sanierten Schwimmerbecken mit Stauden-Gehölz-Gürtel
entworfen von Max Frisch und Gustav Ammann

Im September 2014 trafen sich Gartenhistoriker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Wien beim internationalen Kongress “Grünräume der 1950er- und 1960er-Jahre zwischen Verlust, Schutz und neuer Wertschätzung”, um über Gärten und Parks aus den 50er- und 60er-Jahren zu diskutieren. Ihr Tenor: Um deren Zustand ist es nicht zum Besten bestellt. Unkenntnis und mangelnde Pflege, oft auch fehlende Wertschätzung haben über die Jahrzehnte zu großen Substanzverlusten am Nachkriegsgrün geführt. Daher beschlossen sie die “Wiener Erklärung”.
Sie wird von der Österreichischen Gesellschaft für historische Gärten, dem Arbeitskreis Historische Gärten der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur und der Schweizerischen Gesellschaft für Gartenkultur getragen.
Die Erklärung ist das erste offizielle Dokument für Grünanlagen dieser Zeit und wird derzeit in mehrere Sprachen übersetzt.

Wiener Erklärung
der Österreichischen Gesellschaft für historische Gärten,
des Arbeitskreises Historische Gärten der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur und der Schweizerischen Gesellschaft für Gartenkultur
Verabschiedet beim Internationalen Kongress „Grünräume der 1950er- und 1960er-Jahre zwischen Verlust, Schutz und neuer Wertschätzung”, Wien 26.-28. September 2014

Nachkriegszeit, Wiederaufbau und der wieder zunehmende Wohlstand prägten zwei Dekaden, die seinerzeit als Aufbruch in eine neue Zeit an vielen Stellen Maßstäbe gesetzt haben. Wie die Bauten jener Jahre spiegeln die Grünanlagen den Zeitgeist der 1950er-/1960er-Jahre wider. Dieser trug einerseits traditionelle Leitbilder und Gestaltungsauffassungen weiter, andererseits brachte er auch fortschrittliche Planungs- und Gestaltungsideen hervor. Deren gestalterische Wurzeln reichen bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts und teilweise bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurück und sind auch durch Brüche und Verluste gestalterischer und sozialer Ansätze der frühen Moderne im Nationalsozialismus und die Verdrängung dessen in der Zeit danach geprägt. Die Suche nach einer Formensprache als Ausdruck einer neuen gesellschaftlichen Identität mündete so in den typischen Stil der 1950er- sowie der 1960er-Jahre.

Insbesondere die Bundesgartenschauen in den deutschen Städten wie auch die Internationalen Gartenausstellungen in Hamburg, Erfurt und Wien sowie die Interbau Berlin und die Schweizer G 59 trugen ihren Teil zur Entwicklung einer neuen Gartenkultur bei. Leichtigkeit der Konstruktionen, Transparenz durch Verglasungen oder zierliche Stützen, geschwungene Linien und der Einsatz besonderer Wasserspiele sowie neuer Pflanzensortimente waren wesentliche Bestandteile der neuen Formensprache in Ost und West.

Unkenntnis und mangelnde Pflege, oft auch fehlende Wertschätzung haben über die Jahrzehnte zu großen Substanzverlusten an dem gartenkulturellen Erbe dieser Epoche geführt. Die angestrebte Attraktivität der Städte und die heutigen Verdichtungsbestrebungen stehen oft im Gegensatz zu den Ansätzen der Nachkriegszeit. Unter dem Schlagwort der Urbanität werden viele Anlagen dieser Zeit als Verfügungsmasse für die Immobilienbranche betrachtet.

Demgegenüber gilt es umso mehr, die gartenkulturellen Leistungen der Nachkriegszeit und des Wiederaufbaus zu entdecken, zu erforschen und nicht gedankenlos preiszugeben. Vielfältig nutzbare Freiräume, die auch heute noch Gültigkeit haben, können auch in Zeiten des Klimawandels ihren Beitrag für eine zukunftsfähige Stadt leisten.

