Der Queen Elizabeth Olympiapark London

Foto: Anthony Charlton © Crown Copyright

Das Rückgrat des Queen Elizabeth Olympiaparks im Londoner Osten bildet der renaturierte Fluss Lea zusammen mit anderen Wasserläufen, die den Olympiapark mit Olympiastadion, den Wohngebieten, Parks und Grünräumen der Umgebung verbinden. Als gestalterische Vorbilder dienten der Olympiapark in München sowie die Erneuerungen an Barcelonas Stadtküste für die Sommerspiele 1992. Die Landschaftsarchitekturbüros LDA Design und Hargreaves Associates planten 102 Hektar Freiraum, von denen 45 Hektar als Ausgleichsflächen für das Olympiagelände ausgewiesen sind. Über 700 Einzelprojekte wurden umgesetzt, um Lebensräume von Tieren und Pflanzen zu erhalten. Nicht nur die Menschen sollen von dem Park profitieren. Dieser ist als „produktive Landschaft“ konzipiert: In ihm wird Regenwasser gesammelt, gespeichert und gereinigt. So schützt er 5.000 umliegende Grundstücke vor Hochwasser.

Olympia holt Stratford zurück in die Stadt

Im nördlichen Teil des Parks dominieren offene Feuchtgebiete, Wälder, Rasenflächen und eindrucksvolle Landschaftsräume, die zum ländlich geprägten Teil des Lee Valley Regional Parks überleiten. Im Süden begrenzen drei Wasserläufe den Park, der dort einen städtischen Charakter hat. Ein Lustgarten in der Tradition von Vauxhall und Ranelagh Gardens ist Ausflugsziel für die zahlreichen Besucher, die in Stratford erwartet werden – und der als das Ost-Londoner Äquivalent für die beliebte Uferpromenade an der South Bank im Stadtzentrum gilt. Attraktionen wie die London 2012 Gardens, die sich fast einen Kilometer entlang des Waterworks River erstrecken und die 115 Meter hohe Stahlskulptur „ArcelorMittal Orbit“, ein bizarres Wahrzeichen mit Aussichtsturm der Künstler Anish Kapoor und Cecil Balmond, bleiben erhalten. Den Hauptweg beleuchten ungewöhnliche Lichtmasten, an denen Windräder angebracht sind.

Bei den Pflanzkonzepten legte man viel Wert darauf, Ästhetik mit Biodiversität zu verbinden. Daher berieten James Hitchmough und Nigel Dunnet, beide Professoren an der Sheffield University, der Ökologe Peter Shepherd und die Gartendesignerin Sarah Price die Landschaftsarchitekten bei den Planungen. Ökologische Prinzipien, die William Robinson bereits 1870 in seinem Buch „The Wild Garden“ veröffentlichte, bilden die Grundlage für die Pflanzungen in den London 2012 Gardens. Daneben sind sie vom „New German Style“ beeinflusst, wie etwa den Pflanzungen im 1983 fertiggestellten Münchner Westpark und den Pflanzenkombinationen aus dem Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim aus den 1980er-Jahren. Auch das Konzept der großflächigen „neuen Staudenpflanzungen” mit heimischen Wildstauden, die in den „heemparken“ im niederländischen Amstelveen erprobt und von dem Pflanzenspezialisten Piet Oudolf weltweit verbreitet wurden, sind integriert. All dies beruht auf dem übergeordneten Konzept für die Olympischen Spiele in London: Nachhaltigkeit und das Bestreben, ein Vermächtnis zu hinterlassen. Die Hinterlassenschaften der Spiele werden ein neuer Park – so groß wie der Hyde Park und Kensington Gardens zusammen – und neue Stadtquartiere sein.

Bei der Wahl des Standorts für den Olympiapark setzte sich Ken Livingstone durch, der zum Zeitpunkt der Bewerbung Londons Bürgermeister war: Stratford war lange ein vernachlässigter Stadtteil im Osten Londons. Livingstone versprach „einen kompakten und nachhaltigen Park, der einen heruntergekommenen Stadtteil wieder mit London und Europa verbindet sowie die Stadterneuerung im Osten von London ankurbelt“. Ihm lag besonders daran, die Investitionen in Infrastruktur und Erneuerung privat finanzieren zu lassen, was auch gelang.

Der Olympiapark liegt im Lower Lea Valley, der Wiege der industriellen Revolution in London und nahe des Entwicklungsgebiets Thames Gateway. Die britische Regierung beabsichtigt, die Stadt und ganz Südost-England mit diesem 65 Kilometer langen Korridor im Osten Londons durch Wachstum zu fördern, zu erneuern und besser zu erschließen. Das multidisziplinäre Planungsbüro EDAW, jetzt Teil des Unternehmens AECOM, wurde mit dem „Lower Lee Valley Opportunity Area Framework Plan“ beauftragt, einem Rahmenplan, der das Maß der Entwicklung und den planungsrechtlichen Hintergrund des Parks bestätigte. EDAW/AECOM empfahl, den Fluss Lea, ökologische Ansätze und die Wasserstraßen als Ausgangspunkt der Planung zu nehmen und die Entwürfe für das Lea Valley, den Olympiapark, die Verbindungen im Lee Valley Regional Park, das East London Green Grid und die Thames Gateway Parklands auf diesen Elementen aufzubauen. Anschließend beauftragte man das Büro, den Masterplan für den Olympiapark zu erstellen.

