Sprung in die Zukunft

Mit dem Projekt :metabolon wurde im bergischen Lindlar aus einer Abfallstätte ein visionärer Wissenschafts- und Freizeitstandort. Die gläserne Deponie informiert auf anschauliche Weise über Abfallwirtschaft und neue Technologien im Umwelt- und Ressourcenschutz. In der Märzausgabe 2017 der Garten + Landschaft stellen wir das Projekt vor. Hier sind die Bilder dazu!

:metabolon stammt vom griechischen Wort „Metabolismós“ und bedeutet „Umwandlung“ oder „Veränderung“. . Der Name ist hierbei Programm: In einer Zeit, in der Rohstoffe immer knapper werden, geht es bei :metabolon um die Frage, wie man Abfallstoffe wiederverwertet und Ressourcen nachhaltig schont. Hinter dem Projekt stehen die Architekten pier7 und die FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH. Im Jahr 2012 erhielten sie für die gläserne Deponie den Landschaftsarchitekturpreis Nordrhein-Westfalen.

Deponie als Freizeitpark

Das Herzstück ist ein Deponiekegel, der einem Freizeitpark gleicht und spielerisch die Dimensionen der Müllmengen vermittelt, die dort lagern. Besucher erfahren Wissenswertes über den Kreislauf von Waren, Trends in der Abfallwirtschaft, regenerative Energien und wie sie selbst Müll vermeiden können. Auf der Aussichtsplattform mit einer rot gummierten Oberfläche toben Freizeitsportler auf einem der drei Trampoline der Firma Spogg Sport Güter. Hinauf zum Kegel geht es auf einer Recyclingachse mit rund 360 Stufen. Von hier aus hat man einen eindrucksvollen Blick über das Bergische Land. Herunter kommen Besucher auf einer 110 Meter langen Doppelrutsche, in Deutschland die längste ihrer Art und damit das Highlight der Anlage. Der gesamte Deponiekegel ist als Sukzessionsband gestaltet; auf einem zwei Kilometer langen Pfad wachsen verschieden Pflanzenarten ohne menschliches Zutun.