googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649697825425-0'); });

BUGA Erfurt Eröffnung – eine Zusammenfassung

Building design

Erfurt

googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649688785468-0'); });

Die BUGA Erfurt Eröffnung letzten Freitag begleiteten ein paar Pannen. Es gab Ärger um fehlende Corona-Teststationen, die CDU-Stadtratsfraktion kritisierte den Umgang mit Gastronom*innen auf und außerhalb des Geländes. Sieben Feldhasen futterten zudem den gesamten BUGA-Kohlrabi weg und die XXL-Rutschen auf dem BUGA-Areal am Erfurter Petersberg konnten zu Beginn nicht genutzt werden. Sie waren zu schnell.
Nichtsdestotrotz
 zeigten sich Ministerpräsident Bodo Ramelow, Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein und BUGA-Geschäftsführerin Kathrin Weiß bei der Eröffnung zufrieden. Aktuell kann die Gartenschau nur mit einem gültigen negativen Corona-Test sowie einer gesonderten Zutrittskarte besucht werden. Geimpfte sollen künftig die BUGA Erfurt ohne Test erleben dürfen.

Die offizielle Eröffnung der Bundesgartenschau in Erfurt fand am 23. April 2021 statt. Niemand anderes als Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein und BUGA-Geschäftsführerin Kathrin Weiß begrüßten pünktlich um 9 Uhr die ersten BUGA Erfurt Besucher*innen. Ramelow, Bausewein und Weiß hatten sich in einer Pressekonferenz eine Woche zuvor gemeinsam für die geplante Eröffnung der Erfurter Bundesgartenschau stark gemacht. Trotz Corona-Pandemie und trotz bundesweit steigender Inzidenzzahlen. Ihre Argumentation: Die beiden BUGA-Erfurt-Ausstellungsorte egapark und Petersberg wären mit 36 und sieben Hektar Fläche weitläufig. Das Schutzkonzept würde entsprechend greifen und die täglichen Besucher*innenzahl würde von 24 000 auf 15 000 reduziert.

BUGA Erfurt Eröffnung – der erste Tag

So kam es dann auch. Die BUGA Erfurt Eröffnung fand planmäßig statt. Sie präsentiert sich vom 23. April bis zum 10. Oktober auf den zwei innenstadtnahen Arealen egapark und Petersberg. Insgesamt 6 000 Personen besuchten die Erfurter Gartenschau am ersten Tag. Die offizielle Pressestelle der BUGA definierte die Besucher*innenzahl unter den Umständen der Corona-Pandemie als Erfolg. Die 7-Tage-Inzidenz lag an diesem Tag bei 181,1. Am zweiten Tag griffen im Zuge des bundesweiten Infektionsschutzgesetzes neue Auflagen.

Die Regelungen sehen vor, dass die Gartenschau vorerst nur mit einem negativen Corona-Test besucht werden kann. So fanden sich am zweiten Tag der BUGA Erfurt nur noch 4 000 Besucher*innen ein.
Die Mehrzahl davon waren Dauerkartenbesitzer*innen. Und dennoch: Mit diesen Besucher*innenzahlen ist die Erfurter Bundesgartenschau laut MDR trotz Pandemie erfolgreicher als andere Bundesgartenschauen vor ihr. So zählte die BUGA Hamburg 2013 an ihrem ersten Tag nur 3 000 Besucher*innen, die BUGA Schwerin im Jahr 2009 nur 4 000 Besucherinnen.

Zu schnelle Rutschen bei der BUGA Erfurt Eröffnung

Eine Herausforderung für die BUGA Erfurt stellten die nötigen Corona-Tests sowie fehlende Testmöglichkeiten dar. Rund 500 Anrufe gingen täglich bei der BUGA ein sowie hunderte an Mails mit Fragen zu den Tests. Die CDU-Stadtratsfraktion kritisierte die dezentrale Teststrategie des SPD-Oberbürgermeisters Bausewein. Sie wäre „krachend gescheitert“. Laut Stadtrat Michael Hose würde es an zentralen Teststationen mangeln. Beobachtungen geben ihm Recht: Am Wochenende kam es zu Warteschlangen an den Teststellen. Gleichzeitig sollte ein zusätzliches Testzentrum diesen Mittwoch in Betrieb gehen. Der Status hierzu ist unbekannt.
Eine weitere Herausforderung waren zu schnelle Rutschen am Petersberg. Ja, tatsächlich. Die XXL-Rutschen auf dem Gelände waren noch kurz vor der Eröffnung mit einem falschen Mittel poliert worden. Dieses machte die Rutschen zu schnell. Aus Sicherheitsgründen sperrte die BUGA Erfurt sie zunächst und gab sie Samstagmittag wieder frei.

