Landschaftsarchitektur zu Besuch in Barcelona

Vor 20 Jahren fand die erste Europäische Landschaftsarchitektur Biennale in Barcelona statt. Die diesjährige Biennale vom 26. bis 29. September bietet neben temporären Installationen in der Stadt, Führungen, Ausstellungen, ein Symposium und die Ergebnisse des Rosa Barba Preises.

Rosa Barber Prize

Alle zwei Jahre zeichnet die Fundació Banc de Sabadell mit dem Rosa Barba Preis realisierte Projekte der Landschaftsarchitektur aus. Der Preis ist nach der Gründerin der Biennale benannt, die ein Jahr nach der ersten Biennale verstarb. Teilnehmen können alle Architekten und Landschaftsarchitekten, die in ihrem Land berechtigt sind den Beruf auszuüben. Eine fünfköpfige Jury wählt zehn Finalisten aus. Der Gewinner erhält ein Preisgeld über 15 000 Euro und darf sich bei dem Symposium vorstellen. Die restlichen Finalisten präsentiert der Ausstellungskatalog sowie die Rosa Barba Ausstellung während der Biennale. Dieses Jahr besteht die Jury aus Jeppe A. Andersen, Gary R. Hilderbrand, Walter Hood, Kathryn Moore und Teresa Toller. Interessierte Teilnehmer können sich hier noch bis zum 22. Juni 2018 für den Wettbewerb einschreiben.

Symposium

Das diesjährige Symposium beschäftigt sich mit der zunehmenden Angst im öffentlichen Raum, ausgelöst von aktuellen Themen wie Klimawandel, der Rückgang der Demokratie oder Terror im öffentlichen Raum. Diese Angst spiegelt sich in der defensiven Gestaltung der Städte wieder. Das Symposium fordert dazu auf, sich von der Angst nicht paralysieren zu lassen, sondern sich den Herausforderungen zu stellen. Die Antwort darauf können multiperformative Landschaften sein, die sowohl politische, soziologische wie ökologische Funktionen erfüllen. Während des Symposiums sprechen der französische Kunstkritiker und Kurator Nicolas Bourriaud, der Stadtplaner Jan Gehl, die Professorin für Stadt- und Regionalplanung in Toronto Nina-Marie E. Lister und der Gründer und Professor der Landschaftsarchitekturfakultät der Tshinghua University.

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