Aprilausgabe: Platz für alle

Im Moment wird ja viel über Mauern geredet. Und über Grenzen im Allgemeinen. Über sichtbare im Raum genauso wie über unsichtbare im Kopf. Beides hat uns wohl seit der Wiedervereinigung nicht mehr so bewegt wie jetzt, in einer Zeit, in der (auch) Mitteleuropa Wohlstand, Freiheit und Aufgeklärtheit statt zu teilen lieber hoch genug einzäunt. Grenzen sind wieder in – das überraschte zuletzt viele. Wir finden, es ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, sich auch über Grenzen und Barrieren in Landschaft und Stadt Gedanken zu machen. Die Offenheit des Freiraums für alle, egal welcher Herkunft und ob gehandicapped oder nicht, kann und sollte ein ungeniertes Signal an alle Vereinfacher sein: Hier sind alle gleich.

Platz für alle – Verstehen auslösen

Die Welt um uns herum, die Landschaft, den urbanen Raum – wie nutzen und durchdringen wir all das? Hier gilt das Postulat der Gleichheit und Gerechtigkeit: Der öffentliche Raum sollte für jeden zugänglich sein, uneingeschränkt und ohne Kosten. Doch in der Realität ist der freie Zugang nicht für jeden selbstverständlich.

 

Eine Stadt will nach oben

Die süddeutsche Kreisstadt Starnberg hat sich in Anlehung an das Programm „Bayern Barrierefrei 2023“ zum Ziel gesetzt, barrierefreie Modellkommune zu werden. Nicht ganz einfach bei seiner Lage am Hang. Eines der ersten Projekte ist die Neugestaltung des Geogenbachwegs.

 

Kontrast kontrollieren

Die aktuellen Normen zur Barrierefreiheit stellen Planer vor einige Herausforderungen, wie es das Beispiel Marktplatz der niedersächsischen Stadt Meppen zeigt. Transparente Planungsprozesse helfen, Unsicherheiten zu reduzieren.

Aufgeschlossen

Vor dem Hintergrund der derzeitigen politischen Abgrenzung der USA setzt New York mit seinem „Parks without Borders- Programm“ ein entgegengesetztes Zeichen: Parks, die bisher umzäunt und segregiert waren, sollen mithilfe bürgerschaftlichen Engagements zum integrativen Teil des gesamten öffentlichen Raums werden.

Gerechtigkeit in Grün

Städtische Freiräume haben viele Anforderungen zu erfüllen. Sie sind Orte der Begegnung, der Erholung, der Integration. Und sie sollen möglichst für alle jederzeit zugänglich sein. Wir sprachen mit Till Rehwaldt, Präsident des bdla, über gerechtes Grün und darüber, was Landschaftsarchitekten und Kommunen dazu beitragen können.

Schule macht Raum

Ob Park, Spielplatz oder Straße: Kaum eine Gruppe nutzt den Freiraum so intensiv wie Kinder und Jugendliche. Mitsprechen dürfen sie bei der Entwicklung ihrer Umwelt aber noch lange nicht. Das muss nicht sein, meint Nevena Torboski. Die Leiterin des Schweizer Vereins drumrum Raumschule vermittelt mit ihrem Team baukulturelles Wissen an Kinder und Jugendliche und ermöglicht ihnen in Projekten, ihre Lebensräume mitzugestalten.

Frage: Wie geht gute PR in der Kommune?

Praxis: Lebenszyklus-Kosten von Bodenbelägen

Lösungen: Licht im Außenraum

Referenz: Allgäuer Meilensteine

Sichtachse: eine wackelige Angelegenheit

Hier gibt es die neue Garten + Landschaft!