BUGA überprüft Unterlassungsklage

Aber nicht nur die Rutschen machten der BUGA Erfurt Probleme, sondern auch sieben Hasen. So sagte die Ausstellungschefin Beate Walther dem MDR THÜRINGEN, dass sieben Hasen insgesamt 150 Pflanzen abgefressen hätten – darunter den gesamten Kohlrabi. Die Feldhasen seien auf dem Gelände zuhause.
Weniger unterhaltsam sind hingegen aktuelle Meldungen zu einer Unterlassungsklage gegen die CDU-Stadtratsfraktion, die die BUGA GmbH derzeit prüft. Fotos in sozialen Netzwerken hatten BUGA-Gäste beim Essen von To-Go-Snacks in der Nähe der Imbissstände gezeigt. Die CDU-Fraktionen im Thüringer Landtag und im Erfurter Stadtrat warfen daraufhin der BUGA eine Ungleichbehandlung der Gastronom*innen auf und außerhalb des Gartenschau-Geländes vor.

Ziel: 1,8 Millionen Besucher*innen

Aller Herausforderungen und Pannen zum Trotz zeigten sich Ramelow, Bausewein und Weiß bei der Eröffnung erleichtert. Allen voran Erfurts Oberbürgermeister kehrte den Optimisten in sich raus: Er denke, die Corona-Situation würde sich in den kommenden Wochen grundlegend ändern. Seiner Meinung nach würde sich die Impfquote steigern. Die BUGA Erfurt könne dann jeden Tag 24 000 Besucher*innen auf das Gelände lassen.
Die Bundesgartenschauen der letzten Jahre zählten im Schnitt zwischen einer und zwei Millionen Besucher*innen. Herausstach dabei die BUGA Koblenz. Sie zählte im Jahr 2011 insgesamt 3,5 Millionen und nahm 13 Millionen Euro ein. In Thüringen rechnet man aktuell mit 1,9 Millionen Besucher*innen. Aus ökonomischer Sicht wäre die Erfurter Bundesgartenschau ab 1,855 Millionen Gästen ein Erfolg, so Bausewein. Dann würde man mit einer schwarzen Null die 190-Millionen-Euro-BUGA in Erfurt abschließen.

Geimpfte künftig ohne Test auf BUGA-Gelände

 

Für die Ziele der Erfurter Bundesgartenschau ist der weitere Verlauf der Corona-Pandemie entscheidend. Aktuell empfängt die Website der BUGA Erfurt ihre Besucher*innen in roten Signalfarben. Groß schreit sie der Hinweis „Ohne Anmeldung kein Einlass!“. Aktuell ist demnach ein Besuch der aktuellen BUGA – auch für Dauerkartenbesitzer*innen – nur mit vorheriger Onlineanmeldung sowie einem gültigen negativen Corona-Test möglich. Der Test muss von offizieller Stelle durchgeführt werden. Selbstschnelltest sind nicht zulässig. Der Corona-Test darf nicht älter als 24 Stunden sein und Besucher*innen, die nicht aus Erfurt kommen, sollen ein Testzertifikat aus ihrem Heimatort mitbringen.
Auf dem Gelände selber gelten die altbekannten AHA-Regeln (Abstand + Hygiene + Alltagsmaske), die gastronomischen Angebote sind nur als „To-Go“ möglich. Es finden zudem derzeit keine Veranstaltungen statt und auch sämtliche Gebäude sind geschlossen.

