Ausstellung Deutscher Städtebaupreis 2016

Den Deutschen Städtebaupreis 2016 gewann die Münchner Wohnanlage wagnisART der Genossenschaft Wagnis eG im Domagpark. Eine Ausstellung in der zentralen Öffentlichkeitsstelle des Münchner Planungsreferat, dem PlanTreff, würdigt bis Anfang Februar ein weiteres Mal die ausgezeichneten Projekte.

Wo, wie, was, wann?
– Ausstellung im PlanTreff, Blumenstraße 31 in München
– noch geöffnet bis 9. Februar 2017
– Öffnungszeiten: Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 18 Uhr
– der Eintritt ist frei

Mit wagnisART sind im Norden Schwabings 138 genossenschaftliche Wohnungen in fünf Passivhäusern entstanden. Arge bogevischs buero architekten & stadtplaner GmbH und SHAG Schindler Hable Architekten GbR in Zusammenarbeit mit Arge bauchplan und auböck/kárász planten das Projekt.

Einen ausführlichen Bericht zum Gewinner-Projekt finden Sie in der Januar-Ausgabe 2017 der Garten + Landschaft!

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Hans-Hollein-Kunstpreis – erstmals für Landschaft und Städtebau

Der Hans-Hollein-Kunstpreis für Architektur ging dieses Jahr an Auböck + Kárász Landscape Architects. Das Büro war unter anderem auch an der Rekonstruktion und Gestaltung der Belvedere-Gärten in Wien beteiligt. Gugerell, CC0, via Wikimedia Commons
Der Hans-Hollein-Kunstpreis für Architektur ging dieses Jahr an Auböck + Kárász Landscape Architects. Das Büro war unter anderem auch an der Rekonstruktion und Gestaltung der Belvedere-Gärten in Wien beteiligt. Foto: Gugerell, CC0, via Wikimedia Commons

Jedes Jahr vergibt das österreichische Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) den Hans-Hollein-Kunstpreis für Architektur. 2023 können sich Auböck + Kárász Landscape Architects über den mit 15.000 Euro dotierten Staatspreis freuen. 

Hochwertige Räume für Mensch und Natur

Ihre Arbeiten reicherten den Städtebau mit ökologischen Fragestellungen an und sorgten so für eine Erweiterung des Gestaltungs- und Handlungshorizonts der Architektur, betont die Jury in der Begründung. Erstmals öffnet sich der Preis in Richtung Gestaltung der Landschaft und Städtebau. Immer wichtiger werde es, gerade im Hinblick auf die Klimakrise, auf die wir zusteuern, qualitativ hochwertige Räume sowohl für den Mensch als auch die Natur zu schaffen und neue Formen des Dialogs zwischen beiden zu ermöglichen. 

Eine umfassende Perspektive

Mehr denn je sei es wichtig, eine umfassende Perspektive einzunehmen, wie Auböck und Kárász es in ihren Arbeiten umsetzen. Bestehende und zukünftige urbane Strukturen profitierten vom projektiven Umgang des Studios mit dem tiefgreifenden historischen Wissen seiner Gründer*innen. Kontinuierlich, so die Jury, engagierten sich Auböck und Kárász für den Umgang mit dem architektonischen und landschaftsarchitektonischen Erbe und trügen gleichzeitig wichtige Impulse zu aktuellen Diskursen in der Lehre oder im Rahmen der ZV – Zentralvereinigung für Architekt:innen bei. 

Hans-Hollein-Kunstpreis: Anerkennung und Wertschätzung

Andrea Mayer, Kunst- und Kulturstaatssekretärin im BMKÖS zeigt sich zufrieden: „Die österreichische Kunst und Kultur ist essentielles Element unserer Gesellschaft. Sie bereichert, regt an und auf und bietet uns einen Spiegel zur eigenen Reflexion. Ohne diese schöpferische Kraft wäre Österreich nicht die Kunstnation, für die unser Land international wahrgenommen wird. Der Österreichische Kunstpreis ist Anerkennung und Wertschätzung der außerordentlichen Leistungen unserer Künstlerinnen und Künstler. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich.“ 

Hans-Hollein-Kunstpreis für Architektur für Projekte von internationaler Bedeutung

Der österreichische Hans-Hollein-Kunstpreis für Architektur wird seit 2016 jährlich an umfangreiche Projekte von internationaler Bedeutung vergeben. Die Auswahl der Preisträger erfolgt ausschließlich durch eine Expertenjury; es ist nicht möglich, sich für den Preis zu bewerben. 