Von zentraler Bedeutung ist, dass nicht nur Anlagen, die unter staatlichem Denkmalschutz stehen, beachtet werden, sondern auch jene, die weiterhin wichtige städtebauliche Funktionen erfüllen. Zudem muss die Beschäftigung mit diesen stadtprägenden Anlagen langfristig zu
• einer Sicherung des gartenkulturellen Erbes der Profession der Gärtnerinnen und Gärtner,
• einer Stärkung der Gartenämter,
• einer qualitativ hochwertigen Aus- und Weiterbildung in Berufs- und Hochschulen bzw.
Universitäten sowie
• einem – wo nötig – besseren gesetzlichen Schutz der Anlagen führen.

Diese Erklärung ist ein Aufruf zur Erhaltung, zum Schutz, zur Erforschung, Inventarisierung und Sicherung der Pflege von Parks und Gärten der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Wenn die Anlagen saniert und kontinuierlich gepflegt werden, ist die vielfältige Nutzbarkeit wieder gegeben. Es müssen verstärkte Anstrengungen unternommen werden, das empfindliche gartenkulturelle Erbe jener Epoche für die Zukunft in seiner Vielfalt zu bewahren.

Hier können Sie die Erklärung als PDF herunterladen.

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Eine langfristige, strategische Entwicklung der Stadt Mühldorf am Inn zeigt im Zukunftsbild durch die Entwicklung räumlich konkreter Interventionen den Istzustand von 2053. Bild: Paulina Schroeder
Eine langfristige, strategische Entwicklung der Stadt Mühldorf am Inn zeigt im Zukunftsbild durch die Entwicklung räumlich konkreter Interventionen den Istzustand von 2053. Bild: Paulina Schroeder
„InnLand nutzt UmLand“ fokussiert sich auf die Entwicklung der Land- und Agrarwirtschaft in der Region um Mühldorf am Inn. Eines der Ziele des Projekts, das im Rahmen einer Projektarbeit im Master Urbanistik an der Technischen Universität München entstand, ist es, die Stadt durch eine resiliente und produktive Landwirtschaft zu einer autarken Versorgergesellschaft zu wandeln. Daraus ergeben sich zeitgleich weitere Vorteile für eine soziale und grüne Stadtentwicklung.

Nicht nur in unserer Septemberausgabe 2023 machen wir Raum für Projekte aus dem Studium. Auch hier, auf unserer Webseite, stellen Studierende ihre eigenen Arbeiten selbst vor. Die Projekte finden Sie alle auf unserer Themenseite „Studium“ – und die Septemberausgabe gibt’s in unserem Shop.

Das Projekt

Die Projektarbeit “InnLand nutzt UmLandzeigt eine alternative Zukunft für die Ortsentwicklung in Mühldorf am Inn bis 2053. Das Ziel ist es, in den nächsten dreißig Jahren die Stadt nachhaltig und in Anbetracht der Landschaftsräume sowohl durch kurzzeitige als auch langfristige Investitionen in Ökonomie, Demografie und Nachhaltigkeit zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei drei Interventionsräume an den Stadträndern, welche durch ihre unterschiedlichen Eigenschaften verschiedene Entwicklungspotentiale aufweisen und besonders zur Zukunft der Land- und Agrarwirtschaft in der Region beitragen sollen. Besonders im ländlichen Raum verliert der Arbeitsmarkt im Primärsektor an Bedeutung, neue Arbeitssektoren wie die Wissensökonomie gewinnen an Gewichtung. Doch genau das ländliche Umfeld bietet die Qualität der Sekundärstadt in einer Metropolregion. Zunehmender Zuzug aus der Stadt ist das Resultat.
Die drei Potentialräume an der Ortsrändern entwickeln sich über temporäre aktive Nutzungen langfristig zu Nachbarschaftstreffpunkten, wo lokale Nahrungsmittelproduktion und Veranstaltungen neues Wissen in der Bevölkerung generieren. Bild: Amelina Brandes, Lisa Kuchenreuther
Die drei Potentialräume an der Ortsrändern entwickeln sich über temporäre aktive Nutzungen langfristig zu Nachbarschaftstreffpunkten, wo lokale Nahrungsmittelproduktion und Veranstaltungen neues Wissen in der Bevölkerung generieren. Bild: Amelina Brandes, Lisa Kuchenreuther

