Nachhaltigkeit im Baumeister: die Serie 2021

die Baumeister-Serie 2021/2022
die Baumeister-Serie 2021/2022

Architekt*innen können mit Nachhaltigkeit nicht viel anfangen. Das behaupten zumindest immer wieder böse Zungen anderer Planungsdisziplinen. Wie Architekt*innen tatsächlich zur Nachhaltigkeit stehen – das haben wir hier BAUMEISTER-Chefredakteur Fabian Peters gefragt. Sein Team macht gerade eine dreiteilige Mini-Serie zum Thema „Nachhaltiges Bauen“. Die Dezemberausgabe 2021 zum Thema „Nachhaltigkeit“ des Baumeister finden wir besonders gut. Sie zeigt, warum wir Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung als planende Disziplinen zusammen denken müssen.

Größere Maßstäbe sind eigentlich nicht so das Ding vom Architekturmagazin BAUMEISTER. Die Objektebene – das ist der Fokus unseres Schwestermagazins, das auch bei uns im Haus Georg Media, erscheint. Die Kolleg*innen konzentrieren sich im BAUMEISTER in der Regel auf den zeitgenössischen Einzelbau. Das städtebauliche Umfeld spielt dabei immer eher eine untergeordnete Rolle. Im Dezember 2021 jedoch, da bringen unsere Kolleg*innen ein Heft zu Nachhaltigkeit mit dem BAUMEISTER raus, das auch die städtebauliche Dimension beleuchtet. Und das zu einem ultraspannenden Thema: „Nachhaltig Umbauen“.

Gut dabei zu wissen: Das Heft „Nachhaltig Umbauen“ ist Teil einer dreiteiligen Miniserie zum Überthema „Nachhaltiges Bauen“. Mehr zu dieser erfahren Sie hier: Nachhaltigkeit Serie.

Nachhaltigkeit im Baumeister: Der Funke Wahrheit in allem Architektur-Bashing

„Nachhaltiges Bauen“ ist in der Architektur ein besonders interessantes Thema – in mehrerlei Hinsicht. Denn einerseits ist Nachhaltiges Bauen natürlich eine Aufgabe, an der inzwischen echt kein*e Planer*in mehr vorbeikommt. Andererseits scheinen aber dennoch gerade recht viele Architekt*innen Probleme damit zu haben, das für sich anzuerkennen. Das ist zumindest das, was uns in der G+L Redaktion immer wieder herangetragen wird. In Gesprächen hören wir oftmals, dass für das Gros der Architekt*innen Nachhaltiges Bauen vor allem eines ist: teuer. Man sehe die Umsetzung nachhaltiger Gestaltungen weniger als Gewinn, eher als Belastung und würde sich daher eher drum herum winden. Zumindest im Vergleich zur Landschaftsarchitektur. Sicherlich ist da viel Architektur-Bashing im Spiel, vermutlich aber auch ein Fünkchen Wahrheit.

Die Zukunftsaufgabe von Architekt*innen

Nimmt man die Beobachtung, dass Architekt*innen und Nachhaltigkeit nicht immer gut zusammengehen bei barer Münze, dann sieht das im harten Vergleich in der Profession der Landschaftsarchitektur ziemlich anders aus. Die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie haben hier seit jeher einen bedeutenden Status. Deshalb ist die Ausgabe des BAUMEISTERS auch so spannend: Sie überzeugt einerseits durch eine inhaltlich starke Themen- und Projektauswahl. Andererseits bestätigt sie aber auch die immer lauter werdende These, dass unsere Planungsprofessionen zusammenrücken, weil sie die selben Ziele verfolgen.
So schreibt BAUMEISTER-Chefredakteur Fabian Peters in seinem Editorial zur Dezemberausgabe 2021: „Längst ist klar: Es wird kein Weg daran vorbeiführen, dass wir als Regelfall im Bestand weiterbauen. Das ist aus historischer Perspektive kein Beinbruch. [ ] Die Klimawende und die dazu notwendige Bauwende werden das Berufsbild verändern. Die Auseinandersetzung mit dem Bestand, die Renovierung und Umnutzung vorhandener Bausubstanz, wird zukünftig die wichtigste Arbeit von Architektinnen und Architekten sein.“

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SINAI und Herzog & de Meuron beweisen es

Die Wahrheit ist doch: Während man heute noch vielerorts zwischen Architektur, Landschaftsarchitektur, Stadtplanung etc. unterscheidet, verschwimmen eigentlich die Aufgabenbereiche der einzelnen Planungsdisziplinen mehr und mehr. Man arbeitet in ähnlichen Maßstäben und Tätigkeitsfeldern. So sind Planungsbüros wie Topotek 1, MVRDV, SINAI oder auch Herzog & de Meuron sowohl in der Objekt- als auch in der Freiflächenplanung tätig. Vielen von den genannten Büros beschäftigen zudem aber auch Architekt*innen, genauso wie Landschaftsarchitekt*innen und Stadtplaner*innen. Und das macht nur Sinn – in jeglicher Hinsicht. Denn wollen wir tatsächlich langfristig nachhaltig planen, dann nur mittels eines vollumfänglichen Blickes. Und damit meinen wir Planungen, die den Innenraum, die komplette Versorgungstechnik, den Außenraum, aber auch das gesamte städtebauliche Umfeld mitdenken. Nachhaltige Einzelmaßnahmen sind vielleicht mancherorts ein Anfang, bleiben aber oftmals nur Symptombekämpfung.