Da der Schwerpunkt der Planung auf dem Ausbau der Infrastruktur lag, wurden drei ineinander greifende Masterpläne ausgearbeitet und verabschiedet: Einer für die Spiele, einer für die Nachnutzung des Parks und einer, um die neuen Quartiere für bis zu 100.000 Einwohner in den nächsten 20 bis 25 Jahren zu entwickeln. Nur diejenigen Sportstätten, für die es einen realisierbaren Businessplan gibt, sollen erhalten bleiben; alle anderen Bauten sind temporär oder im Bestand untergebracht. Im Grunde wurde der Park ausgehend von der späteren Nutzung entwickelt und lediglich an die Bedürfnisse während der Olympischen Spiele angepasst.

Olympiastadion London mit Nachhaltigkeitsfaktor

Um die Sportstätten und Infrastruktur für die Zeit während und nach den Spielen zu bauen, wurde die Olympic Delivery Authority (ODA) ins Leben gerufen. Zu ihren Aufgaben gehörte es, Gebäude abzureißen, Altlasten zu entsorgen, Stromleitungen unter die Erde zu verlegen, ein Blockheizkraftwerk zu bauen, Verkehrswege auszubauen sowie eine neue Infrastruktur für Strom, Trinkwasser, Abwässer und Telekommunikation im Olympiastadion und den Spielstätten, im Park und im öffentlichen Raum zu installieren. Innerhalb des Zeitplans und des veranschlagten Budgets von sechs Millionen Pfund wurde der Park fertiggestellt. Drei Viertel dieser Ausgaben flossen in bleibende Infrastruktur.

Die Olympischen Spiele 2012 sind die ersten, deren CO2-Fußabdruck analysiert wurde. Es stellte sich heraus, dass der Bau von Austragungsstätten und Infrastruktur den größten Teil des CO2-Ausstoßes verursacht. Diese Erkenntnis veranlasste die ODA, den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit zu legen. „Towards a One Planet Olympics“, eine Partnerschaft mit den gemeinnützigen Organisationen World Wide Fund For Nature (WWF) und BioRegional, bildeten die Basis der Bewerbung, des Masterplans und des Pflege- und Erhaltungsplans. Im Rahmen dieser Kooperation wurde der ganzheitliche Ansatz der ODA gestärkt und eine Prioritätenliste zusammengestellt. Sie enthält wichtige Aspekte wie Gesundheit, Sicherheit, Gestaltung, Zugänglichkeit, Nachnutzung, Nachhaltigkeit, Gleichstellung sowie Arbeitsplätze und Know-how. Diese Anforderungen liegen jeder Ausschreibung und jedem Vertrag zu Grunde. Durch alle Projektphasen hindurch wird monatlich Bericht erstattet. Die unabhängige „Commission for a Sustainable London 2012” gab regelmäßig bekannt, ob die Vorgaben eingehalten wurden. Nach fünfjähriger Arbeit lobte Shaun McCarthy, der Vorsitzende der Nachhaltigkeitskommission: „Am Beispiel des Londoner Olympiaparks hat die ODA bewiesen, dass Qualität, Wertigkeit, Termindruck und Nachhaltigkeit sich nicht ausschließen, sondern gegenseitig befördern.”

Erst anhand seiner langfristigen Nutzung wird sich der Erfolg des Parks rund um das Olympiastadion London zeigen. Die ODA hat die Aufträge zum Umbau bereits vergeben, so dass die Arbeiten unmittelbar nach den Spielen beginnen können. Dadurch werden die Freiräume auf das Doppelte wachsen. Den Umbau wird die London Legacy Development Corporation (LLDC) beaufsichtigen. Geplant ist, große Teile der Anlagen im Sommer 2013 der Öffentlichkeit zu übergeben. Die LLDC wird in den kommenden 20 bis 25 Jahren die Arbeit der ODA fortführen und die 2003 in der Bewerbung für die Olympischen Spiele formulierte Vision weiter umsetzen (siehe Seite 18). Der Londoner Olympiapark ist ein Schritt auf dem Weg, nur so viele Ressourcen zu verwenden, wie unser Planet kurzfristig wieder regenerieren kann.

