Was haben ein Ruinengarten, ein Stadtplatz und eine Freizeitanlage gemeinsam? Antwort: Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten NRW hat sie mit dem nrw.landschaftsarchitektur.preis 2020 ausgezeichnet.
Mit dem nrw.landschaftsarchitektur.preis will der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten Nordrhein-Westfalen (bdla nw) aktuelle Arbeitsfelder und Aufgaben der Landschaftsgestaltung vorstellen sowie Kreativität, Gestaltungs- und Leistungsfähigkeit von Landschaftsarchitektinnen und -architekten aufzeigen – und auszeichnen. Dies hat der bdla nw nun zum neunten Mal getan: Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Gert Aufmkolk prämierte aus 14 Beiträgen drei Arbeiten einstimmig und sprach zwei weiteren Projekten Anerkennungen aus.
Wie auch in den Jahren zuvor, werden bei dem nrw.landschaftsarchitektur.preis Projekte, Planer und Bauherren ausgezeichnet, die mit ihrer Arbeit vorbildlich wirken: Sie fördern eine gestalterisch hochwertige, sozial und ökologisch orientierte Siedlungs- und Landschaftsentwicklung sowie eine zeitgemäße, mutige und kreative Landschaftsarchitektur. Dabei machen sie sichtbar, wie neue und eindrucksvolle Landschaftserlebnisse, die zugleich Zukunftsthemen der gebauten Umwelt aufgreifen in Parks, Gärten und Freiräumen umgesetzt werden können.





Drei Preisträger
Den ersten Platz gewann Landschaftsarchitekt Volker Püschel aus Mettmann. Der von ihm gestaltete, rund 1 250 Quadratmeter große Ruinengarten einer Backsteinvilla in Düsseldorf überzeugte die Jury durch die Umsetzung „mit hoher ästhetischer Qualität in Materialität, Detail und Pflanzenverwendung“ sowie durch einen Höhepunkt des Konzeptes – die kleine Orangerie. Besonders lobte die Jury „die Haltung, durch Bewahren, Schützen und Gestalten aus Bestehendem einen Gartenschatz zu gestalten.“
Das Düsseldorfer Büro scape Landschaftsarchitekten GmbH nahm mit der rund 1,7 Hektar großen Fläche des Fritz-Kühn-Platzes in Iserlohn den zweiten Platz ein. Als „eine beispielgebende Lösung für die geradezu prototypische Problemstellung, in solchen Kommunen einen Ort für Kommunikation, Integration, Aufenthalt – eine ‚grüne Mitte‘ zu gestalten“, zeichnete die Jury die Landschaftsarchitekten aus.
Mit der 45 650 Quadratmeter großen Freizeitanlage Westerholt in Herten erlangte das Planungsbüro DTP Landschaftsarchitekten GmbH aus Essen den dritten Platz. Die Jury lobt, dass das Planungsbüro für „eine neue soziale Qualität“ sorgt: „Mit einem gestalterisch hochwertigen und ansprechenden Konzept mit unkonventionellen Details werden hier Barrieren eingerissen und – in sinnvoller Ergänzung des Vereinssports – Räume und Angebote für verschiedenste Nutzer- und Altersgruppen geschaffen“.
Weitere Informationen und Statements über die prämierten Projekte lesen Sie hier.
Zwei Anerkennungen
Neben den drei Preisträgern ehrte die Jury zwei weitere Projekte mit einer Anerkennung: Das Baumpflanzungsprojekt in Bochum von Danielzik Leuchter + Partner Landschaftsarchitekten aus Duisburg und den Marktplatz in Bünde des Hamburger Büros Landschaftsarchitektur + Holzapfel-Herziger & Benesch PartGmbB. Mehr zu den beiden Projekten lesen Sie hier.
Zum nrw.landschaftsarchitektur.preis 2020 gibt der bdla nw zusammen mit der Baukultur Nordrhein-Westfalen kostenlos eine Broschüre heraus. Auf 50 Seiten stellt diese alle Teilnehmer des Wettbewerbs und ihre Projekte vor. Hier können Sie die Broschüre runterladen oder bestellen.