Ein BAUMEISTER, der Städtebau macht

Zurück zur BAUMEISTER-Ausgabe. Was uns zusammengefasst besonders an dem Heft gefällt, ist, dass es den Blick über den Tellerrand der Objektplanung wirft, damit auch für uns in der Landschaftsarchitektur und Stadtplanung interessant ist und dabei deutlich macht: Am Arbeiten im Bestand führt kein Weg mehr vorbei. Die Ausgabe bietet dabei zudem spannende Berichte zu den Top aktuellen Projekten in Deutschland. Darunter: Das Haus der Statistik in Berlin, die Teil-Revitalisierung des Münchner Beton-Kolosses „Forum Schwanthalerhöhe“, aber auch die Projekte der IBA 1984 in Berlin. All in all: Eine BAUMEISTER-Ausgabe, die interdisziplinären Städtebau macht. Ob wir mit solchen Aufgaben nun öfters rechnen dürfen, das haben wir gleich mal unseren Kollegen Fabian Peters gefragt.

Fünf Fragen an BAUMEISTER-Chefredakteur Fabian Peters

Lieber Fabian, Hand aufs Herz: Wie stehen Architekt*innen deiner Meinung nach zum Thema „Nachhaltigkeit“?

Tatsächlich habe ich in den letzten Jahren keine Architektin und keinen Architekten getroffen, die respektive der das Thema Nachhaltigkeit als Unsinn abgetan hätte. Andererseits ziehen sich auch viele Architekturschaffende auf den bequemen Standpunkt zurück, dass es ja das Nachhaltigste überhaupt ist, wenn ein Gebäude dank seiner guten Qualität lange genutzt wird. Doch so einfach ist es nicht: Denn oft genug sehen wir, das gute und intakte Architektur abgerissen wird, weil wirtschaftliche Interessen dem Erhalt im Wege stehen. Mit einer guten Energiebilanz wird es also zukünftig nicht getan sein. Jeder Architekt muss ab jetzt immer die spätere Umnutzbarkeit seiner Bauten und die Kreislauffähigkeit der verwendeten Materialien mitplanen.

Nachhaltigkeit im Baumeister: von hochinnovativen Behnisch-Holzbauten

Mit der Mini-Serie zur Nachhaltigkeit im Baumeister macht ihr im Winter 2021 gleich drei Hefte zum Thema „Nachhaltigkeit“. Wieso?

Wir alle machen gerade die Erfahrung, dass Nachhaltigkeit zum omnipräsenten Modewort geworden ist. Alles ist jetzt irgendwie grün – vom Nagel bis zum Atomkraftwerk. Dementsprechend groß ist die Verwirrung. Uns war es besonders wichtig herauszustellen, dass Umnutzen, Renovieren und Restaurieren ein zentraler Punkt der vielbeschworenen Bauwende sein muss. Deswegen widmen wir zwei von drei Heften den Bestandsbauten.

Was ist bislang dein persönlicher Lieblingsbeitrag?

Es gibt natürlich viele Beiträge, die ich extrem spannend finde. Gerade habe ich zum Beispiel einen Artikel für das Januarheft verfasst, der von der Restaurierung eines hochinnovativen Holzbaus von Günter Behnisch, dem Architekten des Münchner Olympiastadions, handelt. Behnisch hat für die Bundesgartenschau 1969 in Dortmund einen fast vergessenen und lange nicht zugänglichen Pavillon entworfen, der technisch noch heute Maßstäbe setzt. Seit kurzem kann er wieder genutzt werden.

Auch dabei: Architects for Future

Was war bislang der kniffligste Artikel?

Unsere Autorin Adeline Seidel hat sich für uns mit dem „New European Bauhaus“ beschäftigt und im Zuge der Recherche immer wieder versucht, mit der Europäischen Kommission in Brüssel Kontakt aufzunehmen. Vergeblich. So musste sie schließlich mit dem öffentlich verfügbaren Material vorlieb nehmen und dabei feststellen, wie schwer zu greifen dieses Multimillionen-Projekt der EU in vielen Punkten ist. Ganz konkret sind dagegen übrigens die Ziele der „Architects for Future“, um die es in ihrem Artikel auch geht.

Baumeister-Themen 2022

Die Dezemberausgabe 2021 ist ziemlich städtebaulich. Dürfen wir ab sofort mit mehr städtebaulichen Themen im BAUMEISTER rechnen? Was ist für 2022 bei euch geplant?