Landwirtschaft resilient gestalten

Unser Ziel ist es, das Arbeitsfeld besonders für die künftige Generation durch Innovation und Transformation attraktiver zu machen und dem voranschreitenden Klimawandel und den zunehmenden Risiken der industriellen Landwirtschaft entgegenzuwirken. Ein erhöhter Wasserverbrauch, die Bodenübernutzung und zunehmende Ernterückgänge sind Auswirkungen eines monokulturellen Anbaus. Um die produktive Landschaft auch zukünftig erhalten zu können, muss diese resilienter gestaltet werden und ein Bewusstsein in der Gesellschaft entstehen. Um einen Zugang zu den Arbeitsprozessen zu ermöglichen, kann eine aktive Beteiligung an lokaler Produktion in den Stadtgebieten einen Impuls für einen solchen Wandel setzen.

Eine bessere Organisation und Vernetzung zwischen den ortsbildprägenden Akteuren erzeugt eine nachhaltige Entwicklung und wahrt die Landschaftsräume in der Stadt und der umgebenden Region. Bild: Paulina Schroeder
Eine bessere Organisation und Vernetzung zwischen den ortsbildprägenden Akteuren erzeugt eine nachhaltige Entwicklung und wahrt die Landschaftsräume in der Stadt und der umgebenden Region. Bild: Paulina Schroeder

Eine autarke Versorgungsgesellschaft soll entstehen

Die Kreisstadt soll Vorreiter für den Landkreis durch eine autarke Versorgungsgesellschaft werden. Der Eigenanbau von lokalen Produkten durch die Nachbarschaftsbeteiligung kann auf individuelle Haushalte übergreifen. Temporäre Nutzungen von Freiflächen werden langfristige Treffpunkte für Jung und Alt. Durch die neu geschaffene Attraktivität als Wohn- und Arbeitsstandort wird die junge Bevölkerung an den Standort langfristig gebunden. Arbeitsplätze in familienstarken Unternehmen vor Ort werden durch Anpassungsstrategien und Weiterentwicklung der Digitalisierung gestärkt. Neue, innovative Unternehmen im Bereich der Land- und Agrarwirtschaft bilden einen interessanten und zukunftsfähigen Berufszweig und ziehen Fachkräfte und Auszubildende an.

Nachhaltige Landwirtschaft bedeutet das Schaffen einer landwirtschaftlichen Struktur, in der umweltschonende Agrartechnologien eingesetzt sowie eine langfristige Schonung natürlicher Ressourcen voraus gesetzt werden. Bild: Mine Büyükişcana
Nachhaltige Landwirtschaft bedeutet das Schaffen einer landwirtschaftlichen Struktur, in der umweltschonende Agrartechnologien eingesetzt sowie eine langfristige Schonung natürlicher Ressourcen voraus gesetzt werden. Bild: Mine Büyükişcana

Flächenreduzierende Ortsentwicklung

Voraussetzung dafür ist der Bau flexibler und kleiner Wohneinheiten als Alternative zu den monofunktionalen Einfamilienhaus-Siedlungen. Nachverdichtung und Durchmischung in bestehenden Wohn- und Gewerbegebieten bringen ein möglichst nachhaltiges und flächenreduzierendes Stadtwachstum mit sich. Der Bau der Osttangente könnte als Umfahrung des Stadtkerns das hohe Verkehrsaufkommen im Zentrum reduzieren. Hauptverkehrswege bekommen weniger Bedeutung, Fuß- und Radwege gewinnen an Wichtigkeit. Auch der Naherholungsraum am Ufer des Inns erhält als neue Grünraumvernetzung zwischen Zentrum und dem südlichen Quartier eine neue Qualität und wird durch verschiedene Interventionen zugänglicher. Das verbesserte Grünnetzwerk zwischen den Siedlungsrändern und dem historischen Stadtzentrum lässt die Wohngebiete zusammenwachsen.

