Battersea Power Station: Die Landschaftsarchitektur

Foto: Peter Landers

Auf rund 42 Hektar entsteht in London gerade ein neues Quartier. Im Zentrum: die Battersea Power Station. Der denkmalgeschützte Bau, dessen neues Konzept die Architekten*innen von WilkinsonEyre entworfen haben, ist seit Oktober 2022 erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. Für die Grünflächen des Projekts ist das Landschaftsarchitekturbüro LDA Design verantwortlich.

Foto: Jason Hawkes
Foto: Jason Hawkes

Die Battersea Power Station

Seit Oktober 2022 besitzt London eine neue Attraktion: Das frühere Kraftwerk Battersea Power Station, ein ikonisches Bauwerk, ist nun öffentlich zugänglich. Über das letzte Jahrzehnt wurde das riesige Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, aufwändig saniert und renoviert. Nun stellt es eine lebhafte Nachbarschaft mit gemischter Nutzung dar. Im Kraftwerk selbst gibt es sowohl Wohnraum als auch ein Einkaufszentrum mit vielen gehobenen Marken, einem Kino und weiteren Aktivitäten. Einer der vier Schornsteine lässt sich per Aufzug erklimmen und von oben ist ein schöner Blick auf London garantiert.

© Studios Ltd
© Studios Ltd

Sowohl Anwohner*innen als auch Tourist*innen und Londoner*innen sind hier herzlich willkommen. Zahlreiche Läden, aber auch Bars, Restaurants, Entertainment-Angebote, Parks und historische Sehenswürdigkeiten führen zu großer Vielfalt. Auf einer Fläche von insgesamt etwa 42 Hektar befindet sich die Kombination aus Kraftwerk, umgebenden Gebäuden von Namen wie Norman Foster, und viel öffentlicher Raum.

Die Stadtreparatur rund um Battersea hat insgesamt 9 Milliarden Pfund gekostet. Das Ergebnis ist ein visionärer neuer Stadtteil direkt am Ufer der Themse. Über 4 000 Wohnungen, Büros, Restaurants und Kultur- und Freizeiteinrichtungen sollen hier in den nächsten Jahren zu finden sein. Mit einer neuen U-Bahn-Station wurde die Battersea Power Station bereits an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Sie ist nun Teil der Northern Line.

© Peter Landers
© Peter Landers

Grünflächen der Battersea Power Station

Die Architekt*innen von WilkinsonEyre arbeiteten eng mit der Battersea Power Station Development Company zusammen. Dahinter stehen Investor*innen aus Malaysia. Das gesamte Projekt eröffnete am 14. Oktober 2022. Von den acht geplanten Phasen, zu denen jeweils neue Grünflächen gehören, sind bereits drei Phasen komplett:

  • die „Brown Roofs“ / Circus West Village (Phase I, eröffnet)
  • der öffentliche Park und die privaten Dachgärten der Bewohner*innen / Battersea Power Station (Phase II, eröffnet)
  • weitere Wohnmöglichkeiten und Dachgärten / Battersea Roof Gardens & Prospect Place (Phase III)

Weitere fünf Phasen stehen noch aus. Dazu gehört insbesondere mehr Wohnraum, denn von den 4 239 geplanten Einheiten sind derzeit (November 2022) erst 1 600 fertig. Vollbepflanzte Gärten auf den Dächern und um das Kraftwerk herum zeigen, dass auch die Außenanlagen rund um das Kraftwerk neu gedacht sind.

Die Landschaftsarchitekt*innen von LDA Design renaturierten unter anderem das frühere Kohlelager vor dem Kraftwerk. Auch die Fläche, die früher für Gleisanschlüsse diente, ist heute ein Park. Materialien wie Holz, Stahl und schwarz gesprenkelter Beton, der an Kohle erinnert, weisen auf die industrielle Vergangenheit der Power Station hin.

Übrigens lesen Sie mehr über die Architektur bei unseren Kolleg*innen von Baumeister: Battersea Power Station.

