Integrierte Stadtentwicklung in Sachsen

Vor einer Altbaufassade hängt eine Leuchtreklame mit der Schrift Hotel. Es wirkt heruntergekommen
Sanierungsbedarf? Die Richtlinie "Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung" fördert benachteiligte Quartiere. credits: C M via unsplash

Die Europäische Union und der Freistaat Sachsen unterstützen Städte und Kommunen in Sachsen weiterhin bei der Aufwertung benachteiligter Stadtteile. Anfang Januar hat das Kabinett dazu die Förderrichtlinie „Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung 2021 bis 2027“ beschlossen.

Integrierte Stadtentwicklung am Beispiel Görlitz

„Wohnungen ohne Mieter, verwaiste Bauten ohne Aussicht auf Sanierung, brach liegende Gewerbe- und Verkehrsflächen“, so beschrieb das Amt für Stadtentwicklung Görlitz noch vor einigen Jahren den Westen der Stadt. Direkt neben Görlitz’ florierender und charismatischer Altstadt gelegen, war „der schleichende Niedergang“ des Stadtviertels zu beobachten. Doch seitdem hat sich einiges getan. Der ehemalige Güterbahnhof wurde saniert und zum neuen Domizil der Freien Walddorfschule Görlitz. Auch die angrenzenden Freianlagen wurden als Parkanlage „Brautwiesenbogen“ einer neuen Nutzung zugeführt. Heute sind auf den ehemaligen Brachflächen Menschen zu Fuß, mit dem Rad oder dem Skateboard unterwegs. Durch die nachhaltige Sanierung und verschiedene Interventionen sind im Stadtteil tragfähige Strukturen entstanden, die für das gesamte Gebiet eine Aufwertung bedeuten. Projekte wie diese zeigen, dass richtig eingesetzte Fördermittel tatsächlich einen Unterschied vor Ort machen können. Denn die Aufwertung im Görlitzer Westen wurde durch Gelder der Europäischen Union und des Freistaates möglich.

Programm „Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung“ wird fortgeführt

Anfang diesen Jahres verkündete Thomas Schmidt, Minister für Strukturentwicklung, Ländlicher Raum und Bau in Sachsen, daher die Fortschreibung des Förderprogramms für nachhaltige Stadtentwicklung. In den kommenden fünf Jahren stehen damit 196,5 Millionen Euro für vergleichbare Projekte im gesamten Bundesland zur Verfügung. Das alles durch die Förderrichtlinie „Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung 2021 bis 2027“. Die Mittel kommen dabei zum Großteil (156 Millionen Euro) aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Den Restbetrag stellt der Freistaat Sachsen zur Verfügung. Görlitz ist nur eines von 21 Projekten, die in der Vergangenheit eine Förderung erhielten. Thomas Schmidt betont, dass die bestehenden Förderprogramme landesweit „sehr gut angenommen“ würden.

Eckdaten zur Förderfähigkeit

Die Projekte der nachhaltigen integrierten Stadtentwicklung müssen dabei einem der folgenden Handlungsfelder entsprechen, um förderfähig zu sein. Sie sollten beispielsweise so angelegt sein, dass sie zur Verringerung der CO2-Emissionen beitragen. Oder aber zur generellen Verbesserung der Stadtökologie einen Anteil leisten. Weiterhin gefördert werden Konzepte, die eine wirtschaftliche, soziale oder baukulturelle Aufwertung von Stadtquartieren im Sinn haben. Interessierte Städte haben damit die Möglichkeit, eine Vielzahl von Maßnahmen anzugehen. So zum Beispiel die Sanierung und Umnutzung von Gebäuden – wie es beim Güterbahnhof Görlitz der Fall war. Oder die Aufwertung von Brachflächen, indem diese zu qualitätsvollen Grünräumen umgestaltet werden – ebenfalls in Görlitz zu beobachten. Auch der Neubau auf ungenutzten Flächen ist eine Option. So geschehen etwa in in Auerbach im Vogtland. Dort wurde auf einer Industriebrache eine Kultur- und Freizeiteinrichtung gebaut. Diese wertet das kulturelle Angebot für Anwohner*innen auf. Gleichsam kann sie ein Motor für Tourismus in der Region sein.