Die Maßnahmen in den unterschiedlichen Potentialräumen entwickeln sich von temporären Interventionen zu langfristigen strukturellen Entwicklungen, welche miteinander verknüpft sind und unterschiedliche Akteure involvieren. Bild: Amelina Brandes
Die Maßnahmen in den unterschiedlichen Potentialräumen entwickeln sich von temporären Interventionen zu langfristigen strukturellen Entwicklungen, welche miteinander verknüpft sind und unterschiedliche Akteure involvieren. Bild: Amelina Brandes

Der Entwurf entstand im Rahmen von „Mühldorf 2053“, einem Interdisziplinären Projekt im Master Urbanistik an der Technischen Hochschule München. Mehr über die Hintergründe zum Projekt gibt es hier zu lesen, und die Entwürfe weiterer Studierenden finden Sie hier.

Königsallee Düsseldorf: Ein neues Image für die Kö

Calatrava Architects designt ein neues Gebäude für die Düsseldorfer Kö. Bild: © Santiago Calatrava LLC
Calatrava Architects designt ein neues Gebäude für die Düsseldorfer Kö. Bild: © Santiago Calatrava LLC

Die Königsallee, oder „Kö“, wie Einheimische sagen, prägt das Image von Düsseldorf. Bald könnte die Kö aber mehr sein als die teuerste Straße der Stadt: In den nächsten Jahren soll sich hier einiges ändern. Mehr Gastronomie, andere Geschäfte und vor allem: mehr Fußgänger*innen.

Neubelebung der Düsseldorfer Königsallee

Die Düsseldorfer Königsallee ist eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Die Straße prägt das Image von Düsseldorf, besteht aber vor allem aus teuren Läden und Elite-Bankhäusern. Kann so eine Ikone aussehen? Die Stadtregierung hat gemeinsam mit den Architekt*innen von Calatrava einige Änderungen geplant. So soll die „Kö“ künftig schöner und lebenswerter werden. Weniger Autos, andere Geschäfte und mehr Gastronomie sind einige der Ziele für die nächsten Jahre. Dafür sollen mehrere Millionen Euro investiert werden.

Am 23. Januar 2023 präsentierten Uwe Reppegather, Gründer der CENTRUM-Gruppe, Bürgermeister Dr. Stephan Keller und Architekt Dr. Santiago Calatrava ein Projekt für ein neues Gebäude an der Königsallee. Das sogenannte Calatrava Boulevard-Gebäude soll sich an der Kreuzung zwischen Königsallee, Königstraße und Steinstraße befinden. Das Ziel des Projektes besteht darin, die Kö als majestätischen Boulevard wiederzubeleben.

Calatrava Boulevard soll eine Top-Adresse für internationale Flaggschiff-Läden werden und zugleich Platz für Büroräume bieten. Dabei sollen die traditionellen Kö-Fassaden erhalten bleiben. Der Boulevard verläuft parallel zur Königsallee und verknüpft sie mit der Steinstraße. Das umgebende Grün sowie das offene Glasdach und die Skulptur-artige Architektur sollen ein Platz für internationale und lokale Restaurants und Läden bieten, die vom Wetter geschützt sind. Durch die wellenförmige innere Fassade soll eine neue Einheit zwischen Königstraße und Steinstraße entstehen.

Das neue Gebäude an der Kö soll Fußgänger*innen einladen und einen Raum zum Verweilen bieten. Bild: © Santiago Calatrava LLC
Das neue Gebäude an der Kö soll Fußgänger*innen einladen und einen Raum zum Verweilen bieten. Bild: © Santiago Calatrava LLC

Das Hauptgebäude des Calatrava Boulevard

Das Zentrum des Designs von Calatrava ist der Gebäudeabschnitt gegenüber vom Martin-Luther-Platz. Hier wird sich ein geschwungenes, gewölbtes Dach mit einer Höhe von etwa 41,2 Metern befinden. Es bleibt damit unter der typischen Bauhöhe von Hochhäusern in Düsseldorf. Die dreieckige zentrale Axe bietet direkten Zugang zum Boulevard, der weiter mit den Büro-Lobbys und den Restaurants und Läden verknüpft ist.

Die begehbaren Dachterrassen des Calatrava Boulevards sollen grün und attraktiv gestaltet sein, um Besuch einzuladen und zur Nachhaltigkeit der Kö beizutragen. Integrierte Solarpanels versorgen das neue Gebäude mit nachhaltig erzeugtem Strom.

