Topos Landscape Award 2012 verliehen

Zum ersten Mal hat ein Büro aus dem französischen Sprachraum den Topos Landscape Award der Zeitschrift Topos – The International Review of Land­scape Architecture and Urban Design erhalten. Der Chefredakteur von Topos, Robert Schäfer, überreichte die renommierte Auszeichnung Sébastien Penfornis und Thierry Kandjee vom Büro Taktyk aus Paris und Brüssel im Rahmen der Tagung „Follow Me: Berlin und seine Flughäfen“ am 5. Juni 2012 in Berlin.

Taktyk erhielt den Topos Landscape Award 2012 als Anerkennung für die theoretische und praktische Annäherung an die Aufgaben in Metropolregionen. Zudem sei das französisch-belgische Büro ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Planungsbüros eng zusammenarbeiten und Stadtplaner und Landschaftsarchitekten die Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam angehen, sagte Robert Schäfer in seiner kurzen Laudatio.

Sébastien Penfornis und Thierry Kandjee gründeten Taktyk im Jahr 2005. Sie beschäftigen in ihren Büros in Paris und Brüssel elf Architekten, Landschaftsarchitekten, Designer und Künstler. Sebastian Penfornis, der das Büro in Paris führt, ist Architekt, Stadtplaner und Dozent. Thierry Kandkee führt das Brüsseler Büro. Er ist Landschaftsarchitekt, Dozent, Redakteur und Berater. Taktyk arbeitet an der Schnittstelle von Landschaft, Stadt und Infrastruktur. Das Büro versteht sich als Kurator und Mediator bei komplexen Veränderungsprozessen.

Mit dem Topos Landscape Award soll die Aufmerksamkeit auf junge Planungsbüros oder Einzelpersonen gelenkt werden, von denen wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Profession auf internationaler Ebene zu erwarten sind. Den Topos Landscape Award gibt es seit 2002. Bisher ging die Auszeichnung an Stig L. Anderssons Tegnestue (Kopenhagen), Karres en Brands (Hilversum), Gross.Max (Edinburgh), McGregor and Coxall (Sydney), Stoss LU (Boston) und Antje Stokman (Hamburg).

Bei der Tagung Follow Me: Berlin und seine Flughäfen in den Räumen des ehemaligen Flughafens Tempelhof diskutierten die etwa 120 Teilnehmer über die Zukunft der Flughäfen Tempelhof, Gatow und Tegel. Zudem ging es um die Auswirkungen des neuen Flughafens BER auf die städtebauliche Entwicklung der Stadt.

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Die Visualisierung als Luftaufnahme zeigt den Elbtower mit den Elbbrücken.

Der Elbtower mit Hamburger Elbbrücken (Visualisierung: sooii & pure GmbH/SIGNA)

Bis zum Jahr 2025 will die Signa Real Estate in Hamburg den drittgrößten Wolkenkratzer Deutschlands fertigstellen. Der Hamburger Elbtower soll 245 Meter hoch werden, die aktuell geschätzten Kosten belaufen sich auf 700 Millionen. Kritiker*innen bezeichnen das Projekt als „ökologische Katastrophe“ und „städtebauliches Monster“. Alles zum Projekt lesen Sie hier.

Er wird nach der Elbphilharmonie das nächste Bauprojekt der Superlative in der HafenCity: ein Wolkenkratzer so hoch wie ihn Hamburg noch nie gesehen hat. Mit seinen 245 Metern wird der Elbtower nach seiner Fertigstellung mit großem Abstand das höchste Gebäude in der Hansestadt sein. Das aktuell höchste Hochhaus in Hamburg – die Elbphilharmonie mit ihren 110 Metern – wird der neue Wolkenkratzer folglich um mehr als das Doppelte übertreffen. Deutschlandweit wird er nach dem Commerzbank Tower und dem Messeturm in Frankfurt schließlich das dritthöchste Gebäude sein.

Elbtower wird Büros in Bestlage bieten

Der von David Chipperfield Architects entworfene Elbtower wird auf einer dreieckigen Liegenschaft an den Elbbrücken errichtet. Ein siebengeschossiger, für die öffentliche Nutzung vorgesehener Sockel erstreckt sich fast über die ganze Liegenschaft und trägt den schmaleren Turmaufbau, der sich nach oben hin auffächert. Hier sollen ab 2025, nachdem der Elbtower fertig ist, Büros und Hotels in Bestlage einziehen.

Die Nachfrage sei jetzt schon groß, stellte Torben Vogelgesang, Standortleiter der Bauherrin Signa, in einer Diskussionsrunde in der Hamburger Patriotischen Gesellschaft fest. Schließlich gebe es in Hamburg derzeit kein entsprechendes Angebot an Flächen in über 65 Metern Höhe.

Expert*innen üben scharfe Kritik am Projekt

Stadtforscher Dieter Läpple bezeichnete den Bau des Elbtowers derweil als „ökologische Katastrophe“. Allein für den für die Bodenplatte benötigten Beton würde eine „unglaubliche Konzentration von grauer Energie“ aufgewendet. Als monofunktionales, rigides Gebäude würde der Elbtower außerdem vom Konzept her nicht in die HafenCity passen, reflektiere diese doch die Abkehr von der städtebaulichen Moderne, so der emeritierte Professor weiter.