Förderung von Unternehmen

Neben den städtebaulichen Förderprogrammen können die Gelder auch zur Förderung von Klein- und Kleinstunternehmen genutzt werden. Dazu haben die Städte die Chance, kommunale Förderprogramme aufzulegen, durch die Investitionen in bestehende Betriebe möglich werden. Auch für neue Unternehmen wird eine Ansiedlung in der jeweiligen Region durch entsprechende Förderungen attraktiver. Je nach Größe der Stadt betragen die Fördersätze dabei zwischen 70-75 Prozent. Auch die Lage im Bundesland selbst hat Auswirkungen auf die Fördersätze. Die sogenannte stärker entwickelte Region um Leipzig hat einen Fördersatz von 50 Prozent. In den Regionen Chemnitz und Dresden, den sogenannten Übergangsregionen, beläuft sich der Fördersatz auf 60 Prozent.

Neuer Förder-Turnus startet bald

Bis zum 31. März diesen Jahres lief die Antragsfrist für die Einreichung der gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzepte (GIHK). Dann mussten alle erforderlichen Unterlagen bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank eingegangen sein. Bewerben konnten sich städtisch geprägte Gebiete ab einer Größe von 5 000 Einwohner*innen. Diese mussten neben einem förderfähigen Projekt auch nachweisen, dass in der Bestandssituation eine Benachteiligung vorliegt. Durch ein kluges Konzept – wie in Görlitz oder in Auerbach in der Vergangenheit gelungen – können die Städte nun auf eine Förderung durch die „ integrierte Sadtentwicklung“ hoffen. Und somit Quartiere und Alltagsräume in absehbarer Zeit nachhaltig aufwerten. Wir sind gespannt!

In Linz passiert derzeit bereits viel in Sachen Stadtplanung. Was genau? Das lesen Sie hier: Linz Stadtplanung.

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Kinder gehören auf den Spielplatz – oder doch in den gesamten städtischen Raum? Wir sprachen mit Dirk Schelhorn, Landschaftsarchitekt und Experte für kindgerechte Gestaltung, und Dr. Renate Zimmer, Expertin für kindliche Bewegungsforschung, wie öffentlicher Raum gestaltet sein muss, damit sich dort auch Kinder wohlfühlen.

Was braucht es, um wirklich gute Räume für Kinder zu planen?

DS: Planer müssen wissen, wie die Kindheitsentwicklung funktioniert und was Kinder wirklich brauchen, um gesund und sicher aufzuwachsen. Das ist Grundwissen. Und dieses Grundwissen muss vernetzt werden. Es reicht nicht wenn der Landschaftsarchitekt das weiß, und es reicht nicht, wenn das Gartenamt das weiß. Die wesentlichen Entscheidungen zu einem gestalteten Raum, werden auf einer anderen Ebene getroffen. Auf der Ebene der Politik und Stadtplanung.

RZ: Für den Planungsprozess wäre es wichtig verschiedene Spezialisten direkt in die Kreation von Projekt mit einzubeziehen. Das gäbe zusätzliche Inspiration und direkte Rückmeldungen, ob Planungsideen Sinn machen und umsetzbar sind.

 

Frau Zimmer, hatten Sie schon einmal das Vergnügen bei einem interdisziplinär besetzten Projekt mitarbeiten zu dürfen?

RZ: Bei größeren bisher noch nicht. Momentan bin ich aber bei der Konzeption eines Spielraums für eine Behinderteneinrichtung in Südkorea dabei. Mit der Einrichtung hatte ich bisher über Fortbildungen zusammengearbeitet und nun bauen wir einen Fußballplatz in einen neuen Spielbereich um.

 

Spielplätze gibt es viele – und die sehen alle gleich aus. Woran liegt das?

