Vorreiter des Berufsstands in Mexico

Mario Schjetnan hat den Sir Geoffrey Jellicoe Award 2015 der IFLA erhalten. Der in Mexiko City geborene Architekt und Landschaftsarchitekt prägte wie kein -anderer die mexikanische Landschafts-architektur. Architektur studierte er an der National University of Mexico, danach ging er für sein Landschaftsarchi-tekturstudium nach Berkley, wo ihn unter anderem Größen wie Garret Eckbo, -Donald Appleyard und Robert Twis prägten. Als Leiter der Abteilung Stadtplanung im National Institute of Housing for Workers (INFONAVIT) in Mexico arbeitete er an der Entwicklung von Leitlinien für Sozialsiedlungen. 1977 gründete er sein Büro Grupo de Diseño Urbano (GDU). Zu seinen bekanntesten Werken gehören der Tezozomac Park (1982), der Xochimilco Ecological Park (1993), und der Chapultepec Parks. Alle diese Parks befinden sich in Mexico City. Auch in den USA finden sich einige seiner Projekte, darunter den Union Point Park in Oakland, Kalifornien (2005).

Schjetnan war im Jahr 1984 Loeb Fellow an Graduate School of Design der Harvard University und erhielt In 1995 den Ehrendoktor der Univsersidad Autónoma de Nuevo Léon. Er lehrt als Gastdozent an verschiedenen Universitäten und setzte sich neben seiner wissenschaftlichen und praktischen Karriere für die Etablierung der Landschaftsarchitektur als Berufsstand in Mexiko ein. Von 1985 bis 1986 war Präsident der Mexican Society of Landscape Architects, der er als Gründungsmitglied seit 1972 angehört.

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Dumfries
Dumfries

Der Bildband “Die Kunst liegt in der Natur” stellt 25 sehenswerte Skulp-turenparks auf der ganzen Welt vor: von Dumfries in Großbritannien bis Makarau in Neuseeland, kompetent ausgewählt und kommentiert von der Kunsthistorikerin Silvia Langen. Sie bereiste für diesen Band zwei Jahre lang entlegene Inseln, die Wüste, den Regenwald und geht unter anderem auch der Frage nach, warum die interessantesten Kunstlandschaften meist von privaten Sammlern und Künstlern angelegt werden und nicht von öffentlichen Einrichtungen. Ihr Fazit: Es ist die besondere Passion für die Werke und die regionale Natur, das persönliche Anliegen, mit dem der Park gestaltet wird, die diese einzigartige Verbindung von Kunst und Landstrich möglich machen. So gibt sie nicht nur Einblicke in Ort und Kunst selbst, sondern ganz nebenbei entstand eine faszinierende Porträtstudie der Parkgründer. Eines scheint ihnen gemeinsam zu sein: Sie alle wollen mit ihrer Initiative dem Paradies ein wenig näher kommen.

Silvia Langen: Die Kunst liegt in der Natur. Spektakuläre Skulpturenparks und Kunstlandschaften, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 208 Seiten, Prestel Verlag 2015, 49,95 Euro