Das Büro Auböck + Kárász Landscape Architects mit Sitz in Wien wurde von der Landschaftsarchitektin und Hochschulprofessorin Maria Auböck und dem Architekten und Sozialwissenschaftler János Kárász gegründet. Mehr können Sie auf der Webseite des Büros erfahren.

Schon gewusst? Wir haben ein ganzen Heft über Österreich gemacht, denn wenig andere Länder machten in den letzten Jahren mit so vielen, scheinbar sehr guten und mutigen planerischen Impulsen auf sich aufmerksam. Die Städte Graz, Innsbruck, Linz und Wien haben wir hierfür genauer unter die Lupe genommen. Mehr über die Februarausgabe 2022 erfahren Sie im Editorial. 

Der Besucherandrang bei der EXPO Real 2019.

Der Besucherandrang bei der EXPO Real 2019. Foto: Messe München GmbH

Vom 11. bis 13. Oktober findet in München die EXPO REAL 2021 statt. Was von der Internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen zu erwarten ist und inwiefern das Programm auch für Planer*innen interessant sein könnte, stellen wir Ihnen hier vor.

Expo Real 2021: Auszug aus dem Konferenzprogramm

Nachdem die Expo Real 2020 pandemiebedingt ausfallen musste, findet sie diesen Oktober wieder statt. Und das ganz althergebracht und analog vor Ort auf dem Münchner Messegelände. Voraussetzung für den Zutritt ist dieses Jahr allerdings ein Nachweis nach der 3G-Regel (Impfung, Genesung oder negativer Test), die Registrierung der Kontaktdaten und das ständige Tragen einer medizinischen Maske auf dem Gelände.

Über 1100 Ausstellende aus den Bereichen der Immobiliendienstleistung, Projektentwicklung, Wirtschaftsregionen und anderen werden sich in insgesamt sieben Hallen präsentieren. Dazu werden sieben Foren veranstaltet, es gibt 100 moderierte Termine und über 180 Speaker*innen teilen ihr Wissen während der drei Tage der Expo Real 2021.

Wir haben uns das Konferenzprogramm der Expo Real 2021 durchgesehen und stellen im Folgenden einige der interessantesten Talks für Sie vor.

Montag 11.10.2021

Wie nachhaltig wirkt Corona? Halle A2, Stand 450

Welche Auswirkungen hat eine mögliche Verhaltensänderung der Menschen auf Stadtentwicklung und Immobilien? Welche neuen Ideen entstehen dadurch?

11:00 – 12:00 Uhr

ESG & Nachhaltigkeit – Konkrete Lösungen statt reinem Greenwashing Halle A1, Konferenzraum A11/A12

Wie kann die Immobilienbranche „Nachhaltigkeit“ erreichen? Was sind Quick-Wins, womit kann mittelfristig am meisten erreicht werden, welche Rolle wird zukünftige Regulierung spielen und wo sind die größten Hürden?

12:00 – 13:00 Uhr

Resiliente Städte: Widerstandsfähigkeit als Kriterium Halle C1, Stand 340

Resilienz ist ein Begriff, der in Zeiten von Corona und Hochwasserkatastrophen oft zu hören ist. Wie steht es um die Kraft von Städten, mit Krisen umzugehen? Welchen Beitrag kann die Immobilienbranche leisten? Repräsentant*innen von Städten tauschen sich mit Projektentwickler*innen und Investor*innen aus.

16:00 – 17:00 Uhr

Städte öffnen: Menschen, Natur, öffentlicher Raum und grüne Wirtschaft wieder miteinander verbinden. Halle B1, Stand 440

Die Barcelona Catalonia Konferenz ist offen für alle! Wir debattieren über neueste Trends, Herausforderungen und Chancen, die uns die Post Covid-19 Zeit eröffnen.

Dienstag 12.10.2021

10:00 – 11:00 Uhr

Construction Tech: Häuser aus dem 3D-Drucker – neuer Hype oder Lösung vieler Probleme? Halle A2, Stand 450

Die ersten Häuser aus dem 3D-Drucker gibt es bereits, das Verfahren verspricht vor allem Zeit- und Geldersparnis. Kündigt sich hier eine neue Art des Bauens an? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?