Mehr als ein Gebäude

Laut Ben Walker, Direktor und Leiter des Londoner Studios von LDA, ist Battersea Power Station zum ersten Mal in seiner Geschichte mehr als nur ein Gebäude. Stattdessen ist es ein „einladender, gut vernetzter Ort“. LDA Design wurde vor über zehn Jahren eingeladen, das Megaprojekt zu unterstützen. Damals war das Kraftwerk eine Ruine inmitten einer 17 Hektar großen Brachfläche. Die Herausforderung bestand darin, einen Ort für Menschen und für die Natur zu schaffen. Außerdem sollte sich der neue Stadtteil in die umliegende Nachbarschaft einfügen.

Mit der Landschaftsarchitektur will LDA Design den Gemeinschaftssinn des Viertels unterstützen. Gleichzeitig sollte die Gestaltung den fast monumentalen Standard der Battersea Power Station abmildern. Die wichtigsten Grundsätze für die Landschaftsarchitektur waren Wohlbefinden, Nachhaltigkeit, Integration, kulturelles Erbe und Biodiversität. Um dies zu erreichen, war es besonders wichtig, dass die Menschen das Potenzial der Umgebung frühzeitig erleben können. Ein Pop-up-Park lud bereits 2013 dazu ein, sich der Battersea Power Station zu nähern. Die Landschaftsarchitekten von LDA testeten dabei Faktoren wie Aussichtspunkte, Aktivitäten und einen Streichelzoo.

© Peter Landers
© Peter Landers

Fast die Hälfte von Battersea Power Station ist öffentlicher Raum. Dieser ist sehr gut erschlossen. Die vielen Millionen Gäste, die jedes Jahr erwartet werden, sollen sich hier zurückziehen und entspannen können. Dies ist im Power Station Park direkt an der Themse, am Malaysia Square, aber auch in ruhigeren Gärten und auf den Dächern möglich. Besonders schöne Ausblicke auf das Gebäude gibt es von den großen Wiesen. Hier können sich die Besuchenden ins Gras legen oder auf einem der beweglichen Stühle ausruhen.

© Peter Lander
© Peter Lander

Ökologische Vielfalt

Mehr als ein Hektar der Grünflächen rund um die Battersea Power Station ist mit einer artenreichen Bepflanzung versehen, die für Bestäuber und Wildtiere attraktiv ist. Weitere Flächen sollen folgen. Stauden, Blumen und Bäume sorgen für Struktur und Farbe sowie für ein saisonal wechselndes Interesse. Der Schwerpunkt liegt auf der Klimabeständigkeit der Umwelt.

Präriegräser tragen dazu bei, den menschlichen Maßstab zu betonen. Es gibt mindestens 95 verschiedene Vogelarten, darunter Hausrotschwänze, Stieglitze und Bachstelzen. Ein Wanderfalkenpaar nistet im nordöstlichen Schornstein der Battersea Power Station.

Schon jetzt lohnt sich ein Besuch der Battersea Power Station, wenn man in London ist. Und in den nächsten Jahren werden hier sicher noch viele weitere attraktive Grünflächen entstehen. Ein spannendes Beispiel für einen neuen Stadtteil!

Vom neuen Quartier in Großbritanniens Hauptstadt zu einem neuen Quartier in unserer Hauptstadt: Stadtteil Pankower Tor in Berlin.

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Eingang zur ehemaligen Reese-Kaserne in Augsburg.
Copyrighted free use

Für die verbleibenden Flächen der Reese-Kaserne lobte die Stadt Augsburg einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb aus. Nun steht der Wettbewerbsgewinner fest. Anerkennungen erhielten unter anderem Treibhaus, bauchplan ).( und Lohrer Hochrhein Landschaftsarchitekten. Wer den ersten Preis machte, lesen Sie hier.