RZ: Also entweder liegt es an den finanziellen Verhältnissen der Kommunen, dass sie sich nur einfallslose Spielplätze für Kinder leisten können oder es liegt daran, dass Firmen mit ihren Spielgeräten so unkreativ sind. Es gibt viele Initiativen, die versuchen auch den Raum außerhalb des Spielplatzes zu gestalten, aber da würde ich mir wünschen, dass ein bisschen kreativer mit Bewegungsideen umgegangen wird.

DS: Abprüfbare Qualitäten, wie wir sie bereits in der Spielleitplanung definiert haben, würden helfen. Kinderfreundlich ist eine Gemeinde nicht, wenn sie 13 Kindergärten hat. Das ist elternfreundlich. Kinderfreundlich ist aus der Perspektive der Kinder zu denken.

 

Wie müssten Städte gestaltet sein, damit sie auch Kinder ansprechen?

DS: Kinder sind in ihrem Tagesablauf wesentlich mehr auf Wegen unterwegs als auf Spielplätzen, etwa der Weg zur Schule oder zum Einkaufen. Wenn wir den öffentlichen Raum mal nach Qualitäten für Kinder abprüfen, dann fangen wir bei Wegesystemen und Plätzen zum Verweilen an. Warum gestaltet man den Raum nicht so, dass Kinder auch ihre Freude haben. Ich stelle mir eine Stadt, ein Quartier vor, wo Kinder nicht auf Spielplätzen sondern überall Dinge vorfinden, an denen sie sich betätigen können. Ein Raum muss ausstrahlen: Benutz mich!

RZ: Ich würde mir einen öffentlichen Raum mit sehr differenzierten Anspruchsformen vorstellen. Er muss Selbstständigkeit fördern und ganz unterschiedliche Schwierigkeitsstufen anbieten. Es muss anspruchsvolles geben, weil sich auch Zehnjährige richtig messen wollen, das Angebot darf aber auch ein dreijähriges Kind nicht total überfordern.

 

Nicht alle Städte haben Nachholbedarf in der kindgerechten Gestaltung ihres öffentlichen Raums. Welche Städte sehen sie als positive Vorreiter?

DS: Basel zum Beispiel. Basel hat eine Innenstadt mit ganz vielen Brunnen. Sobald es richtig warm ist, spielen die Kinder am und im Brunnen. Reutlingen ist auch ein gutes Beispiel. Dort werden wir auf einem Kulturplatz, eine ganze Bankreihe durch Schaukeln ersetzen – wo drei Leute nebeneinander sitzen können. Schaukeln ist immer Treffpunkt. Warum muss eine Schaukel immer nur auf einem Spielplatz stehen? Planer sollten Mut haben auch mal witzige Dinge zu tun.

RZ: Es gibt schon gute Beispiele, aber viele Räume könnte noch ein bisschen aufgepeppt und interessanter gestaltet werden, damit alle Altersstufen sich gemeinsam betätigen können.

DS: Ein weiteres Vorzeigeprojekt ist „alla hopp!“. Die Stiftung des SAP-Gründers Dietmar Hopp hat im Rahmen dieser Aktion 19 Kommunen in der Metropolregion Rhein-Neckar Bewegungsparks gestiftet. In enger Zusammenarbeit mit drei weiteren Büros setzen wir diese nun Schritt für Schritt um. Vier konnten wir auch schon fertig stellen.

 

Herr Schelhorn, Sie sagten, es sollte Richtwerte geben. Was genau würden Sie sich wünschen?

DS: In der Spielleitplanung haben wir bereits vor 15 Jahren verbindliche Qualitäten einer Raumgestaltung und Stadtentwicklung zu Gunsten von Kindern definiert. Die DIN 18034 spiegelt das auch wider. Sie hat den gleichen Wert wie die Gerätenorm, die DIN 1176. Aber wenn eine Sicherheitsüberprüfungen vor Ort gemachen wird, dann nimmt jeder die Gerätenorm, aber keiner überprüft den Stadtteil nach der DIN 18034.

 

Was steht in der DIN 18034?

DS: Sie spricht von einem kalkulierbaren Risiko. Da steht drin, dass wir bei der Planung für Kinder verpflichtet sind, kalkulierbares Risiko anzubieten – zur Förderung.