Das Projekt hat bereits mit dem Bau des Kö 36-Gebäudes und dem Bezug durch die Marken Moncler und Fendi begonnen. Die Stadt sieht eine schrittweise Modernisierung vor, um die Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb entlang der Königsallee so gering wie möglich zu halten. 2028 soll das Bauprojekt an der Kö abgeschlossen sein.

Europas schönste Einkaufsstraße

Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, sagte bei der Projektvorstellung im Januar: „Der Calatrava Boulevard unterstreicht einmal mehr die Internationalität unserer Stadt. Ich bin sehr froh, dass die CENTRUM die von der Königsallee abgewandten Flächen mit herausragender Architektur umfassend neu entwickelt und damit dem weltberühmten Boulevard einen ganz neuen, zusätzlichen Glanz verleiht. Die Investition von über 1 Milliarden EUR an diesem Standort ist ein klares Bekenntnis zu unserer Stadt, für das ich Uwe Reppegather sehr dankbar bin. So viel Mut ist notwendig, um unsere Stadt in die Zukunft zu führen. Die Entwürfe zeigen, dass dies unter Beibehaltung der historischen Architektur gelingen kann.“

Uwe Reppegather, Geschäftsführer der CENTRUM, kommentiert den Entwurf: „Wir wollen die Königsallee zu einem der Premium-Einzelhandelsplätze in Europa machen. Dazu haben wir lange und intensiv mit dem internationalen Luxuseinzelhandel diskutiert und den Dialog der Stadt über die Zukunft der Königsallee intensiv begleitet. Das daraus resultierende Konzept sieht eine innovative Kombination von zeitgemäßen Einzelhandelsflächen für internationale Flagship-Stores mit gehobener Gastronomie vor, die zum Verweilen und Flanieren einlädt. Dieses Projekt mit seiner internationalen Ausstrahlung kann zu einem neuen Wahrzeichen als Europas schönste Einkaufsstraße werden!“

CENTRUM ist ein inhabergeführtes Unternehmen aus dem Jahr 1998, das sich auf die Entwicklung zeitgemäßer Einzelhandelsflächen in Top-Lagen deutscher Großstädte konzentriert. Das Gesamtvolumen der abgeschlossenen Entwicklungen liegt bei über 5 Milliarden Euro.

Diese Visualisierung zeigt, wie sich das Boulevard-Gebäude in die Königsallee einfügen würde. Bild: © Santiago Calatrava LLC
Diese Visualisierung zeigt, wie sich das Boulevard-Gebäude in die Königsallee einfügen würde. Bild: © Santiago Calatrava LLC

Über die Königsallee

Die Königsallee, gern auch kurz als Kö bezeichnet, ist ein nordsüdlicher Boulevard im Düsseldorfer Stadtzentrum. Sie gehört zu den bekanntesten Luxuseinkaufsstraßen in Europa. Der Stadtgraben oder Kö-Graben ist charakteristisch für die Gestaltung der Straße. Zudem zeichnet sie sich durch einen eindrucksvollen Baumbestand und eine Breite von fast 87 Metern aus. Damit ist sie die breiteste Straße in Deutschland.

Schon heute gibt es vier Gehwege an der Königsallee, jeweils an den Seiten des Grabens und entlang der Häuserzeile. Die westliche Seite hat insgesamt weniger Besuchende und wird in ihrem Nordteil daher auch als „stille Seite“ bezeichnet. Insgesamt ist auf der Ostseite der Kö mehr los. Im Sommer 2004 feierte die Straße ihr 200-jähriges Bestehen. Übrigens: Bekannt ist der Kö-Bogen vom polnisch-amerikanischen Architekten Daniel Libeskind, der hier 2013 entstand.

Der neue Calatrava Boulevard soll die Straße wieder zu ihrem alten Ruhm zurückführen. Zugleich hoffen die Architekt*innen sowie die Stadt, dass die neue Attraktion mehr Besuchende anzieht. Insbesondere für Fußgänger*innen soll es hier angenehmer werden. Und ein weiterer Anziehungspunkt soll die erhöhte Umweltfreundlichkeit der Straße durch die Grünflächen am Calatrava Boulevard sein.

In Düsseldorf tut sich viel: Tadao Ando und Enzo Enea arbeiten derzeit an dem Campus und Tower im Eingangsbereich der Stadt.