Der Garten + LandschaftAdventskalender dreht sich rund um die Landschaftsarchitektur in all ihren Facetten. Bis zum 24. Dezember stellen wir Ihnen täglich ein Rätsel. Machen Sie mit und gewinnen Sie eins von zwölf Büchern aus dem Callwey-Verlag!
13. Dezember
Dieses Projekt schlug international Wellen. Ehemals als Gütertrassen genutzt, lässt die Promenade heute die Immobilienpreise in der Nachbarschaft in die Höhe schießen und lockt tausende Touristen an. Welches Projekt suchen wir?
Gestern war gesucht: Das Maiglöckchen oder Convallaria majalis gehört zur Familie der Spargelgewächse und steht auf der Roten Liste der Farn- und Blütenpflanzen.
Und so geht’s:
Schicken Sie uns Ihre Antwort in einem Kommentarauf unserer Facebook-Seite. Am Ende jeder Woche verlosen wir unter den Teilnehmern mit den meisten richtigen Antworten jeweils eins von drei Büchern. Jede Woche wartet ein anderes Buch aus dem Bereich Garten und Landschaft auf Sie!
Nächste Woche:
Gartensituationen Lösungen für jeden Gartenbereich Alain Diebold, Silvia Schaub
Diese Woche gewonnen haben:
Hayki Moe
Svenja Krause
Marcel Tröger
Faszination Grüne Gärten Die schönsten Gestaltungsideen mit ausführlichen Pflanzenporträts Christa Hasselhorst / Marion Nickig
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg, einen schönen dritten Advent und frohe Weihnachten!
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HafenCity Universität Hamburg (Foto: Robert Gommlich, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons)
Antje Stokman wurde auf die neue Professur „Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung“ an der HafenCity Universität in Hamburg berufen. Hier lesen Sie alles zur Person und zu ihrem Fachgebiet.
Prof. Antje Stokman ist Landschafsarchitektin mit einem Fokus auf klimaangepasste Gestaltung von lebenswerten, biodiversen Stadt- und Landschaftsräumen. Von 2018 bis 2022 hatte sie bereits eine befristete Professur für das Fachgebiet „Architektur und Landschaft“ an der HafenCity Universität in Hamburg inne.
„Wichtiger Eckpfeiler und eine inspirierende Persönlichkeit“
Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Präsident der HafenCity Universität Hamburg, sagte dem Informationsdienst Wissenschaft: „Wir freuen uns sehr, dass Prof. Antje Stokman der HCU weiterhin erhalten bleibt. Frau Stokman ist ein wichtiger Eckpfeiler und eine inspirierende Persönlichkeit in der Architektur und Stadtplanung in den Themenfeldern Klima und Nachhaltigkeit. Darüber hinaus freuen wir uns, dass sie ab sofort die Position der Studiendekanin Architektur (Master) übernimmt.“
Vita von Antje Stokman
Vor ihrer Zeit an der HafenCity Universität in Hamburg war Prof. Antje Stokman Juniorprofessorin an der Leibniz Universität Hannover (2005-2010). Dann folgte eine Berufung als Professorin an der Fakultät für Architektur und Stadtplanung der Universität Stuttgart. Dort war sie zugleich von 2010 bis 2017 Leiterin des Instituts für Landschaftsplanung und Ökologie.
Im Jahr 2009 wurde Antje Stokman für ihre Arbeiten mit dem Wissenschaftspreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet. Im Folgejahr erhielt sie dann den internationalen Topos Landscape Award. Ihre Projekte wurden im Rahmen internationaler Ausstellungen gezeigt. Dazu gehören die Internationalen Architekturbiennale São Paulo 2009, die Architekturbiennale Rotterdam 2014 und die Pinakothek der Moderne München (2017).
Die Forschungsschwerpunkte von Antje Stokman sind biodiverse und grüne Städte, blau-grüne Infrastrukturen, Schwammstädte und urbane Agrikultur sowie produktive Stadtlandschaften. Sie lehrt und forscht zu verwandten Themen in Architektur und Stadtplanung.
An der HafenCity Universität leitet die Professorin zudem den kooperativen Forschungsverbund LILAS, der die Transformation von grauen linearen Infrastrukturen zu blau-grünen und klimaangepassten Infrastrukturen erforscht. Darüber hinaus ist sie Mitglied der Forschungsinitiative Architektur, die sich seit Anfang 2018 der wissenschaftlich-künstlerischen Forschung in der Architektur an der HCU widmet.
