH, in einer gemeinsamen Arbeit miteinander verschränken lassen.

Erasmus IP und Bachelorarbeit sind ein Versuch, einem neuen Konsumverhalten Orte zu geben. Mehr als jedes Bio-Siegel oder jede Herkunftsbezeichnung können diese Orte den Kontakt zu Landwirten, ihren Produkten und deren Verarbeitung herstellen und damit den Nachweis von Qualität erbringen. Slow Food bleibt nicht ein Schlagwort und Label, sondern wird in der Landschaft verankert.

Weitere Informationen: http://areeweb.polito.it/erasmus-ip-citygreening

Der Autor ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der RWTH Aachen University.

In der Mai-Ausgabe der Garten+Landschaft dreht sich alles um öffentliche Plätze in der Stadt. Wir diskutieren, was einen guten Platz ausmacht und sprachen mit Landschaftsarchitekten darüber, wie sie an diese großen Projekte herantreten. Wie Maik Böhmer von Planorama im Interview so schön sagte: Die Bürger sind der wahre Spiegel der Arbeit. Wir waren in der Münchner Innenstadt unterwegs und hörten uns um: Was fordern Stadtbewohner vom öffentlichen Raum?


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Weißenburg Platz

“Ich find den Platz sehr schön, besonders die immer neuen Bepflanzungen. Plätze sind insgesamt sehr wichtig, um sich mal auf einer Bank nieder zu lassen oder sich mit Leuten zu treffen.”

“Ich mag den Platz sehr gerne. Ich arbeite hier in der Nähe. Aber es ist nicht immer angenehm sich irgendwo hinzusetzen, weil das Publikum, das hier sitzt, manchmal schwierig ist.”

“Der Platz ist sehr schön. Die Blumen sind mir gleich aufgefallen, deshalb bin ich hergekommen. Ein Platz muss für mich vor allem sonnig sein und Sitzplätze haben.”

“Unser Sohn und unsere Schwiegertochter wohnen hier und die sind begeistert vom Weißenburger Platz – von der ständig neuen Bepflanzung, von der wunderschönen Farbenvielfalt. Die nutzen den Platz schon, insbesondere um mit der Kleinen spazieren zu gehen. Hier ist aber immer reger Betrieb.”

“Der Platz gefällt mir sehr, weil schöne Blumen da sind, weil er offen ist und weil er sternförmig ist. Weil er Weite hat, und Zentrum.”


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Marienhof

“Wichtig ist das ein Platz Aufenthaltsqualität, Sitzgelegenheiten, Stühle, Gastronomie. Diesen Platz hätte man bestimmt schöner gestalten können. Es fehlt etwas, dass zum Verweilen einlädt oder wo Kinder spielen können. Nicht gleich ein Kinderspielplatz. Etwas das integriert ist, wie Klangspiele.”

“Ich finde den Platz schön. Der Platz ist wie eine kleine Ruhezone in der Stadt. Er hat keine hohen Bäume, man sitz also immer in der Sonne.”

“Ich mag den Platz sehr gerne. Man kann das Glockenspiel hören und es ist immer etwas los. Da hinten treffen sich immer die Punks. Das mag ich auch.”

“Plätze in der Stadt sind immer gut, da hat München ja viele. Bäume wären aber gut, gerade im Sommer.”

“Der Platz hier ist für mich überhaupt nicht gestaltet. Er ist langweilig, da könnte man mehr draus machen. Vielleicht mehr Pflanzen oder eine schöne Brunnenanlage. Ein Platz muss Aufenthaltsqualität haben. Es gibt so viele gute historische Plätze, an denen kann man sich orientieren. Man muss den Platz nicht neu erfinden.”


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Odeonsplatz

“Der Platz ist in Ordnung, aber nichts besonderes. Es gibt keine Begrünung und keine Sitzgelegenheiten. Das finde ich beides ganz elementar, um einen Platz lebendig zu machen.”

“Ich mag Plätze mit etwas Grün mehr. Für die Zwecke, für die er genutzt wird, für Konzerte etwas, ist er ok. Aber wenn ich wählen könnte, sollte es mehr Grün, mehr Bäume und Sträucher geben.”

“Der Odeonsplatz gefällt mit, weil er asymmetrisch ist.”

“Ich finde er ist der schönste Platz in München. Ein Stadtplatz muss auch nicht unbedingt Begrünung und Sitzgelegenheiten haben.”

“Hier ist es ziemlich windig. Der Wind pfeift ganz schön durch, es müsste geschützter sein. Und es fehlen Sitzgelegenheiten.”