Neue Wohnungen auf dem Areal der Reese-Kaserne

Die Reese-Kaserne im Augsburger Stadtteil Kriegshaber ist eine ehemalige Militärunterkunft der Wehrmacht. Sie wurde nach einer Zwischennutzung durch die US-amerikanischen Streitkräfte in der Zeit zwischen 1995 und 1998 an die heutige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zurückgegeben. 42 Hektar ist das Gelände groß, auf dem sich mit den Jahren neben Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben ansiedelte. Ebenso fand hier eine breite Künstler*innen- und Musiker*innen-Szene mit dem Namen „Kulturpark West“ ihr zuhause.

Der Kulturpark West ist schließlich mittlerweile fast vollständig auf das Areal des Augsburger Gaswerks umgezogen. Auf dem Gelände der ehemaligen Reese-Kaserne entstand ebenfalls zeitgleich der rund 16 Hektar große Reesepark, der mittlerweile ein beliebtes Naherholungsziel ist. Doch auch neue Wohnflächen sollen künftig auf dem Gebiet entstehen. Um neun Hektar im Osten des Kasernenareals geht es aktuell. Hier möchte die Stadt ein neues Quartier schaffen, zukunftsfähig und in der Lage kurzfristigem Wohnungsmangel abhelfen.

Jury angetan von der Körnung der Baustrukturen

Den ersten Preis des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs der Stadt Augsburg zur betreffenden Fläche verlieh das Preisgericht im Oktober diesen Jahres an den Entwurf des Tübinger Büros Hähnig + Gemmeke Architekten. Der Entwurf sieht als Kernensemble vier Wohnblöcke vor, die jeweils über einen Innenhof verfügen. Die Wohnblöcke gruppieren sich dabei um einen zentralen, „grünes Herz“ genannten Mobilitätshub mit gemeinschaftlicher Grünfläche, Marktpavillon, Fahrradstation und Quartiersgarage.

Entlang der Nord-Süd-Achse des Areals der ehemaligen Reese-Kaserne wird sich laut den nun veröffentlichten Plänen eine Verbindungsachse durch einen weitläufigen Park ziehen. Besonders angetan zeigte sich die Jury in ihrer Begründung von der Körnung der Baustrukturen der geplanten Wohnblöcke. Ihre Vielzahl an einerseits Typologien und andererseits Gebäudetiefen ermögliche ein differenziertes Wohnangebot und darüber hinaus eine klare Adressbildung. Ein weiteres Highlight der Jury war zudem der Marktpavillon, der als grüne, geschützte Freifläche ganzjährig nutzbar sein wird.

Mehr Informationen zum Umbau des Areals der Reese-Kaserne finden Sie auf der offiziellen Webseite von Augsburg.

In dem Zusammenhang auch interessant: Was der Begriff „Konversion“ in der Stadtplanung beschreibt sowie die bekanntesten Beispiele gelungener Konversion, erfahren Sie bei uns.

Landesgartenschau Bad Dürrenberg 2024: Salzkristall & Blütenzauber

Die Installationen der Landesgartenschau Bad Dürrenberg 2024 erinnern an Salz, das jahrhundertelang das wichtigste Exportgut der Stadt in Sachsen-Anhalt war. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH
Die Installationen der Landesgartenschau Bad Dürrenberg 2024 erinnern an Salz, das jahrhundertelang das wichtigste Exportgut der Stadt in Sachsen-Anhalt war. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH

In der Solestadt Bad Dürrenberg findet in diesem Jahr die Landesgartenschau statt. Rehwaldt Landschaftsarchitekten haben den Wettbewerb zur Gestaltung des Gartenschaugeländes gewonnen. Mehr über den historischen Kurpark und das Rückgrat der Anlage für die Landesgartenschau Bad Dürrenberg.