Über die Professur Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung
Das Gebiet der Landschaftsarchitektur und -planung an der HafenCity Universität Hamburg ist nach eigenen Angaben damit befasst, landschaftsbezogene und klimagerechte Strategien des Bauens und der Metropolenentwicklung zu erforschen und zu gestalten. Dabei stehen das Entwerfen und die kooperative Entwicklung und Umsetzung von Strategien, um Architektur und Stadt in natürliche, landschaftliche und stoffliche Ressourcenzusammenhänge einzubetten, im Zentrum von Lehre und Forschung. Dies ist ein starker Gegensatz zu den letzten Jahrhunderten, in denen Stadt und Natur in Lehre und Praxis häufig voneinander entkoppelt waren.
Zu den Themen des Fachbereichs gehören regionale Raumbilder, strategische Stadt- und Freiraumentwicklungskonzepte und landschaftsarchitektonische Entwürfe. Studierende lernen anhand prototypischer 1:1-Realisierungen und räumlicher Interventionen, ihr Wissen in die Praxis umzusetzen. Darüber hinaus organisiert der Fachbereich von Antje Stokman zahlreiche Reallabore, Experimente, Workshops, Vortragsreihen, Symposien, Ausstellungen und Veröffentlichungen.
Vision für den Europaplatz Süd. credits: Rehwaldt Landschaftsarchitekten, via Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Der Europaplatz Süd, der Vorplatz des Hauptbahnhofs in Berlin, wird umgestaltet. Nun prämierte die Jury den Entwurf von Rehwaldt Landschaftsarchitekten mit dem 1. Preis. Mehr dazu lesen Sie hier.
Verbesserung der Aufenthaltsqualität
Der Europaplatz Süd übernimmt als Vorplatz des wichtigsten Bahnhofs von Berlin eine wichtige Rolle im Stadtgefüge. Hier kommen Reisende zuerst an, wenn sie die Stadt erreichen. Er macht somit einen wichtigen Teil des ersten Eindrucks aus, den die Hauptstadt vermittelt. Neben dieser repräsentativen Funktion kommt noch der logistische Faktor hinzu. Besucher*innen des Bahnhofs sollte der Vorplatz Orientierung bieten und sie auf dem Weg zum richtigen Gleis subtil leiten. Nach Abstimmung zwischen dem Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klima- und Umweltschutz, dem Bezirk Mitte von Berlin und der Deutschen Bahn AG wird nun eine Umgestaltung eben dieses besonderen Platzes angestrebt. Davon erhoffen sich die Verantwortlichen eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität und der Umsteigebeziehungen.
Wettbewerb zur Umgestaltung entschieden
Um das Bestreben in die Tat umzusetzen, wurden zuletzt vier Landschaftsarchitekturbüros mit der Erarbeitung eines Vorschlages beauftragt. Anfang Oktober diesen Jahres tagte nun die achtköpfige Jury aus Vertreter*innen des Landes Berlin und der Deutschen Bahn AG mit fachlicher Unterstützung durch vier Landschaftsarchitekt*innen und wählte den erstprämierten Entwurf. Durchsetzen konnte sich dabei das Büro Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden. Manja Schreiner, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, sagte nach Bekanntgabe der Juryentscheidung, sie freue sich, dass der jetzt noch sehr unübersichtliche Ort durch den Entwurf zu einem einladenden Entrée Berlins werden könne.
Des prämierte Entwurf im Detail
Rehwaldt Landschaftsarchitekten orientieren sich grundsätzlich am städtebaulichen Raum. Unter dem Leitbild „Entrée Berlin“ schlagen sie einen urbanen, einladenden Platzraum in der Mitte der Stadt vor, der eine gute Orientierung sowie atmosphärische Aufenthaltsorte bieten soll. Dazu setzen sie vorrangig auf eine großzügige, offene Platzfläche, durch welche sich die ankommenden Reisenden direkt in der Stadt Willkommen fühlten. Diese Platzfläche erstreckt sich vom Bahnhofsgebäude bis zur Invalidenstraße als durchgängige Oberfläche ohne Stufen oder Bordanlagen. Als Material wird ein Asphalt mit geschliffener Oberfläche vorgeschlagen. Dieser soll nicht nur einen hohen Komfort bieten, sondern in seiner Farbgebung mittels heller Zuschlagstoffe auch einen warmen und gleichsam lebhaften Gesamteindruck schaffen. Rehwaldt Landschaftsarchitekten ließen sich in der Gestaltung dabei von Terrazzobelag inspirieren.
