Ausgezeichnete Gärten des Jahres 2017

„Betrachtet man den Garten, so hat man das Gefühl, er müsse schon immer so gewesen sein.“ Das sagt Landschaftsarchitekt Andreas Heidrich, Jurymitglied des jährlichen Wettbewerbs Gärten des Jahres, über den Siegergarten 2017. Ein größeres Kompliment kann man einem neuen Garten wohl nicht machen. Bereits zum zweiten Mal lobten der Callwey Verlag und „Garten + Landschaft“ den Preis „Gärten des Jahres“ aus. 2016 erhielten ihn Orel + Heidrich aus Herzogenaurach, in diesem Jahr die Gartenplanerin Petra Hirsch aus dem hessischen Niedernhausen für den von ihr gestalteten Hausgarten im Rheingau in Hessen. Hier sind die Bilder der ausgezeichneten Gärten.

Das Kleinod gehört zu einem über 300 Jahre alten Fachwerkhaus, das einst Gaststätte mit Brennerei war. Das Haus stand einige Zeit leer, im Gartenhof sah es daher wüst aus. Aber, so Petra Hirsch, „ich hatte das Gefühl, auf einen besonderen Ort gestoßen zu sein, also ließen wir uns auf das Abenteuer ein“. Die alten Natursteingewölbe, die den Hof begrenzten, erzeugten sofort Bilder eines romantischen Gartenhofs in ihrem Kopf. Heute sind die Gewölbe restauriert und säumen den kleinen und terrassierten Gartenhof mit einer neuen Holzterrasse. Den besonderen Charme des Alten erhielt Petra Hirsch, wo sie nur konnte. Sie ließ zum Beispiel einen alten Flieder, der über dem Gewölbe wuchs, in Handarbeit über Jahre auslichten. Dadurch war er nicht mehr zu schwer für das Gemäuer und konnte dennoch mit weniger Blättern überleben.

Die Jury vergab am 8. Februar 2017 bei der Preisverleihung auf Schloss Dyck auch drei Auszeichnungen: an Otto Arnold für einen Garten in Bietigheim, Baden-Württemberg, an Ralph Eid (Lebendige Gärten) für einen Garten im bayerischen Tittling und an Brigitte Rhöde für einen Garten in Köln.

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