Der Baumeister ist und bleibt natürlich in erster Linie eine Architekturzeitschrift. Aber fraglos sind die Grenzen zu städtebaulichen Themen oftmals durchlässig. So werden wir uns beispielsweise in unserer Februarausgabe mit der Frage beschäftigen, wie die Zukunft des stationären Einzelhandels in den Innenstädten aussehen kann. Dabei spielen urbanistische Ansätze ebenso eine Rolle, wie architektonische. Überhaupt wird der Jahrgang 2022 ausgesprochen abwechslungsreich. Wir schauen etwa im April auf Design und Innenarchitektur, klopfen im Mai die Fassade nach gestalterischen Möglichkeiten ab oder fragen im September danach, wie Architektur entstehen kann, die wirklich für alle zugänglich ist.

Danke dir, Fabian, für deine Zeit.

Auch interessant: 2022 prämiert der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wieder außergewöhnliche Leistungen der Architektur. 2019 gewann das im Rahmen der BUGA Heilbronn entstandene SKAIO-Gebäude. Mehr dazu hier: Nachhaltigkeitspreis Architektur 2022.

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Trockenmauer Basalt: Eigenschaften, Verlegung und Einsatz

Ein Detail von Belag und Freiraummaterial zum Thema Trockenmauer Basalt
Moosbewachsene Basaltsäulen als natürliches Gestaltungselement in der Landschaft. Foto: prevailz / Unsplash

Basalt gehört zu den härtesten und dauerhaftesten Natursteinen, die im mitteleuropäischen Freiraum zur Verfügung stehen. Eine Trockenmauer aus Basalt verbindet tektonische Schwere mit ökologischer Funktion: Sie stützt Geländesprünge ohne Mörtel, schafft Lebensraum für spezialisierte Tier- und Pflanzengemeinschaften und fügt sich in Kulturlandschaften ein, die seit Jahrhunderten von vulkanischem Gestein geprägt sind. Wer Trockenmauern aus Basalt plant, verlegt oder beurteilt, muss das Material in seiner Eigenart kennen, denn es verhält sich in Verarbeitung, Statik und Ökologie anders als Kalkstein, Sandstein oder Gneis.

  • Was Basalt geologisch und technisch auszeichnet und warum er sich für Trockenmauern eignet
  • Welche Basalttypen und Handelsformen für den Trockenmauerbau relevant sind
  • Wie eine Trockenmauer aus Basalt fachgerecht geplant und aufgebaut wird
  • Welche statischen und entwässerungstechnischen Grundsätze gelten
  • Welche ökologischen Funktionen Basalt-Trockenmauern im Freiraum erfüllen
  • Wie sich Basalt von anderen Natursteinen in der Trockenmauertechnik unterscheidet
  • Welche Fehler bei Planung und Ausführung häufig vorkommen und wie sie sich vermeiden lassen
  • In welchen Freiraumtypologien Basalt-Trockenmauern eingesetzt werden und welche Normen und Regelwerke gelten

Basalt als Baustoff: Geologie, Eigenschaften und Eignung für Trockenmauern

Basalt ist ein basisches Ergussgestein vulkanischen Ursprungs, das beim raschen Abkühlen von Lava an der Erdoberfläche entsteht. Das Gefüge ist feinkörnig bis dicht, die Mineralzusammensetzung wird von Pyroxenen, Plagioklasen und Olivin bestimmt. Charakteristisch ist die dunkle, fast schwarze Farbe, die je nach Eisengehalt und Verwitterungsgrad in Grautöne übergehen kann. Die Rohdichte liegt typischerweise zwischen 2,8 und 3,1 Gramm pro Kubikzentimeter, was Basalt zu einem der schwersten Gesteine macht, die im Freiraumbau regelmäßig verarbeitet werden. Diese Dichte ist kein Nachteil, sondern ein entscheidender Vorteil für die Trockenmauertechnik: Schwere Steine erzeugen durch ihr Eigengewicht eine hohe innere Reibung im Mauerwerk und tragen so zur Standsicherheit bei.

Die Druckfestigkeit von Basalt übertrifft die der meisten anderen im Trockenmauerbau verwendeten Gesteine erheblich. Werte von 200 bis über 350 Megapascal sind keine Seltenheit, verglichen mit 80 bis 150 Megapascal bei vielen Kalksteinen oder 60 bis 120 Megapascal bei weicheren Sandsteinen. Diese Festigkeit bedeutet, dass Basalt unter den Lasten einer Trockenmauer praktisch nicht bricht oder sich setzt, solange die Lagerung korrekt ist. Gleichzeitig ist Basalt sehr frostbeständig: Die geringe Porosität des dichten Gefüges lässt kaum Wasser eindringen, das beim Gefrieren das Gestein sprengen könnte. Für Trockenmauern in Lagen mit häufigen Frost-Tau-Wechseln ist Basalt deshalb besonders geeignet.