Der Offenheit steht als Kontrast und weiteres Element der „Grüne Schirm“ gegenüber. Alsunregelmäßige Pflanzung hochstämmiger Bäume bildet er sozusagen ein Gegenstück zum Bahnhofsgebäude. Durch die Aufastung der Gehölze bleibt einerseits ein durchlässiger Raum bestehen, während andererseits eine Abschirmung zur Invalidenstraße entsteht. Durch das lockere Blätterdach kann sich ein atmosphärischen Aufenthaltsort ausbilden.
Weiterhin fungiert der Bereich unter dem „Grünen Schirm“ als Speicherrigole. Das Regenwasser, das auf der Platzfläche anfällt, wird dazu in Schlitzrinnen aufgefangen und in den nördlichen Bereich geführt, wo es gesammelt werden kann. Die Bäume werden dann das Wasser über die Wurzeln aufnehmen und es über die Baumkronen wieder verdunsten. So kann zum einen ein angenehmer,kühlender Effekt für die unmittelbare Umgebung entstehen. Zum anderen wird die Kanalisation entlastet und das Regenwasser vor Ort genutzt, statt es umgehend über Kanäle abzuführen. Für Dr. Almut Neumann, Bezirksstadträtin des Bezirks Mitte für Ordnung, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen ein wichtiger Punkt: „In Zeiten der Klimakrise ist es besonders wichtig, dass wir das Regenwasser des Platzes sammeln und über Rigolen den neuen Bäumen zuleiten. Dazu liefert das Konzept innovative Ideen, die wir umsetzen wollen.“
Ergänzt wird die Gestaltung des Europaplatzes durch eine funktionale Ausstattung. Dazu werden Fahrradparken und die Jelbi-Station – eine Bündelung von Sharing-Angeboten –sowie eine öffentliche Toilette am östlichen Platzrand situiert. Dort sind sie für Nutzer*innen gut sichtbar und verdecken den Bauzaun im Bestand. Das Gebäude mit begrüntem Dach soll dabei als einfache Konstruktion ausgeführt werden, die später ggf. demontier- und umsetzbar ist.
Lageplan des prämierten Entwurfes. credits: Rehwaldt Landschaftsarchitekten, via Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Stimmen des Preisgerichtes
Laut Senatsbaudirektorin Prof. Petra Kahlfeldt hätten die offene und einladende Geste, das grüne Baumdach entlang der Invalidenstraße und die klare Kante mit Fahrradabstellmöglichkeiten und weiterer Infrastruktur nach Osten hin die Jury überzeugt. Weiterhin sagt sie: „Der Entwurf zeigt, dass auch mit der Weiternutzung von vorhandenem Material nachhaltig, barrierefrei und mit einer guten Aufenthaltsqualität der Europaplatz Süd künftig das Entrée Berlins vom Hauptbahnhof werden kann.“ Auch Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ist überzeugt, nun den richtigen Entwurf gefunden zu haben: „Mit dieser Variante schaffen wir eine deutliche Aufwertung und mehr Struktur auf dem Bahnhofsvorplatz an der Invalidenstraße.“
Weitere Schritte
Nun gilt es, den Entwurf in die Realität zu übersetzen. Dafür wird das Büro Rehwaldt Landschaftsarchitekten mit der weiteren Planung beauftragt. Derzeit ist vorgesehen, die Planungen bis zum Sommer des kommenden Jahres abzuschließen und anschließend mit der baulichen Umsetzung zu beginnen. Wenn der Zeitplan wie angestrebt umgesetzt werden kann, dann könnte die Fertigstellung der anspruchsvollen Bauaufgabe bis Ende 2025 realisiert werden. Und damit zukünftig das Ankommen und Abreisen am Berliner Hauptbahnhof zu einem ganz anderen Erlebnis machen.
Lust auf mehr Wettbewerbsnews? Am 15. Dezember 2023 entschied sich der Wettbewerb zur Gartenschau Vaihingen. Der freiraumplanerische Entwurf eines Büros überzeugte die Jury dabei eindeutig. Alles dazu lesen Sie hier.