Der historische Kurpark von Bad Dürrenberg liegt über dem Saaletal und stellt den Schauplatz der fünften Landesgartenschau von Sachsen-Anhalt dar. Die historische Gradieranlange der Stadt stellt das Rückgrat der Gartenschau dar. Dabei handelt es sich um das längste zusammenhängende und noch funktionsfähige Gradierwerk Europas. Es verwundert nicht, dass die Landesgartenschau Bad Dürrenberg 2024 ganz im Zeichen des Salzes und der Salzgewinnung steht. Zum Beispiel gibt es eine Salzlandschaft, eine Gradenbank, weiße Möbel und heilsamen Sole-Nebel, der das Gelände durchzieht.

Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden haben den Wettbewerb zur Gestaltung des Geländes schon im Jahr 2018 gewonnen. Sie haben den historischen Park und die angrenzenden Saalehänge im Rahmen der Gartenschau zu einem modernen, offenen und einladenden Erholungsraum umgestaltet. Dafür haben sie historische Anlagen saniert und um zeitgenössische Elemente ergänzt. Die Landesgartenschau Bad Dürrenberg ist vom 19. April bis zum 13. Oktober 2024 unter dem Motto „Salzkristall & Blütenzauber“ zugänglich. Tageskarten kosten 19 Euro pro Person.

Auf dem Weg zur grünen Solestadt

Wie viele andere Landesgartenschauen war auch die in Sachsen-Anhalt ursprünglich für 2022 angesetzt. Aufgrund der Pandemie wurde sie jedoch um zwei Jahre verschoben. Die Wettbewerbsgewinner Rehwaldt Landschaftsarchitekten entwickelten den historischen Kurpark für die Landesgartenschau Bad Dürrenberg als vielfältige Anlage weiter. Dabei wollten sie einerseits die historischen Anlagen wieder in Wert setzen und andererseits auch zeitgenössische Gartenräume integrieren.

Die Stadt erhofft sich durch das Großereignis einen positiven Einfluss auf ihr Image. Die Maßnahmen sollten unter anderem dazu beitragen, Bad Dürrenberg als „grüne Solestadt“ zu positionieren und sie als Wohn- und Lebensort zu präsentieren. So soll eine langfristig attraktive Entwicklung möglich sein.

Bad Dürrenberg liegt direkt an der Saale in der geschichtsträchtigen Region Saale-Unstrut. Halle, Leipzig und Naumburg sind die nächsten Großstädte und bieten gute Anbindungen. Salz prägt als „weißes Gold“ bis heute die Geschichte der Solestadt, die ein staatlich anerkannter Erholungsort mit staatlich anerkannter Heilquelle ist.

In der temporären Blumenhalle sind von April bis Oktober 2024 viele prächtige Blüten zu bewundern. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH
In der temporären Blumenhalle sind von April bis Oktober 2024 viele prächtige Blüten zu bewundern. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH

Imposantes Gradierwerk als Rückgrat der Gartenschau

Das Gelände der Landesgartenschau Bad Dürrenberg erstreckt sich über den historischen Kurpark der Stadt, den Saalehang und bis hinunter zur Flussaue, wo die alte Tradition des Obst- und Weinbaus wiederbelebt wurde. Die Fläche beträgt etwa 15,3 Hektar und Rehwaldt Landschaftsarchitekten stellten das Projekt 2024, rechtzeitig vor Beginn der Gartenschau fertig. Bauherrin war die Solestadt Bad Dürrenberg.

Besuchende können am Platz am Kohlebahntunnel verweilen, der nun zu einem multifunktionalen Stadtplatz geworden ist. Er bietet ein schattiges Gehölzdach, Sitzmöglichkeiten und Gastronomie sowie einen integrierten Informationspunkt zur Geschichte der Kohlebahn.

Von dort ist es nicht weit zum nördlichen Entree am Borlachplatz, der einen großzügigen Auftakt für die Landesgartenschau Bad Dürrenberg bieten soll. Ein Holzdeck bietet Schatten für alle, die am Haupteingang warten. Es folgt eine große Rasenfläche, die den Blick zum Borlachplatz mit seinen grünen und steinernen Zonen eröffnet. Das Gradierwerk dient als gestalterisches Motiv und als Identitätsstifter auf dem Platz. Mit seinen 636 Metern Länge und 12 Metern Höhe ist es ein imposantes Bauwerk, das als Rückgrat für einzelne Teilbereiche dient: Entree, Verbindung zur Rathausvorfläche, Verweilfläche mit Holzdeck und weitere Rasenfläche.