Die Oberfläche frischer Basaltbruchstücke ist rau und splittrig, was eine gute Verzahnung der Steine untereinander ermöglicht. Verwitterte Basaltoberflächen hingegen können eine glatte, fast glasige Patina entwickeln, die die Haftreibung zwischen den Steinen vermindert. Diesen Unterschied müssen Planer und Ausführende kennen, wenn sie Recyclingmaterial oder Steine aus alten Lesesteinwällen verwenden. Frisch gebrochener Basalt, wie er aus Steinbrüchen geliefert wird, ist in der Regel vorzuziehen, weil die scharfen Bruchkanten eine zuverlässigere mechanische Verzahnung gewährleisten.

Basalttypen und Handelsformen: Was im Handel verfügbar ist

Im deutschsprachigen Raum stammt Basalt für den Freiraumbau hauptsächlich aus dem Rheinischen Schiefergebirge, der Eifel, dem Westerwald, dem Vogelsberg und dem Hegau. Diese Regionen verfügen über aktive Steinbrüche, die Basalt in verschiedenen Sortierungen anbieten. Für den Trockenmauerbau sind vor allem Bruchsteine in unregelmäßiger Form relevant, die als Schüttgut oder in Gitterboxen geliefert werden. Daneben gibt es gespaltene Basaltlava, ein poröses Nebenprodukt vulkanischer Tätigkeit, das sich in Eigenschaften und Verhalten deutlich vom dichten Basalt unterscheidet und für Trockenmauern nur bedingt geeignet ist.

Basaltsäulen, also die charakteristischen prismatischen Körper, die durch die Kontraktion der abkühlenden Lava entstehen, sind eine besondere Handelsform. Sie werden vor allem aus dem Bereich des Rheintals und der Eifel gewonnen. Basaltsäulen haben glatte, regelmäßige Seitenflächen und eignen sich für gestalterisch anspruchsvolle Trockenmauern, bei denen ein ruhiges, strukturiertes Fugenbild gewünscht wird. Ihre Verlegung erfordert jedoch mehr handwerkliches Geschick als die Arbeit mit unregelmäßigem Bruchstein, weil die Steine exakt ausgerichtet werden müssen, damit die Fugen gleichmäßig bleiben und keine Kippmomente entstehen.

Für Standardanwendungen im Freiraum, also Böschungssicherung, Terrassierung, Wegeinfassung und ökologische Ausgleichsmaßnahmen, wird in der Regel Basaltbruchstein in Korngrößen von 15 bis 40 Zentimetern verwendet. Größere Steine, sogenannte Findlinge oder Kopfsteine, werden als Abschluss- und Ecksteine eingesetzt. Kleinere Stücke dienen als Füllmaterial im Mauerinneren. Eine gute Lieferung enthält ein breites Spektrum an Größen, weil die Trockenmauertechnik auf das Ineinandergreifen unterschiedlich dimensionierter Steine angewiesen ist. Sortierungen mit zu einheitlicher Korngröße sind für den Trockenmauerbau ungeeignet, weil sie keine ausreichende Verzahnung ermöglichen.

Planung und Aufbau: Wie eine Trockenmauer aus Basalt fachgerecht entsteht

Die Planung einer Trockenmauer aus Basalt beginnt mit der Geländeanalyse. Maßgeblich sind die Höhe des Geländesprungs, die Neigung des anstehenden Bodens, die Bodenbeschaffenheit im Fundamentbereich und die zu erwartenden Wasserverhältnisse. Als Faustregel gilt, dass die Mauerstärke an der Basis mindestens einem Drittel bis zur Hälfte der Mauerhöhe entsprechen sollte. Eine Trockenmauer aus Basalt mit einer Sichthöhe von einem Meter benötigt demnach eine Basisbreite von mindestens 40 bis 50 Zentimetern. Diese Verhältnisse sind keine willkürlichen Richtwerte, sondern ergeben sich aus der Standsicherheitsbetrachtung: Trockenmauern sind keine starren Strukturen, sondern flexible, durch Reibung zusammengehaltene Körper, die Erddruck durch ihre Masse und Geometrie aufnehmen.

Das Fundament ist der kritischste Punkt. Basalt ist schwer, und eine falsch gegründete Mauer setzt sich ungleichmäßig, was zu Rissen und schließlich zum Versagen führt. Das Fundament wird in frostfreier Tiefe angelegt, was in Mitteleuropa in der Regel 60 bis 80 Zentimeter unter der Geländeoberkante bedeutet. Der Fundamentgraben wird mit einer Drainageschicht aus grobem Kies oder Schotter verfüllt, die das Wasser ableitet und Frosthebungen verhindert. Auf dieser Drainageschicht werden die ersten, größten Steine verlegt, die sogenannte Fundamentlage. Diese Steine sollten möglichst flach, breit und schwer sein, um eine stabile Basis zu bilden.