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Trockenmauer Basalt: Eigenschaften, Verlegung und Einsatz

Ein Detail von Belag und Freiraummaterial zum Thema Trockenmauer Basalt
Moosbewachsene Basaltsäulen als natürliches Gestaltungselement in der Landschaft. Foto: prevailz / Unsplash

Basalt gehört zu den härtesten und dauerhaftesten Natursteinen, die im mitteleuropäischen Freiraum zur Verfügung stehen. Eine Trockenmauer aus Basalt verbindet tektonische Schwere mit ökologischer Funktion: Sie stützt Geländesprünge ohne Mörtel, schafft Lebensraum für spezialisierte Tier- und Pflanzengemeinschaften und fügt sich in Kulturlandschaften ein, die seit Jahrhunderten von vulkanischem Gestein geprägt sind. Wer Trockenmauern aus Basalt plant, verlegt oder beurteilt, muss das Material in seiner Eigenart kennen, denn es verhält sich in Verarbeitung, Statik und Ökologie anders als Kalkstein, Sandstein oder Gneis.

  • Was Basalt geologisch und technisch auszeichnet und warum er sich für Trockenmauern eignet
  • Welche Basalttypen und Handelsformen für den Trockenmauerbau relevant sind
  • Wie eine Trockenmauer aus Basalt fachgerecht geplant und aufgebaut wird
  • Welche statischen und entwässerungstechnischen Grundsätze gelten
  • Welche ökologischen Funktionen Basalt-Trockenmauern im Freiraum erfüllen
  • Wie sich Basalt von anderen Natursteinen in der Trockenmauertechnik unterscheidet
  • Welche Fehler bei Planung und Ausführung häufig vorkommen und wie sie sich vermeiden lassen
  • In welchen Freiraumtypologien Basalt-Trockenmauern eingesetzt werden und welche Normen und Regelwerke gelten

Basalt als Baustoff: Geologie, Eigenschaften und Eignung für Trockenmauern

Basalt ist ein basisches Ergussgestein vulkanischen Ursprungs, das beim raschen Abkühlen von Lava an der Erdoberfläche entsteht. Das Gefüge ist feinkörnig bis dicht, die Mineralzusammensetzung wird von Pyroxenen, Plagioklasen und Olivin bestimmt. Charakteristisch ist die dunkle, fast schwarze Farbe, die je nach Eisengehalt und Verwitterungsgrad in Grautöne übergehen kann. Die Rohdichte liegt typischerweise zwischen 2,8 und 3,1 Gramm pro Kubikzentimeter, was Basalt zu einem der schwersten Gesteine macht, die im Freiraumbau regelmäßig verarbeitet werden. Diese Dichte ist kein Nachteil, sondern ein entscheidender Vorteil für die Trockenmauertechnik: Schwere Steine erzeugen durch ihr Eigengewicht eine hohe innere Reibung im Mauerwerk und tragen so zur Standsicherheit bei.

Die Druckfestigkeit von Basalt übertrifft die der meisten anderen im Trockenmauerbau verwendeten Gesteine erheblich. Werte von 200 bis über 350 Megapascal sind keine Seltenheit, verglichen mit 80 bis 150 Megapascal bei vielen Kalksteinen oder 60 bis 120 Megapascal bei weicheren Sandsteinen. Diese Festigkeit bedeutet, dass Basalt unter den Lasten einer Trockenmauer praktisch nicht bricht oder sich setzt, solange die Lagerung korrekt ist. Gleichzeitig ist Basalt sehr frostbeständig: Die geringe Porosität des dichten Gefüges lässt kaum Wasser eindringen, das beim Gefrieren das Gestein sprengen könnte. Für Trockenmauern in Lagen mit häufigen Frost-Tau-Wechseln ist Basalt deshalb besonders geeignet.

Die Oberfläche frischer Basaltbruchstücke ist rau und splittrig, was eine gute Verzahnung der Steine untereinander ermöglicht. Verwitterte Basaltoberflächen hingegen können eine glatte, fast glasige Patina entwickeln, die die Haftreibung zwischen den Steinen vermindert. Diesen Unterschied müssen Planer und Ausführende kennen, wenn sie Recyclingmaterial oder Steine aus alten Lesesteinwällen verwenden. Frisch gebrochener Basalt, wie er aus Steinbrüchen geliefert wird, ist in der Regel vorzuziehen, weil die scharfen Bruchkanten eine zuverlässigere mechanische Verzahnung gewährleisten.

Basalttypen und Handelsformen: Was im Handel verfügbar ist

Im deutschsprachigen Raum stammt Basalt für den Freiraumbau hauptsächlich aus dem Rheinischen Schiefergebirge, der Eifel, dem Westerwald, dem Vogelsberg und dem Hegau. Diese Regionen verfügen über aktive Steinbrüche, die Basalt in verschiedenen Sortierungen anbieten. Für den Trockenmauerbau sind vor allem Bruchsteine in unregelmäßiger Form relevant, die als Schüttgut oder in Gitterboxen geliefert werden. Daneben gibt es gespaltene Basaltlava, ein poröses Nebenprodukt vulkanischer Tätigkeit, das sich in Eigenschaften und Verhalten deutlich vom dichten Basalt unterscheidet und für Trockenmauern nur bedingt geeignet ist.

