20.08.2015

Projekt

Parcours fürs Fahrrad

von Laura Klöser

Was tun mit Baulücken und Brachflächen in der dicht besiedelten Stadt? Das Bedürfnis nach Freiraum, der gleichzeitig aktiver Erholungsort ist, wird in allen Generationen und Bevölkerungsschichten immer größer. In der Schweiz haben Pete Stutz und Fabian Vollrath eine Alternative entwickelt: Die Pumptracks.

Der Bikepark in Zürich ist bislang die größte und vielfältigste Pumptrackanlage. Foto: pumptracks GmbH
Zwischen Bahnschienen und Straße testen auch Profis ihr Können. Foto: pumptracks GmbH
Für die Kleinsten ist der Laufradparcours ein geeigneter Einstieg. Foto: pumptracks GmbH
Die Pumptracks sind wegen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade für alle Generationen geeignet. Foto: pumptracks GmbH
In Sanem, Luxemburg sind sie eine Abwechslung auf dem Schulhof. Foto: pumptracks GmbH
Auf der Giardina Messe in der Schweiz hat das Konzept bereits eine Auszeichnung erhalten. Foto: Giardina

Sie sind maßgeschneiderte Fahrrad-Parcours, auf denen sich Kleinkinder auf Laufrädern bis hin zum Profi auf Mountainbike und BMX-Rad austoben können. Letztere schaffen es, die Strecke nur durch Ausnutzen des Schwungs und Auf- und Abbewegung des eigenen Körpers zu absolvieren, der Name Pumptracks war daher schnell gefunden. Verschiedene Wellen, Kurven und Hügel ergeben unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, die Strecken werden auf die jeweilige Ausgangslage des Ortes und den Nutzern angepasst. „Pumptracks sind keine monofunktionalen Sportanlagen, sondern Abenteuerlandschaften, die Menschen jeder Altersgruppe unter sportlichem Credo zusammenbringen“, davon ist Prof. Dr. Alain Thierstein (Lehrstuhl für Raumentwicklung, Fakultät Architektur, TU München) überzeugt.

Die abwechslungsreichen Strecken fördern Kraft, Koordination, Beweglichkeit und Geschicklichkeit. Ein weiterer Nebeneffekt: Die Pumptracks fördern die Sicherheit auf dem Fahrrad. Denn gerade Anfänger können hier ihren Drahtesel und sich selbst ganz neu kennenlernen. Daher wundert es nicht, dass neben dem Schweizer Bundesamt für Sport (BA-SPO), dem Verein Swiss Cycling und dem deutschen TÜV, auch die Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung an der Entwicklung beteiligt waren.

Fünf Jahre hat es gedauert, den Belag zu entwickeln. Entstanden ist ein fugenloses Material, das besonders strapazierfähig und witterungsbeständig ist. Es sorgt auch dafür, dass die Lärmemissionen durch das Fahren allein minimal sind. Die Strecken können ganzjährig befahren werden und fügen sich durch ihr natürliches Erscheinungsbild in die Umgebung ein.

Die erste Auszeichnung hat ein Pumptrack im März 2015 erhalten. Der „Treff.Hof“ der Gruppe Les Urbanistes wurde den Giardina Gold Award ausgezeichnet. Auf 570 Quadratmetern konnten die Messebesucher dort die Strecke auf geliehenen Fahrrädern testen. Weitere Pumptracks gibt es bereits in Zürich, Winterthur, in Luxemburg und Italien.

Wie Profis ihr Können auf der bislang größten Pumptrack-Anlage unter Beweis stellen sehen Sie hier:

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