Der Maueraufbau folgt dem Prinzip des Verbands: Kein Stein darf direkt auf einer Fuge des darunter liegenden Steins aufliegen. Stattdessen überdeckt jeder Stein mindestens eine Fuge der Lage darunter, ähnlich wie beim Ziegelverband im Mörtelmauerwerk, nur ohne Bindemittel. Die Mauer wird mit einer leichten Rückneigung zur Böschung hin aufgebaut, dem sogenannten Anzug. Dieser Anzug beträgt bei Basalt in der Regel fünf bis zehn Grad, also etwa zehn Zentimeter Rückversatz pro Meter Höhe. Durch den Anzug verschiebt sich der Schwerpunkt der Mauer in Richtung der Böschung, was die Standsicherheit erhöht und den Erddruck besser in den Untergrund leitet.

Das Mauerinnere wird mit Hinterfüllmaterial aus kleinerem Bruchstein und Kies aufgefüllt. Dieses Füllmaterial übernimmt eine wichtige Funktion: Es verteilt den Erddruck gleichmäßig auf die Sichtsteine und dient gleichzeitig als Drainage. Feinkörniges Material wie Sand oder Lehm hat im Mauerinneren nichts zu suchen, weil es bei Nässe quillt, Druck aufbaut und die Mauer von innen auseinandertreibt. Hinter der Mauer wird eine Drainageschicht aus Kies oder Schotter angeordnet, die das Sickerwasser aus dem Böschungsbereich aufnimmt und seitlich ableitet. Ohne funktionierende Entwässerung ist jede Trockenmauer, auch eine aus Basalt, langfristig gefährdet.

Abschluss und Kronengestaltung

Die Mauerkrone ist gestalterisch und technisch bedeutsam. Sie schließt die Mauer nach oben ab und schützt das Innere vor eindringendem Niederschlag. Bei Trockenmauern aus Basalt werden für die Krone besonders große, flache Steine verwendet, die die gesamte Mauerbreite überdecken. Diese Decksteine werden ohne Mörtel verlegt, aber möglichst eng gesetzt, um das Eindringen von Wasser und Feinmaterial zu minimieren. Eine offene, unregelmäßige Krone ist ökologisch wertvoll, weil sie Lebensraum für Reptilien, Insekten und Pioniervegetation bietet, erfordert aber eine sorgfältige Steinauswahl, damit die Steine nicht durch Frost oder Trittbelastung verrutschen.

Statik, Entwässerung und Normen: Was die Fachplanung regelt

Trockenmauern aus Basalt unterliegen, sobald sie eine bestimmte Höhe überschreiten oder standsicherheitsrelevante Funktionen übernehmen, den Anforderungen des Bauordnungsrechts. In Deutschland sind Stützmauern ab einer Höhe von etwa 1,20 bis 1,50 Metern, je nach Bundesland, genehmigungspflichtig und müssen statisch nachgewiesen werden. Für Trockenmauern gibt es keine eigene DIN-Norm, die den Aufbau vollständig regelt. Relevant sind jedoch die DIN EN 1996 (Eurocode 6, Bemessung von Mauerwerk) sowie die Empfehlungen der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL), die Hinweise zur Planung und Ausführung von Natursteinmauern im Freiraum enthält.

Die statische Berechnung einer Trockenmauer berücksichtigt den aktiven Erddruck des anstehenden Bodens, das Eigengewicht der Mauer, mögliche Auflasten aus Bepflanzung oder Begehung sowie außergewöhnliche Lasten wie Fahrzeugüberfahrt. Basalt ist aufgrund seiner hohen Rohdichte und Druckfestigkeit statisch günstig: Die Mauer bringt viel Eigengewicht mit, das dem Erddruck entgegenwirkt. Problematisch wird es, wenn der anstehende Boden hohe Kohäsion oder starke Quelleigenschaften aufweist, weil dann der Erddruck bei Nässe erheblich ansteigen kann. In solchen Situationen ist eine sorgfältige Entwässerungsplanung besonders wichtig.

Die Entwässerung hinter der Mauer erfolgt durch eine Drainageschicht aus Kies oder Schotter, die das Wasser seitlich zu Drainagerohren oder Ablaufpunkten führt. Bei längeren Mauern werden in regelmäßigen Abständen Entwässerungsöffnungen in der Mauer selbst vorgesehen, sogenannte Speier oder Drainageöffnungen. Diese werden durch das Auslassen einzelner Steine oder durch eingelegte Kunststoffrohre gebildet. Bei Basalt-Trockenmauern sind solche Öffnungen besonders wichtig, weil das dichte Mauerwerk selbst kaum Wasser durchlässt und Staudruck hinter der Mauer schnell zu Schäden führen kann.