Basaltsäulen, also die charakteristischen prismatischen Körper, die durch die Kontraktion der abkühlenden Lava entstehen, sind eine besondere Handelsform. Sie werden vor allem aus dem Bereich des Rheintals und der Eifel gewonnen. Basaltsäulen haben glatte, regelmäßige Seitenflächen und eignen sich für gestalterisch anspruchsvolle Trockenmauern, bei denen ein ruhiges, strukturiertes Fugenbild gewünscht wird. Ihre Verlegung erfordert jedoch mehr handwerkliches Geschick als die Arbeit mit unregelmäßigem Bruchstein, weil die Steine exakt ausgerichtet werden müssen, damit die Fugen gleichmäßig bleiben und keine Kippmomente entstehen.

Für Standardanwendungen im Freiraum, also Böschungssicherung, Terrassierung, Wegeinfassung und ökologische Ausgleichsmaßnahmen, wird in der Regel Basaltbruchstein in Korngrößen von 15 bis 40 Zentimetern verwendet. Größere Steine, sogenannte Findlinge oder Kopfsteine, werden als Abschluss- und Ecksteine eingesetzt. Kleinere Stücke dienen als Füllmaterial im Mauerinneren. Eine gute Lieferung enthält ein breites Spektrum an Größen, weil die Trockenmauertechnik auf das Ineinandergreifen unterschiedlich dimensionierter Steine angewiesen ist. Sortierungen mit zu einheitlicher Korngröße sind für den Trockenmauerbau ungeeignet, weil sie keine ausreichende Verzahnung ermöglichen.

Planung und Aufbau: Wie eine Trockenmauer aus Basalt fachgerecht entsteht

Die Planung einer Trockenmauer aus Basalt beginnt mit der Geländeanalyse. Maßgeblich sind die Höhe des Geländesprungs, die Neigung des anstehenden Bodens, die Bodenbeschaffenheit im Fundamentbereich und die zu erwartenden Wasserverhältnisse. Als Faustregel gilt, dass die Mauerstärke an der Basis mindestens einem Drittel bis zur Hälfte der Mauerhöhe entsprechen sollte. Eine Trockenmauer aus Basalt mit einer Sichthöhe von einem Meter benötigt demnach eine Basisbreite von mindestens 40 bis 50 Zentimetern. Diese Verhältnisse sind keine willkürlichen Richtwerte, sondern ergeben sich aus der Standsicherheitsbetrachtung: Trockenmauern sind keine starren Strukturen, sondern flexible, durch Reibung zusammengehaltene Körper, die Erddruck durch ihre Masse und Geometrie aufnehmen.

Das Fundament ist der kritischste Punkt. Basalt ist schwer, und eine falsch gegründete Mauer setzt sich ungleichmäßig, was zu Rissen und schließlich zum Versagen führt. Das Fundament wird in frostfreier Tiefe angelegt, was in Mitteleuropa in der Regel 60 bis 80 Zentimeter unter der Geländeoberkante bedeutet. Der Fundamentgraben wird mit einer Drainageschicht aus grobem Kies oder Schotter verfüllt, die das Wasser ableitet und Frosthebungen verhindert. Auf dieser Drainageschicht werden die ersten, größten Steine verlegt, die sogenannte Fundamentlage. Diese Steine sollten möglichst flach, breit und schwer sein, um eine stabile Basis zu bilden.

Der Maueraufbau folgt dem Prinzip des Verbands: Kein Stein darf direkt auf einer Fuge des darunter liegenden Steins aufliegen. Stattdessen überdeckt jeder Stein mindestens eine Fuge der Lage darunter, ähnlich wie beim Ziegelverband im Mörtelmauerwerk, nur ohne Bindemittel. Die Mauer wird mit einer leichten Rückneigung zur Böschung hin aufgebaut, dem sogenannten Anzug. Dieser Anzug beträgt bei Basalt in der Regel fünf bis zehn Grad, also etwa zehn Zentimeter Rückversatz pro Meter Höhe. Durch den Anzug verschiebt sich der Schwerpunkt der Mauer in Richtung der Böschung, was die Standsicherheit erhöht und den Erddruck besser in den Untergrund leitet.

Das Mauerinnere wird mit Hinterfüllmaterial aus kleinerem Bruchstein und Kies aufgefüllt. Dieses Füllmaterial übernimmt eine wichtige Funktion: Es verteilt den Erddruck gleichmäßig auf die Sichtsteine und dient gleichzeitig als Drainage. Feinkörniges Material wie Sand oder Lehm hat im Mauerinneren nichts zu suchen, weil es bei Nässe quillt, Druck aufbaut und die Mauer von innen auseinandertreibt. Hinter der Mauer wird eine Drainageschicht aus Kies oder Schotter angeordnet, die das Sickerwasser aus dem Böschungsbereich aufnimmt und seitlich ableitet. Ohne funktionierende Entwässerung ist jede Trockenmauer, auch eine aus Basalt, langfristig gefährdet.

