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Allokationsbericht 2020 des Bundes für Grüne Wertpapiere

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Vergangene Woche veröffentlichte der Bund zum ersten Mal einen Allokationsbericht für die 2020 emittierten Grünen Bundeswertpapiere. Der „Green bond allocation report 2020“ informiert Investorinnen und Investoren transparent und verbindlich über Ausgaben aus den Umwelt- und Klimaschutzprogrammen der Bundesregierung. Was ein Allokationsbericht ist und was Sie über Grüne Wertpapiere des Bundes wissen müssen, das haben wir Ihnen hier zusammengefasst.

Bundeswertpapiere haben international seit langem einen hervorragenden Ruf. Sie sind eine Staatsanleihe, mit der sich die Bundesrepublik über einen festgelegten Zeitraum Geld bei ihren Gläubiger*innen leiht. Diejenigen, die Bundeswertpapiere erwerben, erhalten im Gegenzug für ihr verliehenes Geld einen Zins, der zwar niedrig ist (so niedrig, dass die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen seit 2018 sogar ins Negative gerutscht sind); dafür sind die Wertpapiere aber durch die hohe Bonität der Bundesrepublik Deutschland gestützt. Das Risiko, dass das geliehene Geld am Ende der Laufzeit nicht zurückgezahlt werden kann, wird also als äußerst gering eingestuft. Zudem lassen sie sich die Bundesanleihen wegen ihrer Beliebtheit auch vor dem Fälligkeitszeitpunkt gut in großen Mengen handeln und somit kurzfristig in liquide Mittel umwandeln.

Green Bund – grüne Staatsanleihe

Seit September 2020 gibt es den sogenannten „Green Bund“ (kein Schreibfehler, denn in der internationalen Finanzwelt hat sich das Wort „Bund“ für einen deutschen Staatsbond, also eine Staatsanleihe, etabliert.), eine 10-jährige grüne Staatsanleihe. Trotz einer Verzinsung von nur 0,00 Prozent standen am Herausgabetag des Green Bunds Kaufaufträge mit einem Volumen von mehr als dem Fünffachen der verfügbaren Menge an Wertpapieren im Orderbuch. Zusammen mit der im November 2020 herausgegebenen 5-jährigen „Green Bobl“ („Bobl“ steht für „Bundesobligation“) nahm die Bundesrepublik Deutschland mit ihren Grünen Wertpapieren insgesamt 11,5 Milliarden Euro ein. In Grüne Wertpapiere legen besonders institutionelle Großanleger*innen wie Banken, Versicherungen und Pensionskassen an. Einige von denen sind gesetzlich dazu verpflichtet, einen Teil ihrer Vermögen in Bundesanleihen zu investieren. Sie gehören somit zu den Käufer*innen der Grünen Bundeswertpapiere.

Was die neuen Bundesanleihen so grün macht, ist die Tatsache, dass der Bund sich verpflichtet, das eingenommene Geld in grüne und nachhaltige Projekte zu investieren. Bei der Auswahl der entsprechenden Projekte will sich der Bund an internationalen Standards wie den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen oder den Green Bond Principles der International Capital Market Association orientieren.

Allokationsbericht 2020 für Grüne Wertpapiere

Mit einem Allokationsbericht informiert der oder die Schuldner*in einer Anleihe, in diesem Fall die Bundesrepublik Deutschland, seine oder ihre Gläubiger*innen darüber, wie viel des geliehenen Geldes in welche Projekte geflossen ist. Wofür Grüne Wertpapiere genutzt wurden und wie die Verteilung der eingenommenen Mittel im Allokationsbericht 2020 der Bundesregierung aufgeschlüsselt ist, haben wir kurz für Sie zusammengefasst. Die Investitionen verteilen sich auf fünf Hauptfelder:

58 Prozent der eingenommenen 11,5 Milliarden Euro wurden für den Sektor Personen- und Frachttransport aufgewendet. Den Löwenanteil hieran (5,8 Milliarden Euro) nahm die Instandhaltung und Entwicklung des deutschen Schienennetzes und der dazugehörigen Infrastruktur ein. Wesentlich kleiner sind im Vergleich die Anteile der Posten „Alternative Fahrsysteme und Treibstoffe“ (370 Millionen Euro), „Öffentlicher Transport“ (232 Millionen), „Wasserwege“ (170 Millionen) und „Fahrradinfrastruktur“ (82 Millionen).