Ökologische Funktion: Basalt-Trockenmauern als Lebensraum

Trockenmauern aus Basalt sind nicht nur Ingenieurbauwerke, sondern Biotope. Die Fugen zwischen den Steinen bieten Lebensraum für eine spezialisierte Gemeinschaft aus Pflanzen, Insekten, Spinnen, Reptilien und Kleinsäugern. Die thermischen Eigenschaften des Basalts spielen dabei eine besondere Rolle: Das dunkle, dichte Gestein speichert Wärme sehr effizient und gibt sie langsam ab. Die Südseite einer Basalt-Trockenmauer kann an sonnigen Tagen Oberflächentemperaturen erreichen, die weit über der Lufttemperatur liegen, was sie zu einem bevorzugten Aufwärm- und Überwinterungsplatz für wärmeliebende Tierarten macht.

Mauereidechsen (Podarcis muralis) und Zauneidechsen (Lacerta agilis) nutzen Basalt-Trockenmauern intensiv als Sonnenplatz, Jagdrevier und Winterquartier. Wildbienen, darunter viele solitär lebende Arten, legen ihre Nester in den Fugen an. Spinnen, Asseln, Tausendfüßer und zahlreiche Käferarten finden in der Mauer ein Mikrohabitat, das durch den Wechsel von Wärme und Kühle, Trockenheit und Feuchtigkeit eine hohe Strukturvielfalt aufweist. Diese ökologische Funktion ist in der Freiraumplanung zunehmend anerkannt: Trockenmauern werden in Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft eingesetzt, weil sie messbar zur Biodiversität beitragen.

Die Fugenvegetation einer Basalt-Trockenmauer entwickelt sich über Jahre zu einer charakteristischen Pflanzengemeinschaft. Pioniere wie Mauerpfeffer (Sedum acre), Mauerraute (Asplenium ruta-muraria) und Zimbelkraut (Cymbalaria muralis) besiedeln die Fugen ohne Zutun. Mit der Zeit folgen Moose, Flechten und in günstigen Lagen auch anspruchsvollere Arten wie der Mauerstreifenfarn (Asplenium trichomanes). Diese Vegetation ist kein Zeichen von Verfall, sondern Ausdruck einer funktionierenden Biotopstruktur. Planer sollten die Fugen deshalb bewusst offen lassen und auf das Verfüllen mit Erde oder das Einbringen von Fertigsubstrat verzichten, weil die natürliche Besiedlung standortangepasste, robustere Pflanzengemeinschaften hervorbringt als jede Bepflanzung von Hand.

Basalt im Vergleich: Unterschiede zu anderen Natursteinen im Trockenmauerbau

Der Vergleich mit anderen Gesteinen verdeutlicht die spezifischen Stärken und Grenzen des Basalts. Kalkstein, der im süddeutschen und alpinen Raum häufig verwendet wird, ist leichter zu bearbeiten, weil er sich leichter spalten lässt und weniger Gewicht mitbringt. Er ist jedoch weniger frostbeständig als dichter Basalt und verwittert in feuchten Lagen schneller. Sandstein, der vor allem in Sachsen, Thüringen und Teilen Österreichs vorkommt, ist noch leichter zu bearbeiten, aber deutlich weicher und empfindlicher gegenüber Frost und mechanischer Beanspruchung. Gneis und andere metamorphe Gesteine sind ähnlich hart wie Basalt, aber in der Regel plattig gespalten, was andere Verlegetechniken erlaubt und erfordert.

Ein praktischer Unterschied liegt im Gewicht. Basalt ist schwer, was den Transport und die Handhabung auf der Baustelle aufwendiger macht als bei Kalkstein oder Sandstein. Für größere Mauern ist Maschineneinsatz, also Radlader oder Bagger mit Greifer, nahezu unerlässlich. Die Verlegung der oberen Lagen und die Feinarbeit an der Sichtfläche erfordern dann den Wechsel auf Handarbeit. Diese Kombination aus maschinellem Grobaufbau und handwerklicher Feinarbeit ist bei Basalt-Trockenmauern die Regel, nicht die Ausnahme.

Gestalterisch unterscheidet sich Basalt durch seine dunkle Farbe und die charakteristische Bruchstruktur von hellen Kalksteinen oder rötlichen Sandsteinen. In Kulturlandschaften, die historisch von Basalt geprägt sind, wie dem Westerwald, der Eifel oder dem Vogelsberg, fügt sich eine Basalt-Trockenmauer selbstverständlich in das Bild ein. In anderen Regionen kann die Verwendung von Basalt ein bewusstes gestalterisches Statement sein, das Kontrast und Schwere betont. Beide Ansätze sind legitim, sollten aber in der Planung reflektiert und begründet werden.

Häufige Fehler und wie sie sich vermeiden lassen

Der häufigste Fehler beim Bau von Trockenmauern aus Basalt ist eine unzureichende Gründung. Wird das Fundament zu flach angelegt oder auf unvorbereitetem, weichem Untergrund gesetzt, setzt sich die Mauer ungleichmäßig und verliert ihren Verband. Besonders bei Basalt, dessen hohes Eigengewicht den Bodendruck erhöht, ist eine sorgfältige Fundamentvorbereitung unverzichtbar. Ein weiterer verbreiteter Fehler ist das Fehlen einer Drainageschicht hinter der Mauer. Ohne Entwässerung baut sich bei Starkregen oder Schneeschmelze Wasserdruck auf, der die Mauer nach vorne drückt. Dieser hydrostatische Druck ist eine der häufigsten Ursachen für das Versagen von Trockenmauern.