Entsprechend des Journalisten Dirk Meyhöfer sei der Elbtower ein „städtebauliches Monster“, das umgebenden Stadtteilen schaden würde. Die Marke und das Narrativ, die der Turm vertrete, seien keine Hamburgerische und er stelle sich mitunter die Frage nach dem Sinn des Projekts.

Mehr Informationen zum Hamburger Elbtower erhalten Sie hier und bei David Chipperfield Architects.

Die Diskussion „Elbtower – Gut für Hamburg?! Stadtgespräche in der Patriotischen Gesellschaft“:

Nicht nur in der HafenCity entstehen Bauprojekte der Superlative. Im Hamburger Stadtteil Wandsbeck planen die Architekt*innen von ADEPT derweil Deutschlands größtes Holzgebäude.

Gärten des Jahres 2027 – Jetzt mitmachen!

Preisträger 2026: Daniel Berg, Der Garten als ideale Fortsetzung einer Landschaft, Foto: Ferdinand Graf Luckner

Der Callwey Verlag ruft gemeinsam mit seinen namhaften Partnern erneut zur Teilnahme am Wettbewerb „Gärten des Jahres“ auf. Bereits zum zwölften Mal werden die herausragendsten privat gestalteten Gärten im deutschsprachigen Raum gesucht – entworfen von Landschaftsarchitekt*innen sowie Garten- und Landschaftsbauunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Landschaftsarchitekt*innen und Gartenbauprofis können bis zum 17. Juli 2026 ihre Projekte einreichen.

Hochkarätige Partner und Fachjury

Unterstützt wird der Wettbewerb von einer breiten Allianz aus Fachverbänden und Medien, darunter der bdla, BGL, DGGL, ÖGLA, BSLA, GALABAU Österreich, Jardin Suisse, sowie die Messe GaLaBau und Giardina. Die Zeitschriften Garten + Landschaft, Mein schöner Garten, Gartenpraxis, Gärten, zoll+, BSLA-Journal, G’plus und das GaLaBau Journal stellen die Siegerprojekte vor.

Die eingereichten Arbeiten werden von einer unabhängigen Jury bewertet, der unter anderem Thomas Banzhaf (BGL), Prof. Stephan Lenzen (BDLA), Dirk Ebben (Baumschule Ebben) und Daniel Berg, Gewinner der Gärten des Jahres 2026, angehören.

Einreichung und Preisverleihung

Teilnehmer*innen können bis zum 17. Juli 2025 ihre Projekte hier einreichen. Die Einreichgebühr beträgt 390 Euro für das erste Projekt und 195 Euro für jedes weitere. Die feierliche Preisverleihung findet am 25. Februar 2027 in der Baumschule Ebben statt.

50 beste Gärten im Bildband und in der Ausstellung

Die besten 50 Gärten werden im hochwertig gestalteten Callwey-Jahrbuch „Gärten des Jahres 2027“ veröffentlicht und in einer begleitenden Ausstellung präsentiert. Die prämierten Werke erhalten zusätzlich mediale Aufmerksamkeit durch Beiträge in führenden Garten- und Landschaftsmedien.

Zusätzliche Auszeichnungen: Newcomer, Architects’ Choice und Gartenfotografie

Neben dem Hauptpreis werden auch 2027 wieder drei Sonderauszeichnungen vergeben:

  • Newcomer des Jahres: Bereits zum dritten Mal wird ein Preis für junge Büros vergeben, die nicht vor 2023 gegründet wurden.

  • Gärten des Jahres – Architects‘ Choice: „Gärten des Jahres – Architects‘ Choice“ ist die Auszeichnung für Unternehmen, die mit ihren Produkten einen wichtigen Beitrag zu den schönsten Gartenprojekten leisten. Der Sieger unter den eingereichten Produkten wird durch ein Online-Voting auf www.gaerten-des-jahres.com durch die Top 100 Gärten des Jahres Planer*innen bestimmt. Zum Voting-Start wird eine Gebühr für das Medienpaket in Höhe von 3.900,- Euro (zzgl. MwSt.) pro eingereichtem Produkt fällig. Einsendeschluss ist der 5. Oktober 2026.

  • Gartenfotografie des Jahres: Zum achten Mal wird 2027 die Gartenfotografie des Jahres ausgezeichnet: Unter den 50 Gärten im Jahrbuch wird von der Jury eine Fotostrecke ausgewählt, welche sich besonders abhebt. Kriterien dabei sind: Perspektive auf den Garten, allgemeiner Eindruck, Bildsprache, gewählte Bildausschnitte, Repräsentation des Gartens.

Jetzt mitmachen!

Der Wettbewerb Gärten des Jahres ist nicht nur ein Schaufenster für exzellente Gartengestaltung, sondern auch eine einzigartige Plattform zur Vernetzung innerhalb der Branche. Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und Anmeldemöglichkeiten finden Interessierte auf der offiziellen Website hier.

Lesen Sie hier mehr zu den Gewinner*innen Gärten des Jahres 2026.