Im Zuge des Impfgipfels von Bund und Ländern, der am 26. April 2021 stattfand, will der Freistaat Thüringen laut dpa bald die formale Gleichstellung von Geimpften und Genesenen mit negativ Getesteten in einer neuen Corona-Landesverordnung verankern. Das würde bedeuten, dass Geimpfte und Genesene künftig ohne aktuellen Corona-Test das Gelände der BUGA Erfurt besuchen dürften.

Mehr zur BUGA Erfurt, was sie auszeichnet und worauf sich Besucher*innen freuen können, das lesen Sie hier im G+L Interview mit BUGA-Chefin Kathrin Weiß.

googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649688785468-0'); });
POTREBBE INTERESSARTI ANCHE
googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649697825425-0'); });

AIV-Schinkel-Wettbewerb 2022: Auslobung

Building design
AIV-Schinkel-Wettbewerb-2022 Auslobung: Überblick über Wettbewerbsgebiet in Rüdersdorf (Foto: Elisa Mado Lenius)

AIV-Schinkel-Wettbewerb-2022 Auslobung: Überblick über Wettbewerbsgebiet in Rüdersdorf (Foto: Elisa Mado Lenius)

googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649688785468-0'); });

Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin (AIV) hat Ende September die Auslobung des Schinkel-Wettbewerb 2022 veröffentlicht. Junge Planer*innen und Künstler*innen bis 35 Jahre können an dem Ideen- und Förderwettbewerb teilnehmen. Der bekannte Schinkel-Wettbewerb 2022 läuft unter dem Titel „Ressource Rüdersdorf – neu aufgemischt.“ Die Widersprüche und Maßstabssprünge machen die Brandenburger Gemeinde reizvoll für die Aufgabenstellung.

Auslobung AIV-Schinkel-Wettbewerb: Ab nach Rüdersdorf

Es ist Herbst – und das heißt, es ist wieder Zeit für den AIV-Schinkel-Wettbewerb. Wie jedes Jahr veröffentlicht der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin (AIV) kurz vor Semesterbeginn die Auslobung für seinen Ideen- und Förderwettbewerb. Dabei handelt es sich um einen Nachwuchspreis – einer der bekanntesten und ältesten in Deutschland.

Junge Planer*innen bis 35 sind dazu aufgerufen, ihre Ideen und Visionen zu präsentieren. Darunter fallen Angehörige aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur und Verkehrsplanung. Aber auch freie Künstler*innen sind im Aufruf eingeschlossen. Sie alle bewerben sich mit ihrer Teilnahme um Preisgelder im Gesamtwert von bis zu 30 000 Euro. Dafür reichen sie einen Entwurf ein, der das diesjährige Thema des AIV-Schinkel-Wettbewerbs bearbeitet: „Ressource Rüdersdorf – neu aufgemischt“.

Warum gerade Rüdersdorf? Gesche Erber und Ernst Wolf Abée, die Vorsitzenden des AIV-Schinkel-Ausschusses erklären die Entscheidung wie folgt: „Auf Rüdersdorf waren wir sehr neugierig. Nach dem ersten Gespräch mit der Bürgermeisterin und nach den Erkundungstouren waren wir schnell sicher, spannende Themen für unseren Wettbewerb zu finden. Neben dem Kalksteinbruch, den historischen Brennöfen und dem modernen Zementwerk haben sich Betriebe der Baustoff- und Logistikbranche angesiedelt. So hat sich eine Agglomeration vitaler Ortschaften entwickelt, durchsetzt mit Stätten industrieller Fertigung, teils hochaktiv, teils aufgegeben und ruinös. Und genau diese Widersprüche und Maßstabsprünge machen Rüdersdorf mit seinen verschiedenen Ortsteilen so reizvoll für unsere Aufgabenstellung.“

Aufgabengebiet vielleicht schon vor Ende des Wettbewerbs abgerissen

In Rüdersdorf gab es früher eine Futterphosphatfabrik. Seit diese stillgelegt wurde, ist mit dem Areal jedoch nur wenig passiert. Alle Materialien, bei denen die Möglichkeit bestand, sie wiederzuverwerten, wurden außerdem demontiert und entfernt. Die einst imposanten Gebäude und Strukturen stehen verlassen und als leere Hüllen da. Dennoch regen sie die Fantasie an: Volumen, Struktur und die Raumordnung der Hallen und Siloanlagen erinnern an die Gemälde von Giorgio De Chirico. Der italienische Maler prägte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Strömung der „Metaphysischen Malerei“. Hier können Sie einige Beispiele betrachten.

