Highline-Wettbewerb, London: Zwei erste Preise für bauchplan ).( und Richard Jackson

London soll wie New York künftig einen eigenen Highline-Park erhalten: 63 Entwürfe konkurrierten im Ideenwettbewerb darum, wie ein stillgelegtes Viadukt den Londoner Stadtteil Hammersmith aufwerten könnte. Die beiden Sieger präsentieren die mögliche Bandbreite – vom Aquarium bis zum mediterranen Park. Die Jury vergab zwei erste Preise: an bauchplan ).( aus München und Richard Jackson aus London.

Aquarium statt Hochbahn

Das Münchner Büro bauchplan setzt mit „fish n‘ chips: escape from the urban hustle-bustle“ auf ökosoziale Stadtprozesse, die dem Stadtteil eine postindustrielle Infrastrukturnutzung ermöglichen. Die Planer reaktivieren die stillgelegte Hochbahn mittels auffällig inszenierter Aquaponik: Aquarien und Wasserbecken integrieren sich in das Viadukt und bieten Raum für Fisch- und Pflanzenzucht, kombiniert mit Freizeitaktivitäten wie Angeln, Schwimmen und Stadtgärtnern.

Highline unter Glas

Architekt und Gartendesigner Richard Jackson definiert in seinem Beitrag „Hi-Line“ die Londoner Hochbahn als nachhaltigen Gartenraum mit durchgehender Promenade und abgestuften Sitzbereichen. Architektonisch stechen die beiden „Biome“ hervor: Zwei organisch geformte Glashäuser für tropische und mediterrane Pflanzen, die zugleich als Café und öffentliche Räume dienen. Den westlichen Abschluss bildet das Hydroponik Center, das zeigt, wie künftig Essen produziert werden kann.

Einen Meinungsbeitrag zum Wettbewerb lesen Sie in der G+L 09/2019