24 Prozent, also etwa 2,8 Milliarden Euro, wurden in die internationale Entwicklungsarbeit mit Fokus auf Nachhaltigkeit investiert, etwa Projekte zur Adaptierung an den Klimawandel, zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien und dem Schutz von Habitaten und der Biodiversität.

10 Prozent, ungefähr 1,1 Milliarden Euro, flossen in die Erforschung von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien (478 Millionen Euro), Finanzierungsprojekte für erneuerbare Energien (293 Millionen) und zur Förderung von Energieeffizienz (221 Millionen). 147 Millionen Euro wurden zur Finanzierung der Nationalen Klimaschutzinitiative verwendet.

5 Prozent der durch Grüne Wertpapiere des Bundes eingenommenen Mittel, ein Anteil von ungefähr 584 Millionen Euro, wurden in Forschungsprojekte zu den Themen Umwelt und Klima investiert.

3 Prozent wurden von der Bundesregierung dafür verwendet, nachhaltige Forst- und Landwirtschaft zu fördern (121 Millionen Euro) sowie für den Küsten- und Flutschutz (225 Millionen) und für den Schutz von Ökosystemen (10 Millionen).
Das nächste Grüne Bundeswertpapier, mit einer Laufzeit von 30 Jahren, soll übrigens im Mai herauskommen. Eine zweite 10-Jährige Grüne Bundesanleihe wird anschließend in zwei Tranchen im September und Oktober 2021 herausgegeben.
Den Allokationsbericht für Grüne Wertpapiere des Bundes „Green bond allocation report 2020“ finden Sie auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums.

Von Grünen Wertpapieren zum grünen Wien: Kennen Sie schon das Projekt #wienbegrünen?

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Die Zukunft des öffentlichen Verkehrs

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Effizienz durch Technologie und nachhaltige Stadtplanung sind die Zukunft des ÖPNV. Foto von Chris Viel auf Unsplash
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Der öffentliche Verkehr steht an der Schwelle zu einem grundlegenden Wandel. Moderne Technologien wie Digitalisierung und autonome Fahrzeuge versprechen ebenso Effizienzgewinne wie nachhaltige Stadtplanung. Um diesen Fortschritt voranzutreiben, spielen staatliche Investitionen und politische Strategien eine entscheidende Rolle.

Digitalisierung als Motor der Mobilitätswende

Die Digitalisierung revolutioniert den öffentlichen Verkehr auf mehreren Ebenen. Intelligente Verkehrssteuerungssysteme, datenbasierte Prognosen und digitale Plattformen fördern die Effizienz und den Komfort. Smart Mobility-Apps integrieren verschiedene Verkehrsmittel und optimieren Routen in Echtzeit. Die Verbindung von Bus, Bahn, Leihfahrrädern und Sharing-Diensten wird so intuitiver und komfortabler.

Digitale Ticketing-Systeme, wie sie etwa in Skandinavien oder Singapur etabliert sind, erleichtern Fahrten und reduzieren den Bedarf an physischen Verkaufsstellen. In Deutschland arbeitet der ÖPNV an landesweiten Plattformen, die Tarifgrenzen und Verkehrsverbünde harmonisieren sollen. Derartige Entwicklungen steigern nicht nur die Benutzerfreundlichkeit, sondern auch die Effizienz des gesamten Systems.

Autonome Fahrzeuge: Die Revolution auf der Straße

Autonome Busse und Shuttles versprechen neue Möglichkeiten für den öffentlichen Verkehr. In strukturschwachen Regionen oder zu verkehrsarmen Zeiten könnten sie bestehende Linien ergänzen. Projekte wie das autonome Shuttle im Hamburger Hafen oder die autonomen Kleinbusse in Bad Birnbach zeigen, dass diese Technologie auf dem Vormarsch ist.