Der Zustand bleibt aber vielleicht nicht bestehen. Laut Gerber und Abée steht der Abriss der Betonstrukturen zur Diskussion, um Baufläche zu schaffen. Das bedeutet, dass es unsicher ist, dass das Ensemble so noch steht, wenn die Teilnehmer*innen des AIV-Schinkel-Wettbewerbs 2022 ihre Entwürfe einreichen. Dennoch meinen die beiden AIV-Vorsitzenden: „Wir hoffen, dass unsere Ergebnisse noch rechtzeitig kommen, um die Diskussion über die Zukunft des Standorts zu bereichern.“

Auslobung AIV-Schinkel-Wettbewerb: Aufgabenstellung

Wie immer spricht die Auslobung des AIV-Schinkel-Wettbewerb 2022 auch dieses Jahr die verschiedenen Fachsparten mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen an. Unter anderem sind folgende Entwürfe gefordert:

Die genauen Auschreibungsunterlagen der Auslobung des AIV-Schinkel-Wettbewerb 2022 finden sich hier. Die Anmeldung zum Wettbewerb erfolgt schließlich über die Plattform von „Wettbewerbe aktuell“. Hier finden Sie die entsprechende Seite.

Hier können Sie das Bildmaterial zur Wettbewerbsregion herunterladen.

AIV-Schinkel-Wettbewerb 2022: Weitere Termine

Dies sind die weiteren Termine des AIV- Schinkel-Wettbewerb 2022:

Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV)

Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg hat das Ziel, die Berliner und die Brandenburger Baukultur zu fördern. D.h. zum Selbstverständnis seiner Aufgaben gehört es unter anderem, Stellung zu aktuellen Planungsvorgängen zu beziehen. Damit möchte der Verein Einfluss auf die Entwicklungen in wichtigen Teilen der Metropolregion Berlin nehmen. Dafür analysiert der AIV Etappen und Projekte und liefert eine Einschätzung dazu. Außerdem stellt er Diskussionsansätze für die zukünftige Stadt- und Metropolenentwicklung vor. So begleitet er die Bau- und Kulturgeschichte von Berlin und Brandenburg kritisch. Jedes Jahr schreibt der AIV den Schinkel-Wettbewerb aus. Übrigens: Der AIV ist der älteste noch bestehende Verein Berlins.

AIV-Schinkel-Wettbewerb 2021 – Sieger Kategorie Städtebau

Auf dem Berliner Großmarkt werden Lebensmittel und andere Waren umgeschlagen und an Supermärkte und Gastronomiebetriebe verteilt. Berliner*innen finden sich ohne berufliche Beweggründe kaum auf dem Areal ein. Und das, obwohl es genügend Fläche für dringend benötigte Freiräume bieten würde. Aus diesem Grund wählte der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg den Großmarkt als Projektgebiet für den diesjährigen Schinkel-Wettbewerb aus. Jonathan Hertling, Arne Markuske (BTU Cottbus-Senftenberg) und Robert Ritzel (TU Berlin) überzeugten mit ihrer städtebaulichen Vision und erhielten den Schinkelpreis in der Kategorie Städtebau. Hertling, Markuske und Ritzel stellen in der G+L 09/21 ihren Entwurf vor und erklären, wie sie das Gebiet mit Hochstegen und einem neuen Warenverteilsystem zugänglich gestalten.

googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649688785468-0'); });
googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649697825425-0'); });

Wettbewerbsübersicht Dezember 2018 (2/2)

Building design
Bewegung und Begegnung. © KCAP GmbH mit Ramboll Studio Dreiseitl

googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649688785468-0'); });

Kulturquartier Lagarde-Campus, Bamberg – 1. Preis hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin, mit Sauerzapfe Architekten, Berlin

Interessiert an aktuellen Wettbewerbsergebnissen der Landschaftsarchitektur, aber kaum Zeit sich diese richtig anzuschauen? In der Wettbewerbsübersicht der G+L informiert Heike Vossen über die spannendsten Wettbewerbsergebnisse im Dezember.