Abschluss und Kronengestaltung

Die Mauerkrone ist gestalterisch und technisch bedeutsam. Sie schließt die Mauer nach oben ab und schützt das Innere vor eindringendem Niederschlag. Bei Trockenmauern aus Basalt werden für die Krone besonders große, flache Steine verwendet, die die gesamte Mauerbreite überdecken. Diese Decksteine werden ohne Mörtel verlegt, aber möglichst eng gesetzt, um das Eindringen von Wasser und Feinmaterial zu minimieren. Eine offene, unregelmäßige Krone ist ökologisch wertvoll, weil sie Lebensraum für Reptilien, Insekten und Pioniervegetation bietet, erfordert aber eine sorgfältige Steinauswahl, damit die Steine nicht durch Frost oder Trittbelastung verrutschen.

Statik, Entwässerung und Normen: Was die Fachplanung regelt

Trockenmauern aus Basalt unterliegen, sobald sie eine bestimmte Höhe überschreiten oder standsicherheitsrelevante Funktionen übernehmen, den Anforderungen des Bauordnungsrechts. In Deutschland sind Stützmauern ab einer Höhe von etwa 1,20 bis 1,50 Metern, je nach Bundesland, genehmigungspflichtig und müssen statisch nachgewiesen werden. Für Trockenmauern gibt es keine eigene DIN-Norm, die den Aufbau vollständig regelt. Relevant sind jedoch die DIN EN 1996 (Eurocode 6, Bemessung von Mauerwerk) sowie die Empfehlungen der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL), die Hinweise zur Planung und Ausführung von Natursteinmauern im Freiraum enthält.

Die statische Berechnung einer Trockenmauer berücksichtigt den aktiven Erddruck des anstehenden Bodens, das Eigengewicht der Mauer, mögliche Auflasten aus Bepflanzung oder Begehung sowie außergewöhnliche Lasten wie Fahrzeugüberfahrt. Basalt ist aufgrund seiner hohen Rohdichte und Druckfestigkeit statisch günstig: Die Mauer bringt viel Eigengewicht mit, das dem Erddruck entgegenwirkt. Problematisch wird es, wenn der anstehende Boden hohe Kohäsion oder starke Quelleigenschaften aufweist, weil dann der Erddruck bei Nässe erheblich ansteigen kann. In solchen Situationen ist eine sorgfältige Entwässerungsplanung besonders wichtig.

Die Entwässerung hinter der Mauer erfolgt durch eine Drainageschicht aus Kies oder Schotter, die das Wasser seitlich zu Drainagerohren oder Ablaufpunkten führt. Bei längeren Mauern werden in regelmäßigen Abständen Entwässerungsöffnungen in der Mauer selbst vorgesehen, sogenannte Speier oder Drainageöffnungen. Diese werden durch das Auslassen einzelner Steine oder durch eingelegte Kunststoffrohre gebildet. Bei Basalt-Trockenmauern sind solche Öffnungen besonders wichtig, weil das dichte Mauerwerk selbst kaum Wasser durchlässt und Staudruck hinter der Mauer schnell zu Schäden führen kann.

Ökologische Funktion: Basalt-Trockenmauern als Lebensraum

Trockenmauern aus Basalt sind nicht nur Ingenieurbauwerke, sondern Biotope. Die Fugen zwischen den Steinen bieten Lebensraum für eine spezialisierte Gemeinschaft aus Pflanzen, Insekten, Spinnen, Reptilien und Kleinsäugern. Die thermischen Eigenschaften des Basalts spielen dabei eine besondere Rolle: Das dunkle, dichte Gestein speichert Wärme sehr effizient und gibt sie langsam ab. Die Südseite einer Basalt-Trockenmauer kann an sonnigen Tagen Oberflächentemperaturen erreichen, die weit über der Lufttemperatur liegen, was sie zu einem bevorzugten Aufwärm- und Überwinterungsplatz für wärmeliebende Tierarten macht.

Mauereidechsen (Podarcis muralis) und Zauneidechsen (Lacerta agilis) nutzen Basalt-Trockenmauern intensiv als Sonnenplatz, Jagdrevier und Winterquartier. Wildbienen, darunter viele solitär lebende Arten, legen ihre Nester in den Fugen an. Spinnen, Asseln, Tausendfüßer und zahlreiche Käferarten finden in der Mauer ein Mikrohabitat, das durch den Wechsel von Wärme und Kühle, Trockenheit und Feuchtigkeit eine hohe Strukturvielfalt aufweist. Diese ökologische Funktion ist in der Freiraumplanung zunehmend anerkannt: Trockenmauern werden in Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft eingesetzt, weil sie messbar zur Biodiversität beitragen.