Die historische Gradieranlage von Bad Dürrenberg ist während der Landesgartenschau stets ein Motiv.  Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH
Die historische Gradieranlage von Bad Dürrenberg ist während der Landesgartenschau stets ein Motiv. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH

Historische Kulturlandschaft an der Saale

Der Kurpark ist zu einer vielfältigen Anlage geworden und besitzt nun auch zeitgenössische Gartenräume, die über die Landesgartenschau hinaus wertvoll für die Stadt sein werden. Zugleich haben Rehwaldt Landschaftsarchitekten Wert darauf gelegt, historische Anlagen wie das Palmenhaus zu erhalten. Dort ist ein multifunktionalier Raum entstanden, der als Veranstaltungsort sowie als Präsentationsfläche für besondere Pflanzen dient. Die temporäre Blumenhalle steht während der Gartenschau neben dem sehr beliebten Palmen- und Vogelhaus.

Auch im nördlichen Kurpark sind die historischen Gartenstruktur nach wie vor vorhanden und wurden denkmalgerecht weiterentwickelt. Die wegebegleitenden Rabatten präsentieren verschiedene Pflanzthemen und neben dem Spielplatz gibt es ein Wasserparterre. Dieser hybride Gartenplatz bietet Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten.

In der Zone der Beamtengärten befinden sich die Themengärten mit integrierter Bühnenanlage. Dieser vielfältige Bereich ist bei der Landesgartenschau Bad Dürrenberg besonders beliebt. Und im Süden des Kurparks gibt es Sitzanlagen sowie das „Gradengrüst“, einen räumlichen Abschluss und Höhepunkt am südlichen Ende des historischen Gradierwerkes, das an die frühere Ausdehnung der Anlage erinnert.

Die Landesgartenschau zieht sich bis zum Saalehang herunter, wo eine historische Kulturlandschaft mit Gutsgärten, neu aufgerebten Weinterrassen und Obsthainen zu sehen ist. Das Café am Amtsberg ist ein neuer Anziehungspunkt. Zudem ist das Wasser dank Bade- und Gondelsteg und Holzstegen entlang des Saaleweges leichter zu erreichen.

Eine neue Wasserfläche wertet den Kurpark auf und bietet Platz für Spiel und Erholung. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH
Eine neue Wasserfläche wertet den Kurpark auf und bietet Platz für Spiel und Erholung. Copyright: Landesgartenschau 2023 gGmbH

Solefest und Landesgartenschau in Bad Dürrenberg

Das Preisgericht entschied sich für den Vorschlag von Rehwaldt Landschaftsarchitekten, da sich die Arbeit stark am Vorhandenen orientierte und so die Denkmalpflege wertschätzt. Kurpark und Waldgarten wurden beinahe gänzlich in ihrer Struktur belassen oder behutsam erneuert. Zudem betonte die Jury den großzügigen Eingang, die breite Promenade entlang des Hauptbauwerks, den freien, steinernen Borlachplatz und die Freifläche am Palmenhaus. Der Natur- und Artenschutz am Saalehang war ein weiterer Grund für die Entscheidung.

Noch bis Oktober ist die Landesgartenschau Bad Dürrenberg zu bewundern. Wer mehr über die Geschichte der Solestadt lernen möchte, kann den Borlachturm mit seinem Museum besuchen. Bis 1963 wurde in Bad Dürrenberg noch Salz hergestellt. Jedes Jahr im Juni feiert die Stadt die Erschließung der Solequelle durch Johann Gottfried Borlach im Jahr 1763 – dieses Jahr dürfte es dank der Landesgartenschau ein besonders ausgelassenes Fest werden.

Weiterlesen: Alle Landesgartenschauen 2024 im Überblick.