RZ: Gefahren müssen für Kinder erkennbar und einsehbar sein. Aber sie sind nötig, damit ein Gefahrenbewusstsein und eine Risikokompetenz aufgebaut und geübt werden kann.

DS: Die Norm findet aber leider wenig Anwendung und ist am Rahmen der Stadtgestaltung wenig bekannt. Bei der Stadtplanung ist sie eigentlich auf keinem Schreibtisch.

 

Wie kommt das?

DS: Keine Ahnung. Vollzugsdefizit, kein Wissen in der Ausbildung, nicht bekannt gegeben. Das Bundesland Vorarlberg in Österreich ist da momentan am vorbildlichsten. Dort gibt es ein Spielraumgesetz, an dem wir vor Jahren mitgewirkt haben. Mit Beratung aber auch konkreten Projekten.

 

Wenn Städte mehr in kindgerechten Raum investieren würden, welche Chancen würden sich bieten?

DS: Die Chancen sind natürlich riesig: Wir würden wesentlich mehr gesunde Kinder haben. Wir würden aber auch wesentlich weniger Geld in Bildung aus zweiter Hand ausgeben müssen, weil Kinder durch ihr Spielen – elf bis zwölf ist hier die Grenze – ganzheitlich gebildet werden. Die interessantesten, die abenteuerlichsten Dinge, die lernt man auf der Straße, im Wald und oft da, wo Erwachsen nicht davon ausgehen, dass man sie dort lernen kann. Die Chance einer kindgerechten Gestaltung hat aber auch einen generationsübergreifenden Effekt.

 

Wir müssen also für Kinder und Erwachsene planen?

RZ: Ja, über die Interaktion von Eltern und Kindern im öffentlichen Raum bahnt sich auch so was wie ein aktiver Lebensstil an, der sich auf die Kinder überträgt. Kinder sehen wie Eltern mit dem öffentlichen Raum umgehen. Ob sie hasten, um zum nächsten Termin zu kommen, oder ob sie sich auch mal Zeit nehmen.

DS: In einer kindgerechten Gestaltung haben auch Erwachsene ihren Platz. Der generationsübergreifende Aspekt hat nichts damit zu tun, dass Mutti irgendwas auf dem Walker macht und das Kind 20 Meter weiter im Sandkasten spielt. Sondern eine kindgerechte Gestaltung hat auch immer Platz für beobachtende Erwachsene – für teilnehmende Erwachsene. Sich freuen zu können am Kinderlachen, das ist vor allem für alte Leute sehr wichtig. Oder Kinder können mal Erwachsene beobachten. Wenn Kinder an einer Baustelle stehen bleiben, weil da drei Bagger fahren, dann ist das schon generationsübergreifende Teilhabe.

RZ: Ich würde sogar noch weiter gehen – Spielplätze für Ältere. Das ist ein Thema, das überhaupt noch nicht richtig weiter gedacht wurde.

 

Mit dem Thema „kindgerechte Gestaltung des öffentlichen Raums“ beschäftigen wir uns auch in Garten + Landschaft 05/2016 – der Platz, das Gefühl und wir.

Deutschland 2050 Cover © Kiepenheuer & Witsch
Deutschland 2050, Cover: Kiepenheuer & Witsch

Warum nehmen die meisten Menschen den Klimawandel als zeitlich und räumlich weit von ihnen entfernt wahr? Dieses Phänomen lässt sich durch „psychologische Distanz“ erklären. In dem dokumentarischen Buch „Deutschland 2050 – Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird“ zeigen die deutschen Journalisten Nick Reimer und Toralf Staud, dass der Klimawandel im menschlichen Leben allgegenwärtig ist und unbemerkt alles verändert.

Deutschland 2050 – Die Zeit als Spiegel

In den letzten 30 Jahren hat die Umweltverschmutzung zu erheblichen Veränderungen der Lebensweise geführt. Obwohl Deutschland und die Welt daran arbeiten, die Schadstoffe zu reduzieren, werden die angesammelten Treibhausgase die Lufttemperatur erhöhen. Mit der Zeit als Spiegel nehmen die Autoren die Leser*innen in diesem 374 Seiten umfassenden, bildfreien Buch mit auf eine Reise durch die kommenden 30 Jahre.

