Teilnahme am AIV-Schinkel-Wettbewerb

Das Jahr 2020 nähert sich rasant und mit ihm der AIV-Schinkel-Wettbewerb, der am 13.03.2020 verliehen wird. Wie üblich wird zum Jahresende der Blick zurück sowie nach vorn gerichtet. Hier schließt sich der diesjährige AIV-Schinkelpreis mit dem 100-jährigen Jubiläum von Groß-Berlin auf besondere Weise an.

Die Metropolregion Groß-Berlin wie wir sie heute kennen, hat sich seit ihrer Gründung vor einem Jahrhundert kaum verändert. Doch die Aktualität von Bevölkerungszuwachs, Klimawandel, Nachhaltigkeit und Digitalisierung fordern heraus, die Zukunft der Landschaft von Berlin zu betrachten. Mit dieser Aufgabe sehen sich die Teilnehmer*innen des AIV-Schinkel-Wettbewerbs 2020 zum Thema „Berlin in 50 Jahren“ konfrontiert.

Dabei geht es nicht um rein landschaftsplanerische Ideen, sondern darum, wie die Ansprüche der Hauptstadt an die Landschaft mit den Ansprüchen der Landwirtschaft, des Naturschutzes und der lokalen Bevölkerung zusammenkommen. Es geht um mutige und radikale Visionen für eine nachhaltigere Zukunft, die auch zum Nachdenken – fern der aktuellen Realisierbarkeit – anregen. Wie sieht Berlin 2070 auf dem Siedlungsstrahl Berlin-Mitte, Karow, Buch, Panketal und Bernau stadträumlich, landschaftlich und baulich aus? Welche zukünftigen Veränderungen von Umwelt und Gesellschaft wirken in die Planung und Gestaltung der Stadt hinein?

Ausgeschrieben ist der Wettbewerb interdisziplinär und richtet sich an die Fachsparten Städtebau, Landschaftsarchitektur, Architektur, Konstruktiver Ingenieurbau, Verkehrsplanung, Denkmalpflege und Freie Kunst. Schwerpunktorientiert sind einzelne Aufgaben den Fachsparten zugeordnet, wobei die Teilnehmer*innen aufgefordert sind, übergreifende trans- und interdisziplinäre Gruppen zu bilden. Die Teilnahme als reines Landschaftsarchitektur-Team in der entsprechenden Fachsparte ist selbstverständlich auch möglich.

Durch die Gruppenarbeit können die Aufgaben und Lösungsansätze aus verschiedenen Perspektiven entwickelt werden. Das Stichwort Nachhaltigkeit ist bei jeder Aufgabe zu berücksichtigen. Mehr zu dem diesjährigen AIV-Schinkelpreis und den dazugehörigen Aufgaben finden Sie hier.

Bis zum 20.01.2020 können sich Teilnehmer*innen hier anmelden.

Die Abgabe ist am 17.02.2020.

Das könnte Sie auch interessieren
Podcast-Tipp: Gespräch mit Baubotaniker Ferdinand Ludwig
die wir in der G+L 10/21 vorstellen
Gebäudegrün: die G+L im Oktober 2021
Freiraum mit Bindekraft
G+L im November: Innenstädte
menschen-die-auf-einer-strasse-gehen-BRo7ry8LL4A
Baukultur und Nachhaltigkeit – gestalterische Qualität in der Resilienzdebatte
Adventskalender Tag 8
eine-stadtstrasse-voller-verkehr-neben-hohen-gebauden-L7RbsRIG7DQ
Digitales Zonenmanagement für Verkehr und Aufenthalt
darüber drei bunte Blumen
BUGA 2029
Ireland Glenkeen Garden
Bundespreis Koop.Stadt: 5 Fragen

Orte anders denken.

Was macht gute Landschaftsarchitektur aus? Wie sieht Ihre Arbeits- und Lebensrealität aus und wie können wir sie differenziert bereichern? Diese Fragen standen bei der Neugestaltung der Garten+Landschaft im Mittelpunkt. Wir haben die vergangenen Monate dazu genutzt, zu analysieren, zu hinterfragen, zu konzeptionieren und uns schließlich neu zu erfinden.