Handwerkliche Fehler entstehen oft durch die Verwendung von zu einheitlichem Steinmaterial. Wer nur Steine einer Größe verlegt, erzeugt lange durchgehende Fugen, die den Verband schwächen. Ebenso problematisch ist das sogenannte Schalen, also das Aufbauen einer attraktiven Sichtfläche ohne ausreichende Verzahnung ins Mauerinnere. Steine, die nur mit ihrer Schauseite nach außen zeigen, aber keine Tiefe in die Mauer haben, fallen bei der geringsten Belastung heraus. Gute Trockenmauertechnik verlangt, dass jeder Stein mit seiner längsten Achse senkrecht zur Mauerfläche eingebaut wird, also möglichst tief in die Mauer hineingreift.

Ein konzeptioneller Fehler in der Planung ist die Unterschätzung der Pflege. Trockenmauern aus Basalt sind wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Gehölzaufwuchs in den Fugen, vor allem Gehölze mit tiefgreifenden Wurzeln wie Holunder oder Brombeere, kann die Mauer langfristig auseinandertreiben. Regelmäßige Kontrolle und das frühzeitige Entfernen unerwünschter Gehölze sind Teil der Unterhaltspflicht. Moos und Flechten hingegen sind unbedenklich und sollten nicht entfernt werden, weil sie die Oberfläche schützen und zur Biodiversität beitragen.

Trockenmauer Basalt im Freiraum: Typologien und Anwendungsfelder

Basalt-Trockenmauern finden sich in einer breiten Palette von Freiraumtypologien. In der Kulturlandschaft sind sie als Lesesteinwälle und Terrassierungsmauern historisch gewachsen, besonders in vulkanisch geprägten Regionen. Diese historischen Strukturen stehen in vielen Bundesländern unter Landschaftsschutz und dürfen nicht ohne Genehmigung verändert oder abgetragen werden. Ihre Erhaltung und fachgerechte Instandsetzung ist eine Aufgabe, die Landschaftsarchitekten und Naturschutzbehörden gemeinsam angehen.

Im öffentlichen Freiraum werden Basalt-Trockenmauern für Böschungssicherungen an Straßen, Wegen und Plätzen eingesetzt, für die Einfassung von Pflanzbeeten in Parkanlagen, für Sitzstufenmauern in Hanglagen sowie für ökologische Ausgleichsmaßnahmen. In privaten Gärten und Wohnanlagen sind sie ein gestalterisches Mittel, das Robustheit und Naturcharakter verbindet. In Schulen und Kitas werden Basalt-Trockenmauern als pädagogische Elemente eingesetzt, die Kindern Naturstein, Insekten und Reptilien erfahrbar machen.

Die Verwendung von Basalt in der Freiraumplanung ist auch eine Frage der regionalen Materialkultur. Planer, die in Regionen mit Basaltvorkommen arbeiten, haben die Möglichkeit, kurze Transportwege zu nutzen und regionale Identität zu stärken. Basalt aus dem Westerwald, der Eifel oder dem Vogelsberg hat eine kulturelle Bedeutung, die über seine technischen Eigenschaften hinausgeht. Diese Dimension gehört in eine ganzheitliche Freiraumplanung, die Material nicht nur nach Preis und Verfügbarkeit, sondern auch nach Herkunft, Ökobilanz und kulturellem Kontext bewertet.

Basalt-Trockenmauern als Daueraufgabe der Freiraumplanung

Die Trockenmauer aus Basalt ist kein nostalgisches Relikt, sondern ein zeitgemäßes Instrument der Freiraumplanung. Sie verbindet Standsicherheit, Langlebigkeit, ökologische Funktion und gestalterische Qualität auf eine Weise, die kein anderes Bauteil im Außenraum so vollständig erreicht. Ihre Planung erfordert Kenntnisse in Geologie, Bauphysik, Statik, Ökologie und Handwerkstechnik, also genau jenes interdisziplinäre Wissen, das den Landschaftsarchitekten auszeichnet.

Wer Basalt-Trockenmauern plant, muss das Material kennen: seine Schwere, seine Frostbeständigkeit, seine Wärmespeicherkapazität und seine Eigenheiten in der Verarbeitung. Wer sie baut, muss die Prinzipien des Verbands, der Gründung und der Entwässerung beherrschen. Wer sie pflegt, muss wissen, welche Vegetation erwünscht und welche schädlich ist. Und wer sie in den Kontext der Freiraumplanung einordnet, erkennt, dass eine gut gebaute Basalt-Trockenmauer Jahrzehnte, manchmal Jahrhunderte überdauert und dabei kontinuierlich ökologische und kulturelle Werte produziert. Das ist ein Maßstab, den nicht viele Bauwerke im Freiraum erfüllen.