Die Fugenvegetation einer Basalt-Trockenmauer entwickelt sich über Jahre zu einer charakteristischen Pflanzengemeinschaft. Pioniere wie Mauerpfeffer (Sedum acre), Mauerraute (Asplenium ruta-muraria) und Zimbelkraut (Cymbalaria muralis) besiedeln die Fugen ohne Zutun. Mit der Zeit folgen Moose, Flechten und in günstigen Lagen auch anspruchsvollere Arten wie der Mauerstreifenfarn (Asplenium trichomanes). Diese Vegetation ist kein Zeichen von Verfall, sondern Ausdruck einer funktionierenden Biotopstruktur. Planer sollten die Fugen deshalb bewusst offen lassen und auf das Verfüllen mit Erde oder das Einbringen von Fertigsubstrat verzichten, weil die natürliche Besiedlung standortangepasste, robustere Pflanzengemeinschaften hervorbringt als jede Bepflanzung von Hand.

Basalt im Vergleich: Unterschiede zu anderen Natursteinen im Trockenmauerbau

Der Vergleich mit anderen Gesteinen verdeutlicht die spezifischen Stärken und Grenzen des Basalts. Kalkstein, der im süddeutschen und alpinen Raum häufig verwendet wird, ist leichter zu bearbeiten, weil er sich leichter spalten lässt und weniger Gewicht mitbringt. Er ist jedoch weniger frostbeständig als dichter Basalt und verwittert in feuchten Lagen schneller. Sandstein, der vor allem in Sachsen, Thüringen und Teilen Österreichs vorkommt, ist noch leichter zu bearbeiten, aber deutlich weicher und empfindlicher gegenüber Frost und mechanischer Beanspruchung. Gneis und andere metamorphe Gesteine sind ähnlich hart wie Basalt, aber in der Regel plattig gespalten, was andere Verlegetechniken erlaubt und erfordert.

Ein praktischer Unterschied liegt im Gewicht. Basalt ist schwer, was den Transport und die Handhabung auf der Baustelle aufwendiger macht als bei Kalkstein oder Sandstein. Für größere Mauern ist Maschineneinsatz, also Radlader oder Bagger mit Greifer, nahezu unerlässlich. Die Verlegung der oberen Lagen und die Feinarbeit an der Sichtfläche erfordern dann den Wechsel auf Handarbeit. Diese Kombination aus maschinellem Grobaufbau und handwerklicher Feinarbeit ist bei Basalt-Trockenmauern die Regel, nicht die Ausnahme.

Gestalterisch unterscheidet sich Basalt durch seine dunkle Farbe und die charakteristische Bruchstruktur von hellen Kalksteinen oder rötlichen Sandsteinen. In Kulturlandschaften, die historisch von Basalt geprägt sind, wie dem Westerwald, der Eifel oder dem Vogelsberg, fügt sich eine Basalt-Trockenmauer selbstverständlich in das Bild ein. In anderen Regionen kann die Verwendung von Basalt ein bewusstes gestalterisches Statement sein, das Kontrast und Schwere betont. Beide Ansätze sind legitim, sollten aber in der Planung reflektiert und begründet werden.

Häufige Fehler und wie sie sich vermeiden lassen

Der häufigste Fehler beim Bau von Trockenmauern aus Basalt ist eine unzureichende Gründung. Wird das Fundament zu flach angelegt oder auf unvorbereitetem, weichem Untergrund gesetzt, setzt sich die Mauer ungleichmäßig und verliert ihren Verband. Besonders bei Basalt, dessen hohes Eigengewicht den Bodendruck erhöht, ist eine sorgfältige Fundamentvorbereitung unverzichtbar. Ein weiterer verbreiteter Fehler ist das Fehlen einer Drainageschicht hinter der Mauer. Ohne Entwässerung baut sich bei Starkregen oder Schneeschmelze Wasserdruck auf, der die Mauer nach vorne drückt. Dieser hydrostatische Druck ist eine der häufigsten Ursachen für das Versagen von Trockenmauern.

Handwerkliche Fehler entstehen oft durch die Verwendung von zu einheitlichem Steinmaterial. Wer nur Steine einer Größe verlegt, erzeugt lange durchgehende Fugen, die den Verband schwächen. Ebenso problematisch ist das sogenannte Schalen, also das Aufbauen einer attraktiven Sichtfläche ohne ausreichende Verzahnung ins Mauerinnere. Steine, die nur mit ihrer Schauseite nach außen zeigen, aber keine Tiefe in die Mauer haben, fallen bei der geringsten Belastung heraus. Gute Trockenmauertechnik verlangt, dass jeder Stein mit seiner längsten Achse senkrecht zur Mauerfläche eingebaut wird, also möglichst tief in die Mauer hineingreift.

Ein konzeptioneller Fehler in der Planung ist die Unterschätzung der Pflege. Trockenmauern aus Basalt sind wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Gehölzaufwuchs in den Fugen, vor allem Gehölze mit tiefgreifenden Wurzeln wie Holunder oder Brombeere, kann die Mauer langfristig auseinandertreiben. Regelmäßige Kontrolle und das frühzeitige Entfernen unerwünschter Gehölze sind Teil der Unterhaltspflicht. Moos und Flechten hingegen sind unbedenklich und sollten nicht entfernt werden, weil sie die Oberfläche schützen und zur Biodiversität beitragen.