10:00 – 11:30 Uhr

Prima Klima? Im Gegenteil! Verantwortung für Immobilien und Investitionen Halle C1, Stand 340

Die Zahl der Klimakatastrophen nimmt zu. Auch in Europa starben in diesem Jahr Menschen, Landschaften wurden verwüstet, Gebäude und ganze Orte ruiniert. Viel zu lange sahen viel zu viele tatenlos weg. Doch der Druck steigt. Denn der Klimawandel betrifft uns existenziell. Es gibt keine zweite Erde.

13:30 – 14:30 Uhr

ESG auf dem Vormarsch! Wer zahlt die Rechnung? Halle A2, Konferenzraum A21/A22

Der Ruf nach ökologischer, sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung ist in der Politik und der Wirtschaft unüberhörbar. Dieser schlägt sich in einer Verschärfung der regulatorischen Auflagen und der Selbstverpflichtung von Marktteilnehmenden wie Mieter*innen, Finanzinstituten und Investor*innen nieder.

16:00 – 17:00 Uhr

Nachhaltige Stadtentwicklung in Köln: Worauf kommt es im Quartier der Zukunft an? Halle B1, Stand 440

Die Anforderungen an moderne Quartiersentwicklungen sind hoch: Es braucht Platz für Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Freizeit. Die Verkehrsanbindung muss stimmen, die Lebensqualität hoch sein und der Nachhaltigkeitsgedanke darf nicht fehlen. Wie sieht der Ansatz in der nachhaltigen Stadtentwicklung aus?

16:30 – 17:30 Uhr

ESG: Mehr als nur drei Buchstaben Halle C1, Stand 340

Die EU fordert die Erfüllung der Anlagekriterien Environment, Social und Governance ein. Auf dem Weg zu mehr Verantwortung und Nachhaltigkeit kommt es dabei auf die konkreten Inhalte an. Der Umgang damit fällt manchen, aber nicht allen Marktteilnehmenden leicht. Doch ohne ESG geht es nicht.

Mittwoch 13.10.2021

10:00 – 11:00 Uhr

Neue Lösungen für Innenstädte Halle C1, Stand 340

Innenstädte bieten nicht mehr das, was sich viele von ihnen versprechen. Oft genug wirkte schon vor dem Ausbruch der Pandemie vieles wenig anziehend. Was gehört zu einer attraktiven Innenstadt, was nicht? Neue Lösungen sind gefragt. Meinungen dazu gibt es viele. Wie sieht es mit Erfahrungen aus?

11:30 – 12:30 Uhr

Hoch hinaus: Hohe Häuser, hoher Nutzen? Halle C1, Stand 340

Lange schon prägen Hochhäuser die Silhouetten vieler Städte und derer werden immer mehr. Vertikale Strukturen verringern zumindest Bodenversiegelung in der Fläche. Doch vor dem Bauen in die Höhe finden oft Kontroversen statt. Die sind auch bei dieser Diskussion zu erwarten.

13:00 – 14:00 Uhr

Häuser mit Holz: Alter Baustoff für neue Gebäude Halle C1, Stand 340

Die Rückbesinnung auf den Baustoff Holz hat Hochkonjunktur. Zu Beton und Stahl kommt jetzt zunehmend wieder Holz dazu. Weist eine jahrhundertealte Tradition in die Zukunft des Bauens? Wo kommt das Holz her? Zu welchem Preis? Bei Nachhaltigkeit geht es um ökologische und ökonomische Aspekte.

Das vollstädige Konferenzprogramm mit allen Informationen können Sie hier einsehen.

Ticketpreise der Expo Real 2021

Das 3-Tagesticket kostet online 650 Euro, vor Ort erworben beträgt der Preis 700 Euro. Das 3-Tagesticket ist am 12. und 13. Oktober gültig und kostet 455, bzw. 595 Euro. Student*innen erhalten für 100, bzw. 150 Euro Zutritt. Alle Tickets beinhalten einen Digitalpass, mit dem auf die digitale Plattform EXPO REAL ONLINE zugegriffen werden kann, die unter anderem Networking- und Matchmakingfunktionen sowie Live-Streams bietet. Der Digitalpass alleine kostet 149 Euro.

Weitere Informationen zur Expo Real 2021 in München finden Sie auf der Webseite der Veranstalter*innen.

Auch Städte investieren zukunftsorientiert. In Lörrach entsteht Deutschlands erstes klimaneutrales Gewerbegebiet in Holzbau-Weise. Alles was Sie zum Projekt wissen müssen lesen Sie bei uns.