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wird die Durchschnittstemperatur bis 2050 um mindestens zwei Grad Celsius ansteigen. Die Art und Weise, wie die Menschen in Deutschland leben, arbeiten, sich erholen und reisen, wird sich verändern. Die Menschen werden zudem mit neuen Viren kämpfen und zurechtkommen müssen. Naturkatastrophen werden häufiger vorkommen und Flora und Fauna werden gefährdet sein. Auch Städte und Landschaften werden ihr Gesicht verändern. Das Buch zeigt, dass die Reaktionen der Menschen auf historischen Erfahrungen beruhen. Währenddessen stellt der Klimawandel ein völliges Versagen des erworbenen Wissens dar. Daher wird dieser die Zukunft noch mehr gefährden.

Psychologische Perspektive

Das Buch ist keine Science-Fiction, sondern eine Dokumentation über die durch den Klimawandel verursachten Katastrophen der Vergangenheit. Das breite Publikum machte es sofort zu einem Bestseller, denn ein jeder fragt sich, was das Morgen bringen wird. Die Autoren nutzen die Gelegenheit, das Wissen über viele relevante Themen zu popularisieren. Dabei betonen sie auf subtile Weise das Klima als den wichtigsten Einflussfaktor. In ihrem vorherigen Buch, „Wir Klimaretter“ (2007), schlugen die Autoren praktische Maßnahmen vor, um die Hälfte der Kohlenstoffemissionen bis 2020 zu reduzieren. Leider hat die Realität ihre Erwartungen nicht erfüllt. In diesem neuen Buch wählen die Autoren daher einen neuen Ansatz aus einer psychologischen Perspektive, anstatt den Menschen vorzuschreiben, was sie tun sollen.

Inhalt

Durch die Nennung von Zahlen und Fakten machen die Autoren den Menschen den Klimawandel bewusst. Zudem nehmen sie ihnen die Angst, damit die sogenannte „psychologische Distanz“ verringert werden kann. Zahlreiche Aspekte sind für die Zukunft eines Landes relevant: Mensch und Natur, Stadtbild, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Das kategorisierte Inhaltsverzeichnis ermöglicht es dem*der Leser*in, auf einen Blick die Themen zu finden, die ihn am meisten interessieren. Die negativen Fakten im Buch sind verblüffend. Sicher ist auf jeden Fall, dass die Temperaturen steigen werden. Neben der physischen Gesundheit und der sozialen Sicherheit sollten auch psychologische Aspekte stärker berücksichtigt werden. Dies soll die Menschen dazu befähigen, sich den Veränderungen und Gefahren zu stellen.

Dieses Buch ist prophetisch und mahnend zugleich. Es wird Fachleuten aus so unterschiedlichen Bereichen wie Architektur, Industrie- und Produktdesign, Unternehmensinvestitionen und politischen Initiativen zweifellos Einblicke in künftige Herausforderungen bieten. Vor allem Landschaftsarchitekt*innen und Stadtplaner*innen sollten sich Gedanken darüber machen, wie Städte der Zukunft angesichts der Entwicklung von Flüssen und Wäldern, der Nutzung neuer Energieressourcen, der Veränderungen im Verkehrswesen und in den Lebensgewohnheiten der Bevölkerung aussehen sollten.

Der Text entstand in der „wissenschaftlichen Schreibwerkstatt Landschaftsarchitektur“ am TUM-Lehrstuhl Landschaftsarchitektur und Transformation bei Prof. Udo Weilacher. Im Rahmen des Seminars wählen Student*innen Fachliteratur aus und erarbeiten gemeinsam individuelle Buchrezensionen.

Passend zum Thema beschäftigt sich auch Elke Mertens Buch „Die Resisliente Stadt“ mit dem Klimawandel – und damit, welche Rolle dabei die Landschaftsarchitektur spielt.