Trockenmauer Basalt im Freiraum: Typologien und Anwendungsfelder

Basalt-Trockenmauern finden sich in einer breiten Palette von Freiraumtypologien. In der Kulturlandschaft sind sie als Lesesteinwälle und Terrassierungsmauern historisch gewachsen, besonders in vulkanisch geprägten Regionen. Diese historischen Strukturen stehen in vielen Bundesländern unter Landschaftsschutz und dürfen nicht ohne Genehmigung verändert oder abgetragen werden. Ihre Erhaltung und fachgerechte Instandsetzung ist eine Aufgabe, die Landschaftsarchitekten und Naturschutzbehörden gemeinsam angehen.

Im öffentlichen Freiraum werden Basalt-Trockenmauern für Böschungssicherungen an Straßen, Wegen und Plätzen eingesetzt, für die Einfassung von Pflanzbeeten in Parkanlagen, für Sitzstufenmauern in Hanglagen sowie für ökologische Ausgleichsmaßnahmen. In privaten Gärten und Wohnanlagen sind sie ein gestalterisches Mittel, das Robustheit und Naturcharakter verbindet. In Schulen und Kitas werden Basalt-Trockenmauern als pädagogische Elemente eingesetzt, die Kindern Naturstein, Insekten und Reptilien erfahrbar machen.

Die Verwendung von Basalt in der Freiraumplanung ist auch eine Frage der regionalen Materialkultur. Planer, die in Regionen mit Basaltvorkommen arbeiten, haben die Möglichkeit, kurze Transportwege zu nutzen und regionale Identität zu stärken. Basalt aus dem Westerwald, der Eifel oder dem Vogelsberg hat eine kulturelle Bedeutung, die über seine technischen Eigenschaften hinausgeht. Diese Dimension gehört in eine ganzheitliche Freiraumplanung, die Material nicht nur nach Preis und Verfügbarkeit, sondern auch nach Herkunft, Ökobilanz und kulturellem Kontext bewertet.

Basalt-Trockenmauern als Daueraufgabe der Freiraumplanung

Die Trockenmauer aus Basalt ist kein nostalgisches Relikt, sondern ein zeitgemäßes Instrument der Freiraumplanung. Sie verbindet Standsicherheit, Langlebigkeit, ökologische Funktion und gestalterische Qualität auf eine Weise, die kein anderes Bauteil im Außenraum so vollständig erreicht. Ihre Planung erfordert Kenntnisse in Geologie, Bauphysik, Statik, Ökologie und Handwerkstechnik, also genau jenes interdisziplinäre Wissen, das den Landschaftsarchitekten auszeichnet.

Wer Basalt-Trockenmauern plant, muss das Material kennen: seine Schwere, seine Frostbeständigkeit, seine Wärmespeicherkapazität und seine Eigenheiten in der Verarbeitung. Wer sie baut, muss die Prinzipien des Verbands, der Gründung und der Entwässerung beherrschen. Wer sie pflegt, muss wissen, welche Vegetation erwünscht und welche schädlich ist. Und wer sie in den Kontext der Freiraumplanung einordnet, erkennt, dass eine gut gebaute Basalt-Trockenmauer Jahrzehnte, manchmal Jahrhunderte überdauert und dabei kontinuierlich ökologische und kulturelle Werte produziert. Das ist ein Maßstab, den nicht viele Bauwerke im Freiraum erfüllen.

der Platz ist leer und trostlos. Foto: Bianca Hermannsen

Wohl kaum ein Projekt hat in den vergangenen Jahren so öffentlichkeitswirksame Bilder produziert wie der Superkilen in Kopenhagen. Sein auffälliges Design machte ihn weltweit bekannt – ein Design, das Nutzer aus verschiedenen Kulturen und Milieus zusammenführen sollte. Aber: Funktioniert das? Studenten am Danish Institute for Study Abroad haben hingeschaut.

Kopenhagen wurde im Rahmen der „Quality of Life Survey” des Monocle Magazins schon drei Mal als lebenswerteste Stadt der Welt ausgezeichnet. 2014 war die dänische Hauptstadt noch dazu „European Green Capital“. Kopenhagen ist bekannt für ihren Hafen, der so sauberes Wasser hat, dass man in ihm schwimmen kann, für seinen ehrgeizigen Plan, bis 2015 klimaneutral zu werden, und für die Tatsache, dass es hier mehr Fahrräder als Menschen gibt. Der Municipal Plan von 2011 fasst das so zusammen: Kopenhagen ist ein „Ort, an dem man sich zu Hause fühlt, seinen Nachbarn vertraut und an der Gemeinschaft teilnimmt.“

Jedes Semester kommen über 1.000 amerikanische Studenten für ein Auslandssemester an das Danish Institute for Study Abroad in Kopenhagen. 25 von ihnen beschäftigen sich im Seminar „Strategies for Urban Livability” damit, ob, wie und warum Kopenhagen wirklich lebenswert ist. Die Stadt dient als urbanes Labor, in dem die Studenten Werkzeuge für eine lebenswerte Stadt entwickeln.