Besonders relevant ist der Einsatz autonomer Fahrzeuge für die sogenannte „letzte Meile“. In Wohnquartieren oder Gewerbegebieten können sie Fahrgäste flexibel an ihr Ziel bringen und so das Potenzial des öffentlichen Verkehrs erweitern.

Nachhaltige Stadtplanung: Verkehr neu denken

Technologie allein reicht jedoch nicht aus. Nachhaltige Stadtplanung ist unverzichtbar, um den öffentlichen Verkehr effizient und attraktiv zu gestalten. Konzepte wie „15-Minuten-Städte“ oder autofreie Quartiere verlagern die Mobilität von motorisiertem Individualverkehr hin zu Fuß- und Radverkehr sowie öffentlichen Verkehrsmitteln.

Der gezielte Ausbau von Mobilitätshubs, an denen verschiedene Verkehrsmittel gebündelt werden, kann den ÖPNV stärken. Solche Knotenpunkte erleichtern den Umstieg und verringern Wartezeiten. Gleichzeitig fördert die Aufwertung von Haltestellen durch Begrünung, Beleuchtung und soziale Sicherheit die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs.

Investitionen und politische Weichenstellungen

Der Umbau des öffentlichen Verkehrs hin zu einer digitalen, nachhaltigen Zukunft erfordert gezielte Investitionen. Staatliche Förderprogramme für emissionsfreie Busse, den Ausbau von Radwegen oder die Modernisierung von Bahnhöfen sind essenziell.

Zudem braucht es regulatorische Rahmenbedingungen, die Innovationen begünstigen. Hierzu gehört der zügige Ausbau digitaler Infrastruktur ebenso wie die Anpassung von Verkehrsordnungen an autonome Fahrzeuge und neue Mobilitätskonzepte.

Fazit: Synergien nutzen für die Mobilität der Zukunft

Die Zukunft des öffentlichen Verkehrs liegt in der intelligenten Verbindung von Digitalisierung, nachhaltiger Stadtplanung und politischen Weichenstellungen. Nur wenn diese Bereiche ineinandergreifen, kann der ÖPNV zu einer echten Alternative zum motorisierten Individualverkehr werden. Smart Mobility, die Integration autonomer Fahrzeuge und die gezielte Förderung nachhaltiger Städte bilden das Fundament für eine umweltfreundliche und zukunftsfähige Mobilität.

 

Mehr zur Kampagne Move to Improve hier. 

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Gärten der Welt – Lanzarote

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auch Schwiegermutterstuhl genannt
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Arte zeigt gerade die sehenswerte Dokumentationsreihe „Erstaunliche Gärten“, die außergewöhnliche Gärten weltweit porträtiert. Die Serie stellt unter anderem Projekte aus Deutschland, Mexiko oder China vor. Diese Woche zeigt die Dokureihe ein Beispiel in Lanzarote.

Ein Amphitheater aus Kakteen

Im Atlantischen Ozean liegen die sieben Kanarischen Inseln. Eine davon ist Lanzarote. Auf der 800 Quadratkilometer großen Vulkaninsel weht das ganze Jahr über ein kalter Wind: der Passatwind. Gleichzeitig ist Lanzarote die Trockenste der Kanarischen Inseln. Bei diesen Wetterbedingungen ist es erstaunlich, dass überhaupt ein Garten auf der Insel entstanden ist. Der Jardín de Cactus  erstreckt sich in Rot, Grün und Schwarz zwischen Felsen und Kratern auf der trockenen Insel. Er hebt eine der widerstandsfähigsten Pflanzen überhaupt hervor, die einzige, die in solch einem Klima überleben kann: der Kaktus.

Hunderte Kaktusarten hat der einheimische Künstler und Naturliebhaber César Manrique in seinem letzten Werk auf Terrassen angeordnet. Die Kakteen kommen aus Amerika, Afrika und Ozeanien. Die Terrassen gleichen einem 24 Hektar großen Amphitheater aus Stein. Der Garten zeigt die einzigartige Ästhetik des Künstlers und würdigt die spröde Natur Lanzarotes.

Alle Bilder: © Cinetévé

Die Folge ist vom 6. Oktober bis 13. Oktober 2018 online auf arte.tv zu sehen.

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