Der Superkilen in Kopenhagen ist gescheitert. Die Bürger in der Gesamtheit nutzen den Platz eher als Durchgangsraum statt zu verweilen, und das obwohl sie in den Planungsprozess durch Partizipation integriert waren – das ergibt eine langjährige Analyse von Studenten der Danish Institute for Study Abroad. Die Planer des Superkilen haben im Laufe des Entwurfs- und Entwicklungsprozesses die Bürger unter anderem gebeten, Artefakte aus ihren Herkunftsländern für den neuen Stadtplatz vorzuschlagen. Eine ganzheitliche Planung mit Co-Creation und Prototypen wäre ein Mittel gewesen, um die Akzeptanz für den Platz zu erhöhen.

Co-Creation

Co-Creation stammt ursprünglich aus der Wirtschaft, die in den 1990er Jahren begann, Konsumenten in den Entwicklungsprozess von Produkten einzubinden. Die Forschungsgruppe Leading Cities definiert Co-Creation in der Stadtentwicklung als „den aktiven Ideens- und Informationsfluss zwischen fünf Sektoren: Regierung, Wirtschaft, Wissenschaft, Non-Profit-Organisationen und Bürgern, die Teilhabe, Engagement und Entwicklung fördert.“

Was ist der Unterschied zu Bürgerbeteiligung? Bürgerbeteiligung ist für Planer ein Mittel um mehr über die Haltungen und Meinungen der Anwohner zu erfahren und neue Ideen zu entwickeln. Sie erhöhen die Akzeptanz für ein Projekt. Die Co-Creation bezieht hingegen von Anfang an die wichtigsten Sektoren der Gesellschaft gleichberechtigt ein.

Sie bietet daher für Bürger und Bürgerorganisationen eine bessere Möglichkeit, wirklich gehört zu werden und mehr Einfluss in Planungsprozesse zu gewinnen. Die Co-Creation betrachtet die Nutzer stärker als proaktive Bürger, denn als Konsumenten, und hat eher die langfristigen kulturellen Veränderungen und die gesamte Gemeinschaft, statt einzelner Benutzergruppen im Blick. Wo die Bürgerbeteiligung die Meinung der Bürger in ein bereits vorgeschriebenes Programm integrieren wollen, hilft Co-Creation den zukünftigen Nutzern, ihre eigenen Entscheidungen zu formen und durchzusetzen. Co-Creation ist im besten Sinne ein endloser Prozess, der Austausch zwischen den Beteiligten findet regelmäßig statt.

Von Co-Creation bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Die Öffentlichkeit liefert Input und fühlt sich gleichberechtigt, die Bürger fühlen sich ernst genommen. Sie werden ihre Lebensumgebung sehr viel aufmerksamer wahrnehmen. Die Regierung muss im Gegenzug sehr viel stärker auf die Bürger und die anderen Sektoren eingehen und reagieren. Sie spart im Gegenzug allerdings Kosten, denn es wird nur umgesetzt, was tatsächlich gebraucht und genutzt wird, das Risiko eines neuen Projekts ist dementsprechend gering.

Prototypen

In großen Design-Projekten wie dem Superkilen ist es enorm wichtig, die Ideen vorab zu testen, bevor sie ein fester Teil der Landschaft oder Stadt werden. Es ist ein langer Weg von der abstrakten Idee, Analyse und Bürgerbeteiligung bis hin zur konkreten Installation. Der Prototyp sollte als Lernwerkzeug verstanden werden, das im nächsten Schritt optimiert und verändert werden kann. Prototype sind ein demokratischer Weg, mit öffentlichem Raum umzugehen, sie verringern außerdem das Risiko eines gescheiterten Projekts und unnötigen Ausgaben.

Der ganzheitliche Ansatz

Vereint man die Co-Creation mit der Vorgehensweise der Prototypen, wird es leichter, die Potentiale eines Platzes auszuloten. Dieser ganzheitliche Ansatz führt zu nachhaltigeren und lebendigeren Plätzen in der Stadt. Der Superkilen jedoch mit einer Annahme gestartet, Co-Creation und Prototype hätten zu einem anderen Design geführt. Die Nutzer würden den Platz besser annehmen und ihn sich besser zu eigen machen. Vielleicht wäre auch eine kritischere Auseinandersetzung mit der Anfangsidee erreicht worden.

Die aktuelle Analyse des Platzes von Bianca Hermannsen lesen Sie hier.
Robert Schäfer besuchte den Superkilen 2012, direkt nach der Eröffnung. Seine Kritik zum neuen Stadtplatz in Kopenhagen lesen Sie hier.
Wie BIG zusammen mit den Anwohnern in deren Herkunftsländer reist, um Artefakte für den Superkilen auszuwählen, sehen Sie hier im Video.