Um dieses Toolkit zu erarbeiten, lernen die Studenten, politische Absichten und Designstrategien zu erkennen und zu analysieren. Qualitative und quantitative Daten über Kopenhagens öffentliche Räume helfen zu verstehen, ob diese so funktionieren wie vorgesehen. Einer für die Analysen am häufigsten gewählten Orte ist der Superkilen im Stadtteil Nørrebro.

Ein Areal für alle

Nørrebro ist als traditionelles Arbeiterviertel eine von Kopenhagens sozial, wirtschaftlich und kulturell vielfältigsten, aber auch fragilsten Nachbarschaften. Das durchschnittliche Einkommen der Einwohner liegt 100.000 Dänische Kronen unter dem der Bewohner im angrenzenden Frederiksberg, die Lebenserwartung ist drei Jahre geringer. 2009 waren 27 Prozent der Menschen hier entweder Einwanderer oder Nachkommen von Einwanderern. Mehr als die Hälfte von ihnen stammt aus muslimischen Ländern. Im Quartier Mjølnerparken in der Nähe des Superkilen war von den 2.000 Menschen, die dort leben, fast die Hälfte arbeitslos.

Während die Integrationspolitik auf nationaler Ebene als gescheitert gelten muss, hat Kopenhagens Stadtrat auf religiöse, kulturelle, wirtschaftliche und ethnische Vielfalt gesetzt. Um ein friedliches Miteinander zu erreichen, sollen benachteiligte Gebiete an das wirtschaftliche, kulturelle und soziale Niveau der Stadt angepasst werden – nicht zuletzt mit Hilfe städtebaulicher Strategien. Eines der vielen geförderten Stadterneuerungsprojekten war der Superkilen. Es wurde von der Stadt in Zusammenarbeit mit der privaten Stadtentwicklungsgesellschaft Realdania realisiert. Entstehen sollte ein Stadtpark, der soziale Integration in Nørrebro fördert und das Gebiet neu belebt, indem er eine globale Identität schafft.

Topotek 1, Bjarke Ingels Group (BIG) und Superflex, eine dänischen Künstlergruppe, gewannen die städtische Ausschreibung als Team und eröffneten im Jahr 2012 schließlich den Superkilen: Kern des Entwurfs sind Artefakte, die für die Nationalitäten in Nørrebro stehen. Sie spiegeln die internationale Identität des Stadtteils wider. Bei der Auswahl der Artefakte sprachen die Planer intensiv mit den Bewohnern. Eine App bietet die Möglichkeit, sich über jedes Artefakt zu infor­mieren.

Designtheorie versus Realität

Der Superkilen geht konzeptionell alle Themen an, die für einen qualitativ hochwertigen öffentlichen Raum entscheidend sind. Allerdings: Der Prozess begann unter einer falschen Annahme. Man ging davon aus, dass man ein Areal für alle erzeugen kann, indem man Arte­fakte platziert, die die Nationalitäten der lokalen Bevölkerung repräsentieren. Die Annahme, Aneignung finde automatisch statt wenn die Öffentlichkeit im Designprozess integriert ist, ist jedoch weit verbreitet. Sie ignoriert allerdings, dass Menschen eher durch langfristiges Engagement beginnen, Verantwortung zu übernehmen und Akteure ihrer eigenen Gemeinschaft zu werden. Kurzfristige Beteiligung ist weniger relevant.

Auf Basis der Daten und Beobachtungen, die unsere Studenten erfassten, haben wir vier Faktoren herausgearbeitet. Sie sollen greifbar machen, inwiefern der Superkilen seinen ursprünglichen Zielen gerecht wird – oder eben auch nicht. Es geht um vier Aspekte: die Benutzergruppen-Vielfalt, die Beschäftigungsmöglichkeiten des Superkilen, das lokale Wetter und ein ausbalanciertes Verhältnis der Grün­flächen. […]

Warum genau der Superkilen die Ziele des Konzepts nicht erreicht, lesen Sie in Garten+Landschaft 05/2016 – Der Platz, das Gefühl und wir.

Superkilen, Kopenhagen
Auftraggeber: Stadt Kopenhagen, Realdania
Landschafts­architektur: Topotek 1, Berlin Architektur Bjarke Ingels Group, Kopenhagen
Weitere Beteiligte: 3Superflex, Help PR & Communication, Lemming & Eriksson
Fläche: 33.000 Quadratmeter
Fertigstellung: 2012

Wie BIG zusammen mit den Anwohnern in deren Herkunftsländer reist, um Artefakte für den Superkilen auszuwählen, sehen Sie hier im Video.
Robert Schäfer besuchte den Superkilen 2012, direkt nach der Eröffnung. Seine Kritik zum neuen Stadtplatz in Kopenhagen lesen Sie hier.
Warum Co-Creation ein besseres Planungsinstrument für den Superkilen gewesen wäre lesen Sie hier.