Straßenräume in Wiehl – 1. Preis Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten, Bockhorn

Die Konversion der Lagarde-Kaserne soll in Bambergs Osten einen lebendigen, nutzungsgemischten Stadtteil schaffen – mit dem „Kulturquartier Lagarde“ als attraktive Quartiersmitte. Zwei Stadtplätze prägen zukünftig die neue Mitte und sollen mit ihrer frühzeitigen Schaffung einen wichtigen Baustein zur Entwicklung des Quartiers bilden. Der Siegerentwurf sieht zwei Baumhaine vor, welche die beiden Plätze verbinden, aber jedem einzelnen einen eigenen Charakter zugestehen. Der Lagarde-Platz südlich der Reithalle gestaltet sich als grüner Quartiersplatz, der stellvertretend für das gesamte Quartier, seine Transformation, sowie die nachhaltige Neuausrichtung steht. Der Platz ist Endpunkt der Grünverbindung Richtung Ostpark und zugleich urbanes Entrée des Quartiers. Als belebter Gegenpol dazu präsentiert sich der Kulturhof zwischen Reit- und Posthalle: Er ist unprätentiös und flexibel bespielbar, so die Jury. Außerdem bildet der Stadtplatz einen wichtigen Ankerpunkt für die Stadtverbindung zur Innenstadt.

Planungsdialog Hafner in Konstanz – 1. Preis KCAP, Zürich, mit Ramboll Studio Dreiseitl, Überlingen

Ein Transitraum wird zum Aufenthaltsraum, so die Entwurfsintention von Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten für das Zentrum von Wiehl. Ihr Siegerentwurf überwindet die starke Trennung des zergliederten Stadtraums und definiert Rathaus- und Hem-Platz als zentralen Platz am Kreuzungspunkt der Stadtachsen. Zukünftig prägt Naturstein das Zentrum – Farbnuancen und Materialwechsel berücksichtigen dabei die historische Differenzierung von Fahrbahn, Fußgängerbereich und Platzfläche. Der durchgehende Belag ermöglicht es, die angrenzenden Flächen anzubinden. Zusätzlich integriert eine breite winkelförmige Freitreppe die Kirche in den Stadtraum. Ein neuer Weg zwischen Rathaus und Kirche verbindet barrierefrei zur südlich gelegenen Wiehlaue. Um den Blick in die Flussaue zu ermöglichen, stellt der Entwurf die Wiehlbrücke frei. Zusätzliche Treppen und Bastionen vergrößern die Kontaktzone zum Fluss. Die neuen Stadtbäume bilden mit auffälliger Blüte und Herbstfärbung einen spannenden Kontrast zur Aue. Prägende Möblierungselemente wie die Baumbänke entwickeln die Planer in Anlehnung an regionaltypische Gestaltungselemente und Materialien.

In Konstanz soll mit rund 2800 Wohneinheiten der neue Stadtteil Hafner entstehen. Das Planungsteam aus KCAP und Ramboll Studio Dreiseitl überzeugte die Jury mit einer prägnanten Entwurfsidee, dem sogenannten „Hafner-Ring“. Zusätzlich zur großen grünen Mitte bildet das grüne Infrastrukturband eine freiraum- und städtebaulich relevante Struktur für den Stadtteil mit seinen zukünftig rund 8000 Bewohnern. Das grüne Band zieht sich mit robusten und multifunktional nutzbaren Erholungs- und Erlebnisräumen im Bogen durch das neue Stadtquartier und verbindet es mit dem historischen Kern Wollmatingen. Das Siegerteam sieht für das rund 60 Hektar große Areal keine strikte Trennung zwischen Wohnen und Gewerbe vor. Stattdessen mischen die Planer die Nutzungen. Das Quartier ist weitgehend autofrei konzipiert und stellt die Lebensqualität in den Vordergrund. Die Jury sieht in dem Entwurf das größte Innovationspotential, um den Stadtteil zukunftsfähig zu gestalten, sowie an Veränderungen der nächsten Jahre anzupassen.

googletag.cmd.push(function(){ googletag.display('div-gpt-ad-1649688785468-0'); });