Verschaffen Sie sich hier einen ersten Eindruck der NEUEN GARTEN+LANDSCHAFT:

 

JETZT TESTEN

Unter dem Motto „ORTE ANDERS DENKEN“ verstehen wir…

… die richtigen Fragen aufwerfen
… die interessantesten Experten zu Wort kommen lassen
… die brennenden Themen der Landschaftsarchitektur kontrovers zur Sprache bringen
… Produkt-Innovationen und Trends vorstellen
… den Blick weiten und international denken
… neue Perspektiven des praktischen Schaffens aufzeigen
… Impulse, Orientierung und Beratung bieten

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

Beste Grüße,
Ihre
Tanja Braemer, Chefredakteurin

Stachus: Chipperfield gewinnt mit Atelier LOIDL in München

Das Gebäude zwischen Stachus und Hauptbahnhof soll zum "gläsernen Erlebnistempel" werden. © Filippo Bolognese Images

Das Gebäude zwischen Stachus und Hauptbahnhof soll zum “gläsernen Erlebnistempel” werden. © Filippo Bolognese Images

Der Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Stachus in der bayerischen Landeshauptstadt ähnelt aktuell einem Baustellen-Chaos. Nun steht fest, was hier in Zukunft entstehen soll – ein „gläserner Erlebnistempel“. Mehr dazu hier.

An Baustellen mangelt es im Gebiet des Münchner Stadtkerns wahrlich nicht. Allein der Neubau des Hauptbahnhofs, dessen alte Schalterhalle bereits dem Erdboden gleichgemacht worden ist, wird bis mindestens 2028 für eine Großbaustelle im Herzen der bayerischen Hauptstadt sorgen. Ganz nach dem Motto „wenn, schon, denn schon“, wird es in Kürze gleich über die Straße, ganz in der Nähe des Stachus, eine weitere Baustelle geben – und klein wird die auch nicht werden.

Es geht um nichts geringeres als das „Warenhaus Hermann Tietz“, das Anfang des letzten Jahrhunderts in der Schützenstraße, einer etwa 200 Meter langen Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Stachus, gebaut wurde. Besser bekannt dürfte das Haus jedoch wohl unter dem Kürzel seines Gründers sein: Hertie. Heute gehört das Haus zum Galeria-Konzern, einem Unternehmen der österreichischen, von René Benko gegründeten Signa Holding.

Signa gestaltet Kaufhausareal am Stachus um

Ein Anbau aus den 70er Jahren ergänzt das historische Warenhaus. Das längliche, zweckmäßige Gebäude, erweiterte die Verkaufsfläche um mehr als das Doppelte und soll nun weichen. Das das denkmalgeschützte, historische Kaufhaus hingegen wird renoviert. Den Neubau am Stachus werden die Kollegen von David Chipperfield Architects gestalten. Die Pläne, die das Büro zusammen mit Atelier Loidl entworfen hatte, setzten sich in einem Ideen- und Realisierungswettbewerb gegen zehn andere Architekturunternehmen durch.

Gelungene Staffelung der Kubatur

Auch interessant: Pläne zur Wiedervereinigung des Englischen Gartens in München

Statt abweisendem Beton wird es an der Schützenstraße in Zukunft jede Menge Glas geben. Die verschlossene Struktur des Erweiterungsbaus wird aufgebrochen. Das neue Gebäude hat im Gegensatz zum Bestandsbau keine Rückseite mehr. Dadurch öffnet es sich auch Richtung der parallel zur Schützenstraße verlaufenden Prielmayerstraße. Hinzu kommen mehrere Wegverbindungen, die quer und längs durch das Gebäude führen und demzufolge für eine stärkere Vernetzung im Viertel zwischen Hauptbahnhof und Stachus sorgen sollen.

Besonders angetan war das Preisgericht von der „sehr gelungenen räumliche Staffelung der Kubatur oberhalb des fünften Obergeschosses“. Sie spränge abwechslungsreich zurück und weite daher den Straßenraum sinnvoll auf. Insgesamt, so das Preisgericht, überzeugte der Entwurf von Chipperfield durch seine subtile Einfügung in den städtischen Kontext, durch seine Variabilität und die prägnante Architektur.

Den zweiten Preis des Planungswettbewerbs ging an BIG Partners Limited aus London mit realgrün Landschaftsarchitekten. Den dritten Preis gewannen Snøhetta aus Oslo mit Keller Damm Kollegen Landschaftsarchitekten Stadtplaner.

Mehr zum Entwicklungsprojekt an der Schützenstraße zwischen Münchner Hauptbahnhof und Stachus erfahren Sie auf der extra dafür eingerichteten Webseite oder auf der Webseite von Chipperfield.